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Schach zu dritt

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Brigitta Lindemann

Schach zu dritt

Beitragvon Brigitta Lindemann » 5. November 2004, 10:18

Gerade in der Süddeutschen (leider nur in der Printausgabe) einen Artikel gefunden über ein neues Spiel, das eine Art Schach zu dritt sein soll - noch keine Zeit gehabt, es auszuprobieren - bin aber mal auf eure Meinungen gespannt.
Hier die Adresse:
http://www.jestersgame.com
Brigitta (die sich fragt, warum ein deutscher Spieleerfinder seine Seite auf Englisch ins Netz stellt.)

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Heinrich Glumpler

OT: deutsch/english

Beitragvon Heinrich Glumpler » 5. November 2004, 10:46

Hi,

auf der Startseite gibt es eine Flagge, mit der man auf Deutsch schalten kann.
Offenbar ist nur die Standardeinstellung "englisch" - wenn man mal auf "deutsch" geklickt hat, zeigt er die Seite deutsch an, wenn man zurück kehrt (ich schätze mal, es wird ein Cookie benutzt).

Grüße
Heinrich

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Brigitta Lindemann

Re: OT: deutsch/english

Beitragvon Brigitta Lindemann » 5. November 2004, 12:42

Heinrich Glumpler schrieb:
>
> Hi,
>
> auf der Startseite gibt es eine Flagge, mit der man auf
> Deutsch schalten kann.
> Offenbar ist nur die Standardeinstellung "englisch" - wenn
> man mal auf "deutsch" geklickt hat, zeigt er die Seite
> deutsch an, wenn man zurück kehrt (ich schätze mal, es wird
> ein Cookie benutzt).
Danke - hatte wegen eines Arzttermins ja nur schnell die Startseite aufgerufen. Werde mir die Seite noch genauer anschauen.
Brigitta
>
> Grüße
> Heinrich

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Ulrich Roth

Re: Schach zu dritt

Beitragvon Ulrich Roth » 5. November 2004, 23:48

Ohne diese Spiel-Variante näher zu kennen (oder kennen lernen zu wollen):

Schach zu dritt ist m.E. ein grundfalscher Ansatz.
Da sich im Prinzip immer zwei gegen einen (den gerade Stärksten) verbünden, ist es völlig wurscht, wie "gut" man - im rein schachlichen Sinne - spielt, da gutes Spiel ja permanent geplättet wird.
Was dabei rauskommt ist zwar, wenn man so will, recht "interaktiv" (durch die ständig wechselnden Koalitionen), passt aber weder zur strategischen und taktischen Komplexität des Schachspiels, noch zu seiner Spieldauer.
Wenn ich so etwas spielen will, würde ich eher zu "Malefiz" oder dem oberfiesen (aber leider kaum bekannten) "Djambi" greifen...

Wunderbar funktiioniert dagegen Vierer-Schach, wobei in Teams (am besten der stärkste und der schwächste Spieler gegen die beiden anderen) gespielt wird.
Die Partien sind allerdings abendfüllend und sollten unbedingt mit Uhr gespielt werden.

Grüße,
Ulrich

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Marten Holst

Abstraktstrategie zu mehrt

Beitragvon Marten Holst » 6. November 2004, 12:40

Moin,

> Schach zu dritt ist m.E. ein grundfalscher Ansatz.

nicht komplett notwendig, auch so etwas kann Schachspielern (mal) Spaß machen. Allerdings sind die von Dir beschriebenen Probleme da, und betreffen nicht nur Schach, sondern erst einmal alle glücklosen Spiele mit mehreren Spielern, die nicht in zwei Teams gespielt werden. (Abstrakt oben ist der falsche Ausdruck, meist sind sie es zwar, müssen es aber auch nicht sein). Übrigens natürlich auch viele glückhaltigen. (Bluffelemente wie bei zum Beispiel Diplomacy nenne ich hier auch einmal "Glück", auch wenn es nicht ganz das selbe ist - Terminologie ist schwierig).

Es gibt natürlich Methoden, davon wegzukommen, zum Beispiel wie bei Veleno "begrenzte Zusammenarbeit", zum Beispiel Teamspiel (wobei das nur Spaß macht, wenn Kommunikation nur begrenzt gestattet ist), zum Beispiel nur gegen Gewisse Gegner spielen können, zum Beispiel überhaupt nicht "gegen" jemand spielen können (Medina, Veleno). Diese haben aber oftmals andere Probleme (Königsmacher durch Vorlagen geben).

> Wunderbar funktiioniert dagegen Vierer-Schach, wobei in
> Teams (am besten der stärkste und der schwächste Spieler
> gegen die beiden anderen) gespielt wird.
> Die Partien sind allerdings abendfüllend und sollten
> unbedingt mit Uhr gespielt werden.

Die Viererschach-Varianten, die ich "konstruiert" (also in Material gegossen) kenne, funktionieren m.E. gar nicht. Was allerdings funktioniert, wenn es auch mit Schach nicht mehr viel zu tun hat, sind Varianten die sich um das Originalmaterial abspielen wie Ansageschach oder Tandem.

Tschüß
Marten

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Volker L.

Re: Abstraktstrategie zu mehrt

Beitragvon Volker L. » 6. November 2004, 16:43

Marten Holst schrieb:
>
> Moin,
>
> > Schach zu dritt ist m.E. ein grundfalscher Ansatz.
>
> nicht komplett notwendig, auch so etwas kann Schachspielern
> (mal) Spaß machen. Allerdings sind die von Dir beschriebenen
> Probleme da, und betreffen nicht nur Schach, sondern erst
> einmal alle glücklosen Spiele mit mehreren Spielern, die
> nicht in zwei Teams gespielt werden.

Nicht unbedingt. Bei "Conquest" habe ich das noch nie erlebt - vermutlich
aber deshalb, weil die Vernichtung eines Gegners keineswegs die einzige
Möglichkeit zum Sieg ist.

Gruß, Volker (der in Essen schonmal einen Blick auf die Landkarte der
6-Personen-Version und die neuen Figuren werfen durfte :-) )

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Jost Schwider

Mehrspieler-Gleichschaltung (was: Schach zu dritt)

Beitragvon Jost Schwider » 7. November 2004, 10:41

"Ulrich Roth" hat am 05.11.2004 geschrieben:

> Da sich im Prinzip immer zwei gegen einen (den gerade
> Stärksten) verbünden, ist es völlig wurscht, wie "gut" man
> - im rein schachlichen Sinne - spielt, da gutes Spiel ja
> permanent geplättet wird.

Dieses Problem trifft eben nicht nur auf Schach zu, sondern auf viele Mehrpersonen-Spiele mit hoher "Interaktion", wo es aber nur einen Sieger geben kann.

Tatsächlich kann sowas den ganzen Spass an ein eigentlich gutes Spiel verderben. Wenn die Regel "Wer zuerst zuckt, verliert" zutrifft, wartet jeder nur noch ab... Gähn! :-/

So ist es mir beispielsweise bei Online-Vinci ergangen: Da wurden Spiele letztendlich nur noch rein zufällig entschieden. Wenn alle gegen den Führenden spielen, werden eben alle gleichgeschaltet.

M.E. sollte eben doch der Bessere gewinnen - oder ist das heutzutage nicht genügend "politisch korrekt"? ;-)

Viele Grüße
Jost aus Soest (sprich: "jooost aus sooost")
http://www.schwider.de/sp2004.htm - [i]33+7 Eindrücke von der Spiel'04[/i]

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Jost Schwider

RE: OT: deutsch/english

Beitragvon Jost Schwider » 7. November 2004, 10:41

"Heinrich Glumpler" hat am 05.11.2004 geschrieben:

> Offenbar ist nur die Standardeinstellung "englisch" - wenn
> man mal auf "deutsch" geklickt hat, zeigt er die Seite
> deutsch an, wenn man zurück kehrt (ich schätze mal, es wird
> ein Cookie benutzt).

Es finde es aber schon ziemlich befremdlich, dass bei einer deutschen Zeitung die Voreinstellung "englisch" gewählt wurde!?

Viele Grüße
Jost aus Soest (läßt nur in begründeten Fällen Cookies zu, aber nicht bei einmaligen Besuchen)
http://www.schwider.de/sp2004.htm - [i]33+7 Eindrücke von der Spiel'04[/i]

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Brigitta Lindemann

RE: OT: deutsch/english

Beitragvon Brigitta Lindemann » 7. November 2004, 11:43

Jost Schwider schrieb:
>
> "Heinrich Glumpler" hat am 05.11.2004 geschrieben:
>
> > Offenbar ist nur die Standardeinstellung "englisch" - wenn
> > man mal auf "deutsch" geklickt hat, zeigt er die Seite
> > deutsch an, wenn man zurück kehrt (ich schätze mal, es wird
> > ein Cookie benutzt).
>
> Es finde es aber schon ziemlich befremdlich, dass bei einer
> deutschen Zeitung die Voreinstellung "englisch" gewählt wurde!?
Dem ist nichts hinzuzufügen
Brigitta

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Ulrich Roth

Re: Mehrspieler-Gleichschaltung (was: Schach zu dritt)

Beitragvon Ulrich Roth » 8. November 2004, 01:41

Jost Schwider schrieb:

> > Da sich im Prinzip immer zwei gegen einen (den gerade
> > Stärksten) verbünden, ist es völlig wurscht, wie "gut" man
> > - im rein schachlichen Sinne - spielt, da gutes Spiel ja
> > permanent geplättet wird.
>
> Dieses Problem trifft eben nicht nur auf Schach zu, sondern
> auf viele Mehrpersonen-Spiele mit hoher "Interaktion", wo es
> aber nur einen Sieger geben kann.

Ist schon klar - nur stört es (mich) bei Schach besonders, weil es hier eine hochentwickelte Spielkultur gibt, die dann plötzlich nix mehr wert ist. :mad:

Grüße,
Ulrich

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Martin M

Re: Schach zu dritt

Beitragvon Martin M » 10. November 2004, 15:57

Ich habe bereits seit zwei Jahren ein Schachspiel für drei - und wie hier bereits ausführlich debattiert wurde, gibt es wechselnde Konstellationen, und die genannte Schachkultur bleibt tatsächlich auf der Strecke. Das Spiel ist aber kurzweilig und für eine Zeit faszinieren, solange man die Möglichkeiten auskundschaftet, die das Spiel bietet.
Schach zu dritt kann man bereits seit einigen Jahren in Polen kaufen - falls Du einmal in die schöne Stadt Krakau kommst, begebe Dich direkt zum Marktplatz, dort gibt es das Spiel in mehreren Größen und Ausführungen.


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