Beitragvon Günter Cornett » 24. März 2003, 18:38
Thomas O. schrieb:
>
> > Bei den Verlagen geht es nicht nur um Qualität sondern auch
> > um Marktfähigkeit
>
> Könnte es unter diesem durchaus nachvollziehbarem Hintergrund
> denkbar sein, dass die Hippodice-Jury Ihre Entscheidung über
> die Platzierungen auch (!) nach Marktgesichtspunkten trifft?
Hallo Thomas,
hm, Rumis wurde sicherlich nicht nach Marketing-Gesichtspunkten gekürt.
Macht auch keinen Sinn. Taktisch gedacht wäre es kontraproduktiv ein Spiel auf den ersten Platz zu setzen, um dessen Marktwert zu steigern. Die Redakteure sind doch die Käufer. Wenn das Spiel später ein anderes Thema verpasst kriegt, ist dieser Marketingeffekt weitgehend verpufft.
Hm, vielleicht haben sie deshalb Rumis auf den ersten Platz gewählt ;-)
Ein Klassespiel, das nicht kostengünstig produziert werden kann.
http://www.bambusspiele.de/spiele/z_murmel/index.html
> In der Jury sitzen ja auch Verlagsvertreter, und da könnte ja
> das Interesse bestehen, dass die Siegertitel eine gewisse
> Marktfähigkeit besitzen.
Ich denke die Redakteure spielen und schauen, was ihnen ganz subjetiv am besten gefällt. Im Gegensatz zu ihrer sonstigen Arbeit müssen sie dabei nicht auf den Markt achten. Ich denke, sie tun es auch nicht.
Und darauf, welche Spiele in die Endrunde kommen, haben sie keinen Einfluß.
Das entscheiden die Hippos.
> Oder wird ausschließlich auf die
> Spielqualität - ohne Marketinggedanken - geschaut?
Man sollte nicht vergessen, dass Spiele generell nur sehr subjektiv beurteilt werden. Unter den Spielen in der Endrunde ist sicherlich kein Schrott bei, aber Hippodice ist auch nicht Stiftung Spieletest. Nicht alles in der Endrunde muss erste Sahne sein und nicht alles, was nicht in die Endrunde kommt, muss schlecht sein.
Gruß, Günter