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Figuren bemalt oder nicht

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Robert Vötter

Figuren bemalt oder nicht

Beitragvon Robert Vötter » 19. April 2006, 12:34

Zurzeit kommen wieder Fragen,ob die Dungeon Twister Figuren bemalt sind oder nicht.
Viele sind froh,das sie unbemalt sind und bei viele finden wieder,das sie bemalt gehören.

Ankedote:
Ich selbst war früher auch mehr der Typ,der die bemalten Figuren haben wollte.
Ich bestellte mir vor einiger Zeit das Spiel "Schatten über Camelot" und mich störte,das die Figuren unbemalt sind. Ich suchte dann im Internet Möglichkeiten,wie ich sie am besten bemalen könnte. Durch die Wahrhammer Seite bekam ich dann viele Tipps und ich versuchte mich dann beim bemalen (Wobei mir natürlich meine ganze Familie half).
Die Schwerter waren sehr blutig übrigens ^^

Später gab es dann die bemalten Figuren,die ich bestellte. Tja,irgenwie waren die Figuren zwar super bemalt,aber sie hatten nicht den Reiz von den selbstbemalten.
Wir selbst spielen übrigens immer noch mit unseren selbst bemalten. Die bemalten Figuren sind die Bösewichter,die gegen Camelot kommen ^^(Schwarzer Ritter)

Ich selbst freue mich jetzt schon auf das bemalen von den Dungeon Twister Figuren und würde eine bemalte Editon nicht mehr kaufen ( Auch wenn die besser ausschaut).

Natürlich ist das ganze Zeitaufwendiger,aber die Selbstgestaltung macht sehr viel Spaß.
Probiert es einfach einmal bei ein paar Figuren aus und ihr werdet merken,das es nicht so schwer ist (Das sagt euch einer,der eigenlich"2 linke Hände" hat)

Das ganze soll nur einmal zur Aufmunterung sein ;)
Übrigens finde ich,das ich Spiele,bei denen ich ein bischen gebastelt habe, öfter spiele,als andere.

Gruß
Robert

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Mike

Re: Figuren bemalt oder nicht

Beitragvon Mike » 19. April 2006, 14:09

Hallo Robert,

bei Brettspielen verzichte ich generell auf das Bemalen von Figuren. Das
hat mehrere Gründe. Zum einen käme ich aus dem Bemalen nicht heraus
(z.B. Spiele wie Doom, Conquest of the Empire, Der Ringkrieg, Age of Mythology etc)
zum anderen passt es m.E. nicht zum Charakter von Brettspielen.

Ich schreibe dies deshalb, weil ich eine mehr als 10-jährige Liason mit dem Bemalen von Warhammer Fantasy, Warhammer 40k und Confrontation hinter mir habe. Wieviele hunderte von Figuren ich da angemalt habe mag ich gar nicht zählen. Anders als bei einem tabletop wie WHFB oder WH40k, in dem 3d Terrain eine nicht unerhebliche Rolle spielt und in das die Figuren regelrecht 'eingebettet' sind, wirken die Plastikfiguren auf einem Brettspiel halt 'aufgesetzt'. Nicht dass bemalte Figuren schlecht aussehen (siehe z.B. die Figuren zu Ringkrieg auf den Bildern bei BGG), es fehlt halt die passende Umgebung - da kann der Spielplan noch so chön sein. Zudem wurde bei einigen Spielen zu weiches Plastik verwendet (Memoir44), welches selbst nach Grundierung die Farbe wieder abplatzen lässt.

Deshalb spiele ich Dungeon Twister immer noch mit den Pappkameraden und bei Schatten über Camelot würde ich auch mit Holzpöppel spielen, ohne dass der Spielspass verloren geht.

Gruß
Mike

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Bernd

Re: Figuren bemalt oder nicht

Beitragvon Bernd » 19. April 2006, 15:27

Hallo Robert,

danke für die Anregung.
Ich bin, was das bemalen von Figuren betrifft, gänzlich ungeeignet (keine ruhige Hand). Natürlich ist auch die notwendige Zeit ein Problem ... ich freue mich ja schon Zeit für ein Spiel zu haben.

Aber ich gebe dir vollkommen recht, was die Häufigkeit von selbstgestalteten Spielen betrifft. Man spielt viel lieber, wenn man etwas selbst gemacht hat.
Ich habe mir als Kind einmal das Murmelmikado nachgebastelt - es war eines der meistgespielten Spiele meiner Kindheit (bis es irgendwann auseinandergefallen ist).

Anders als Mike bin ich der Meinung das bemalte Figuren sehr gut zu Brettspielen passen. Sie sind nicht notwendig, steigern aber die Optik und das positive Spielgefühl. Ich finde es immer toll, wenn ich mit modelierten Männchen ins Spielgeschehen eintaucht. Ein "Samurai" (oder Shogun?) von MB wäre nur halb so spaßig wenn anstelle der 300 Figuren nur 50 rote, grüne, gelbe und blaue Holzklötze im Spiel wären.

Gruß

Bernd

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Attila
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Beiträge: 4715

Re: Figuren bemalt oder nicht

Beitragvon Attila » 19. April 2006, 18:17

Hiho,

Also bemalte Figuren würde ich mir extra auch nicht kaufen. Zum einen finde ich meine Figuren gar nicht schlechter von der Bemalung als die gekauften (habe nur den Vergleich bei Schatten ü. Camelot) und zum anderen ist es ja eher das bemalen was spass macht - weniger das Spielen mit den bemalten Figuren.

Dungeontwister ist dazu auch imo kein Spiel wo ich die Figuren bemalen würde - das ganze ist (für mich) ein abstraktes Spiel mit einem aufgesetzten Thema. Das Spiel ist gut, okay - aber das Thema gibt für mich nicht so viel her als das ich die Figuren bemalen müsste - ich finde die Pappcounter sogar besser!

Das ist für mich in etwa so wie mit einem selbstgeschnitzen Schachfigurensatz spielen - das sieht toll aus, aber *Spielen* kann zumindest ich damit nicht. Das müssen vernünftige Spielfiguren sein (grösse, gewicht, aussehen) - so ein einfacher "billiger" standard Plastiksatz (vom DSB zugelassen) was anderes ist mir echt ein graus. In etwa diese Richtung würde ich DUngeon Twister auch einordnen - mir würde es als rein abstraktes Spiel sogar besser gefallen.

Atti

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Robert Vötter

Schatten über Camelot

Beitragvon Robert Vötter » 20. April 2006, 05:50

Ich finde das interessant und habe das gestern einmal getestet.
Statt den Rittern + Pikten habe ich verschiedenfarbige Holzklötze genommen um zu testen,wieviel Spaß das Spiel wirklich macht.

Testpersonen:
Meine beiden Töchter,meine Frau und ich.

Es wurde mit Verräter mit Spezialregel gespielt.

Normalerweise läuft ein Spiel meistens so ab:
Figur wird genommen,die bewegt sich Schritt für Schritt auf die Quest zu und fällt dann vor Erschöpfung um

Diesmal war es: Roter Klotz wurde zum Gral gestellt (Fertig)

Im großen und ganzen war es nur noch ein Kartensammel und ablegespiel,welches keine Atmosphäre vermittelt hat.
Ich glaube,das selbst unbemalte Figuren mehr Spaß vermittelt hätten

Gruß
robert

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Tom

Re: Figuren bemalt oder nicht

Beitragvon Tom » 20. April 2006, 07:45

Ich zähle auch nicht zur Kategorie der "Bemal-Freunde". Nachdem ich den Ringkrieg jedoch zweimal gespielt habe, hatte ich die faxen Dicke. Die Figuren sind sowas von Schlecht auseinander zu halten, das ein Bemalen schon fast Zwang ist.

Also habe ich die Sockel der einzelnen Rassen unterschiedlich angemalt. Alleine diese Aktion hat bei den vielen (ich glaub über 200?) Figuren schon eine Ewigkeit gedauert (also bestimmt ne Woche jeden Tag so 1 bis 2 Std.). Ich würde mir immer eine bemalte Version kaufen wenn dies finanziell im Rahmen bleibt.

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Mike

Re: Schatten über Camelot

Beitragvon Mike » 20. April 2006, 07:56

Hallo Robert,

jetzt kann man ja unterschiedlicher Meinung sein, was das Spiel SüC wirklich ausmacht. Ich gebe Dir uneingeschränkt recht, dass mit den Plastikfiguren die Atmosphäre besser rüber kommt als mit 'Siedler-von-Catan-Holzwürfel'. Allerdings kann man bei Holzpöppeln auch eine gewisse Stilisierung erreichen - siehe von Noris Spiele 'Die Drei Magier'. Das sind halt andere 'Holzpöppel' als die gewöhnlich benutzten 'Carcassonne-Männchen' etc. Allerdings ändert die Plastikfigur absolut nichts am Spielprinzip...es ist ein Kartensammel- und ablegespiel und der Plastikritter dient lediglich zur Standortbestimmung. Zudem haben wir die Erfahrung gemacht, dass SüC ein 'schnelles' Spiel ist, d.h. jeder Spieler möchte gerne so schnell wie möglich seinen nächsten Spielzug machen... die Karten werden recht zügig gespielt. Wie bei anderen Spielen (z.B. Lost Cities) tritt dann die 'Aufmachung' in den Hintergrund. Anders ist das bei tabletop, wo das WYSIWYG festlegt, wie welche Figur bewaffnet ist etc. bzw. Blickrichtung und Kampfbereich festlegen.

Ich werde das auch mal ausprobieren, SüC mit Holzpöppeln zu spielen. Mal sehen ob ich dann meine Meinung revidieren muss. Vorausgesetzt meine Mitspieler machen überhaupt bei Holzpöppeln mit! :)

Gruß
Mike

P.S.: Mir ist optisch gesehen auch ein Sid Meiers Civilization-The Boardgame lieber als ein (original) Civilization. Leider ist das beim Spielen grad anders herum.

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Hendrik

Re: Figuren bemalt oder nicht

Beitragvon Hendrik » 20. April 2006, 11:17

Es ist sicher ein Kostenfaktor ob man Figuren bemalt ab Verlag kriegt oder diese selber bemalen soll.
Während ich Brett- und Kartenspiele als mein Hobby betrachte und dafür gerne viel Zeit verwende, trifft dies nicht auf das Bemalen von Figuren zu.
Warum immer wieder die Verlage diese beiden [u]grundverschiedenen[/u] Hobbies in einen Topf werfen, mutet etwas komisch an.

meint ganz subjektiv und persönlich Hendrik

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Robert Vötter

Re: Schatten über Camelot schnell ?

Beitragvon Robert Vötter » 20. April 2006, 12:18

Hallo Mike,

also bei uns dauert ein Zug schon viel länger. Besonders meine Kinder entwickeln eine recht gute Fantasie dabei.

Aber das wird schon bei vielen wieder anders sein. Es wird sicher auch viele geben,die noch viel mehr rollenspiel in die Figuren geben.

Zu Lost Cities:
Mir persönlich gefallen eigentlich die Karten recht gut und es wird sicher dadurch lieber gespielt,als wenn es nur reine Zahlenkarten wären.

Hier wird es aber sicher auch wieder andere Meinungen geben.

Gruß
Robert


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