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Ubongo Extrem: Unterschied zum Original-Ubongo?

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meier1
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Ubongo Extrem: Unterschied zum Original-Ubongo?

Beitragvon meier1 » 22. August 2007, 20:03

Hallo,

kann vielleicht schon jemand erste Eindrücke von diesen Spielen vermitteln.
Was ist bei 'Ubongo Extrem' neu, gegenüber dem normalen Ubongo?

Hans

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KMW

Re: Ubongo Extrem & Goldener Kompass

Beitragvon KMW » 23. August 2007, 08:18

Guckst Du hier:
www.spielbox.de/php/aktuellspi.php4
KMW

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Smuker

Re: Ubongo Extrem & Goldener Kompass

Beitragvon Smuker » 23. August 2007, 10:09

Aus Spiele-Offensive Beschreibung:
Wie bei "Ubongo" spielen alle Spieler gleichzeitig und belegen ihre Felder mit den vorgegebenen Teilen. Dies ist mit den verflixt geformten Sechseck-Teilen gar nicht so einfach, aber so faszinierend, dass man gar nicht mehr aufhören will, wenn man einmal angefangen hat.
Dieser knifflige Legespaß ist ein wunderbares Spiel, das der ganzen Familie gefällt und sicherlich häufig auf den Spieltisch kommt.

Für 2 bis 4 Spieler im Alter von 8 bis 100 Jahren.
Autor(en): Grzegorz Rejchtman
(Klicken, um alle Spiele dieses Autors anzuzeigen.)

nur 26,79 EUR

Also wohl auch wieder selbe Spielerzahl, selbes System aber Sechseck Teile.

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Andreas Keirat

Der Goldene Kompass: Spieleindruck

Beitragvon Andreas Keirat » 23. August 2007, 12:22

meier1 schrieb:
>
> Hallo,
>
> kann vielleicht schon jemand erste Eindrücke von diesen
> Spielen vermitteln.
> Was ist bei 'Ubongo Extrem' neu, gegenüber dem normalen Ubongo?
>
> Hans

Moin!

Der Eindruck entspricht einer Partie von gestern abend in Minimalbesetzung zu zweit.

1. Grafik

Der Spielplan ist wunderschön, die Karten sind ebenfalls klasse. Wirklich exzellente Arbeit. Leider paßt die Schachtelgrafik vom Stil her nicht ansatzweise dazu, aber da sie scheinbar dem Buch entspricht, geht das von meinem Standpunkt aus noch. Den Bekanntheitsgrad muß man nutzen (obwohl ich es besser gefunden hätte, wenn der Spielplangrafiker Michael Menzel das Motiv in seinem Stil neu gestaltet hätte, ohne das Motiv an sich zu verändern)

2. Spielregel

Vier Seiten Spielregel im üblichen Großformat. Wobei die erste Seite nur eine thematische Übersicht und eine Materialauflistung beinhaltet.
Ich fand die Regel beim Durchlesen gelungen und es kamen keine Fragen auf, die nicht durch die Regel beantwortet wurden. Da hat die Redaktion gute Arbeit geleistet.

3. Material

Die Karten sind gut unterscheidbar, jedenfalls für meinen Mitspieler, der eine Farbschwäche grün/rot und manchmal auch ein wenig blau/gelb hat. Die Kartenqualität ist sehr gut. Gleiches gilt für die dicken Pappchips, die Kompass-Tafeln und die Pöppel. Wenn man hier etwas bemängeln kann, dann allenfalls eine Kurzübersicht, auf der die Grafiken und Auswirkungen von den sogenannten PAN-Karten erklärt werden. Da gibt es zwar Piktogramme auf den Karten, aber in den ersten Partien verwechselt man die durchaus.

4. Das Spielgefühl

Im Wesentlichen handelt es sich um ein Wettrennen, bei dem der erste Spieler am Ziel gewinnt, sofern er besondere Bedingungen erfüllt (die Werte aller vier Eigenschaften müssen 3 haben und man muß einige Aufgaben vorher erfüllen).
Im Spiel zu zweit gibt es natürlich nur einen Gegenspieler, der einen behindern könnte.
Am Anfang des Spiels muß man sehen, daß man möglichst langsam voran schreitet und viele Felder mit seiner Figur erreicht, um dort die entsprechenden Eigenschaftswerte hoch zu bringen. Da besetzte Felder übersprungen werden, wirds mit vier Spielern also etwas voller auf dem Weg. Bummeln ist dann wahrscheinlich nicht ganz so einfach.
Jeder besitzt zu Beginn eine Auftragskarte, auf der drei Eigenschaftswerte stehen, die einen bestimmten Wert haben. Hat man diese angesammelt, kann man die Karte zeigen, muß einige dieser Werte etwas reduzieren und kann sich einen neuen schwierigeren Auftrag nehmen. Bei unserem Spiel zu zweit gibt es vier Aufträge zu meistern, ansonsten reichen drei als Siegbedingung aus.
Nach dem ersten Drittel des Spiels wird es erst wirklich interessant, denn nun ändert sich das Bewegungs-Schema der Figuren ein wenig.
Es gibt vier Farben von Bewegungskarten, für jede Spielfigur eine. In jeder Runde gibt es einige dieser Karten, abhängig von der eigenen Position beim Wettrennen und man kann sich aussuchen, welche Farben man haben möchte. Die haben immer Zahlenwerte von 1-3. Anfangs ist die Farbe, die man sich nimmt, egal... Aber wenn ein bestimmter Ort passiert wurde, darf man nur noch bestimmte Farbkarten spielen. Als Führender nur noch Karten in der eigenen Farbe, alle dahinterliegenden Figuren können nur Karten in einer Farbe spielen, die einer Figur entspricht, die vor (!) der eigenen liegt. Das ist durchaus witzig, weil man eben nicht immer mehr alle Handkarten ausspielen kann und es außerdem noch ein Limit an Handkarten gibt. Dieses System funktionierte auch zu zweit, wird aber wesentlich trickreicher bei mehr Spielern.
Im letzten Viertel des Rennens geht es ins Eis. Hier sind weniger Eigenschaftsfelder, die man für die Erfüllung der Aufträge benötigt. Dafür gibt es Eisfelder, die ein Fortkommen erschweren. Man muß seine Bewegung immer auf einem Eisfeld beenden. Wenn also zwei Eisfelder direkt vor einer Figur liegen, kommt man mit einer ausgespielten 3 nur bis zum ersten Eisfeld. Mit der nächsten ausgespielten Karte nur ein weiteres Feld voran usw... Die Spieler werden auf diese Weise wohl etwas zusammengeschoben (was gut ist, denn besetzte Eisfelder zählen auch nicht bei der Bewegung!).

Sogenannte Pan-Karten können unter bestimmten Bedingungen genommen werden. Diese Ereigniskarten bieten einen einmaligen Vorteil, wenn sie gespielt sind und kommen danach auf den Ablagestapel. Leider zählen diese Karten auch zum Handlimit, können also meist nicht ohne Folgen permanent bis zum Schluß gesammelt werden.
Die zweite Sonderkarten-Art sind Charaktere. Diese bekommt man automatisch nach dem Erfüllen eines Auftrags. Es gibt sechs Personen, jede zweimal. Wer zuerst einen Auftrag erfüllt, kann sich natürlich den besten Charakter aussuchen.
In unserem Spiel zu zweit war hier weniger Hektik angesagt, weil eben jeder Charakter zweimal da war.

Fazit: Mir hat das Spiel auch zu zweit schon gefallen. Es ist in meinen Augen das bislang beste Spiel von Inka und Markus Brand (ich konnte mich nicht mit Summertime anfreunden). Besonders der Bewegungsmechanismus gefällt mir in Verbindung mit dem Handkartenlimit. Außerdem erscheint es mir eine Herausforderung, den richtigen Weg zwischen Geschwindigkeit (erster bei Charakteren, keine blockierten Felder als Führender) und Sammeltrieb (erforderlich für Aufträge und Pan-Karten) zu finden.
Es wird sicherlich aber besser zu dritt oder zu viert funktionieren.

Ciao,

Andreas Keirat
www.spielphase.de

(... ca. 50 Hustenattacken inklusive. Schreibfehler daher nicht ausgeschlossen!)

Wie gesagt, die Eindrücke kommen direkt nach einer Partie.

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Andreas Keirat

Re: Der Goldene Kompass

Beitragvon Andreas Keirat » 23. August 2007, 12:26



Nachtrag (Ich wußte, ich hab was vergessen):

> Die zweite Sonderkarten-Art sind Charaktere. Diese bekommt
> man automatisch nach dem Erfüllen eines Auftrags. Es gibt
> sechs Personen, jede zweimal. Wer zuerst einen Auftrag
> erfüllt, kann sich natürlich den besten Charakter aussuchen.
> In unserem Spiel zu zweit war hier weniger Hektik angesagt,
> weil eben jeder Charakter zweimal da war.
>

Die Charaktere haben ebenfalls eine Sondereigenschaft, die aber bis zum Schluß der Partie gilt.



Ciao,

Andreas Keirat
www.spielphase.de

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meier1
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Re: Ubongo Extrem & Goldener Kompass

Beitragvon meier1 » 23. August 2007, 13:29

Hallo,
danke für die Antworten, der Spielbericht von dir, Andreas, war sehr aufschlussreich, vor allem weil ich auch fast immer zu 2. spiele.

Ubongo dagegen hört sich ja an wie das Original, nur mit anderen Teilen, braucht man wohl nicht wirklich, wenn man schon das 1. hat, aber was braucht man schon ;-)

Hans

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Stefanlustig
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Re: Der Goldene Kompass

Beitragvon Stefanlustig » 23. August 2007, 14:41

Hallo,
handelt es sich hierbei um das Spiel zum BUCH? Oder ist das schon eine Rezi zum Spiel zum FILM?

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Martin

Re: Der Goldene Kompass

Beitragvon Martin » 23. August 2007, 14:48

Stefanlustig schrieb:
>
> Hallo,
> handelt es sich hierbei um das Spiel zum BUCH?

Ja, zum Buch!

Schöne Grüße
Martin

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Andreas Keirat

Re: Der Goldene Kompass

Beitragvon Andreas Keirat » 23. August 2007, 15:11

Stefanlustig schrieb:
>
> Hallo,
> handelt es sich hierbei um das Spiel zum BUCH? Oder ist das
> schon eine Rezi zum Spiel zum FILM?

Ich kenne weder das Buch, noch den Film (der wohl im Dezember kommen soll, oder?).

Aber thematisch sollten beide wohl in etwa ähnlich sein. Auf der Spieleschachtel steht aber, daß es auf dem Buch basieren soll.

Ciao,

Andreas Keirat
www.spielphase.de

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Stefanlustig
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Re: Der Goldene Kompass

Beitragvon Stefanlustig » 23. August 2007, 16:22

Danke, dann wird's wohl auch zum Buch sein ;-).
Übrigens die Trilogie on Philip Pullman ist für Fantasy-Fans sehr zu empfehlen

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Heinrich Tegethoff

Re: Der Goldene Kompass

Beitragvon Heinrich Tegethoff » 23. August 2007, 17:17

Hallo Andreas et al,

nach einer Partie zu viert kann ich mich Deinen Einschätzungen zu "Der Goldene Kompass" erst einmal anschließen. Ergo beziehen sich meine Kommentare nur auf die Unterschiede bei vier Spielern.

Mein Senf dazu:
- Ich kenne das Buch nicht und habe nur einen Trailer zu dem Film im Kino gesehen. Allemal gewann ich den Eindruck, dass es sich primär um ein Laufspiel handelt, und nur wenig thematische Bindung existiert. Grafik klar ja, Mechanik ist recht abstrakt. Der interessante Filmtrailer machte mich auf dieses Spiel aufmerksam, aber nach "Die Säulen der Erde" und "In 80 Tagen um die Welt", je aus gleichem Hause, war ich auch recht erwartungsvoll.

- Es ist zu viert so dicht auf dem Plan, dass man bloß nicht zu schnell laufen sollte. Wer anfangs nur hohe Kartenwerte hat, der wird schon recht weit nach vorne geschleudert und hat dann wenig Erfahrung. Kleine Kartenanfangswerte sind bei vielen Spielern schon wichtig, um möglichst viele Felder mitzunehmen. Denn wer am Ende einer Runde weiter vorne steht, der bekommt weniger Kartennachschub (vorne 1 statt 4 bei 4 Spielern). Hinten stehen, mit kleinen Schritten (Kartenwert) arbeiten, bringt viel Erfahrung; frühe Erfahrung erlaubt schneller Aufträge abzuarbeiten und damit Sondereigenschaften über Freunde zu gewinnen. Frühe Freunde bedeutet gezielte Hilfe. Und: wer hinten steht, der hat halt mehr Auswahl bei seiner Kartenwahl (der letzte kann die drei Farben seiner Vorgänger nutzen, die ersten beiden haben fixe Farben).

- Hinten stehen ist also gut, aber dann fehlt die Auswahl auf Felder, da dort Mitspieler drauf stehen, und man erhält nicht die gewünschte Erfahrung. Vorne ist dies nicht wirklich besser, da einem schnell die passenden Bewegungskarten fehlen. Ob Taktik hier viel Einfluss hätte?

- Allerdings ändert sich diese Reihenfolge im Zweifel während des eigenen Zuges und insbesondere zwischen Kartennachziehen und eigenem Zug durch die Mitspieler. Denn die Spielerreihenfolge ist Tischreihenfolge, nicht Platzierungsreihenfolge wie beim Kartennachziehen. Hier wird also von einer Reihenfolge wie bei Funkenschlag abgewichen, was aber auch nötig ist, da sich die Platzierung ja permanent ändert.

- Ergo ist es gegen Spielende extrem wichtig, welche Kartenfarbe man nachzieht. Ist man bei vier dicht gepackten Spielern Erster, so darf man nur eine Karte (Farbe) aussuchen, muss aber spekulieren, wo man eigentlich steht, wenn man an der Reihe ist. Der Kartenwert (1-3) ist dann auch nicht unwichtig, aber weniger entscheidend, weil man eh ständig auf Eisfeldern stehenbleibt.

Insofern entschied sich diese erste Partie über die Fehlentscheidung der falschen Farbkarte zwei Runden vorher. Es gewann, wer zu Beginn der letzten Runde Letzter war, seine 8 Karten ausspielte, alle übersprang, und das Glück hatte, dass ein Zweiter gerade eine Erfahrung weniger hatte, da er als Anfangsschlußspieler etwas weniger Möglichkeiten hatte. Extrem dichtes Ergebnis -- wollte damit aber auch nicht vom Glücksgriff abkommen.

Vielleicht fehlt mir der thematische Bezug. Allemal kommt weniger Thema rüber als bei den Säulen der Erde, was ja auch nur übergestülpt ist, aber immerhin gut einen Kathedralenbau wiedergibt, und verliert gegenüber dem "Laufspiel" In 80 Tagen um die Welt, da ich für mich zu wenig Einfluss auf mein Glück habe. Ohne das Buch zu kennen, wurde mir auch nicht klar, wie die Bindung von "Erfahrung sammeln", "Aufträge" zu "Freunde" funktioniert und wirkte aufgesetzt. Warum besetzte Eisfelder genauso übersprungen werden wie andere, und wieso besetzte Felder ohnehin nicht mitgezählt werden. Allerdings hat auch mein Mitspieler die Regel gelesen und dann erklärt. Insofern kommt ein Regelwerk schneller abstrakt daher.

Am Ende kamen wir zu viert erst einmal zu dem Schluss, dass man wohl eher Fan des Themas als eingefleischter Spieler sein muss (obige Kosmostitel werden dabei als gut angesehen), um das Spiel gern zu spielen. Oder uns ist allen etwas wichtiges entgangen -- Regelfehler beim ersten Mal sind ja nicht unmöglich. Oder eine beeinflussbare Taktik.

Servus,
Heinz


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