Beitragvon Gustav der Bär » 2. Dezember 2002, 06:09
Danke für die Info, liebe Brigitta.
Der Artikel ist tatsächlich sehr positiv gehalten. Das fällt angenehm auf, weil man sonst in Zeitungsbeiträgen eher den Eindruck hat, dass Leute, die ein Hobby haben, grundsätzlich als weltfremde Trottel dargestellt werden; hier aber werden Toms Sachkenntnis und Engagement deutlich gelobt.
Natürlich krankt der Beitrag - wie immer, möchte man sagen - daran, dass Journalisten nicht wirklich zuhören, wenn man ihnen etwas erzählt:
- Anders kann die Behauptung, die "ausgeprägte Spielesucht der Bayern [suche] ihresgleichen in Deutschland" kaum zu Stande kommen, wenn als einziger Beleg dafür zwei Mal (!) spielen pro Monat angeführt wird.
- Zudem kann ich mir schwerlich vorstellen, dass Tom gesagt hat, es gebe keine neuen Spielideen auf der Welt: Die Passage mit der "Abwandlung von den weltweit 12 bis 16 Archetypen" hat er gewiss in einem anderen Zusammenhang gesagt (sonst könnte man auch behaupten, es würden keine neuen Geschichten geschrieben, weil alle nur die bekannten Kombinationsmöglichkeiten der 26 Buchstaben abwandeln).
Aber wir wollen nicht verlangen, dass Journalisten wirklich verstehen müssen, worüber sie schreiben - es reicht schon, wenn sie grundsätzlich bereit sind, das Engagement der Leute, über die sie schreiben, zu erkennen und zu würdigen. Das hat die Autorin des Berichtes, Frau Waldhauser-Künlen, eindeutig gemacht und das soll hier ebenfalls erkannt und gewürdigt sein.
Auf Xuntheit!
Gustav der Bär
(Peter Gustav Bartschat)