Hallo allerseits,
in diversen Rezensionen (H@ll9000, Fairplay) wurde ja der Standpunkt vertreten, dass die Karawane von untergeordneter Bedeutung sei, bzw. der Aufseher selten zum Einsatz kommen würde. In unseren Spielerunden ist jedoch gerade die konsequente Nutzung der Karawane eine Voraussetzung zum Spielsieg. Nur in den ersten Partien konnte man ohne Beteiligung an der Karawane gewinnen. Da Yspahan jetzt auch als PC Spiel erhältlich ist (Tausenddank an Günther Rosenbaum…) habe ich sofort ausprobiert, ob zumindest dessen KI gegen der Karawanennutzung etwas entgegenzusetzen weiß. Das Ergebnis ist deutlich: Ich gewann jedes Mal, gegen jede beliebige Strategie.
Wie lautet die siegbringende Strategie? Ganz einfach:
- Die gelben Würfel werden höchstens zu Spielende (3. Woche) benutzt.
- Nehme in der ersten Woche immer Karten, außer man bekommt mind. 3 Geld oder Kamele (Meiner Erfahrung nach ist jede Karte ist etwa 3 Kamele / Geld wert).
-Das erste Gebäude sollte die Karawanserei seien, außer man hat schon zwei Kamele unmittelbar bevor man Startspieler ist, dann kann man auch mit der Weide beginnen und direkt danach die Karawanserei bauen.
- Nach der Karawanserei kann man beginnen im Basar Geschäfte zu errichten. Wichtig sind erstmal nur die drei Häuser an der Kreuzung aber man kann zur Not auch andere nehmen.
- Nun bewegt man den Aufseher, nimmt weitere Kamele und eventuell (selten) noch etwas Geld und wandelt Kamele (oder auch Basarsteine) in Karawanensteine. Wenn die Mitspieler die Karawane ignorieren macht dies den meisten Spaß. Die durch die Karawane erhaltenen Karten verwendet man um weitere Gebäude (das Badehaus sollte als nächstes kommen, dann Lastenaufzug und Markt, die Reihenfolge hängt aber vom jeweiligen Spie ab) oder Basare zu errichten oder um die Karawane weiter zu füllen. Meist wird gegen Ende der zweiten Woche die Karawane schon voll und abgeräumt, wenn nicht schafft man mit etwas Glück zweimal die Karawane mit gefüllter dritter Reihe zu werten.
- In der dritten Woche sollte hingegen der Schwerpunkt auf dem Basar liegen, dabei kann man seine übrigen Karten in Extrawürfel umsetzen. Trotzdem schadet es nicht noch ein paar Kamele in die Karawane zu setzen.
- Zu Spielende hat man meistens 5 oder 6 Gebäude gebaut und kann vielleicht noch eine Siegpunktkarte einsetzen. Das ist aber optional und man sollte keine Münzen oder Kamele dafür zurückhalten.
Auf diese Weise erreicht man in Vierpersonenpartien ziemlich sicher 95-125 Punkte.
Der Glücksanteil dieser Strategie ist meines Erachtens ziemlich klein, da man immer den Aufseher oder eine Karte ziehen kann und durch das Badehaus der Aufseher auch ziemlich flexibel wird. Netterweise kann man dabei die Mitspieler quasi nebenbei noch etwas ärgern, indem man die ihnen wichtigen Würfel wegnimmt. Auch wenn man als Startspieler nicht viele Kamele würfelt funktioniert die Strategie, da man insbesondere in der dritten Woche noch sehr flexibel punkten kann.
Habe ich irgendetwas übersehen oder kann man per Basarstrategie noch mehr Punkte machen?
Man kann natürlich auch durch konsequentes Häuser- & Basarbauen gewinnen, besonders am PC. Es ist aber auch möglich damit zu verlieren und der Abstand zu den Gegnern ist deutlich geringer, da im Basar nur 65-90 Punkte machbar sind. Zudem hängt man wieder deutlich am Glückstropf.
Viele Grüße,
p.