Beitragvon Hartmut » 8. Dezember 2004, 09:41
> Aber nicht die Quantität der Fragen ist allein wichtig, bei
> Ten out of Ten ist es eher die Qualität. Manche Fragen sind
> richtig schwer, so dass man da die Mastermindfunktion als
> echte Hilfe ansieht.
Manche sind auch (individuell empfunden) einfach zu schwer, so dass man mit Mastermind-Knowhow angesichts der möglichen Variationen nicht wirklich weiterkommt (zumindest nicht auf 10 Richtige in weniger als 10 Versuchen). Hat man unter 10 Fragen nur 1-2 sichere Antworten und ist sonst auf Intuition und Raten angewiesen, wird man kaum zur Lösung kommen können. Das Punktesystem (Richtige minus Anzahl Versuche) braucht es da kaum; war uns aber auch egal.
Das wirft nebenbei die Frage auf: kann man rein theoretisch, wenn man so garnichts weiß (also die Antworten de facto ignoriert und nur die Farben betrachtet), wirklich nur mit Mastermind-Methoden zu einer Lösung kommen, deren Anzahl Versuche unter 10 liegt? Vielleicht hat ja einer der mitlesenden Mathematiker sich darüber schon Gedanken gemacht. Ich wage es zu bezweifeln...
Nun haben wir es nur zu viert gespielt (zwei Teams a zwei Spieler) - mit mehr Spielern ist natürlich auch die Basis des Allgemeinwissens i.d.R. größer. Wir haben uns so beholfen ("Hausregel"), dass wir uns ggf. (also nach Kenntnis der Fragen und der Eröffnungsrunde) neben der Anzahl der richtigen Treffer auch jedesmal einen Treffer bestätigen (Plättchen auf die Spitze drehen), sofern bei den neuerlich gegebenen Antworten überhaupt ein bislang nicht bestätigter Treffer dabei ist ;-) Das engt den Lösungsraum somit bei jedem Versuch um eine Kategorie ein. Auch die Entscheidung, welche Kategorie man ggf. bestätigt (meist ist ja doch mehr als eine Antwort richtig), ist interessant ("den hier wissen sie ohnehin" - "nee, nicht den, die haben nur Glück beim Raten" usw.). Hat uns so auch sehr viel Spaß gemacht und Frust vermieden. Die in der O-Regel vorgeschlagene Variante (zu Beginn eine Kategorie streichen) scheint mir bei größerem Nichtwissen in kleinen Teams keine echte Hilfe zu sein.
Übrigens: auf anderen Streifen waren das auch schon mal 6-7 "gewusste" Fragen, und das auf beiden Seiten der gleichen Teams gleichermaßen! Die Fragen scheinen also im Schwierigkeitsgrad eine gewisse Ausgewogenheit auf jeweils einem Streifen zu haben, was ja auch gut ist. Die verschiedenen Streifen können aber mal leichter, mal schwerer sein, so jedenfalls das subjektive Empfinden nach mehreren Spielen.
> Natürlich hoffe auch ich, dass es bald Ergänzungen zu dem
> Spiel gibt...
Das wünsche ich mir auch. Und zwar, ohne dass man gleich wieder ein komplettes neues Spiel kaufen muss, nur die Streifen zu einem vertretbaren Preis. Am besten im Abo, jedes Jahr 48 (oder mehr, gibt ja Nürnberg und Essen als klassische VÖ-Termine) neue, zeitgemäße Streifen :-) Hoffen wir, das Ravensburger das Potential in diesem Spiel (auch kundenfreundlich!) nutzt und uns die Freude macht.
> Wenn Du Spaß hast an Quizspielen, solltest Du Ten out of
> Ten ruhig kaufen. Es ist anders als alle anderen Spiele
> seiner Art und macht besonders als Spiel für eine größere
> Gruppe Spaß, wenn man gemeinsam die Lösungen zu finden
> versucht.
Kann mich der Empfehlung nur anschließen. Das Spiel gibt's im Adventsgeschäft u.a. günstig beim Karstadt (27, steht schon zwei Wochen im Schnäppchenforum).
Hartmut