Beitragvon Roman Pelek » 30. September 2005, 20:10
Hi Sven,
Sven Wagner schrieb:
> Wie wir ja alle wissen ist zur Zeit Fürsten, Ra & Co von Alea
> sehr begehrt und manche Spiele wechseln für das Doppelte des
> alten Preises den Besitzer.
> Was ich aber nicht verstehe warum nimmt der Verlag diese
> Spiele aus dem Programm wenn immernoch so eine grosse
> Nachfrage besteht, oder täuscht das nur ?
Du selbst nimmst die Antwort vorweg: es täuscht leider. Der Interessentenkreis rekrutiert sich aus der Spieleszene, und die hat mengenmäßig in ihrer Gesamtheit schon noch nie ausgereicht, um ein Produkt ernsthaft länger am Markt zu halten. Und im konkreten Fall handelt es sich sogar um eine Minderheit der Minderheit; namentlich diejenigen, die es aus welchem Grunde auch immer verpasst haben, sich diese Spiele "zu ihren Lebzeiten" zu sichern.
Aber immerhin eines scheint dieses Interesse zu belegen: nämlich die herausragende Qualität der betreffenden Spiele, das Können der Autoren sowie die Fähigkeiten eines Ausnahmeredakteurs namens Stefan Brück.
Aber am Ende eines Tages, wenn Du 'nen Strich drunter ziehst, und Dir anschaust, was finanziell übrig bleibt, gestaltet es sich leider als ernüchterndes Feierabendvergnügen - Szenelob, Sammlerexzesse und Kritikerwertschätzung hin oder her. Wertschöpfung findet bei sowas dann halt nur noch im Nachgang per eBay oder über Spieleflohmärkte statt. Wobei letztere ihren Namen oftmals nur für passionierte Liebhaber der Ackermannschen Definition von "Peanuts" tragen und die Erlöse nie diejenigen "treffen", die das Objekt der Begierde geschaffen haben ;-)
Ciao,
Roman ("Finger weg von meiner Paranoia, die war mir immer lieb und teuer, nie ließ sie mich so kalt im Stich wie Du" / Sven Regener, Element of Crime)