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Caylus - Das Tor

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Dieter Niehoff

Caylus - Das Tor

Beitragvon Dieter Niehoff » 15. April 2006, 09:02

Beriets etliche Male haben wir CAYLUS - auch in verschiedenen Besetzungen - gespielt. Aber auch gestern wurde (in einer Partie zu dritt) das Feld "Das Tor" nicht (genauer: einmal) benutzt.

Auch wenn es hier im Forum bereits diskutiert wurde:

Kann mir jemand erklären, wie bzw. ob man "Das Tor" wirklich zielgerichtet nutzen kann? Wenn ich an der Reihe bin: Warum soll ich eine der (vielen) "freien", mir zur Verfügung stehende Gebäude-Möglichkeiten NICHT nutzen und stattdessen eine meiner Figuren auf "Das Tor" stellen, obwohl völlig unklar ist, was ich damit später anfangen kann (und ob ich überhaupt etwas damit anfangen kann)?

Welche taktischen Möglichkeiten bietet "Das Tor"?

Null Ahnung
Dieter Niehoff

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Tobias / Glomeor

Re: Caylus - Das Tor

Beitragvon Tobias / Glomeor » 15. April 2006, 09:22

Hi Dieter,

die einzigen Situationen, in denen ich das Tor erlebt habe, waren zum Zweck des "Nicht-Passen-Wollens". In erster Linie Spieler, die ein starkes Interesse am genauen Standpunkt des Vogtes hatten und somit eine hintere Position auf der Brücke ergattern wollten.

Tobias (könnte schon wieder)

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Wolfgang

Re: Caylus - Das Tor

Beitragvon Wolfgang » 15. April 2006, 09:59

Hallo Dieter,

Grundregel für das Tor:
- je mehr Mitspieler, je weniger Tor;
- je weniger Mitspieler, je häufiger das Tor.

Da es für mich zu einem Spiel gehört, das Spiel mit seinen Möglichekeiten zu erforschen, möchte ich hier nicht posten, wie man das Tor sinnvoll nutzt. Wenn du, Dieter, Hinweise wünscht, schick mir eine Email

Wolfgang (ist vom 17. - 23. April in Oberhof *freu*)

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dIETER nIEHOFF

Re: Caylus - Das Tor

Beitragvon dIETER nIEHOFF » 15. April 2006, 10:56

Tobias / Glomeor schrieb:
> die einzigen Situationen, in denen ich das Tor erlebt habe,
> waren zum Zweck des "Nicht-Passen-Wollens". In erster Linie
> Spieler, die ein starkes Interesse am genauen Standpunkt des
> Vogtes hatten und somit eine hintere Position auf der Brücke
> ergattern wollten.
>

Kann ich nachvollziehen - obwohl das wohl kaum die Intention vom "Tor" ist. Denn Deiner Taktik nacht müsste es erst ganz zum Schluss - also mit dem letzten eigenen Arbeiter belegt werden - und scheinbar scheinen alle anderen interessanten Felder bereits belegt zu sein. Dann macht die eigentliche Intention des Tores also gar keinen Sinn mehr ....

Dieter

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yzemaze

Re: Caylus - Das Tor

Beitragvon yzemaze » 15. April 2006, 11:58

... da nicht jeder seine Strategien für sich behält und manche sie sogar mit anderen teilen, findet sich beim BGG (mindestens) ein lesenswerter thread dazu (http://www.boardgamegeek.com/thread/98864)
Sofern Englisch Probleme bereiten sollte, lässt sich auch hier im Forum mittels Suche sicherlich das ein oder andere zu Tage fördern :-)

Frohe Ostern :-)

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Hendrik

Re: Caylus - Das Tor

Beitragvon Hendrik » 15. April 2006, 12:02

Hallo Dieter,

Wie Du richtig andeutest, wurde das Thema hier im Forum schon mal besprochen.
Hauptsächlich dient das Tor der [i]"Verschleierung der eigenen Absichten"[/i].
Es gibt durchaus Situationen, wo wegen der Angst, dass Gebäude weit aussen aufgrund des Vogtes nicht aktiviert werden, eben unbesetzt bleiben. Durch das Tor (nicht gepasst zu haben) kann man evtl. den Vogt als letztes verschieben und doch noch von äusseren Gebäuden profitieren. Funktioniert am besten in Kombination mit dem Feld "Vogt verschieben" welches kurz nach dem Tor kommt.
Es gibt Situationen, da will man am Schloss bauen, will wegen der Gunst den ersten(!) Arbeiter ins Schloss setzen, legt aber dadurch auch gleich seine Strategie für diesen Zug offen. Andere Spieler können dadurch Dich gezielt hindern, gewisse noch benötigte Güterwürfel zu ergattern. Setzt Du anstatt direkt ins Schloss den Arbeiter auf das Tor, entgeht Dir möglicherweise die Gunst, aber die Mitspieler kriegen nicht mit, dass Du im Schloss bauen willst/musst. Der Umweg über das Tor ist in diesem Sinne als Versicherungsprämie zu verstehen ;)

Das Tor wird also für taktische Feinheiten genutzt, die nicht unbedingt notwendig sind für das Spiel, aber situativ je nach Strategie einen Vorteil verschaffen können, wenn Mitspieler im Unklaren gelassen werden.

Frohe Ostern
Hendrik

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Jan Mirko Lüder

Re: Caylus - Das Tor

Beitragvon Jan Mirko Lüder » 15. April 2006, 12:45

Hallo Dieter,

in meinen Augen ist das Tor äußerst nützlich. So wie auch das Wirtshaus erst ab der dritten Spielrunde wirklich "Ertrag" abwerfen kann, ist es allerdings nur gelegentlich tatsächlich zu gebrauchen. So dient es zum Einen der Verschleierung dringend erforderlicher Vorhaben, insbesondere bautechnischer Maßnahmen an der Burg (da diese nicht verhindert werden können). Desweiteren ist es ein probates Mittel zum Verzögern des Aussteigens und in der Kombination mit einem späten Ausstieg manchmal gleichbedeutend mit einer gelungenen Investition in eines der neuen, "südlichen" Gebäude. Der Voigt ist dein Freund! ;-)

Außerdem ist es doch schön, wenn man seine Arbeiter quasi kostenlos quer durch die Stadt treiben kann und so als allzeitbereiter Arbeitgeber demonstriert, dass sich Verschlafen nicht lohnt. "So, du Knecht, du gehst jetzt gefälligst zum fliegenden Händler!" - Interessant: Zusammen mit den Kumpels der Wirtshaus-Gewerkschaft wird dieser Effekt noch verstärkt ...welch rauhe Zeiten für brave Arbeiter!

Um das Tor einzusetzen pflege ich übrigens gelegentlich frühes Aussteigen, das meinen lieben Mitspielern so manche Aktion doch erheblich verteuert und kräftig in die ohnehin nicht zu prall gefüllten Taschen greift. So ein Pech aber auch! :))

Spielerische Grüße
Mirko

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Werner Bär
Kennerspieler
Beiträge: 450

Re: Caylus - Das Tor

Beitragvon Werner Bär » 15. April 2006, 14:01

Vorbemerkung: Das Tor ist bei kleiner Spielerzahl viel nützlicher als bei voller Besetzung. Während man zu zweit ab der Hälfte des Spiels noch viele Zugmöglichkeiten für den Arbeiter vom Tor hat, ist dies zu fünft die Ausnahme.

Eine wichtiger Einsatzpunkt ist - das Schloß. Aber nicht nur, um die Absichten zu verschleiern. Speziell zu zweit, wenn jeder viele Ressource hat, ist es besser, als letzter ins Schloss zu gehen. Entweder inverstiert der erste Spieler alle Rohstoffe - dann baut man selbst nur ein Haus, und hat viel für die nächsten Runden. Oder er spart, dann baut man genau Ein Haus mehr als er.

Werner.

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Heinrich Tegethoff

Re: Caylus - Das Tor

Beitragvon Heinrich Tegethoff » 15. April 2006, 20:30

Hallo Dieter,

im 3-Personenspiel nützten wir das Tor nur gelegentlich, bei 4 oder 5 fast
nie.
Aber zu zweit wurde das Tor eher jede zweite Runde genutzt als jede dritte.

Der wesentliche Grund ist hier wohl der Arbeitskräftemangel - und die
Verschleierungstaktik sowie die Macht der "Vogt-setzen/Tor"-Kombination.
Zu zweit kann der Gegenspieler dann kaum über den Seneschal hinaus,
während man bei klarer Situation bei der Torabrechnung (Geldmenge des
Gegners beachten) sehr genau sieht, bis wohin man erfolgreich noch einen
Arbeiter am Ende der Straße einsetzen kann - der Nicht-Tor-Spieler kann
das nicht, außer der andere ist ohnehin schon ausgestiegen.

Servus,
Heinz


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