Beitragvon Roman Pelek » 25. Juni 2004, 02:53
Moin Steffen,
> Nur hege ich schon seit geraumer
> Zeit Befürchtungen, dass der allgemeine Preisverleihungswahn
> (man schaue sich nur mal Film, Fernsehen, Musik und
> Sportszene an) auch die Spieleszene erreicht / erreichen
> könnte. Die Vorstellung, dass die dutzenden bei luding
> aktiven Spielewebseiten / Webseitenmacher, nennen wir sie
> variabel XYZ, auf einmal auf die Idee kommen könnten, jeder
> das "XYZ-Spiel des Jahres 200X", womöglich noch in 12
> Kategorien, zu verleihen, ist mir ziemlich zuwider - das gebe
> ich gerne zu.
Das wird auch nur absurd und hat eine Aussagekraft, die dem Tragvermögen einer verirrten Ameise gleichkommt :-))
> Einzelmeinungen wie beim Bruno oder dem Protner
> - wenn auch humoresk - als Preise zu kaschieren, ist für eine
> Weile ganz ulkig, mehr aber auch nicht. Und auch der beste
> Witz ist beim zweiten Erzählen nur noch halb so lustig...
Hm, aber immerhin [i]waren[/i] sie mal witzig ;-)
Was mich jedoch wundert, ist dieser Masochismus in der Szene, diese Unterordnung unter Gegebenheiten - sowohl der DSP als auch die SdJJ haben mal klein angefangen als Projekt unter (sehr engagierten) Hobbyisten. Man spinne das mal kurios weiter: Frank Gartner, Michael Weber, Carsten Wesel, Brigitte & Wolfgang Ditt (etc. pp., ich weiß, ich hab einige vergessen) kämen heute auf die Idee, [b]gemeinsam[/b] als kompetente Webrezensenten einen Preis zu machen. Wäre das ein so lahmes Pferd? Ich denke, es gibt viele spannende Möglichkeiten, wenn man nur will, und auch einige, die konsequent verfolgt, weit jenseits der Lächerlichkeit Bestand hätten. Macht doch einfach mal was aus Euren Möglichkeiten.
Ciao,
Roman (der langsam die Jammerei und das Selbstmitleid in der Szene Leid ist)