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Verlagsdruck auf Onlineshops beim Verkaufspreis

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Tim-spielbox

Stöhn ...

Beitragvon Tim-spielbox » 8. November 2006, 08:45

> Liebe Leute, diese Anspruchshaltung ist einfach dermaßen
> arrogant und nervig, und gleichzeitig so naiv, daß es schon
> fast weh tut!!

Hä? Manche Kunden legen Wert auf günstige Preise, andere auf Service. Warum ist das erste "arrogant und nervig", das zweite aber toll und fein? Jeder hat andere Ansprüche. Laß die Leute doch.

> Also wird es immer weniger normale Läden geben, dies es sich
> noch leisten können, besondere Spiele in ihr Sortiment
> aufzunehmen, denn mit solchen geringen Gewinnspannen kann ein
> Laden, der bedeutend mehr Kosten hat, als ein
> Internetversand, definitiv nicht leben.

Ja, ja, es geht alles den Bach runter. Wie seit Hunderten von Jahren. Alles wird immer schlechter. Am liebsten würde ich in der Steinzeit leben, da war noch alles perfekt. :D

> Das Ergebnis wird sein, daß die Verlage es sich immer weniger
> leisten können, innovative Spiele zu verlegen.

Genau. Vor 20 Jahren wurden jede Woche tonnenweise gute Spiele rausgehauen. Heute gibt es nichts Gutes mehr. Es geht alles den Bach runter. :D

Leute, laßt doch das Genörgel. Wir haben eine tolle Spieleszene, die noch nie so leistungsfähig war wie heute. Online-Shops sind eine Chance, keine Bedrohung!


Tim

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Karl

Re: Verlagsdruck auf Onlineshops beim Verkaufspreis

Beitragvon Karl » 8. November 2006, 09:15

dann schlag doch mal vor..!! ich bin sehr gespannt..

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peer

Re: Konsequentes Gegensteuern

Beitragvon peer » 8. November 2006, 09:58

Hi,
Danke für den tollen Beitrag!

Der Thread ist ansonsten nämlich größtenteils wie der damalige: Erst einmal anklagen und schuldig sprechen!
Leute, dafür dass ihr so gute Rechtskenntnisse habt, scheint ihr nicht zu wissen, dass jemand als unschuldig gilt, bis die Schuld bewiesen ist.
Im vorliegenden Fall ist ja nicht einmal bekannt
a) ob der Händler das Spiel unter dem Eigenkostenpreis verkauft hat (was im übrigen illegal ist)
b) wie der Verlag vorgegangen ist.

Aber mit Sicherheit war der Verlag böse! Immerhin hat er uns den Preis kaputt gemacht ;-)

ciao
peer

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Klaus Knechtskern
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Re: Verlagsdruck auf Onlineshops beim Verkaufspreis

Beitragvon Klaus Knechtskern » 8. November 2006, 10:09

Der einfachste Weg für einen Verlag den Preis entsprechend hoch zu halten, und das ist das was meiner Kenntnis nach auch GW macht ist einfach eine entsprechender Mindestumsatz. Wenn ich mich nicht irre ist das auch bei MAGIC so. Ist übrigens in anderen Branchen genauso. Ohne die entsprechende Mindestabnahme -möglicherweise über das gesamte Sortiment, so hat AvalonHIll früher direkt an deutsche Händler geliefert(Die Händler wussten nicht mal genau was denn kommen wird) kein Verkauf.

In meinen Augen völlig legitim, denn der Verlag muß ja nicht an jeden verkaufen.

Klaus

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Ralf Arnemann
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Völlig absurde Diskussion

Beitragvon Ralf Arnemann » 8. November 2006, 10:13

Es ist erstaunlich, welche Diskussionsbeiträge man hier anläßlich eines eher banalen Vorgangs geboten bekommt.
Großer Kulturkampf zwischen Einzelhandelsfans und Modernisten, erstaunliche Vermutungen wegen angeblicher Kriminalität, bis hin zu den anti-kapitalistischen Weltuntergangs-Visionen eines "ausnahmsweise-mal-nicht".

Halten wir doch mal die Fakten fest:
Ein Verlag kann verkaufen, an wen er will und zu den Preisen, die der jeweilige Abnehmer zu zahlen bereit ist.
Und ein Kunde kann kaufen, wo er will, und sich dabei zwischen billig/teuer, seriös/unseriös, Service/Nicht-Service entscheiden.
Er kann auch bestellen und stornieren, oder um den Preis feilschen oder um jeden Preis den Händler seiner Präferenz unterstützen.

Weder Verlag noch Händler noch Kunde sind für das Wohl anderer Leute verantwortlich oder für die Zukunft der Vertriebsstrukturen in Deutschland.


Der einzige, den man im geschilderten Fall kritisieren könnte, ist der Online-Versender, der mit falschen Angaben Kunden zu einer Bestellung verlockt.
Wenn es darum gegangen wäre, vor solchen Geschäftsmethoden zu warnen, hätte ich den Eingangsbeitrag ja noch verstanden - aber gegen den unseriösen Versender richtet sich hier merkwürdigerweise keine Kritik.

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Klaus Knechtskern
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Re: Völlig absurde Diskussion

Beitragvon Klaus Knechtskern » 8. November 2006, 10:22

100 % ack

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Mike

Re: Völlig absurde Diskussion

Beitragvon Mike » 8. November 2006, 11:11

Hi

> Wenn es darum gegangen wäre, vor solchen Geschäftsmethoden zu
> warnen, hätte ich den Eingangsbeitrag ja noch verstanden -
> aber gegen den unseriösen Versender richtet sich hier
> merkwürdigerweise keine Kritik.

Genau das hatte ich mich auch gefragt, als ich den Thread heuet morgen angelesen habe.

Mike

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Alexandra

Re: Verlagsdruck auf Onlineshops beim Verkaufspreis

Beitragvon Alexandra » 8. November 2006, 11:17

kurt schrieb:

> Schon mal mitbekommen, daß sich die Welt ständig im Wandel
> befindet?? Was früher einmal richtig war und heute in den
> Lehrbüchern steht, wird morgen ganz anders aussehen.

Das ist zwar richtig, lieber kurt, aber das bedeutet noch lange nicht, dass jeder nach seinem Gusto eine bestehende Rechtslage missachten darf, und sei sie nach Ansicht mancher auch noch so überholt.
Aber es steht Dir selbstverständlich frei, Dich diesbezüglich zu engagieren und unser Rechtssystem mitzugestalten.

Grüße
Alexandra

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oli-
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Beiträge: 133

Re: Genauso isses!

Beitragvon oli- » 8. November 2006, 11:18

Das Ganze heißt dann glaube ich "Freie Marktwirtschaft".
Und das andere schlicht "unseriös".

oli-

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Hartmut

absurd? Nein, ich habe mich auch schon gewundert

Beitragvon Hartmut » 8. November 2006, 11:31

Hallo Ralf,

das kann man aber auch anders sehen.

> Halten wir doch mal die Fakten fest:
> Ein Verlag kann verkaufen, an wen er will und zu den
> Preisen, die der jeweilige Abnehmer zu zahlen bereit ist.

Richtig. Und dann sollte das den Verlag nicht mehr so viel angehen. Für den Rest der Vermarktungskette gibt es Recht und Gesetz, die der Handel zu beachten hat. Ich frage auch nicht meinen Autohersteller um Erlaubnis, welche Fahrtziele ich mit meinem Fahrzeug nach Kauf ansteuern darf, die StVO halte ich aber ein.

> Der einzige, den man im geschilderten Fall kritisieren
> könnte, ist der Online-Versender, der mit falschen Angaben
> Kunden zu einer Bestellung verlockt.

Soweit die Theorie. Hat das denn (also "falsche Angaben") ein Online-Versender in der Praxis in diesem Fall getan? Nur weil der Verlag in seinem Shop-Forum behauptet, es sei nicht sichergestellt, dass bei derartigen Angeboten dann auch Lieferung erfolgt, stelle ich das doch nicht in Abrede. Und wenn es so kommt, ist die Ursache für die Nichtlieferung nicht egal - wollte der Händler wirklich ein Mogelangebot machen oder ist er anders als erwartet nicht beliefert worden? Automatisch "unseriös" wird so ein Händler dadurch für mich jedenfalls nicht. Ungewöhnlich ist auch, dass so viele Onlineversender zunächst so ein "Mogelangebot" unterbreitet haben und dann alle verschreckt den Preis erhöht haben. Da darf man doch neugierig nach der Ursache fragen, das passiert ja nicht ständig. Sind die alle "unseriös"?

> - aber gegen den unseriösen Versender richtet sich hier
> merkwürdigerweise keine Kritik.

Ja wo isser denn? Ich sehe nicht einen unseriösen Versender in diesem Zusammenhang.

So wie es läuft, sieht es eben merkwürdig aus. Bei einem Spiel, das als strategischer Titel auf Jahre ein Programm bereichern soll, kann die Markteinführung einem Verlag natürlich nicht egal sein. Da wird doch auch morgen und übermorgen noch Nachfrage nach dem Basisspiel gegeben sein und die üblichen Handels-Konkurrenz-Dumpingpreise bei Einführung, die man ja auch als eine Art Subskriptions-Vorteil sehen kann, würden sich nach wenigen Monaten von alleine erledigen. Muss man darauf nun gezielt Einfluss nehmen? Wenn durch die Preiserhöhung nun eine gewisse Anzahl Spiele weniger vor Weihnachten verkauft wird, so dürfte das doch eher kontraproduktiv für den zukünftigen Umsatz sein, da weniger Leute das Spiel frühzeitig kennenlernen.

Wie hier schon öfters richtig bemerkt wurde, leben die Verlage doch nicht von dem hier versammelten harten Kern der Vielspieler und Günstigkäufer. Das könnte man also alles viel gelassener sehen, erst recht, wenn man seinen gewünschten Abgabepreis erzielt hat. Aber jetzt ergehe ich mich in ebenso unbestätigten Vermutungen gegenüber dem Verlag, wie Du sie gegenüber den Versendern hast - es ist eben alles relativ ;-)

Hartmut (kauft bei einem seriösen Versender)

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Grzegorz Kobiela

Re: Völlig absurde Diskussion

Beitragvon Grzegorz Kobiela » 8. November 2006, 11:36

Mein Versender ist seriös, da ich das Spiel zum Vorbestellungspreis von Oktober erhalte. Und bisher hat noch keiner berichtet, dass sein Versender trotz Vorbestellung den neuen Preis fordert. Also sehe ich keinen Grund, Hetze gegen die Versender zu betreiben. Der Verlag hat hier ein wenig Mist gebaut.

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achim

Re: Völlig absurde Diskussion

Beitragvon achim » 8. November 2006, 11:52

Ralf Arnemann schrieb:
>
> Es ist erstaunlich, welche Diskussionsbeiträge man hier
> anläßlich eines eher banalen Vorgangs geboten bekommt.
> Großer Kulturkampf zwischen Einzelhandelsfans und
> Modernisten, erstaunliche Vermutungen wegen angeblicher
> Kriminalität, bis hin zu den anti-kapitalistischen
> Weltuntergangs-Visionen eines "ausnahmsweise-mal-nicht".

Ich persönlich habe keine Ahnung wie banal der Vorgang ist, da ich aber auch in diesem Thread auftauche, distanziere ich mich vorsorglich von Vorwürfen jeglicher Art gegenüber Geschäftetreibenden.

> Der einzige, den man im geschilderten Fall kritisieren
> könnte, ist der Online-Versender, der mit falschen Angaben
> Kunden zu einer Bestellung verlockt.

Welche Informationen besitzt du, solche Behauptungen aufzustellen?

> Wenn es darum gegangen wäre, vor solchen Geschäftsmethoden zu
> warnen, hätte ich den Eingangsbeitrag ja noch verstanden -
> aber gegen den unseriösen Versender richtet sich hier
> merkwürdigerweise keine Kritik.

Da mir entscheidende Fakten fehlen, kann ich auch keine öffentliche Kritik an irgendwelche Versender richten.
Dies wäre in meinen Augen sehr unseriös.

Eines darf jedoch nicht vergessen werden, ein Hersteller muss seine bestehenden Vertriebskanäle schützen, dazu stehen im verschiedene legale Möglichkeiten zur Verfügung. Sollte dies hier geschehen sein, so ist eine Diskussion darüber wirklich unnötig.

Gruß
achim

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peer

Re: Völlig absurde Diskussion

Beitragvon peer » 8. November 2006, 12:01

Hi,
Grzegorz Kobiela schrieb:
>
> Mein Versender ist seriös, da ich das Spiel zum
> Vorbestellungspreis von Oktober erhalte. Und bisher hat noch
> keiner berichtet, dass sein Versender trotz Vorbestellung den
> neuen Preis fordert. Also sehe ich keinen Grund, Hetze gegen
> die Versender zu betreiben. Der Verlag hat hier ein wenig
> Mist gebaut.

Nur: Genau das wissen wir nicht.

Wir wissen nicht, ob es sich bei dem Angebot des Versenders um ein Lockvogelangebot handelte. Wir wissen auch nicht, ob der Versand das Spiel (illegalerweise) unterm Einkaufspreis angeboten hat. Wir wissen auch nicht, wie der Verlag nun konkret vorgegangen ist. Wir wissen nicht einmal, ob die ganze Geschichte überhaupt stimmt oder nur eine "Ente" ist.

Genau genommen wissen wir nix.

Entsprechend halte ich mich damit zurück über Verlag oder Versender ein Urteil abgeben zu wollen. Lynchjustiz ist meine Sache nämlich nicht.

ciao
peer

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Martin

Absolute Zustimmung! (k.T.)

Beitragvon Martin » 8. November 2006, 12:06

...

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Thomas

Re: Völlig absurde Diskussion

Beitragvon Thomas » 8. November 2006, 12:11

achim schrieb:
> Eines darf jedoch nicht vergessen werden, ein Hersteller muss
> seine bestehenden Vertriebskanäle schützen, dazu stehen im
> verschiedene legale Möglichkeiten zur Verfügung. Sollte dies
> hier geschehen sein, so ist eine Diskussion darüber wirklich
> unnötig.

Auf legale Weise darf natürlich jeder alles machen. Es ist doch aber gerade die Frage, ob hier alles mit rechten Dingen zugegangen ist. Sollte mit Lieferboykott gedroht worden sein, so wäre dies in meinem Augen keine legale Möglichkeit. Aber wie ich schon in http://www.spielbox.de/phorum4/read.php4?f=1&i=155356&t=155301 geschrieben habe: Leider fehlt mir für den aktuell diskutierten Fall das nötige Hintergrundwissen, was genau zu der Preiserhöhung geführt hat, um mir eine fundierte Meinung bilden zu können, ob der Hersteller im Recht sein könnte oder nicht. Und aus diesem Grunde tritt die Diskussion meines Erachtens zur Zeit auf der Stelle (bzw. kann dazu führen, dass man die fehlenden Fakten durch Vermutungen ersetzt, und diese Vermutungen als Basis für eine Beurteilung herhalten soll, was ich für gefährlich halte.)

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Hendrik

Re: Verlagsdruck auf Onlineshops beim Verkaufspreis

Beitragvon Hendrik » 8. November 2006, 12:18

Das Meiste wurde schon gesagt und ebenso kontrovers diskutiert.
Als Querdenker möchte ich noch folgende 2 Gedanken losbringen:

1. Die Promo-Figuren sind im Verkaufspreis einkalkuliert. Der Verlag macht keine Geschenke! Das wird geschickt als Marketing-Druckmittel eingesetzt.

2. Die Annullierung der Bestellung des Kunden ist ja ok, aber muss man gleich den Händler beim Verlag anschwärzen, wie ungeschickt ist das denn!!! Man sägt doch nicht den Ast ab, auf dem man sitzt. Da muss man sich nicht wundern, wenn runterfallen weh tut.

Hendrik, diesmal kurz und knapp

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2late

Re: Verlagsdruck auf Onlineshops beim Verkaufspreis

Beitragvon 2late » 8. November 2006, 12:25

Das mit den Figuren wundert mich auch ein wenig, den ursprünglichen Plan (Läden bekommen welche, Internet-Händler nicht und bieten dafür halt billiger an) fand ich eigentlich recht sinnvoll, frage mich, warum das nicht geklappt hat...

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Grzegorz Kobiela

Re: Völlig absurde Diskussion

Beitragvon Grzegorz Kobiela » 8. November 2006, 12:27

An sich hast du Recht.

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Roland G. Hülsmann

Re: Genauso isses!

Beitragvon Roland G. Hülsmann » 8. November 2006, 13:13

oli- schrieb:

> Das Ganze heißt dann glaube ich "Freie Marktwirtschaft".
> Und das andere schlicht "unseriös".

Beides muß kein Widerspruch sein! :grin:

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Roland G. Hülsmann

Re: Völlig absurde Diskussion

Beitragvon Roland G. Hülsmann » 8. November 2006, 13:24

Thomas schrieb:
> Leider fehlt mir für den aktuell diskutierten Fall das nötige Hintergrundwissen,
> was genau zu der Preiserhöhung geführt hat, um mir eine fundierte Meinung
> bilden zu können, ob der Hersteller im Recht sein könnte oder nicht.

Deses Hintergrundwissen fehlt eigentlich [b]allen[/b] hier im Thread Beteiligten.
Von daher wundert es mich, wieviel wertvolle Arbeitszeit an einem ganz normalen Mittwoch vormittag hier vergeudet wird, sei es nun legal oder nicht. ;-)

Gruß
Roland

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Franz-Benno Delonge
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Einzelhandel, Marktwirtschaft, Arbeitsplätze

Beitragvon Franz-Benno Delonge » 8. November 2006, 13:27

Liebe Volkswirtschaftler,
tendenziell stimme ich Ralf Arnemann zu ("völlig absurde Diskussion"). Wir haben eine Marktwirtschaft, Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis, der Kunde kauft da, wo es am billigsten ist, und Auswüchse beschneidet das Gesetz.

Was mich nervt (und deshalb stehe ich dem hier geschilderten Verlagsverhalten trotz juristischer Bedenken mit einer gewissen Sympathie gegenüber) ist Folgendes:

1.
Onlinehandel mit Billigpreisen ruiniert tendenziell die "realen" Geschäfte. Das bestreitet wohl niemand. Manche sagen aber, das ist halt so - der traditionelle Einzelhandel muß ja nicht unbedingt bis in alle Ewigkeit Bestand haben.
Schön und gut; das stimmt.
Ich habe aber den starken Verdacht, dass einige dieser Mitbürger den realen Laden, solange er noch existiert, durchaus schätzen. Sie schauen sich zum Beispiel ein Spiel dort in natura an, lassen es sich vielleicht sogar ausführlich erklären, und flitzen dann zügig heim an den PC, um zu schauen, wo es das Ding im Netz am billigsten gibt. Dabei schämen sie sich nicht, sondern freuen sich, dass sie dem ausbeuterischen Kapitalismus wieder mal ein schönes Schnippchen geschlagen haben. (Geiz ist geil, und: !ch bin doch nicht blöd!)

2.
Der Einzelhandel war jedenfalls bisher bei uns eine der Branchen mit den meisten Arbeitsplätzen. Uns allen sind "Arbeitsplätze" natürlich heilig - aber nur, solange es um unsere eigenen geht, und vor allem: Solange es uns persönlich nichts kostet. Es soll Leute geben, die bei VW arbeiten, aber ein japanisches Auto fahren, weil es billiger ist - und die dann, wenn sie entlassen werden, "auf die Straße gehen" und "für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze kämpfen".
Daran hat mich diese Diskussion ein wenig erinnert.

Schönen Gruß
Benno

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Klaus Knechtskern
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Beiträge: 1660

Re: Völlig absurde Diskussion

Beitragvon Klaus Knechtskern » 8. November 2006, 13:31

Wieso sollte ein Lieferboykott nicht legal sein? Siehe auch mein Beitrag weiter oben...

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Karl

Re: Einzelhandel, Marktwirtschaft, Arbeitsplätze

Beitragvon Karl » 8. November 2006, 13:37

Du sprichst mir aus dem Herzen...

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Grzegorz Kobiela

Re: Einzelhandel, Marktwirtschaft, Arbeitsplätze

Beitragvon Grzegorz Kobiela » 8. November 2006, 13:45

Mir auch. Vor allem das mit dem Einzelhandel nutzen, aber im Internet kaufen, finde ich eine Sauerei. Wenn ich mich irgendwo beraten lasse, fühle ich mich verpflichtet, dort auch zu kaufen - und tue es.

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2late

Re: Völlig absurde Diskussion

Beitragvon 2late » 8. November 2006, 14:00

Ich kann es leider nicht mit 100%iger Sichertheit sagen, aber ich denke dass bei einem Lieferboykott § 20 Abs. 2 GWB greift:
http://www.gesetze-im-internet.de/gwb/__20.html

Wenn mich jemand korrigieren möchte, bitte gern. :)


---> Und nein, ich habe keine Ahnung was tatsächlich passiert ist, mir geht es mit dieser Aussage einzig darum, ob ein Lieferboykott ganz allgemein zulässig sein kann oder nicht, ich für meinen Teil denke nein.


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