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Anno 1503

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Brigitta Lindemann

Anno 1503

Beitragvon Brigitta Lindemann » 25. Januar 2004, 12:17

Gerade habe ich in der Neuen Zürcher Zeitung eine Kritik zu "Anno 1503" gelesen:
".... So edrwartungsfroh man"Anno 1503" auch in Angriff nimmt, es verliert doch nach wenigen Partien ziemlich an Reiz. Zwar kommt selten Frust auf, weil Mangelwaren schneller wieder erhältlich zu machen sind als bei "Die Siedler in Catan". Die fehlende Interaktion, das "Jeder-für-sich-Gefühl" sind jedoch ein recht großer Makel, zumal Grafik und Spielmaterial nicht übersichtlich genug sind, um wirklich immer erfassen zu können, was die Mitspieler auf ihren Tableaus gerade werkeln. Man achtet zwar auf die Mitspieler, spielt aber nicht wirklich mit ihnen. Es gibt auch so gut wie keine Möglichkeiten, jemand zu stoppen, der in Führung liegt. Der Sieger steht oft schon vier oder fünf Runden vor Schluss fest. Dann wartet man und kann nur noch tatenlos zugucken, bis er endlich gewonnen hat oder, wie eine Mitspielerin konstatiert: "Irgendwann hofft man einfach nur noch, dass er bald fertig ist."
Deckt sich das mit eurer Meinung?
Brigitta

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Peter Gustav Bartschat

Re: Anno 1503

Beitragvon Peter Gustav Bartschat » 25. Januar 2004, 13:57

Brigitta Lindemann schrieb:
> Deckt sich das mit eurer Meinung?

Mit meiner nicht.

Ganz speziell deckt es sich nicht mit meiner Meinung, dass es angebracht ist, "Anno 1503" beharrlich und ausschließlich an der Anzahl seiner Unterschiede zu "Die Siedler von Catan" zu messen.

Wenn jemand nur Spiele mag, bei denen man mit zwei Würfeln würfelt, Häuslein an die Ränder von Sechseckfeldern setzt und mit seinen Mitspielern Karten tauscht, dann tut er besser, Spiele zu spielen, bei denen er das tun kann, statt die Existenz von Spielen zu beklagen, bei denen er das nicht tun kann (dafür aber was anderes).

Auf Xuntheit!
Gustav der Bär

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Braz
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wohl wahr ;-)

Beitragvon Braz » 25. Januar 2004, 15:23

.....schließe mich 10%ig Peter Gustav`s Meinung an !
Beide Spiele sind nur bedingt miteinander zu vergleichen!



Mir persönlich gefällt das Spiel sogar sehr gut obwohl mir "SvC" eigentlich eher weniger zusagt ..... ;)



Gruß
Braz

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Michael Weber

Anno 1503 - vertane Chance

Beitragvon Michael Weber » 25. Januar 2004, 16:53

Peter Gustav Bartschat schrieb:
> Ganz speziell deckt es sich nicht mit meiner Meinung, dass es
> angebracht ist, "Anno 1503" beharrlich und ausschließlich an
> der Anzahl seiner Unterschiede zu "Die Siedler von Catan" zu
> messen.

Aber so war der zitierte Abschnitt nicht in voller Länge zu verstehen. Von daher ist deine Herausnahme des kleinen Vergleichs in diesen Punkt nicht besonders glücklich.
Ganz abgesehen davon ist die sache mit der Magelware aber anders als in dem Zotat genannt ein großes Problem, wenn die Würfel - wie der Zufall es nun mal ab und an will - häufig auf die gleiche Seite fallen ...

> Wenn jemand nur Spiele mag, bei denen man mit zwei Würfeln
> würfelt, Häuslein an die Ränder von Sechseckfeldern setzt und
> mit seinen Mitspielern Karten tauscht, dann tut er besser,
> Spiele zu spielen, bei denen er das tun kann, statt die
> Existenz von Spielen zu beklagen, bei denen er das nicht tun
> kann (dafür aber was anderes).

Das war jetzt völlig deplatziert. Im zitierten Abschnitt werden eine ganze Reihe von Nachteilen, Problemen und Spaßbremsen aufgezählt, die nichts mit einem SvC-Vergleich zu tun haben und meiner Meinung nach tatsächlich den Spiespaß beeinträchtigen. Ohne, dass ich Siedler jetzt als Vergleich heranziehe (würde ich niemals tun)! Aus meiner Spielerfahrung mit Anno kann ich diesen Kritikpunkten (leider) nicht widersprechen.

Anno ist für mich kein schlechtes Spiel, aber eine vertane Chance.

Michael

Siehe auch http://www.reich-der-spiele.de/kritiken/Anno1503.php

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Franz-Benno Delonge

Beckmesser meint: Bemerkenswerter Thread!

Beitragvon Franz-Benno Delonge » 25. Januar 2004, 17:48

Hallo Gustav und Mitstreiter,
Herr Bär hat es mal wieder geschafft, einen absolut innovativen Fred anzustoßen!!
Sowohl die "10-prozentige Zustimmung" (Braz) als auch und insbesondere das "Zotat" (Michael) sind echte Schmuckstücke, die dem Forum zur Ehre gereichen.
Schönen Gruß
Benno Beckmesser

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Marten Holst

[OT] Extreme Zurückbeckmessering

Beitragvon Marten Holst » 25. Januar 2004, 18:05

Moin Beckmesser-Benno

> Sowohl die "10-prozentige Zustimmung" (Braz)

Naja, Braz schließt sich zu 10% Gustavs Meinung an. Und zu 100% wäre ja wohl auch etwas viel. Nur weil GdB eine Meinung über ein Spiel teilt? Aus des Bären Posts hier im Forum kann man aber immerhin schließen, dass er ein verständiger Mensch ist, sodass im weiten Spektrum der möglichen Meinungen sicherlich viele Übereinstimmungen zu finden sein werden (weiß ist heller als schwarz, Massenmord ist bäbä). 10% mag da eine konservative Schätzung sein, aber keine Unrealistische, da es ja (Zitat) um einen Anschluss an des Bären Gesamtmeinung geht, nicht speziell um diese. ;-)

> als auch und
> insbesondere das "Zotat" (Michael)

Neologismus: Widergabe einer unanständigen und/oder unerwünschten Aussage. Ab dem übernächsten Duden dabei ;-)

Tschüß
Marten

PS: das Anstoßen eines Freds ohne vorherige Einholung dessen Zustimmung hingegen scheint mir bedenklich zu sein ;-)

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Braz
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Beiträge: 6431

Ihr seid ja alle gemein... ;-)

Beitragvon Braz » 25. Januar 2004, 18:45

Hallo Ihr da ;)

Franz-Benno Delonge schrieb:
> Sowohl die "10-prozentige Zustimmung" (Braz) als auch und
> insbesondere das "Zotat" (Michael) sind echte
> Schmuckstücke, die dem Forum zur Ehre gereichen.


Ach Ihr seid ja alle gemein - mit Euch rede ich doch gar nie nicht mehr :))


Ich wollte mich nur der Meinung anschließen, daß Anno 1503 nun ja wirklich nahezu nichts mit ......... ach vergeßt`s einfach -> ihr wißt schon was ich meine :)



100% igen Gruß

Braz ;)

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Braz
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Beiträge: 6431

*rofl

Beitragvon Braz » 25. Januar 2004, 18:49

Hoi Marten,




Marten Holst schrieb:
........
> Naja, Braz schließt sich zu 10% Gustavs Meinung an. Und zu
> 100% wäre ja wohl auch etwas viel. Nur weil GdB eine Meinung
> über ein Spiel teilt? ........
> > als auch und
> > insbesondere das "Zotat" (Michael)
>
> Neologismus: Widergabe einer unanständigen und/oder
> unerwünschten Aussage. Ab dem übernächsten Duden dabei ;-)
>
> Tschüß
> Marten
>
> PS: das Anstoßen eines Freds ohne vorherige Einholung dessen
> Zustimmung hingegen scheint mir bedenklich zu sein ;-)




....ich gebe zu: Der war gut ! :LOL: :LOL:


lachende und tränenwegwischende Grüße
Braz

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Michael Weber

Re: Beckmesser meint: Bemerkenswerter Thread!

Beitragvon Michael Weber » 25. Januar 2004, 21:36

Franz-Benno Delonge schrieb:
>
> Hallo Gustav und Mitstreiter,
> Herr Bär hat es mal wieder geschafft, einen absolut
> innovativen Fred anzustoßen!!
> Sowohl die "10-prozentige Zustimmung" (Braz) als auch und
> insbesondere das "Zotat" (Michael) sind echte
> Schmuckstücke, die dem Forum zur Ehre gereichen.
> Schönen Gruß
> Benno Beckmesser

:-)) Da bin ich ja froh, dass ich nicht auch schon die 10 % Zustimmung zitotet habe, das wäre ja ein finaler Rheinfall gewesen ;-)

Michael
(wie immer lustig und fehlerhaft)

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Peter Gustav Bartschat

[OT] Zotat

Beitragvon Peter Gustav Bartschat » 25. Januar 2004, 23:53

Marten Holst schrieb:
> "Zotat": Neologismus: Widergabe einer unanständigen und/oder
> unerwünschten Aussage.

*gröhl*
*aufdembodenwälz*
Der ist ECHT gut !!!

Auf Xuntheit!
Gustav der Bär

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Marc W.

Re: Anno 1503

Beitragvon Marc W. » 26. Januar 2004, 08:58

Hi,
Anno 1503 war ja schon ein paarmal Thema hier und zumindest erinnere ich mich an meine Postings. Da ich aber zu faul bin, die nochmal wiederzugeben, gibt es den freundlichen unoffiziellen Linkservice meinerseits:

http://www.spielbox.de/phorum4/read.php4?f=1&i=79721&t=79391
http://www.spielbox.de/phorum4/read.php4?f=1&i=78441&t=78441
http://www.spielbox.de/phorum4/read.php4?f=1&i=79300&t=79300

Marc

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Jost Schwider

RE: Anno 1503

Beitragvon Jost Schwider » 26. Januar 2004, 10:55

"Brigitta Lindemann" hat am 25.01.2004 geschrieben:

> Gerade habe ich in der Neuen Zürcher Zeitung eine Kritik zu
> "Anno 1503" gelesen:
> [...]
> Deckt sich das mit eurer Meinung?

Nein, denn:

1. Die fehlende Interaktion ist m.E. gerade eine Stärke von "Anno 1503", die ein wenig die ("personifizierte" :-D ) Willkür aus dem Spiel nimmt.

2. Falls jemand früh "uneinholbar" :-? führt, so [i]muss[/i] das Spiel doch nicht zu Ende gespielt werden.

3. Die Spielzeit von 45 Minuten ist absolut angemessen zum (normalerweise nur geringen) Glücksfaktor.

4. Anno ist eben nicht Siedler!

Mal andersrum gefragt (an alle!):
[b]Was gefällt euch an "Anno 1503" besonders?[/b]
Umfrage auf http://www.schwider.de/spiele.htm

Viele Grüße
Jost aus Soest (sprich: "jooost aus sooost")
http://www.schwider.de/spiele.htm - [i](Brett)Spiele und mehr...[/i]

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Braz
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Beiträge: 6431

RE: Anno 1503

Beitragvon Braz » 26. Januar 2004, 11:29

Hallo Jost,


Jost Schwider schrieb:
> 1. Die fehlende Interaktion ist m.E. gerade eine Stärke von
> "Anno 1503", die ein wenig die ("personifizierte" :-D )
> Willkür aus dem Spiel nimmt.

Das ist nämlich exakt (= 100 % ;) ) der Punkt, welcher mir am Anno gegenüber dem Siedeln am Besten gefällt und weshalb ich das Siedeln nicht so mag.
...und genau DAS spiegelt sich ja auch in der Mehrheit der Spieler in deiner Umfrage wieder:

> Mal andersrum gefragt (an alle!):
> [b]Was gefällt euch an "Anno 1503" besonders?[/b]
> Umfrage auf http://www.schwider.de/spiele.htm
>


Gruß
Braz

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tom

RE: Anno 1503

Beitragvon tom » 27. Januar 2004, 08:52

Ich finde das Review nicht sonderlich zutreffend. Das Spiel ist m.M. eines der besten 2003-Spiele.

Besonders mag ich, daß alle von mir bisher gespielten Runden immer Kopf-an-Kopf-Rennen waren. Klaro kommt es hin und wieder darauf an, daß man gegen Ende zusammen mit zwei, drei anderen seine Schiffe durch die Gegend zieht und hofft, das richtige Kärtchen zu finden oder aber auf "gute Würfelwürfe" hofft, mit denen man auf 30 Gold kommt, aber genau das ist es, was mich an alte Malefiz-Zeiten erinnert. Auch Würfeln und Glück können unheimlich spannend sein!

Ich find´s schön, daß ein namhafter Autor den Mut hat, ein im Vorfeld schon als namhaft zu bezeichnendes Spiel in bezug auf Glück gegen den momentanen german boardgame-Trend zu gestalten.

Mir gefällt das Spiel klasse!

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Axel Bungart

Re: Anno 1503

Beitragvon Axel Bungart » 27. Januar 2004, 15:31

Hallo zusammen,

dass man gerade bei Anno wohl auf sehr kontroverse Aussagen trifft, ist ja mal Fakt.
Und über Gleich- oder Ungleichheiten mit SvC kann man vielleicht auch noch trefflich diskutieren.

Dass aber die Grafik von Anno als "nicht gelungen" oder "unübersichtlich" beizeichnet wird, also da komme ich nicht mehr mit......

Gruß
Axel

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tom

Re: Anno 1503

Beitragvon tom » 27. Januar 2004, 15:41

Naja, so gut ich das Spiel finde.... Zwei Meckereien der graphischen Art hätte ich auch:

- Die Gebäude sind wirklich nicht sehr einfach zu unterscheiden. Die Idee mit den Symbolen, welche die Funktion des Gebäudes verdeutlichen, ist zwar gut, doch sind die Symbole ein wenig klein geraten.
- Grüne und Blaue Schiffe lassen sich leicht mal verwechseln.

Aber ob man deswegen zu einer solchen Aussage wie im Review kommen muß, weiß ich nicht so recht...

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Marc W.

Re: Anno 1503

Beitragvon Marc W. » 27. Januar 2004, 17:00

Bei einer unserer Runden holte einer (ok, er ist über 60) die Lupe raus, weil die Abbildungen so fizzelig klein sind.

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Cäsar
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Beiträge: 421

Re: Anno 1503

Beitragvon Cäsar » 27. Januar 2004, 23:31

tom schrieb:
>
> Naja, so gut ich das Spiel finde.... Zwei Meckereien der
> graphischen Art hätte ich auch:
.
> - Grüne und Blaue Schiffe lassen sich leicht mal verwechseln.


Ööööhhhmmm ???

Grüne Schiffe ??? Bei Anno 1503 ? :-?

Fehlt mir eine Sonderausgabe ? ;-)

Fragende Grüsse
Cäsar

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Roman Pelek

Personifizierte Willkür?

Beitragvon Roman Pelek » 28. Januar 2004, 04:34

Moin Jost,

mal ganz abgesehen von "Anno" finde ich einige Dinge generell sehr interressant und diskussionswürdig:

Jost Schwider schrieb:

> 1. Die fehlende Interaktion ist m.E. gerade eine Stärke von
> "Anno 1503", die ein wenig die ("personifizierte" :-D )
> Willkür aus dem Spiel nimmt.

Hm, ich entsinne mich noch an nicht allzu ferne Zeiten, wo die Interaktion als das Nonplusultra in der Szene gepriesen wurde. Nun sind wir m. E. beim "Bloß nicht wehtun" angelangt. Das sind wohl die üblichen Wellenbewegungen in den Trends. Aber was ist Willkür daran, wenn man interagiert? Natürlich gibt's das Königsmacherproblem. Natürlich gewinnt man nicht immer aus eigenem Vermögen heraus. Aber hat man nicht genau deshalb Spaß miteinander? Ist nicht auch die Psychologie reizvoll, was mein Gegenüber wohl macht, wenn ich Zug X statt Y mache? Und dass ich vielleicht gewinne, weil ich genau das besser einschätzen kann als andere? Ist das "Willkür" - oder vielleicht einfach nur eine andere Art von "Können"?

> 2. Falls jemand früh "uneinholbar" :-? führt, so [i]muss[/i]
> das Spiel doch nicht zu Ende gespielt werden.

Natürlich nicht. Aber holt man nicht ein Spiel heraus, um mit allen bis zum Ende zu spielen, alle einzubinden? Um gemeinsam ein paar vergnügliche Stunden zu verbringen? Sonst kann ich meinen Mitspielern ja auch gleiche Puzzles austeilen - wer zuerst fertig ist, gewinnt. Hat sicher auch seine Reize (ich mag Puzzles), aber ist das wirklich das, was ich haben will, wenn ich Mitspieler einlade? Sollte ich dann nicht lieber ins Kino gehen, Musik hören oder gemütlich bei nem Glas Rotwein Ravensburger Stanzpappe in Anwesenheit eines netten Hörspiels zu einem Motiv zusammenfügen?

Ciao,
Roman

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Thorman

Re: Personifizierte Willkür?

Beitragvon Thorman » 28. Januar 2004, 08:31

Ich kann mich Romans Posting voll und ganz anschließen.
Aus diesem Grund mag ich Anno 1503 nicht und nicht weil es sich von Siedler unterscheidet..

Thorman

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tom

Re: Personifizierte Willkür?

Beitragvon tom » 28. Januar 2004, 08:42


Personifizierte Willkür hört sich nach Computerspielen an. Auch wenn ich solche Spiele wie Go unheimlich mag: Spätestens wenn Spielen zum Denksport wird und der Wettbewerb im Vordergrund steht (sogar soweit, daß man die Aktionen der Mitspieler als "Willkür" bezeichnet), verliert man mich als Mitspieler.

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Braz
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Beiträge: 6431

Re: Personifizierte Willkür?

Beitragvon Braz » 28. Januar 2004, 09:47

Hallo Roman,



Roman Pelek schrieb:
> Hm, ich entsinne mich noch an nicht allzu ferne Zeiten, wo
> die Interaktion als das Nonplusultra in der Szene gepriesen
> wurde. Nun sind wir m. E. beim "Bloß nicht wehtun" angelangt.
> Das sind wohl die üblichen Wellenbewegungen in den Trends.
> Aber was ist Willkür daran, wenn man interagiert?


..also ich bin nicht si ganz deiner Meinung. Ich selber spiele z.B. Spiele wie "Kohle, Kies und Knete", "Magellan", "Fürsten v Florenz", "Robo Rally", "Finstere Flure".....ach und wie sie noch alle heißen....sehr gerne !

Was mich jedoch u.a. beim Siedeln störte...und ich denke, daß das Ennigen vielleicht so geht..... war/ist, daß das Spiel durch die beschriebene persönliche Willkür doch arg an Glücksanteilen zunimmt was mir mE dem Spielmechanismus nicht zuträglich ist.
Will sagen: Wenn ich meine Straßen, Städte etc. schön baue und eigentlich gar nicht mal soo schlecht dastehe (ausgehend von der Tatsache, daß das Spiel sich in der Mitte bis im letzten drittel der Spieldauer befindet) und jnd. auf die Idee kommt in der Gruppe plötzlich zu sagen "Hey, seid ihr verrückt mit dem zu tauschen..... der gewinnt doch eh gleich....." ( <- diese Aussageist mir eigentlich fast immer beim Siedeln passiert, wenn ich ehrlich bin)
Dann stehst du ab einem gewissen Zeitpunkt einfach da und kannst nicht mehr ganz so viel - im Verhältnis zu den anderen, welche wild untzereinander tauschen - machen.
Noch dazu kommt, daß irgendwann derjenige, welcher posaunt hatt man solle nicht mit mir tauschen oder bzw. derjenige, welcher mit mit tauscht sei doch des Wahnsinns, dann irgendwann man so stark ist, daß er z.b. 10 Holz gegen 3 Getreide, 5 Wolle etc... tauscht....mit einem selber tauschen die Leute aber immer noch nicht.....und das obwohl man schon hoffnungslos zurückliegt.
Dies wirft dich natürlich um Längen zurück und es war nicht selten, daß man zu Beginn des letzten drittels noch führte und am Ende an vorletzter oder letzter Stelle plötzlich dasteht....derjenige welcher aber gesagt hat, daß man nicht mit mir tauschen solle gewinnt aber plötzlich auf ganz wundersame Weise.... ;)
Also bitte versteh mich nicht falsch: Ich kann sehr wohl verlieren und habe auch bei den betreffenden Spielen Spaß daran (nicht natürlich das ich verliere sondern an dem Spiel - trotz des Verlierens ;) )- die Frage ist nur, ob diese persönliche Willkür einem Aufbauspiel gut tut -> Die Meisten scheint der Punkt ja nicht zu stören, da Siedler wie wild verkauft wurde - ich empfinde diesen Punkt jedoch als extrem störend und ärgerlich, da Siedler im Prinzip kein reines Verhandlungsspiel ist.
.....und dieser Punkt ist eben beim Anno 1503 nicht vorhanden ! Ja der Punkt ist mE sogar beim Sternenfahrer v Catan nicht so stark vorhanden, da beim Sternenfahrer v Catan jeder eh so wenig Ressourcen immer hatte, daß bei uns eine Verhandlung mit einem Anderen sowieso meist nicht stattgefunden hat oder wenn, dann nur im kleinen Maßstab.......


also nochmal: Interaktion ist etwas feines........im richtigen Spiel !

Wie gesagt: Ich liebe Verhandlungsspiele a la "Kohle, Kies und Knete" etc. aber zu viel Interaktion ist manchen Spielen mE nicht ganz so zuträglich!



Gruß
Braz

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Ralf Arnemann
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Re: Personifizierte Willkür?

Beitragvon Ralf Arnemann » 28. Januar 2004, 10:49

> und jnd. auf die Idee kommt in der Gruppe plötzlich zu sagen "Hey, seid ihr
> verrückt mit dem zu tauschen..... der gewinnt doch eh gleich....."
Eigentlich sollte es doch normal sein, daß man nicht mehr mit jemanden tauscht, der wirklich kurz vor dem Sieg steht (d.h. es fehlen nur noch 1 oder 2 Punkte).
Da sollte man keine Hinweise brauchen, und wer vorzeitig so Parolen ausgibt, blamiert sich selber.

Und Spieler, die wenigstens halbwegs in der Lage sind, selber zu denken bzw. den Spielstand beurteilen können, die sehen auch, wenn die Gefahr nicht mehr besteht (wenn z. B. die längste Handelsstraße weitergewandert ist) oder ein anderer (mehrere anderere) Mitspieler kurz vor dem Sieg stehen.

Ähnliche Phänomene gibt es eigentlich in allen Mehrpersonenspielen - AUCH in Anno 1503. Da werde ich auch mal ein Schiff umtauschen, um einem Mitspieler das siegwichtige fünfte Kontor oder den dritten Handelsvertrag wegzuschnappen.

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Braz
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Beiträge: 6431

Re: Personifizierte Willkür?

Beitragvon Braz » 28. Januar 2004, 11:07

Ralf Arnemann schrieb:
> Eigentlich sollte es doch normal sein, daß man nicht mehr mit
> jemanden tauscht, der wirklich kurz vor dem Sieg steht (d.h.
> es fehlen nur noch 1 oder 2 Punkte).
> Da sollte man keine Hinweise brauchen, und wer vorzeitig so
> Parolen ausgibt, blamiert sich selber.

Sah und Sehe ich ganauso ! Aber was willst du dagegen im Spiel machen....?!


> Und Spieler, die wenigstens halbwegs in der Lage sind, selber
> zu denken bzw. den Spielstand beurteilen können, die sehen
> auch, wenn die Gefahr nicht mehr besteht (wenn z. B. die
> längste Handelsstraße weitergewandert ist) oder ein anderer
> (mehrere anderere) Mitspieler kurz vor dem Sieg stehen.

Sollte eigentlich schon so sein - wahrscheinlich hatte ich auch nicht immer die beste Gruppe zum Siedeln erwischt ;)



> Ähnliche Phänomene gibt es eigentlich in allen
> Mehrpersonenspielen - AUCH in Anno 1503. Da werde ich auch
> mal ein Schiff umtauschen, um einem Mitspieler das
> siegwichtige fünfte Kontor oder den dritten Handelsvertrag
> wegzuschnappen.

Ist mE ein großer Unterschied -> ob ich aus taktischen Gründen im Spiel einen Zug mache damit der andere blockiert ist oder nicht gewinnen kann ODER ob ich Meinungen beinflusse, welche dann das Spiel für einen selber kippen können. Beim Siedeln bist du einfach extrem von den Anderen abhängig, wenn dann jnd. Negativpropaganda macht sieht`s für einen selber dann oft alt aus. Beim Anno 1503 hast du mehrere Möglichkeiten das Blatt zu wenden....schnappst du mir das Konto weg versuche ich den Handelsvetrag zu kriegen oder meine Bevölkerung zu entwickeln etc.....mir ist es allerding beim Anno noch nie passiert, daß man von den Anderen -extrem formuliert- "gemieden" wird ......


Gruß
Braz

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Lars Hoffmann

RE: Personifizierte Willkür?

Beitragvon Lars Hoffmann » 29. Januar 2004, 18:24

"Braz" hat am 28.01.2004 geschrieben:
> Ralf Arnemann schrieb:
>> Eigentlich sollte es doch normal sein, daß man nicht mehr mit
>> jemanden tauscht, der wirklich kurz vor dem Sieg steht (d.h.
>> es fehlen nur noch 1 oder 2 Punkte).
>> Da sollte man keine Hinweise brauchen, und wer vorzeitig so
>> Parolen ausgibt, blamiert sich selber.
>
> Sah und Sehe ich ganauso ! Aber was willst du dagegen im
> Spiel machen....?!
Genauso dagegen wettern. Das gehört doch zu vielen Spielen dazu. Muss man nur nicht zu ernst nehmen *g*.
Außerdem sollten die anderen Mitspieler die Taktik des Aufrührers gegen Dich doch spätestens nach einem Spiel durchschaut haben und nicht mehr entsprechend drauf eingehen. Außer Du bist wirklich extrem kurz vor dem Sieg.

Ciao Lars


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