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"Rette sich wer kann" von Rudi Hoffmann

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Ulrich Roth

"Rette sich wer kann" von Rudi Hoffmann

Beitragvon Ulrich Roth » 16. Januar 2004, 17:11

... war nicht in meiner Weihnachtskiste (aufgrund der durchwachsenen Kritiken), wurde dann aber doch per Impulskauf im Kaufhaus mitgenommen.

Ich habe es nicht bereut, sondern bin sogar ziemlich fasziniert von dem Spiel, kann aber auch verstehen, woran manche Anstoß nehmen.
Als passioniertem Backgammon-Spieler gefällt mir die originelle Mischung aus Zufall/Chaos und recht anspruchsvoller Taktik. Die Partien können sehr unterschiedliche Verläufe nehmen, wobei die "ungerechten" (wo ein Spieler einfach viel mehr Glück mit den umgedrehten Krokos hat) gnädigerweise meist schnell vorbei sind, die ausgeglicheneren dagegen sich schon mal hinziehen können und oftmals in hochinteressante Endspiele münden (bei denen dann Schach-Erfahrung hilfreich ist).

Zwei Fragen hätte ich:

Ich habe irgendwo gelesen, dass gegenüber dem Originalspiel in dieser Neuauflage Änderungen vorgenommen wurden. Weiß jemand, worin diese bestehen?

Betreffen sie womöglich die Anordnung der Zielfelder (zwei zusammen in einer Ecke)? Das wäre nämlich der zweite Punkt: Ich glaube, hier gibt es ein kleines Problem.
Die Krokos mit geraden Zahlen (2, 4, 6) können ja - ähnlich wie Läufer im Schach - nie ihre Felderfarbe verlassen (wenn wir uns den Spielplan mal mit Schachbrettmuster vorstellen, was für vernünftiges Taktieren unverzichtbar ist).
Dies bedeutet nun, dass sie in 50% der Fälle auf dem Zielfeld in der Ecke landen müssen, welches nur über eine Leiter (sprich: über ein davor liegendes Feld) erreichbar ist, und nicht über zwei (wie das benachbarte andere Zielfeld).
Es kommt nun gar nicht mal so selten vor, dass es sich für einen Spieler lohnt, diesen einen Ausgang zu blockieren (durch Besetzen des Feldes davor), um so
a) selbst zu gewinnen (damit könnte man noch ganz gut leben), oder
b) ohne eigene Gewinnmöglichkeit (z.B. weil die eigenen Krokos noch nichts oder nicht genug gefangen haben) ein steriles Remis zu erzwingen.
Letzteres finde ich unbefriedigend.
Sofortige Abhilfe würde eine Zusatzregel schaffen, die solche Blockaden verbietet (effektiv, aber unelegant).
Wie wäre es mit zwei getrennten Zielfeldern, eines in jeder Ecke, die dann jeweils über zwei Felder zugänglich wären? Um das zu testen, werde ich mir jetzt eine StarWars-Version von RSWK basteln (Imperium vs Rebellen).

Meinungen, Vorschläge?

Grüße aus Barcelona,
Ulrich

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Andreas Epplée

Re: "Rette sich wer kann" von Rudi Hoffmann

Beitragvon Andreas Epplée » 17. Januar 2004, 09:48

Hallo Ulrich,


zur Original-Regel gabs schon mal was:

http://www.spielbox.de/phorum4/read.php4?f=1&i=82600&t=82600 (Such-Funktion!)

Zur zweiten Frage:

ähem, es gibt für jeden Spieler nur EIN Zielfeld - das Bar-Feld außerhalb des Pools. Das sollte auch bei Blockade EINES Ausstiegsfeldes problemlos für alle Krokos erreichbar sein ;-) Trotzdem viel Spass beim Basteln!

Gruß
Andreas (immer wieder verblüfft über die Spielbarkeit der Hoffmannschen Kreationen)

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Andreas Epplée

Richtiger Link...

Beitragvon Andreas Epplée » 17. Januar 2004, 09:51

Sorry, hier der richtige Link:

http://www.spielbox.de/phorum4/read.php4?f=1&i=78710&t=78690

A.

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Andreas Epplée

Sorry II

Beitragvon Andreas Epplée » 17. Januar 2004, 10:18

Und nochmal sorry. Das Problem mit der gradzahligen Kroko-Blockade existiert bei genauerer Betrachtung tatsächlich. Wahrscheinlich hat man beim Originalspiel darauf geachtet, seine Krokos so zu platzieren, dass sie mindestens zwei Ausgangs-Felder zur Auswahl hatten ;-) Aber kommt das tatsächlich so häufig vor, dass sich so ein erzwungenes "Remis" nicht verhindern lässt? Interessantes Problem für so ein "kleines" Spiel...

Gruß A.

A-

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Ulrich Roth

Re: Sorry II

Beitragvon Ulrich Roth » 17. Januar 2004, 20:17

Hallo Andreas:

> Und nochmal sorry. Das Problem mit der gradzahligen
> Kroko-Blockade existiert bei genauerer Betrachtung
> tatsächlich.

.. und zwar deshalb, weil die Bar ja zwei Felder abdeckt, es sich also de facto um zwei Zielfelder handelt.

> Wahrscheinlich hat man beim Originalspiel darauf
> geachtet, seine Krokos so zu platzieren, dass sie mindestens
> zwei Ausgangs-Felder zur Auswahl hatten ;-)

Interessante Idee, bin ich noch gar nicht drauf gekommen.
Wenn beide Spieler konsequent so verfahren, verarmt das Spiel m.E. jedoch insofern, als nun sämtliche Krokos mit gerader Zahl immer auf der gleichen Felderfarbe stehen, sich also durchgehend gegenseitig schlagen können. Dass dies mal mehr und mal weniger der Fall ist, trägt aber gerade mit zum Abwechslungsreichtum dieses Spiels bei.

> Aber kommt das
> tatsächlich so häufig vor, dass sich so ein erzwungenes
> "Remis" nicht verhindern lässt? Interessantes Problem für so
> ein "kleines" Spiel...

Na ja, ein solches Remis ist mir erst einmal untergekommen, aber das taktische Thema "Blockade des einzigen Ausgangs" schon mehrfach, jedenfall oft genug, um zu nerven.
Erste Versuche mit zwei getrennten Zielfeldern in den Ecken verliefen im Übrigen zufriedenstellend; ich glaube, das ist die Lösung.

Danke für den Link, diesen Thread hatte ich völlig vergessen (kannte damals das Spiel noch nicht). Nach meiner Einschätzung hat Kosmos mit allen genannten Regelmodifikationen ins Schwarze getroffen. Allerdings hätte man die Originalregel mit den bekannten Zahlenwerten unbedingt als (Profi-)Variante in die Spielregel aufnehmen müssen (und ich verstehe auch nicht, warum man hier, anders bei "Halali", verschwiegen hat, dass es sich um die Neuauflage eines Klassikers handelt - das ist doch wohl eher ein Pluspunkt für ein Spiel!?).

Eigentlich hasse ich Spiele, die mir Gedächtnisleistungen zumuten, aber hier tun sich natürlich verlockende Bluffmöglichkeiten auf... :grin:
Vielleicht spielen wir es mal so, dass sich jeder Spieler während der Partie zum Zeitpunkt seiner Wahl zwei eigene Krokos (oder: ein eigenes und ein gegnerisches?) anschauen darf.

Grüße,
Ulrich


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