Beitragvon Volker L. » 27. September 2004, 20:54
Klaus Harings schrieb:
>
> Nicht gut finde ich, als zweites Kriterium die reine
> Siegpunktsumme zu nehmen. Bei Siedler mag das sinnvoll sein.
> Eine Partie Carcassonne kann jedoch mal mit sehr vielen, mal
> mit sehr wenigen Siegpunkten enden, obwohl beide Male heftig
> und gut gekämpft wurde, und Sieger und Zweiter liegen nur
> wenige Punkte auseinander. Bei Alhambra wiederum ist die
> Gesamtsiegpunktzahl zwangsläufig immer im selben Bereich.
Da möchte ich aber widersprechen. Es gibt mehrere Effekte, die durchaus
für relativ große Streuung sorgen. Ich habe in der BSW 3er-Partien erlebt,
bei denen die Spieler am Ende 20, 19 und 15 Punkte für ihre jeweils längsten
Mauern bekamen, und andere, bei denen es eher so 14, 8, 6 waren (wenn
meine Gegner eher auf Gebäudeart gespielt haben und ich trotzdem oder
deswegen nicht immer die Plättchen mit meiner gewünschten Mauerkonfiguration
bekam). Über alle drei Wertungen addiert können das schonmal locker
40 Punkte oder mehr in der Summe ausmachen.
Und bei der zweiten und dritten Wertung werden auch Punkte für die jeweils
zweit- und drittmeisten Gebäude einer Sorte vergeben - aber wenn es nur
einen (oder zwei) Spieler gibt, die diese Art gebaut haben, verfallen die
Punkte, dito wenn die erste Wertung unerwartet früh kommt und noch kein
Spieler Gebäude einer bestimmten Sorte hat. Ein vergleichsweise geringer
Effekt (vermutlich der einzige, an den Du bei Deinem Statement gedacht hast) ist
das Abrunden bei Gleichstand, wenn eine ungerade Zahl an Punkten auf 2 Spieler
verteilt wird. Ich habe nie exakt Buch geführt, aber Schwankungen von 20%
dürften eher normal sein, und bis zu 30% halte ich füt durchaus denkbar.
> Mein Vorschlag wäre, nicht die erspielten Siegpunkte zu
> addieren, sondern die Siegpunktdifferenzen, z. B. jeweils den
> Rückstand zum Sieger der Partie. Je niedriger die Summe
> dieser Rückstände ist, umso höher die Platzierung bei
> gleicher Turnierpunktzahl.
> Was haltet Ihr davon ?
Besser die Gesamtsumme der Punkte aller Spieler bilden und dann den
einzelnen Spielern "Sieg"punkte proportional zu ihrem prozentualen Anteil
an dieser Summe geben.
Wenn die Punktsumme sehr deutlich schwankt, würde ich auch ein 150:140
als knapper einstufen als ein 50:45.
statistische Grüße, Volker