Anzeige

Strategie Kahuna

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
Benutzeravatar
FM

Strategie Kahuna

Beitragvon FM » 3. Februar 2004, 13:23

Haben Kahuna erst zweimal spielen können. Haben aber noch überhaupt keine Strategie rausfinden können. Dem Sieger war nicht klar, weshalb er gewonnen und dem Verlierer war unklar, weshalb er verloren hatte....

Kann uns jemand helfen? Mit welcher Strategie spielt Ihr?

Vielen Dank für die Antworten.

Sonnige Grüsse vom Zürichsee

Benutzeravatar
Kathrin Nos
Kennerspieler
Beiträge: 1258
Wohnort: Nußloch
Kontakt:

RE: Strategie Kahuna

Beitragvon Kathrin Nos » 3. Februar 2004, 13:52

Hi,

"FM" hat am 03.02.2004 geschrieben:
> Haben Kahuna erst zweimal spielen können. Haben aber noch
> überhaupt keine Strategie rausfinden können. Dem Sieger war
> nicht klar, weshalb er gewonnen und dem Verlierer war
> unklar, weshalb er verloren hatte....
>
> Kann uns jemand helfen? Mit welcher Strategie spielt Ihr?

Nun ja, einerseits ist es günstig, möglichst kompakt zu bauen, d.h. benachbarte Inseln zu beherrschen. Bei Kahuna schadet es auch nicht, mehr Stäbchen einzusetzen als für die Kontrolle der Insel notwendig (bei Arabana-Opodopo, das sozusagen Kahuna zu dritt und zu viert ist, bzw. bei dessen direktem Nachfolger Kanaloa, ist dies anders). So kann man sich zumindest in gewissem Mass gegen Übernahmen absichern.

Ein paar "Anfängerfehler" gibt es schon auch: Wenn man zum Beispiel ein Inselstäbchen an eine Insel einsetzt, die der Gegner gerade verloren hat und im nächsten Zug wieder unter seine Kontrolle bringt (dann ist das eben eingesetzte Inselstäbchen gleich wieder weg). Den Fehler macht man aber meist nur genau einmal :-D

Ein Auge auf den Gegner zu haben (was zieht dieser nach?) kann auch nicht schaden. Auf die Anzahl der Handkarten zu achten ist auch kein Fehler - bei fünf Karten ist das Limit, es lohnt sich aber durchaus, bis zu diesem Limit zu sparen und dann einen grösseren Zug zu machen, in dem man mehrere Karten spielt.

Ansonsten hat Kahuna natürlich ein gewisses Glückselement durch das Nachziehen der Karten. Dennoch macht es mir immer wieder Spass und gehört für mich zu den Highlights der Kosmos-Zwei-Personen-Reihe (kein Spiel ist so oft mit uns verreist wie Kahuna).

Soviel für den Moment :-)

Alles Gute wünscht
Kathrin.

Benutzeravatar
Stephan Zimmermann
Kennerspieler
Beiträge: 182

Re: Strategie Kahuna

Beitragvon Stephan Zimmermann » 3. Februar 2004, 15:08

FM schrieb:

> Kann uns jemand helfen? Mit welcher Strategie spielt Ihr?

Du gewinnst überer die Zahl vernichteter Stäbchen des Gegners.
Also: Da angreifen, wo Du möglich sicher eine Mehrheit bekommen
kannst (du weisst ja welche Karten es wie oft gibt und welche schon
gespielt wurden) und wo der Gegner mindestens ein Stäbchen
(besser mehr) dabei verliert.
Inselmehrheiten ohne dem Gegner Stäbchen zu klauen bringen wenig bis nichts.

Grüße, Stephan

Benutzeravatar
Günter Cornett

RE: Strategie Kahuna

Beitragvon Günter Cornett » 4. Februar 2004, 16:27

Kathrin Nos schrieb:
>
> Hi,
>
> "FM" hat am 03.02.2004 geschrieben:
> > Haben Kahuna erst zweimal spielen können. Haben aber noch
> > überhaupt keine Strategie rausfinden können. Dem Sieger war
> > nicht klar, weshalb er gewonnen und dem Verlierer war
> > unklar, weshalb er verloren hatte....
> >
> > Kann uns jemand helfen? Mit welcher Strategie spielt Ihr?
>
> Nun ja, einerseits ist es günstig, möglichst kompakt zu
> bauen, d.h. benachbarte Inseln zu beherrschen. Bei Kahuna
> schadet es auch nicht, mehr Stäbchen einzusetzen als für die
> Kontrolle der Insel notwendig (bei Arabana-Opodopo, das
> sozusagen Kahuna zu dritt und zu viert ist, bzw. bei dessen
> direktem Nachfolger Kanaloa, ist dies anders). So kann man
> sich zumindest in gewissem Mass gegen Übernahmen absichern.

Hallo Kathrin,

das ist sinnvoll. Dennoch ist es - rein punktemäßig betrachtet - auch bei Kahuna besser 7 schlecht abgesicherte Inseln in die Wertung zu bringen als 5 gut abgesicherte (so man sie bis zur Wertung halten kann). Ist auch eine Frage, wie risikofreudig man ist.

Es kommt eben darauf an, seine Karten möglichst effektiv einzusetzen. Wie auch Stephan schreibt, sollte man beim Einsetzen möglichst andere Brücken schlagen. Andererseits kann es auch sinnvoll sein, dem Gegenspieler zuvor zukommen, indem man seine Brücke genau dort platziert, wo er es hätte tun wollen. Die eine Strategie gibt es nicht: Auf das richtige Timing kommt es an.

> Ein paar "Anfängerfehler" gibt es schon auch: Wenn man zum
> Beispiel ein Inselstäbchen an eine Insel einsetzt, die der
> Gegner gerade verloren hat und im nächsten Zug wieder unter
> seine Kontrolle bringt (dann ist das eben eingesetzte
> Inselstäbchen gleich wieder weg). Den Fehler macht man aber
> meist nur genau einmal :-D
>
> Ein Auge auf den Gegner zu haben (was zieht dieser nach?)
> kann auch nicht schaden. Auf die Anzahl der Handkarten zu

Jo, es ist wichtig, allgemein zu schauen, wo der Gegenspieler aktuelle Interessen hat, und konkret auf bestimmte Karten achten, die das Spiel kippen könnten. Ich selbst merke mir aber nie die komplette Kartenhand des Gegners und versuche auch nicht alle seine Möglichkeiten durchzurechnen (schüttel!).

> achten ist auch kein Fehler - bei fünf Karten ist das Limit,
> es lohnt sich aber durchaus, bis zu diesem Limit zu sparen
> und dann einen grösseren Zug zu machen, in dem man mehrere
> Karten spielt.

Auf jeden Fall. Mit jeder zusätzlichen Karte potenzieren sich die Möglichkeiten. Und das gemeinsame Auspielen von Karten in einem Zug verstärkt deren Wirkung.
Man sollte auch die verschiedenen Möglichkeiten, die eine Kartenhand bietet, ausloten. Anfangs erscheint es vielleicht etwas grübelig, sich unterschiedliche Kombinationen der gleichen Kartenhand zu überlegen. Später geht das von selbst.
Man sieht die Möglichkeiten auf dem Brett und braucht sie nicht im Kopf durchzurechnen.

> Ansonsten hat Kahuna natürlich ein gewisses Glückselement
> durch das Nachziehen der Karten. Dennoch macht es mir immer

Ja. Je nach persönlicher Neigung lässt sich das etwas minimieren durch sicherheitsorientierte Spielweise (mehr Brücken an eigene Inseln) oder Mitzählen von Karten oder aber man ist risikofreudig.


> wieder Spass und gehört für mich zu den Highlights der
> Kosmos-Zwei-Personen-Reihe (kein Spiel ist so oft mit uns
> verreist wie Kahuna).

:)

Gruß, Günter

Link zum Thema:
http://www.bambusspiele.de/spiele/opodopo/kritiken.htm#nos

Benutzeravatar
Kathrin Nos
Kennerspieler
Beiträge: 1258
Wohnort: Nußloch
Kontakt:

Timing bei Kahuna

Beitragvon Kathrin Nos » 4. Februar 2004, 17:00

Hallo Günter,

danke für Deine Antwort. Ich hoffe, FM fühlt sich jetzt tüchtig motiviert, weiter Kahuna zu spielen :-)

"Günter Cornett" hat am 04.02.2004 geschrieben:
> Kathrin Nos schrieb:
> das ist sinnvoll. Dennoch ist es - rein punktemäßig
> betrachtet - auch bei Kahuna besser 7 schlecht
> abgesicherte Inseln in die Wertung zu bringen als 5 gut
> abgesicherte (so man sie bis zur Wertung halten kann). Ist
> auch eine Frage, wie risikofreudig man ist.
>
> Es kommt eben darauf an, seine Karten möglichst effektiv
> einzusetzen. Wie auch Stephan schreibt, sollte man beim
> Einsetzen möglichst andere Brücken schlagen. Andererseits
> kann es auch sinnvoll sein, dem Gegenspieler zuvor
> zukommen, indem man seine Brücke genau dort platziert, wo
> er es hätte tun wollen. Die eine Strategie gibt es nicht:
> Auf das richtige Timing kommt es an.

Das ist richtig. Natürlich ist es sinnvoll, direkt vor der Wertung möglichst viele Inseln zu übernehmen (und die dabei auftretenden Kettenreaktionen sind schon faszinierend - können aber im Gegenzug auch zu Frustrationen führen, weshalb ich Kahuna für allzu harmoniebedürftige Spieler nur bedingt empfehlen würde). Die Absicherungszüge mache ich eben am liebsten im Mittelteil nach der ersten Wertung, um meinem Gegner solche Aktionen des Überrennens schwerer zu machen :-)

Alles Gute wünscht
Kathrin.

Benutzeravatar
Günter Cornett

Re: Timing bei Kahuna

Beitragvon Günter Cornett » 4. Februar 2004, 17:37

Kathrin Nos schrieb:
>
> Die Absicherungszüge mache ich eben am
> liebsten im Mittelteil nach der ersten Wertung, um meinem
> Gegner solche Aktionen des Überrennens schwerer zu machen :-)

Hallo Kathrin,
jo, das sehe ich auch so. Zudem müssen die Karten der eigenen Inseln auch irgendwann gespielt werden. Denn wenngleich es meist sinnvoller ist, Karten zu nehmen, die dem Gegenspieler in Bedrängnis bringen, sollte man ihm auch nicht alle Karten der eigenen Inseln überlassen.

Ein wichtiger Tipp, den ich vergaß: Das Aufnehmen der richtige Karte ist mindestens so wichtig wie deren gekonntes Auspielen: Welche Karte brauche ich? Welche Karte braucht mein Gegenspieler? Welche darf er auf keinen Fall kriegen? Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass im verdeckten Stapel was Brauchbares liegt? Und: Verzichte ich auf das Aufnehmen der Karte, um als letzter vor der Wertung am Zug zu sein?

Gruß, Günter (spielt aber trotzdem lieber Kanaloa.Tilsit als Kahuna)

Benutzeravatar
FM

Herzlichen Dank

Beitragvon FM » 11. Februar 2004, 09:43

Herzlichen Dank Euch allen für die Tipps und Tricks.


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 13 Gäste