Beitragvon Braz » 28. Januar 2004, 09:47
Hallo Roman,
Roman Pelek schrieb:
> Hm, ich entsinne mich noch an nicht allzu ferne Zeiten, wo
> die Interaktion als das Nonplusultra in der Szene gepriesen
> wurde. Nun sind wir m. E. beim "Bloß nicht wehtun" angelangt.
> Das sind wohl die üblichen Wellenbewegungen in den Trends.
> Aber was ist Willkür daran, wenn man interagiert?
..also ich bin nicht si ganz deiner Meinung. Ich selber spiele z.B. Spiele wie "Kohle, Kies und Knete", "Magellan", "Fürsten v Florenz", "Robo Rally", "Finstere Flure".....ach und wie sie noch alle heißen....sehr gerne !
Was mich jedoch u.a. beim Siedeln störte...und ich denke, daß das Ennigen vielleicht so geht..... war/ist, daß das Spiel durch die beschriebene persönliche Willkür doch arg an Glücksanteilen zunimmt was mir mE dem Spielmechanismus nicht zuträglich ist.
Will sagen: Wenn ich meine Straßen, Städte etc. schön baue und eigentlich gar nicht mal soo schlecht dastehe (ausgehend von der Tatsache, daß das Spiel sich in der Mitte bis im letzten drittel der Spieldauer befindet) und jnd. auf die Idee kommt in der Gruppe plötzlich zu sagen "Hey, seid ihr verrückt mit dem zu tauschen..... der gewinnt doch eh gleich....." ( <- diese Aussageist mir eigentlich fast immer beim Siedeln passiert, wenn ich ehrlich bin)
Dann stehst du ab einem gewissen Zeitpunkt einfach da und kannst nicht mehr ganz so viel - im Verhältnis zu den anderen, welche wild untzereinander tauschen - machen.
Noch dazu kommt, daß irgendwann derjenige, welcher posaunt hatt man solle nicht mit mir tauschen oder bzw. derjenige, welcher mit mit tauscht sei doch des Wahnsinns, dann irgendwann man so stark ist, daß er z.b. 10 Holz gegen 3 Getreide, 5 Wolle etc... tauscht....mit einem selber tauschen die Leute aber immer noch nicht.....und das obwohl man schon hoffnungslos zurückliegt.
Dies wirft dich natürlich um Längen zurück und es war nicht selten, daß man zu Beginn des letzten drittels noch führte und am Ende an vorletzter oder letzter Stelle plötzlich dasteht....derjenige welcher aber gesagt hat, daß man nicht mit mir tauschen solle gewinnt aber plötzlich auf ganz wundersame Weise.... ;)
Also bitte versteh mich nicht falsch: Ich kann sehr wohl verlieren und habe auch bei den betreffenden Spielen Spaß daran (nicht natürlich das ich verliere sondern an dem Spiel - trotz des Verlierens ;) )- die Frage ist nur, ob diese persönliche Willkür einem Aufbauspiel gut tut -> Die Meisten scheint der Punkt ja nicht zu stören, da Siedler wie wild verkauft wurde - ich empfinde diesen Punkt jedoch als extrem störend und ärgerlich, da Siedler im Prinzip kein reines Verhandlungsspiel ist.
.....und dieser Punkt ist eben beim Anno 1503 nicht vorhanden ! Ja der Punkt ist mE sogar beim Sternenfahrer v Catan nicht so stark vorhanden, da beim Sternenfahrer v Catan jeder eh so wenig Ressourcen immer hatte, daß bei uns eine Verhandlung mit einem Anderen sowieso meist nicht stattgefunden hat oder wenn, dann nur im kleinen Maßstab.......
also nochmal: Interaktion ist etwas feines........im richtigen Spiel !
Wie gesagt: Ich liebe Verhandlungsspiele a la "Kohle, Kies und Knete" etc. aber zu viel Interaktion ist manchen Spielen mE nicht ganz so zuträglich!
Gruß
Braz