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Spiele-AG

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Sven

Spiele-AG

Beitragvon Sven » 3. August 2006, 18:19

Kann mir Jemand Tipps geben für eine Spiele-AG?? Themen, Spielauswahl, pädagogische Elemente... Dank vorab!

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Patrick

Re: Spiele-AG

Beitragvon Patrick » 3. August 2006, 18:48

Hallo,

- Stichwort Sozialkompetenz
- Kreation eigenen Spiels als Ziel
- Testen verschiedener Spielearten (Party, Kommunikation, Strategie)
- Geschichte des Spiels (z.B. römische Spiele usw.,zu besichtigen in Museen)
- Schreiben von Spielbeschreibungen, Anleitungen, Rezensionen
- Organisation Spieleflohmarkt
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Ich hoffe übrigens,selbst eine solche AG anbieten zu können,nachdem das letztes Jahr mangels Interesse scheiterte.

Grüße,
Patrick

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Alois Moos

Re: Spiele-AG

Beitragvon Alois Moos » 4. August 2006, 07:24

Hallo Sven,
deine Fragestellung ist mE sehr weitgehend. Je nach "Ort" der AG (KiTa? Schule/Ganztagsschule? bis hin zu Seniorenheim?) gibt es Spiele-AGs. Meine Tipps würden sehr unterschiedlich ausfallen - vielleicht ein gemeinsamer Nenner: Die Teilnehmer sollen die Spiele, die sie haben/gerne spielen mitbringen und selbst
vorstellen. Nach meiner Erfahrung springt der Funke dann schneller über und die AG wird zu einer richtigen AG; andernfalls bleibt die Gefahr, dass sie sich zu einer Ich-AG entwickelt, sprich: verkümmert.
Erst mal: Viel Erfolg und bei Gelegenheit mehr
AMO

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Patrick

Re: Spiele-AG

Beitragvon Patrick » 4. August 2006, 09:01

Hallo,

die Idee,dass die Spieler ihre Spieler selbst mitbringen,ist gerade bei Schülern wichtig,die oft die nötige Sorgfalt mit dem Material vermissen lassen. Das kann kostspielig werden und vor allem Schmerz bereiten. Außerdem sollte man sich von leichteren Kennenlern-/Kommunikationsspielen (Anfang AG) über leichtere Kost hin zu Strategiespielen steigern,um niemanden zu Beginn zu überfordern.
Da würde es sich evtl. empfehlen,zuvor wie im Stoffverteilungsplan die vorgesehenen Spiele etwas zu gliedern.

Grüße,
Patrick

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VolkiDU

Re: Spiele-AG

Beitragvon VolkiDU » 4. August 2006, 20:34

Sven schrieb:
> Kann mir Jemand Tipps geben für eine Spiele-AG?? Themen,
> Spielauswahl, pädagogische Elemente... Dank vorab!

Hallo Sven,

wirklich ein interessantes Vorhaben, aber wie schon Alois geschrieben hat, ist die Frage zu unkonkret. Besser wäre Dir geholfen, wenn wir mehr wüssten, wie z.B.:

Wir brauchen genauere Vorgaben, angefangen von dem Alter der Teilnehmer. Wie groß ist die Gruppe? Ist das eine Schul-AG oder ist das eine Kirchengemeinde-AG......, wie oft würde die AG stattfinden? Worin ist das eigentliche Ziel der Spiele-AG?

usw.usw.

Desweiteren: Kennst Du schon die Spiel-Vorkenntnisse bzw. Spiel-Interessen der Teilnehmer/innen?

Damit wäre uns schon sehr geholfen.

Spielegrüße
Volker

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Sven

Re: Spiele-AG

Beitragvon Sven » 5. August 2006, 09:52

Schönen Dank für die ersten Meldungen. Es wird sich um eine AG im Gymnasium handeln. 1x wöchentlich 2 Schulstunden. Zielgruppe entweder 10-14 oder 15-18 Jahren. Wollte nicht nur einfach Spielen, sondern durchaus pädagogische Elemente einbauen: Spiel erfinden?, Regeln schreiben, Spielnachmittag organisieren, Spielstrategien...

Gruß

Sven

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Patrick

Re: Spiele-AG

Beitragvon Patrick » 5. August 2006, 10:17

Hallo,

wenn sich das dieses Jahr organisieren läßt,werde ich so etwas an meiner Realschule auch machen. Ich hoffe aber,dass Du den Mut nicht verlierst,wenn sich nur wenige melden. PC-Spiele sind nunmal für viele Kids reizvoller,weil sie jahrelang mit recht mieser Spielekost enttäuscht wurden (Menschärgeredichnicht,Monopoly,...) und daher gar keinen Zugang zu den besseren Spielen haben. Wer spielt,wird außerdem oft als kindisch und damit überhaupt nicht cool gesehen. Du wirst evtl. Kommentare ernten wie: "Pokern wir wenigstens um Geld?"

Als weitere Ideen kamen mir noch:
-Spiele mit geschichtlichem Hintergrund spielen und zuvor kurz historischen Hintergrund in Impulsreferat vorstellen lassen
- Wahrscheinlichkeiten berechnen (z.B. bei Bluff)
- Kriterien für Spielekategorien und -bewertungen finden

Mit meinen anderen Vorschlägen scheinst Du ja einverstanden zu sein. Ganz wichtig wird sein,das Spiel als soziales Ereignis zu zelebrieren,denn gerade darin zeigt sich der Geist des Spiels. Die Schüler lernen Gewinnen und Verlieren kennen, können Konflikte spielerisch lösen und aushalten und entwickeln Sorgfalt. Ich wünsch Dir viel Erfolg und auch Glück,denn Du wirst es brauchen. ;-)

Grüße,
Patrick

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Anne

Re: Spiele-AG

Beitragvon Anne » 5. August 2006, 22:27

Och mönsch!
ich sehe ja ein, dass sich Lehrer Gedanken über ihre Arbeit machen. Aber ich wage mal zu behaupten, dass eine reine Spass AG viel mehr Interessenten findet und (langfristig) auch den Schülern mehr bringt. Wenn ich als Schüler gerochen habe, dass ein "pädagogischer Zweck" im Spiel war, habe ich mich schnellstmöglich verflüchtigt.

Wie wäre es, wenn Du einfach Deine Freude am Spielen mit den Jungs/Mädchen teilst? Dazu gehört auch, die auf Spiele einzulassen, die bei den Kids angesagt sind. Mein Sohn spielt z.B. gerne Yugioh-Duelle gegen mich.
Ich habe inzwischen ein eigenes Deck und gewinne damit sogar schon...
"Wenn wir Spiele verpädagogisieren, versauen wir möglicherweise einer ganzen Generation den Spass am Spielen" Die Aussage habe ich so ähnlich gelesen.

Lehrerin (zu Besuch bei uns, schaut auf das Spieleregal): "Das ist ja toll, wie Sie Ihre Kinder fördern!"
Anne: "Bis jetzt war ich immer der Ansicht, dass wir miteinander SPIELEN."
Sie hat es nicht verstanden, glaube ich.

Nachdenkliche Grüße
Anne

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Sven

Re: Spiele-AG

Beitragvon Sven » 6. August 2006, 11:27

Hi Anne,

Lieben Dank für den netten Beitrag. Natürlich will ich Freud eam Spielen vermitteln. Das mache ich ja auch schon seit Jahren und opfere dabei durchaus auch Zeit. Gleichwohl wäre es mit hier zu einfach, nur zu spielen. Ich sehe für Schüler durchaus auch Anreize, sich mit dem Drumherum zu beschäftigen. Mal sehen, welche Gruppe zusammenkommt und in welche Richtung die tendieren. Yugio, bzw. MAGIC will ich lieber nicht anfangen, sonst kaufne die Kids jede Menge Tütchen (so wie ich...) und ich binn dann Schuld, wenn die kein Geld mehr haben!

Gruß

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Patrick

Re: Spiele-AG

Beitragvon Patrick » 6. August 2006, 21:40

Hallo,

es ist alles eine Frage der richtigen Mischung. Natürlich sollte der Spaß am Spiel im Vordergrund stehen. Gleichwohl sollte damit in der Schule auch ein Bildungszweck verbunden sein. Der kann allerdings schon in den genannten Sozialkompetenzen liegen,die die Schüler spielerisch gleichsam unbewußt erwerben. Diesen Sinn des Spiels sollte man jedoch auch bewußtmachen. Anreicherungen,wie ich sie genannt habe,sind ja nicht alle vorzunehmen,sondern man kann den Schülern ja auch viel Wahl lassen und die Gefahr der Verpädagogisierung ausschließen. Mir ging es nur darum,rein theoretisch Möglichkeiten aufzuzeigen,von denen Sven evtl. profitieren kann.

Gruß,
Patrick

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VolkiDU

Re: Spiele-AG

Beitragvon VolkiDU » 7. August 2006, 02:37

Sven schrieb:
> Natürlich will ich Freud
> eam Spielen vermitteln. Das mache ich ja auch schon seit
> Jahren und opfere dabei durchaus auch Zeit. Gleichwohl wäre
> es mit hier zu einfach, nur zu spielen.

"...opfere dabei durchaus auch Zeit..." - Beim Spielen? :-? :-/


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