Hallo Peter,
> Ich stimme Dir voll zu und bin 100 % überzeugt, daß PR viel
> beständiger sein wird als TA, weil sich die Nutzung des
> kulturellen Angebots auch durch den Intellekt des Nutzers
> definiert. Und der kann sich nicht weiterentwickeln, wenn nur
> die bestehende Kultur bedient wird. Sie muß sich auch
> weiterentwickeln. TA ist nach meiner Auffassung ein "Laufen
> auf der Stelle".
Nun, in der Kunst mag ich gerne den Bauhausstil, einfache schlichte Formen kreativ miteinander kombiniert und TA ist für mich das spielerische Gegenstück, ganz wenig Regeln, schlicht und geradlinig. An dieser Stelle sind wir halt anderer Meinung.
> Weia, hätte ich doch nur "komplex" geschrieben :-(
> Ich kenne Gelegenheitsspieler und Vielspieler. Bei beiden
> Gruppen wiederum finde ich Spieler, die sich mit komplexen
> Regeln auseinandersetzten wollen und andere, denen das völlig
> abgeht. Da ich keinen zwingenden Zusammenhang sehe zwischen
> komplexen Spielverläufen und Spielhäufigkeit oder der
> Fähigkeit, sich mit einem komplexen Regelwerk
> auseinanderzusetzen, erfüllt PR meiner Meinung nach alle
> Kriterien für den Hauptpreis.
Nun, komplexe Spiele erfordern meist eine längere Spieldauer und mit längerer Spieldauer wird ein Spiel in der Regel auch seltener gespielt. Das hängt aber auch sehr stark von der Gruppe ab, z. B. endet die Geduld von Kindern irgendwann, hingegen haben Studentengruppen häufiger Zeit für lange Spiele. Insofern hängen Komplexität und Spielhäufigkeit (gemessen in Anzahl Spielen) schon zusammen.
Wolfgang