Anzeige

Repressive Spielregeln

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
Benutzeravatar
peer

Repressive Spielregeln

Beitragvon peer » 29. Oktober 2003, 05:29

Hi,
gestern fiel mir auf dass Regeln nicht nur redundant sind (was ja nicht das schlechteste ist), sondern auch repressiv. ;-)

Ein Beispiel:
Der gruene Spieler (oder wer auch immer) faengt an.
So? Ist das in zahlreichen Testspielen ermittelt wurden? Oder darf auch rot anfangen? der juengste? Oder geht dann das Spiel kapeister?

Oder :Der Spieler xz bedient die Sanduhr
Darf das auch jemand anders machen? :-D

Wer findet mehr Beispiele?

schwitzende Gruesse,
Peer

Benutzeravatar
Michael Andersch

Re: Repressive Spielregeln

Beitragvon Michael Andersch » 29. Oktober 2003, 08:10

Bei "Fantasy Pub" wird man völlig sinnfrei dazu gezwungen, vor dem Spiel 250 Pappcounter mit einer bestimmten Seite nach oben zu drehen.

Eine sehr lustige Repression, wie wir beim Spielen in Essen / Mülheim fanden :lol: - wie überhaupt das gesamte Spiel sehr viel Heiterkeit erzeugte. Jetzt muss ich's nur noch testen, ob's auch als Spiel was taugt!

Micha

Benutzeravatar
Stephan Zimmermann

Re: Repressive Spielregeln

Beitragvon Stephan Zimmermann » 29. Oktober 2003, 10:05

peer schrieb:

> gestern fiel mir auf dass Regeln nicht nur redundant sind
> (was ja nicht das schlechteste ist), sondern auch repressiv.
> ;-)
>
> Wer findet mehr Beispiele?

Naja Standard: der jüngste, alteste oder der der am längsten das Spiel nicht mehr
gespielt hat fängt an.

Am nettesten finde ich immer noch Attribut: Der Spieler mit dem
höchsten Rang in der Brettspielwelt fängt an ;-))

Grüße, Stephan

Benutzeravatar
Markus N.

Re: Repressive Spielregeln

Beitragvon Markus N. » 29. Oktober 2003, 11:26

Schön ist die Startspielerwahl bei Finstere Flure:

Wer dem Monster am ähnlichsten sieht, beginnt!

Ich habe immer als letztes ziehen müssen! :D

Zu Recht, wie ich finde! ;-)

Gruß
Markus

Benutzeravatar
Lars Hoffmann

Re: Repressive Spielregeln

Beitragvon Lars Hoffmann » 29. Oktober 2003, 11:30

Markus schrieb:
>
> Schön ist die Startspielerwahl bei Finstere Flure:
>
> Wer dem Monster am ähnlichsten sieht, beginnt!
>
> Ich habe immer als letztes ziehen müssen! :D
>
> Zu Recht, wie ich finde! ;-)
>

und ich habe mich auf der Messe geopfert und angefangen, nachdem kein anderer sich freiwillig gemeldet hat :-/
Immerhin habe ich auch 2 Arme und 2 Beine :))

Ciao Lars (der Schrecklicke)

Benutzeravatar
Lars Hoffmann

Re: Repressive Spielregeln

Beitragvon Lars Hoffmann » 29. Oktober 2003, 11:31

Lars Hoffmann schrieb:
>
> Ciao Lars (der Schrecklicke)

ähmm schrecklich diese Tippfehler ... meine Schreckliche

Benutzeravatar
RedPiranha
Kennerspieler
Beiträge: 357

Re: Repressive Spielregeln

Beitragvon RedPiranha » 29. Oktober 2003, 13:54

Bei Guillotine fängt der Spieler mit dem längsten Hals an, bei Carcasssone bestimmt der Jüngste wer anfängt, bei Alhambra beginnt der Spieler mit den wenigsten Karten bzw. dem geringsten Geldwert. Bei den Machern wird in jeder Runde das Recht den Startspieler zu bestimmen durch verdeckt notierte Gebote ersteigert.

Benutzeravatar
Holger Stolz

Re: Repressive Spielregeln

Beitragvon Holger Stolz » 29. Oktober 2003, 14:48

Hallo,

ich weiß nicht mehr welches Spiel es ist, aber es gibt auf jeden Fall eins, welches auf einem Tisch gespielt werden muss.
" ... Der Spielplan wird auf dem Tisch ausgebreitet .... "

Holger (sitzt gerne zum spielen am Tisch)

Benutzeravatar
stefan-hd

Re: Repressive Spielregeln

Beitragvon stefan-hd » 29. Oktober 2003, 16:05

Hi,

und im "es war einmal" fängt der mit dem längsten Bart an, was macht da ne Frauenrunde?????

:)) :))

Benutzeravatar
Christian Raß
Brettspieler
Beiträge: 51

Re: Repressive Spielregeln

Beitragvon Christian Raß » 29. Oktober 2003, 16:14

In Die Kaufleute von Amsterdam beginnt
derjenige, der zuletzt in Amsterdam
war, in Atlantic Star, wer zuletzt eine
Dampferfahrt machte.

Grüße aus Wien, Christian

Benutzeravatar
Thomas Rosanski

Re: Repressive Spielregeln

Beitragvon Thomas Rosanski » 29. Oktober 2003, 16:17

stefan-hd schrieb:
>
> Hi,
>
> und im "es war einmal" fängt der mit dem längsten Bart an,
> was macht da ne Frauenrunde?????

Noch nie was von Damenbart gehört? ;-)

Fröhlichen Gruß,

Thomas.
(der, wenn jemand aus der Regel zitiert, dass als erstes der Startspieler bestimmt wird, es bevorzugt, einfach auf einen Mitspieler zu zeigen und mit deutlichen Worten zu bestimmen, dass dieser der Startspieler ist.)

Benutzeravatar
dieter gvp

Re: Repressive Spielregeln

Beitragvon dieter gvp » 29. Oktober 2003, 17:27

Hallo,
... und ich kenne sogar eins, bei dem der Spielplan in die "MITTE" des Tisches gelegt werden muß, allerdings weis ich nicht mehr welches sondern nur noch, daß der sichere Verlierer des Spiels einen Neubegin verlangte, weil diese Regel (nach dem Nachmessen) nicht eingehalten wurde.
:LOL:

mfg dieter (beginnt immer als ältester :cry: )

Benutzeravatar
Immanuel
Brettspieler
Beiträge: 86

Re: Repressive Spielregeln

Beitragvon Immanuel » 29. Oktober 2003, 17:30

Es gibt auch irgendein Spiel, bei dem beginnen darf, wer am besten singen kann. :lol: Leider fällt mir gerade nicht ein, wie das Spiel heißt, aber das dazu erforderliche Auswahlverfahren kann vermutlich - je nach Musikalität der Spielrunde - zu einer echten Zumutung werden. :roll:

Benutzeravatar
Alex

Minos + Modern Art

Beitragvon Alex » 29. Oktober 2003, 19:17

Die Minos Regeln sehen dies vor. Und bei uns im Verein ist just dies passiert - um 5.00 Uhr morgens nach zwei Stunden Spielzeit verlangte ein Mitspieler Neustart, weil das Brett nicht in der Mitte lag.

Bei Modern Art beginnt immer Axel der jüngste Spieler - ich frage mich immer noch, ob im Zweifelsfall ich beginnen darf, da ich immerhin Alex heiße.

Gruß
Alex

Benutzeravatar
alex

Re: Repressive Spielregeln

Beitragvon alex » 30. Oktober 2003, 11:46

High!

Da fällt mir noch Cartagena ein: dort beginnt derjenige Spieler,
der einem Piraten am ähnlichsten sieht.

Die beste und sinnvollste Variante gibt es bei den meisten
Steve Jackson Spielen - der Besitzer des Spiels fängt an.
Richtig so, wer den Scheiß bezahlt, die Regeln lesen und
verstehen (!) und dann über eine längere Zeit für Ruhe
am Tisch sorgen muss, um die Regel auch erklären zu können,
sollte das fest-verbriefte und im Grundgesetz verankerte Recht
haben, beginnen zu dürfen.
Und wenn es ein Spiel ist, wo es eher ein Nachteil ist zu
beginnen, kann die Beginner-Regel ja auch so interpretiert werden,
dass man als Beginn einfach jemand anderen die Startspieler-
Rolle zuweist. SO!

Gruß
alex (der andere)

Benutzeravatar
Immanuel
Brettspieler
Beiträge: 86

Lösungsvorschlag

Beitragvon Immanuel » 30. Oktober 2003, 13:15

Hallo zusammen,
eine einfache Lösung wäre doch, jedem Spiel eine Anzahl n Streichhölzer beizulegen, wobei n = maximal mögliche Anzahl der Mitspieler/innen. Es müsste dann nur noch ein Streichholz gekappt werden, der/die Besitzer/in des Spiels (um den Vorschlag von Alex einzubauen) nimmt jeweils vor Beginn eine Anzahl m (= aktuelle Teilnehmerzahl - 1) gleich lange Streichhölzer plus das eine gekappte in die Hand und lässt die anderen ziehen. Wer das kürzeste zieht, darf oder muss beginnen!

Ein Problem, das noch gelöst werden müsste: was ist, wenn der/die Besitzer/in gar nicht mitspielt? Braucht dann jemand eine notariell beglaubigte schriftliche Vollmacht?

Nachdenkliche Grüße,

Immanuel

Benutzeravatar
Volker L.

Re: Repressive Spielregeln

Beitragvon Volker L. » 30. Oktober 2003, 14:43

peer schrieb:
>
> Hi,
> gestern fiel mir auf dass Regeln nicht nur redundant sind
> (was ja nicht das schlechteste ist), sondern auch repressiv.
> ;-)
>
> Ein Beispiel:
> Der gruene Spieler (oder wer auch immer) faengt an.
> So? Ist das in zahlreichen Testspielen ermittelt wurden? Oder
> darf auch rot anfangen? der juengste? Oder geht dann das
> Spiel kapeister?
>
> Oder :Der Spieler xz bedient die Sanduhr
> Darf das auch jemand anders machen? :-D
>
> Wer findet mehr Beispiele?

Targui.
Da ist laut Regel festgelegt, dass der gruene Spieler den
Kartenstapel verwaltet, der blaue Spieler die Bank fuehrt etc.
(oder umgekehrt, habe das Spiel gerade nicht griffbereit)

> schwitzende Gruesse,
> Peer

frierende Gruesse, Volker

Benutzeravatar
Effjoe

Re: Lösungsvorschlag

Beitragvon Effjoe » 30. Oktober 2003, 19:06

Warum nicht spielerisch kurz ausspielen wer anfängt.
Zum Beispiel zum Thema passend.

Wettwürfeln, Abzählreime oder Karten ziehen.

Oder auch wie SID SACKSON es z.B. machte, siehe
Spielbox 5/03 Seite 67 unten lesen.

Benutzeravatar
Bernd Lutz

Re: Lösungsvorschlag

Beitragvon Bernd Lutz » 31. Oktober 2003, 08:49

Effjoe schrieb:
>
> Warum nicht spielerisch kurz ausspielen wer anfängt.
> Zum Beispiel zum Thema passend.
>
> Wettwürfeln, Abzählreime oder Karten ziehen.
>
und wer beginnt dieses Spiel?

Benutzeravatar
Effjoe

Re: Lösungsvorschlag

Beitragvon Effjoe » 31. Oktober 2003, 11:22

Es müssen alle gleich anfangen z.B.
Alle halten gleichzeitig die Luft an und wer es am längsten kann,
fängt das Spiel an.

Oder Beamtenmikado wer sich als letzter bewegt fängt an, KANN SCHON MAL ETWAS LÄNGER DAUERN.

u.s.w. (habe noch etwa 100 andere Vorschläge)

EFFJOE

Benutzeravatar
Holger

Re: Repressive Spielregeln

Beitragvon Holger » 1. November 2003, 00:19

eins ist "Royal Turf". Wir haben es gestern gespielt und es hat allen Spaß gemacht. Nach Ende des Spiels erinnerte ich mich dieses Threads und sah in der Spielanleitung nach. Wenn wir "regelgerecht" gespielt hätte, hätte es wohl nur halb so viel Spass gemacht, denn der Tisch ist sehr groß und wir haben zu dritt an einen Ende gespielt ;-)
Es hat zum Glück niemand Einspruch gegen die Wertung genommen.

Gruß Holger

Benutzeravatar
Erhard Portner
Kennerspieler
Beiträge: 504

Re: Repressive Spielregeln

Beitragvon Erhard Portner » 1. November 2003, 17:19

dieter gvp schrieb:
>
> Hallo,
> ... und ich kenne sogar eins, bei dem der Spielplan in die
> "MITTE" des Tisches gelegt werden muß, allerdings weis ich
> nicht mehr welches sondern nur noch, daß der sichere
> Verlierer des Spiels einen Neubegin verlangte, weil diese
> Regel (nach dem Nachmessen) nicht eingehalten wurde.
> :LOL:
>


Beim 10. Spiel ("Tendix") des Autors des diesjährigen Preisträgers des Spiel des Jahres (Dirk Henn) wird auch der Plan in die Mitte des Tisches gelegt und es beginnt der Spieler, dessen Geburtstag dem 10. des Monats am nächsten ist :-).

Mit verspielten Grüßen
Erhard

Benutzeravatar
Arby

Re: Repressive Spielregeln

Beitragvon Arby » 2. November 2003, 02:17

Das erinnert mich jetzt sehr stark an "Schwarzmarkt" von Stefan Dorra (Amigo). Die Regeln dort beschreiben jede noch so winzige Unbedeutsamkeit, damit das Spiel auch ja richtig gespielt wird. ;-)

Gruß, Arby


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 20 Gäste