Beitragvon Roman Pelek » 10. März 2006, 00:18
Hi Peer,
peer schrieb:
> also bei mir ist es so: Wenn ein neues Spiel ein Thema hat,
> was es in der Qualität noch nicht gegeben hat, dann bin ich
> interessiert.
Genau - und davon lebt doch auch u. a. Friedemann recht gut, oder? ;-)
> Dabei hab ich ganz wenig Lieblingsthemen
> sondern liebe mehr die Vielfalt, das Neue, die Abwechslung.
Sagen wir's so: ich hatte mal Lieblingsthemen, die ich irgendwie aus der Kindheit 'rübergerettet hab. Das eine hieß Mittelalter, das andere Mare Mediterranum, das dritte Kosmos (nein, nicht der Verlag). Den Spaß an hochwohlgeborenen Rittern und edlen Burgfräulein sowie dem Swimmingpool zwischen Casablanca und Istanbul als Thema hat man mir erfolgreich ausgetrieben - jegliche Lieblingsmahlzeit kommt einem halt irgendwann zum Hals raus, wenn man sie jeden zweiten Tag serviert bekommt. Und das Weltall - naja, diese unendlichen Weiten sind wohl derzeit nicht so en vogue. Zumindest bis mal wieder jemand bemannte Harakiri-Unternehmen gen Mars schickt. Derzeit haben wir anscheinend die 60er/70er-Jahre-Romantik bzgl. dieses Themas hinter uns.
> Mindestens ein Spieler aus meiner Spielrunde hat dagegen eine
> Affinität zum Mittelalter: Mittelalterspiele sind für ihn
> erstmal interessanter, als irgendwelche Randthemen... (Ganz
> konkret ging es da um einen Protoytpen mit dem Thema "Rennen
> zum Südpol", bei dem es hieß "Gutes Spiel, vielleicht
> abgesehen vom merkwüdigen Thema").
Naja, dann haben die Verlage doch Recht, dass sie solche Themen wie z. B. Mittelalter lieber ausschlachten, oder? 8-)
> Wie ist das bei euch? Natürlich ist das Spiel selbst in der
> Regel wichtiger als diethematische Verpackung (bei abstrakten
> Spielen sowieso), aber: Habt ihr lieber eure Lieblingsthemen
> (Mitelalter, piraten, Cowboys + Indianer, wasauchimmer) oder
> seid ihr mehr für eine große Streuung der Spielethemen?
Ich persönlich liebe eine Themenvielfalt und bin ob Übersättigung sicher anfällig für schräge Themen. Ich begrüße jedes Exemplar dieser Gattung gerne mit Handschlag. Was allerdings nichts daran ändert, dass die meisten herausragenden Spiele m. E. sich in ein sehr biederes Gewand kleiden und viele thematisch schräge Spiele damit ihre Unzulänglichkeiten maximal innerhalb der Szene erfolgreich kaschieren.
Ciao,
Roman (was mich daran erinnert, dass ich mir eigentlich mal die "Reeperbahn" anschauen wollte - im spielerischen Sinne natürlich *hüstel*)