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Abenteuer Menschheit : Eindrücke und Regelnachfrage

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hannes

Abenteuer Menschheit : Eindrücke und Regelnachfrage

Beitragvon hannes » 7. Dezember 2002, 10:21

Hi

Gestern spielten wir die erste Partie Abenteuer Menschheit.

Spieldauer : Die Angabe scheint mir ein statischer Ausreisser zu sein. Unsere erste Partie dauerte mit Erklärung rund drei Stunden. Dabei waren aber alle Mitspieler Siedler-erfahren.

Ausgewogene Gewinnchancen der Mitspieler : Wir spielten zu viert. Nach etwa halber Spieldauer, zeichnete sich bereits deutlich ab, wer das Spiel gewinnen würde (nämlich ich :-) ). Zwei Mitspieler hatten keine reellen Chancen mehr, vorne mitzumischen. Natürlich war es für alle die erste Partie AM und alle machten kleinere oder vielleicht auch grössere taktische Fehler.
Es scheint aber doch Siedler-typisch zu sein, dass mindestens für einen Spieler bei Halbzeit die Luft draussen ist und er ohne Siegchancen noch mitspielen muss oder noch die Rolle als Königsmachers spielen darf. Dass ein Spiel zu dritt - wie von Profeasy online vorgespielt - mit 10:9:7 Punkten endet und dabei für alle Beteiligten bis zum Schluss spannend bleibt, halte ich für ziemlich selten vorkommend.

Wir spielten mit vorgegebener Startaufstellung. Weiss (10 P.)gewann vor orange (7 P.) und den andern (je 5 Pt.).

Ich gewann, weil ich innert drei Zügen ungestört 6 der eurasischen Ereignischips abräumen konnte und dabei 4 Siegpunkte machte (zweimal Anpassung und die Doppelsiegpunktkarte "Erkundung"). Die andern Mitspieler merkten erst anschliessend an meinen Erkundungstrip, dass dies spielentscheidend war. Hiezu jetzt aber noch eine Regelunsicherheit.

Weil nirgends was Gegenteiliges in den Regeln steht, darf ein abenteuerlustiger Nomade in einem Zug offensichtlich auch mehrere Ereignischips holen.
Kann jetzt aber ein Nomade, der gemäss Entwicklungsstand pro Fleischkosten 5 Kreuzungen weit ziehen kann, tatsächlich unter Abgabe von zwei Fleischkärtchen 10 Kreuzungen weit ziehen ? Oder gibts den Bewegungszuwachs von 3 Schritten nur einmal für seine Gesamtbewegung ? Leider kommt diese Situation weder in der Spielanleitung noch in Profeasy-online nicht vor.

Fazit : Vermutlich werden wir AM nur noch selten spielen. Der grosse zeitliche Aufwand und - im Missverhältnis dazu - der oft zu schnell abbrechende Spannungsbogen werden uns davon abhalten.

Ciao
hannes

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Roland G. Hülsmann

Re: Abenteuer Menschheit : Eindrücke und Regelnachfrage

Beitragvon Roland G. Hülsmann » 7. Dezember 2002, 11:14

Also ich habe das Spiel schon mehrmals gespielt, abe reine derartige Spiellänge hatten wir nie erreicht. Könntre es sein, daß Deine Runde der statistische Ausreißer war?

Ich habe es ach erlebt, daß ein Mitspieler unerreicht vorne schien, da er einen Eurasischen Chip nach dem anderen abgraste und ich erst relativ spät aus Afrika raus kam, aber ... dann wandste ich mich nach Australien und wütete dort recht ungestört ... schaffte es als zweiter in allen Kontinenten vertreten zu sein, und überholte den Führenden auf der Zielgeraden um mit einem Punkt Vorsprung ins Ziel zu stolpern! :-)

Eines scheint mir sicher: Hinterherlaufen ist tödlich. Man muß andere Ziele suchen ... schließlich können auch die Mitspieler nicht überöll gleichzeitig aktiv sein, ohne sich zu verzetteln.

Gruß
Roland

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Roland G. Hülsmann

Re: Abenteuer Menschheit : Eindrücke und Regelnachfrage

Beitragvon Roland G. Hülsmann » 7. Dezember 2002, 11:19

Roland G. Hülsmann schrieb:

Arrrghhh ... meine Tastatur steht mal wieder auf Kriegsfuß mit mir!
Korrekturzettel zu meinem Posting:

> ..., daß Deine Runde der statistische Ausreißer war?

hier fehlt ein ;-) !

> Ich habe es ach erlebt, ...

streiche "ach", setze "auch"!

> ... dann wandste ich mich nach Australien ...

streiche "wandste", setze "wandte"!

> ... die Mitspieler nicht überöll gleichzeitig aktiv sein, ...

streiche "überöll", setze "überall"!

Gruß
Roland

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Marc Wickel

Re: Abenteuer Menschheit : Eindrücke und Regelnachfrage

Beitragvon Marc Wickel » 7. Dezember 2002, 16:59

Zur Regelfrage: Ich würde die Bewegungsregel so verstehen, dass mam pro Fleischkärtchen 2+x Kreuzungen ziehen darf. Sonst stünde das mit dem Bonus auch in der Regel.

Zum Partieergebnis:
Ich habe Abenteuer Menschheit jetzt 4x gespielt und bei drei Partien ging ein Spieler mehr oder weniger deutlich in Führung und war nicht mehr zu stoppen. Mein Eindruck war, dass es an den Stein-Rohstoffen liegt. Wer davon viele hat kann auf der schwarzen und weißen Forschungsleiste forschen UND Siedlungen bauen. D.h. er bekommt den Entdecker-Bonus, den 4-Rassen-Bonus und die Anpassungs-Siegpunkte. Und die Fortschritte verbrauchen sich nicht, d.h. wer da führt kann sehr leicht Plättchen aufdecken und die Querung nach Australien und Amerika schaffen.

Aber siehe auch den Thread unter http://www.spielbox.de/phorum4/read.php4?f=1&i=55949&t=55949

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Volker L.

Re: Abenteuer Menschheit : Eindruecke und [RF]

Beitragvon Volker L. » 9. Dezember 2002, 14:36

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Ralf Arnemann
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Beiträge: 2447

Spitzenreiter einholen ...

Beitragvon Ralf Arnemann » 9. Dezember 2002, 17:00

Zur Spieldauer traue ich mich nach zwei Partien noch keine Angaben zu machen. Ich habe aber schon das Gefühl, daß man selbst als erfahrener Siedler am Anfang noch etwas langsam rumstolpert und das später wesentlich schneller gehen wird.

Klar ist auch, daß in späteren Partien die Bedeutung der Ereignis-Chips bekannt ist und keiner mehr ungestört alleine absahnen kann.

Ich bezweifele, daß ein "Spitzenreiter" wirklich so früh feststeht bzw. nicht mehr leicht einzuholen ist.
Es gibt ja nicht nur die bewährten Bremsmethoden per Räuber (die hier viel billiger anwendbar sind als mit Ereigniskarten), sondern zusätzlich die gezielte "Verwüstung" guter Afrika-Felder.

Viel problematischer halte ich einen anderen Punkt: Die Sonderkarte mit "Erster mit Siedlungen in allen vier Gebieten" bringt ja gleich drei Siegpunkte auf einen Streich, nämlich das Dorf selber plus die beiden Sonderpunkte.
Damit kann das Spiel recht überraschend gewonnen werden.

Auf jeden Fall stehen unterschiedliche Strategien zur Auswahl: Entweder mit einem Nomaden die Ereignisse von Amerika oder die von Australien abräumen, oder aber von China aus möglichst schnell zwei Nomaden für die vier unterschiedlichen Dörfer losschicken.

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Michael Blumoehr

max. 4-5 Neandertiger

Beitragvon Michael Blumoehr » 9. Dezember 2002, 17:39

Ralf Arnemann schrieb:

> Es gibt ja nicht nur die bewährten Bremsmethoden per Räuber
> (die hier viel billiger anwendbar sind als mit
> Ereigniskarten),

Ja, aber leider nur 4-5 mal pro Spieler. Wenn ich das zu früh verbrauche, kann dann im Endspiel ein Räuber empfindlich stören, wenn ich auf eine sieben hoffen muss. :-(

Michael

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Marc Wickel

Re: Spitzenreiter einholen ...

Beitragvon Marc Wickel » 9. Dezember 2002, 19:41

Um den Neandertiger häufiger als bei der 7 setzen zu können, braucht man aber oft "Steine". Und die scheint, aus meiner (wahrgenommenen) Erfahrung, gerade der Führende zu haben. Und durch Steine kommt man auch beim schwarzen und weissen Fortschritt weiter und kann damit Afrika "verwüsten" und bleibt weiter in Führung. ;-) für den Führenden, :-( für die anderen ;-)

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Stephan Zimmermann

Re: Spitzenreiter einholen ...

Beitragvon Stephan Zimmermann » 10. Dezember 2002, 08:45

Marc Wickel schrieb:

>Und
> durch Steine kommt man auch beim schwarzen und weissen
> Fortschritt weiter und kann damit Afrika "verwüsten" und
> bleibt weiter in Führung. ;-) für den Führenden, :-( für die
> anderen ;-)

Äh hab ich das falsch gespielt? Zum "verwüsten" muss man doch die Chips
(keine Steine) aufdecken.
Die Chips räumt natürlich vorzugsweise der Führende ab...

Stephan

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Marc Wickel

Re: Spitzenreiter einholen ...

Beitragvon Marc Wickel » 10. Dezember 2002, 17:37

Ja, war schon richtig gespielt, ich hatte da nur zu schnell meine Sätze verknüpft.

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Ralf Arnemann
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Beiträge: 2447

Vs. 4-5 Ritterkarten

Beitragvon Ralf Arnemann » 11. Dezember 2002, 14:32

Das Räubervertreiben per Fortschritt entspricht ja den Ritterkarten. Und in normalen Partien schafft es kaum einer, da mehr als 5 Ritter zu kaufen.
Die Ritterkarten kosten aber immer drei Rohstoffe, die Kampf-Fortschritte sind billiger.


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