Beitragvon Hartmut Th. » 26. Oktober 2007, 18:34
"achim" hat am 26.10.2007 geschrieben:
> Hat eigentlich jemand das Spiel Caveman (Halle4 und bei
> JKLM) gespielt, und kann ganz kurz etwas dazu sagen?
>
> Gruß
> achim
Hallo Achim u.a.,
Caveman haben wir im Familienkreis angespielt. Kurze Beschreibung, allerdings ohne genaue Details (Spiel nicht gekauft, Erinnerung schwindet): man hat Spielsteine für Frauen, Männer, Kinder. Letztere sind bis zum Erwachsenwerden noch quasi geschlechtslos, können später zu Frau oder Mann werden. Bis zu vier Figuren kann man von einer der Ecken des Planes einsetzen, der Rest muss durch Vermehrung geschehen. Wie das geht, ist allgemein bekannt: im Spiel treffen Frau und Mann auf einem Feld zusammen, zusätzlich braucht es hier aber noch einen Versorger, das kann eine weitere Frau der eigenen Familie auf einem Beerenfeld (Sammlerin) oder ein Mann auf einem Büffel (Jäger) sein. Und immer alles schön inzestiös, die anderen Spielerfamilien stehen für sowas nicht zur Verfügung ;-)
Pro Zug stehen einem Spieler eine Handvoll Bewegungspunkte zur Verfügung. So zwei Figuren auf einer bestimmten Paarung von (von Spiel zu Spiel verschiebbaren) Aktionsplättchen (Höhle, Baum, Büffel usw.) steht, lassen sich bestimmte Errungenschaften erwerben (Speer, Feuer, Rad usw.). Gewinnen kann man das Spiel über den Erwerb aller dieser Sachen oder die Vermehrung auf ca. 8 Personen. Kinder können per Würfelwurf entweder heranwachsen oder schlicht sterben. Ob und wann man diesen Wurf in seinem Zug macht, darf man selbst entscheiden, die Chancen hängen aber von einem Symbolwürfel und gewissen Errungenschaften ab, so bieten Fell und Feuer deutlich bessere Chancen für den Wurf, als wenn man diese Dinge nicht besitzt.
In der Mitte des Plans, nimmt ein Vulkan einen Teil des Brettes weg, so dass man zu entlegenen Feldern schon weit herumziehen muss. Bestimmte (seltene) Aktionen erlauben aber auch das Versetzen der Aktionsplättchen. Drei Saurier mit unterschiedlicher Kampfkraft können den lieben Mitspielern auf den Hals gehetzt werden. Verluste werden durch Kampfwürfel mit Symbolen bestimmt, wobei z.B. der Speer die Chancen im Kampf leicht erhöht, eine Höhle vor Angriffen schützt usw.
Was soll man von dem Spiel nun halten? Es funktioniert, es ist schön bunt (mir etwas zu bunt), hat eine gewisse Atmosphäre und taugt somit zum durchschnittlichen Familienspiel. Meiner Tochter (16) gefiel es halbwegs (aber auch nicht so sehr, dass sie uns zum Kauf nötigte), wir Eltern konnten damit nach einer Partie weniger anfangen. Ist eben Geschmackssache...
verspielte Grüße, Hartmut
- Spielekreis Hiespielchen - www.hiespielchen.de -