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1856 oder 1870

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Mike

1856 oder 1870

Beitragvon Mike » 16. November 2006, 08:08

Hallo
Nach dem letzten 18xx-Beitrag habe ich mich mal umgeschaut, was es denn alles auf dem Markt noch gibt und bin da auf die gut bewerteten 1856 und 1870 gestoßen. Frage: Wie unterscheiden sich die beiden Spiele (außer Plan und Gesellschaften). Vielleicht auch hinsichtlich Spieldauer, Komplexität, Sonderregeln, Anfängertauglichkeit? Danke,
Mike

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18xx

Re: 1856 oder 1870

Beitragvon 18xx » 16. November 2006, 09:46

Beide sind von der Spieldauer als 'eher lang' einzuschätzen; wenn alle das Spiel kennen, 5 Stunden aufwärts.

1870 hat weniger Sonderregeln als 1856, verläuft aber dafür auch 'ruhiger'. 1856 hat durch die 'Loans' und den Zusammenschluss überschuldeter Gesellschaften in die Kanadische Staatsbahn ein recht komplexes Timingelement (besonders für Anfänger).

Empfehlen kann ich beide (wobei ich als stolzer Besitzer von 50+ 18xx-Spielen sicher kein Maßstab bin). Müsste ich entscheiden, würde ich 1856 wählen.

Grüße,
18xx (Bleibt auf Grund mancher seltsamen Beiträge in diesem Forum absolut anonym)

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Gerald Rüscher

Auf jeden Fall 1856

Beitragvon Gerald Rüscher » 16. November 2006, 10:29

Gut sind beide. Für meinen Geschmack ist 1870 aber viel zu zahm.

Ein Reiz bei den 18xx Spielen ist ja unter anderem die Balance zwischen Geldreserven und Aktienkurs einer AG zu finden. Schütte ich meinen Profit aus, so steigt der Aktienkurs aber die AG behält kein Geld. Behalte ich das Geld, so hat meine AG mehr Kohle aber der Aktienkurs sinkt. In 1870 gibt es einen Mechanismus „halb ausschütten“ der die Hälfte des Profits in die Kasse der AG spült und dabei den Aktienkurs hält. Das macht m.E. das Führen einer AG zu einfach und entfernt einen wichtigen Spielreiz.

In 1856 ist es genau umgekehrt: Die AGs sind allesamt chronisch unterfinanziert und müssen sich durch Kredite mühsam über Wasser halten. Dies kann man als Direktor geschickt nutzen indem man AGs gezielt in die Insolvenz treibt und die Verluste dem Staat aufdrückt. Das ist etwas anstrengender macht aber deutlich mehr Spaß.

Von daher mein Fazit: In 1856 geht es deutlich mehr rund und darum is es für mich das klar bessere 18xx. Überhaupt haltte ich 1856 für das beste 18xx von allen weil es die perfekte Balance findet zwischen dem reinen Grundmechanismus und einigen, aber nicht zu vielen Gimmicks. Puristen spielen 1830 - das reine, unverfälschte Grundspiel. Leute die viele Extras wollen spielen 1841 mit Fusionen, Splits, Tochtergesellschaften uvm. 1856 ist für mich der ideale Mittelweg

Gruß & nice dice,
Jerry

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Droegi
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Beiträge: 515

Re: 1856 oder 1870

Beitragvon Droegi » 16. November 2006, 10:54

Na, da darf ich einfach mal wiedersprechen. Die Geschichte mit der Bonusstrecke ist so verrückt, daß 1870 ein total unwegsames Spiel ist. Außerdem hat es einen total langweiligen Spielplan.

Also ich habe 1870 seit vielen Jahren nicht mehr gespielt. Es ist mir einfach zu zäh und zuwider.

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Frank

Re: Auf jeden Fall 1856

Beitragvon Frank » 16. November 2006, 11:05

Hi
Kann einer von den Profis auch schon was über 1861 (Rußland) sagen?
Frank

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helminator

Re: Auf jeden Fall 1856

Beitragvon helminator » 16. November 2006, 13:22



> Puristen spielen 1830 - das reine, unverfälschte Grundspiel. ....naja 1830 ist spitze, aber das unverfälschte Grundspiel ist doch noch immer 1829 :-)

1856 würde ich auch in jedem Fall 1870 vorziehen - das subjektive Spielgefühl ist für mich besser, mir gefallen halt Kredite und ein Merger in eine Staatsbahn sehr gut...obwohl 1870 auch seinen Reiz hat

ciao

Helminator

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Droegi
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Beiträge: 515

1861

Beitragvon Droegi » 16. November 2006, 14:11

1861 ist ein ganz anderes Spiel. Es ist regeltechnisch eine Mischung aus 1837(viele kleine Vorbahnen) und 1841(Fusionen). Vom Spielgefühl ist es aber eine Zusammensetzung von 1835(Vorpreußen aussaugen) und 1856(Gesellschaften vor der Staatsbahn retten).

Ich habe es erst einmal gespielt, fand es aber sehr nett. Mal schauen, wie es sich in der Szene etablieren kann.

Schöne Grüße
Droegi


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