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Monster & Myten ? Kennt das jemand ?

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martan

Monster & Myten ? Kennt das jemand ?

Beitragvon martan » 18. Mai 2005, 17:54

Hallo ! Habe gerade gesehen das es das Spiel Monster und Myten von Phalanx zu kaufen gibt ! Weiss irgendwer was darüber oder gibt es da irgendwelche Infos bzw Bewertungen ? Selbst auf der HP der Firma ist ja nicht sehr viel darüber zu sehen ! Hört sich gut an aber lohnt sich das Spiel ?
Worum geht es genau ? Wird da gewürfelt in Rollenspielmanier oder wie soll man das vestehen ?

Für Infos wäre ich dankbar :-)

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Oliver
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Re: Monster & Myten ? Kennt das jemand ?

Beitragvon Oliver » 18. Mai 2005, 18:07

Hallo Martan!

Ich habe unter der Adresse: http://www.spielbar.com/html/modules.php?name=Journal&file=display&jid=36 einen kurzen Bericht gefunden. Der allerdings verheißt nichts Gutes...

Aber sicherlich findet sich noch der eine oder andere Erfahrungsbericht.

Viele Grüße
Oliver

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Gregor Breckle
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Re: Monster & Myten ? Kennt das jemand ?

Beitragvon Gregor Breckle » 18. Mai 2005, 18:41

Hallo,

ich habe ein gestern damit angefangen, ein PEEP zu schreiben, das aber noch nicht ganz fertig ist. Ich setz´ mich gleich nochmal dran ...

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Gregor Breckle
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Beiträge: 648

[PEEP] Monster & Myten

Beitragvon Gregor Breckle » 18. Mai 2005, 19:02

Hallo,

jetzt isses soweit.

In einem klassischen High-Fantasy-Szenario treffen sich die Rassen der Zwerge, Barbaren, Elfen, Goblins, Trolle und Untoten um in einer epischen Schlacht die Vorherrschaft im Zeitalter der Monster & Mythen zu erringen.

Der grundlegende Aufbau jedes Spielers entsteht aus 11 ausgeteilten Kreaturen-Karten, die nach den Rassen sortiert werden und so die Nationen eines Spielers bilden.
Kreaturen-Karten sind eingeteilt in Infanterie, Bogenschützen und Berittene. Im Kampf gibt die Infanterie die Anzahl der maximal einzusetzenden Kampfwürfel an, Bogenschützen geben einen Bonus von +1 auf den Würfelwurf und mit Berittenen kann man unter Umständen mehrere Nationen angreifen. Katapulte werden an die Seite gelegt und dienen als unabhängige Kampfmaschinen, Zauberer schützen die Nationen, denen sie zugeordnet werden, hindern sie allerdings auch am Angreifen. Im Anschluss werden die übrig gebliebenen Kreaturen-Karten mit den 14 Angriffs-Karten gemischt, der Stapel bereitgestellt und das Spiel kann beginnen.

Das Spiel selbst besteht aus 3 Spielrunden á 4 Phasen, wobei in der dritte Runde im Unterschied zur ersten und zweiten Runde wieder alle abgeworfenen Karten eingemischt werden und in Phase eins 5 Karten behalten werden dürfen:

1. Jeder Spieler erhält 7 Karten aus dem Kartenstapel, wählt 4 davon geheim aus und wirft die anderen ab.
2. Die ausgewählten Karten werden wie schon im Anfangssetting den Nationen zugeordnet, die neu hinzugekommenen Angriffskarten werden offen vor den Nationen ausgelegt.
3. Die Kämpfe beginnen.
4. Am Ende einer Runde werden alle Zauberer und nicht gebrauchten Katapulte abgeworfen.

Der Spieler, der nun die niedrigste Angriffskarte vor sich liegen hat, beginnt den ersten Kampf mit dieser Karte. Danach werden alle anderen Kämpfe entsprechend der Höhe der Angriffskarten abgehandelt.
Es gibt zwei unterschiedliche Angriffskarten: Schlacht-Karten und Söldner-Karten.
In Schlachten kämpfen die Nationen gegeneinander. Dabei wählt der Angreifer eine seiner Nationen aus. Er muss dann mit allen Kreaturen dieser Nation angreifen. Er kann dabei nur eine andere Nation derselben Rasse oder des natürlichen Feindes angreifen. Der natürliche Feind der Rassen, so mögen z.B. die Zwerge keine Goblins und andersherum, ist auf den Kreaturen-Karten angegeben.
Auf den Söldner-Karten ist eine Anzahl von Kreaturen angeben, die beliebig aus den eigenen Reihen zusammengestellt werden kann. Söldner können beliebige gegnerische Nationen angreifen.
Ein Kampf wird mit Würfeln ausgetragen (rote für die Angreifer, schwarze für die Verteidiger!). Die Anzahl der Würfel, die ein Spieler einsetzen kann, ergibt sich aus der Anzahl der Infanterie-Symbole auf den Kreaturen-Karten und der Angriffskarte. Maximal sind allerdings drei Angriffs-Würfel möglich. Die Anzahl der Verteidiger-Würfel wird nach dem gleichen Prinzip ermittelt, wobei maximal zwei Verteidigungs-Würfel möglich sind. Das Würfelergebnis wird nun verglichen und evtl. der +1 Bonus für die Mehrheit der Bogenschützen zum höchsten Würfelwurf addiert. Sollte der Verteidiger mit zwei Würfeln verteidigt haben, werden jeweils die beiden höchsten und zweithöchsten Werte von Angreifer und Verteidiger verglichen, ansonsten nur der jeweils höchste Wert. Der Angreifer gewinnt jeweils, wenn das Ergebnis höher als der entsprechende Verteidigerwurf ist, ansonsten gewinnt der Verteidiger. Pro Wurf werden also abhängig von der Zahl der eingesetzen Würfel eine oder zwei Kreaturen eliminiert. Den Kadaver des jeweils erschlagenen Gegners erhält der Sieger als Trophäe. Der Kampf geht solange weiter, bis eine Nation oder Söldnertruppe völlig eliminiert ist oder der Angreifer sich zurück zieht. Sollten nun noch Berittene vorhanden sein, kann der Kampf gegen eine andere (erlaubte) Nation fortgesetzt werden, wobei allerdings eine Kreatur zum Bewachen des alten Schlachtfeldes zurückgelassen werden muss.
Während eines Kampfes können nun noch die Katapulte eingesetzt werden und zwar zu jedem Zeitpunkt von jedem Spieler. Katapulte treffen bei einer gewürfelten 4, 5oder 6 und werden danach, erfolgreich oder nicht, abgelegt. Sie sind die einzige Möglichkeit, Zauberer zu eliminieren und damit geschützte Armeen wieder angreifbar zu machen.
Nach drei Runden endet das Spiel und jeder Spieler zählt die erbeuteten Kreaturen. Jede Kreatur ist zwei Siegpunkte wert. Nun werden noch Punkte für die überlebenden Nationen verteilt. Der Spieler, bei dem jeweils die größte Nation einer Rasse überlebt hat, bekommt hierfür Punkte, die von 5 Siegpunkten für die Untoten bis zu 11 Siegpunkten für die Barabaren reichen.
Der Spieler mit den meisten Siegpunkten ist neuer Herrscher.

Soweit zu den Spielregeln. Nun aber zum Eindruck.
Das Spiel war für uns letztendlich eine recht stupide Würfelorgie ohne großen Spannungsbogen, das insgesamt stark an Risiko erinnert. Wie bei Risiko war es eigentlich immer so, dass auf den schwächsten „draufgehauen“ wird und dass, wenn es einmal bröckelt, meist ein ganzer Erdrutsch an Verlusten folgt.
Ein großes Mysterium war für uns auch die Einsatzmöglichkeit des Katapultes, das laut Spielregel irgendwann in einem Kampf von einem beliebigen Spieler auf einen beliebigen anderen abgeschossen werden kann. Nun kann man sich durchaus einen Sinn darauf zusammenreimen, wie z.B. dass Spieler ohne Angriffskarte, die auch nicht angreifen können, nicht nur rumsitzen, oder dass gar ein soziales Element des Helfens in einem Kampf verwirklicht werden kann, aber es ist schon seltsam, wenn sich plötzlich während eines Kampfes zwei ganz andere kloppen.
Hinzu kommt, dass der Einsatzzeitpunkt der Katapulte unseres Erachtens einer klareren Regelung bedarf. Was passiert nun zum Beispiel, wenn der Angreifer gerade gewürfelt hat, der Verteidiger aber noch nicht und ein dritter Spieler eine Einheit aus der aktuellen Angriffsformation herauskatapultiert, bevor der Verteidiger gewürfelt hat? Muss nun nochmals gewürfelt werden oder nicht ... Zählt wirklich der Augenblick, in dem der Katapultierer ansagt „Feuer frei“? Oder wenn er in diesem Augenblick den Bogenschützen trifft, zählt der Bonus noch oder nicht ...
Ansonsten kommt das Spiel, wie von Phalanx gewöhnt, recht solide daher. Die Karten sind sehr hübsch gestaltet, die Würfel hätten für meinen Geschmack durchaus etwas ansehnlicher ausfallen dürfen. Zudem hätte man einen Überblick über den Siegpunktwert der einzelnen Nationen beilegen können (oder diesen gar irgendwo auf den Karten verewigen).
Was als Eindruck für mich übrig bleibt, ist ein Satz, den ich in letzter Zeit schon ein paar mal hier im Forum gelesen habe: „Schade, denn ich hätte das Spiel gerne gemocht.“ Da die Drachen aber nun schon im Regal liegen, hoffe ich, dass ich nochmal einige Mitspieler dazu bewegen kann, dem Spiel eine weitere Chance zu geben.
Aber wenn mich die Lust nach einer kurzen und knackigen Würfelorgie packt, würde ich auch nach Monster & Mythen trotz großer Fantasyphilie im Augenblick eher entweder zu Knatsch oder zu Zochs Heckmeck greifen.


Viele Grüße

Gregor

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Roland G. Hülsmann
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Re: Monster & Myten ? Kennt das jemand ?

Beitragvon Roland G. Hülsmann » 18. Mai 2005, 19:05

Oliver schrieb:

> Ich habe unter der Adresse:
> http://www.spielbar.com/html/modules.php?name=Journal&file=display&jid=36
> einen kurzen Bericht gefunden. Der allerdings verheißt nichts Gutes...

Nun, der Bericht verschweigt aber auch, daß man immer deutlich mehr Karten zieht, als man verwenden darf und somit schon eine taktisch sinnvolle Auswahl treffen muß.
Gewiß, manchmal hat man halt absolutes Karten- und Würfelpech. Aber nach der kurzen Spielzeit ist immer noch Zeit für eine Revanche.

Und gegen ein Austragen der Kämpfe in bewährter Risko-Technik darg man natürlich auch nichts haben. Durch die Karten baut man vor sich in der Auslage "Nationen" (Elefen, Zwerge, etc.) auf und erhält - hoffentlich - auch Karten, die einem erlaube, mit einer Nation oder einem Söldnerheer aus verschiedenen Nationen anzugreifen. Eine Nation darf nur eine Nation des gleichen Vokes oder aber des jeweiligen Erzfeindes angreifen. Mit Zauberern kann man Nationen schützen. Der Kampf erfolgt dann Nation bzw. Söldnerheer gegen Nation im Risiko-Stil. Die geschlagenen Angreifer kommen auf den eigenen Siegpunktestapel. Da man allerdings kaum mehr als 5 Karten in einer Nation hat (beim Zweier-Spiel etwas mehr), hält sich das Gewürfele doch sehr in Grenzen! Drei mal bekommt man neue Karten und kann ggf. angreifen. Dann ist das Spiel zu Ende und die geschlagenen Angreifer zählen Siegpunkte. Dann gibt es noch Siegpunkte für die Mehrheit der ausliegenden Karten bei den einzelnen Völkern. Zum Sieg sind also nicht nur erfolgreiche Kämpfe wichtig, sondern auch der Aufbau der eigenen Nationen.

Gruß
Roland

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Uli Blennemann
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Re: [PEEP] Monster & Myten

Beitragvon Uli Blennemann » 22. Mai 2005, 10:45

Gregor,

Vielen Dank für Dein PEEP und Deine Arbeit!

Wie jedes Spiel, so ist zumindest die Theorie, wird eine Zielgruppe gesucht.

Bei Monster & Mythen ist es nicht die Vielspieler-Fraktion (und nicht der typische Spielbox-Leser), sondern eher eine Runde, die ohne großen Aufwand innmitten einer hübschen Graphik losspielen möchte.

Risiko ist bestimmt nicht wegen seiner übermäßigen "Spieltiefe" populär - erlaubt aber einen raschen Einstieg und jede Menge Würfel-"Spaß" (durchaus gepaart mit taktischen Überlegungen).
Dieses Knobeln und der damit verbundene Glücksfaktor wird von Vielspielern abgelehnt, erfreut aber die Masse der Gelegenheitsspieler.

Nochmals vielen Dank, Gregor!

Uli
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