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Key Harvest

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Spielehansel
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Key Harvest

Beitragvon Spielehansel » 4. März 2008, 18:11

Hallo,

ich interessiere mich für das Spiel: Key Harvest.

Gibt es da schon positive wie negative Erfahrungen ?

Ich spiele immer zu dritt bzw. zu viert. Ein Spiel sollte nicht länger als 90 min. dauern und nicht zu kompliziert zu erklären sein !

Neugierige Grüsse

Spielehansel

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freak
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Re: Key Harvest

Beitragvon freak » 4. März 2008, 22:11

Hallo Spielehansel,

vorneweg: mir gefällt Key harvest sehr gut.

Die Spielzeit sollte mit 90 min hinkommen, kompliziert zu erklären ist es nicht, aber es sind ein paar Feinheiten zu beachten.

Generell geht es darum, dass jeder seinen Acker zu bestellen hat. Dafür gibt es es jeweiliges Tableau, das für jeden Spieler gleich ist und auf dem verschiedene Felder A1 - G8 (oder so) abgebildet sind.
Die dazugehörigen Plättchen muss man nun bekommen, da es jedes Plättchen nur einmal gibt.
Man kann die Plättchen aus einer Auswahl vor sich legen und mit Warensteinen beschützen, aber wenn ein Mitspieler mehr zahlt, kann er sie vor sich legen.
Erst wenn man wieder an der Reihe ist und die Plättchen liegen noch vor einem, kann man sie auf sein Land legen.
Dazu kann man noch Arbeiterplättchen einsetzen, die spezielle Fähigkeiten haben.
Warum macht man das alles: Zum Schluß gibt es Punkte für das jeweils größte und zweitgrößte Gebiet auf seinem Land.

Es gilt abzuwägen, ob man seine Plättchen durch viele Warensteine schützt, um es ja zu bekommen. Oder ob man z.B. ein Plättchen vor sich legt, das für jemand anderen wichtig ist und es mit nur ein paar Steinen schützt, in der Hoffnung, er zahlt einem mehr. Den auch Waren sind zum Schluss wichtig.
Und während man vor sich hinbaut, darf man nie die Mitspieler aus den Augen lassen.

Für mich ein sehr gelungenes Spiel aus der Key-Reihe.

Und wenn ich mir die Rückseiten der Tableaus so anschaue, vermute ich fast, da kommt evtl. irgwndwann noch mehr ;)

Viele Grüße
freak

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Klaus Ottmaier

Re: Key Harvest

Beitragvon Klaus Ottmaier » 4. März 2008, 23:03

Hi Spielehansel,

Hier ist ein älterer erster Erfahrungsbericht:

http://www.spielbox.de/spielarchiv/peep/keyharvest.php4

Und ich hatte auch schon mal ausführlicher meine ersten Eindrücke geschildert. Und da ich nicht weiß, wie ich meinen alten Spielboxbeitrag verlinken kann, kopiere ich ihn die hier nochmals rein.

Viel Spaß beim Lesen und später Spielen

Klaus

Zu aller erst muss ich einmal festhalten, dass ich die graphische Stimmung in Breese-Spielen sehr schätze. So auch in diesem. Die Landschaft erinnert ein bisschen an naive Kunst und alles wirkt Hand gemalt. Ich finde sehr stimmungsvoll.
Das Spiel selbst ist auch sehr gelungen.

Jeder Spieler hat vor sich einen Spielplan, auf dem 56 Felder in 7 Zeilen mit einer alphanumerischen Bezeichnung versehen sind. Dieser Spielplan ist bei jedem Spieler identisch aufgebaut, d.h. A1 ist links oben und G7 rechts unten.
Weiters gibt es jedes dieser Felder einmalig als Plättchen, die die Spieler auf ihrem Spielplan platzieren möchten. (Grafisch schön gelöst: am Spielplan ist die Hintergrundlandschaft gräulich, die Plättchen mit dem entsprechenden Motivausschnitt farbig, wodurch das Bild des Spielplans mosaikartig gefärbt wird.) Jedes Plättchen zeigt eine von 5 verschiedenen zu erntende Nahrungssorten. Diese Feldplättchen werden zusammen mit Ereignisplättchen, die von allen Spielern auszuführende Aktionen auslösen, in einen Beutel gegeben. Sechs der Feldplättchen liegen immer auf einem zentralen Tableau für alle Spieler zum Kauf aus. Zusätzlich gibt es noch Arbeiterplättchen (jeder Spieler hat 6, im allgemeinen Vorrat gibt es weitere 6), die man an bereits auf seinem Spielplan befindliche Feldplättchen anlegen muss, was einem eine auf dem Arbeiterplättchen vermerkte und sofort durchzuführende Aktionen ermöglicht.
Ziel des Spieles ist es nun zusammenhängende Plättchen auf seinem Spielplan zu sammeln, wobei die größte zusammenhängende Plättchenfläche einen Punkt pro Plättchen, die zweitgrößte jedoch sogar 2 Punkte pro Plättchen einbringt. Zusätzlich bringen auf dem Spielplan platzierte Arbeiterplättchen Punkte.

Ablauf des Spiels:

Der gerade aktive Spieler darf 2 verschiedene der folgenden 4 Aktionen auswählen:

A) Ernten; hier können alle noch nicht abgeernteten zusammenhängenden Plättchen abgeerntet werden. Die Spieler erhalten dafür Entesteine, die hinter einem Sichtschirm gesammelt werden (die Spieler wissen also nicht, wer wieviele Erntesteine einer Sorte besitzt; von Beudeutung für Aktion C).

B) Ein Arbeiterplättchen auf seinen Spielplan legen oder von diesem entfernen.

C) Man nimmt vom zentralen Tableau ein oder zwei Ernteplättchen und legt diese auf sein maximal zwei Ernteplättchen aufnehmendes Lager. Daneben muss der Spieler sofort ein beliebiges Gebot mit seinen Erntesteinen machen. Für jedes genommene Ernteplättchen wird sofort ein neues aus dem Beutel nachgezogen (eventuell gezogene Ereignisplättchen werden sofort ausgeführt).

D) Man darf bis zu 2 Ernteplättchen auf seinen Spielplan legen. Entweder aus seinem eigenen Lager, dann muss der Spieler seine gebotenen Erntesteine in den allgemeinen Vorrat zurückgeben oder er kauft ein Ernteplättchen aus dem Lager eines Mitspielers, wobei der Spieler hier genau die Erntesteine, die der Mitspieler zu seinem Ernteplättchen als Gebot gelegt hat, dem Mitspieler als Bezahlung geben muss. Diese Aktion D darf nicht direkt nach Aktion C ausgeführt werden. Das hat zur Folge, dass eine Run de lang alle Mitspieler die Möglichkeit haben, dieses Ernteplättchen dem Mitspieler abzukaufen.

Neben der cleveren Punkteabrechnung gibt es einen zweiten netten Mechanismus in diesem Spiel: Wenn man ein Ernteplättchen auf seinem Spielplan platziert und auf dem dazugehörigen Feld liegt zu diesem Zeitpunkt ein Arbeiterplättchen, dann muss dieses zwar entfernt werden, darf aber sofort wieder auf dem Spielplan eingesetzt werden, wobei die auf dem Arbeiterplättchen vermerkte Aktion sofort wieder genutzt werden darf. (Man sollte also versuchen, solche Doppelaktionen zu provozieren.)
Sehr wichtig ist das richtige Einschätzen der abzugebenden Gebote mit den Erntesteinen. Manchmal möchte man ein Plättchen unbedingt haben und versucht deshalb ein Gebot abzugeben, dass kein anderer Spieler einem abkauft. Ein anderes Mal nimmt man ein Plättchen, dass ein Mitspieler einem abkaufen soll. Hier sollte das Gebot nicht zu niedrig sein, damit der Mitspieler das Plättchen nicht zu billig bekommt, aber auch nicht zu hoch, damit man nicht darauf sitzen bleibt. Wobei ein niedriges bzw. hohes Gebot nicht nur durch die Anzahl der Erntesteine definiert wird, sondern auch durch die Art des Erntesteins. Wenn augenblicklich kein Mitspieler Weizen hat, kann auch ein einziger Weizen als Gebot ein hohes Gebot sein.

Alles in allem ein sehr stimmungsvoller und gelungener weiterer Breese der Key-Serie, das einen mit vielen kleinen, spannenden Entscheidungen konfrontiert, die sehr unverbraucht wirken. Einzig die gefühlte Spieldauer ist manchmal für das Gebotene etwas zu lange.

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Braz
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Re: Key Harvest

Beitragvon Braz » 4. März 2008, 23:40

nur ganz kurz meine Meinung:

Ich halte es -nach (!) Reef Encounter- für das beste Spiel von Richard Breese. Jeder ist zu jedem Zeitpunkt immer voll ins Spiel gebunden. Andauernd schaut man auf die Auslage des Anderen und schmiedet Pläne. Die Zeit vergeht wie im Fluge und das Spiel hat mE einen anhaltenden hohen Spannungsbogen...will sagen: Die Zeit vergeht wie im Fluge ;)

Klasse Spiel !

BTW: Bei Cosimshop gibt`s das Spiel im Moment im Angebot (Siehe Rubrik: Einkaufstips)

Gruß
Braz

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Braz
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[OT] Nachtrag

Beitragvon Braz » 5. März 2008, 07:53

Braz schrieb:

> BTW: Bei Cosimshop gibt`s das Spiel im Moment im Angebot
> (Siehe Rubrik: Einkaufstips)


Angebot nun wieder auf 34,50 Euro korrigiert......von daher hat sich die Sache wegen eines Schnäppchens erledigt ...schade ;)

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Andreas Keirat

Re: Key Harvest

Beitragvon Andreas Keirat » 5. März 2008, 22:06

Spielehansel schrieb:
>
> Hallo,
>
> ich interessiere mich für das Spiel: Key Harvest.
>
> Gibt es da schon positive wie negative Erfahrungen ?
>
> Ich spiele immer zu dritt bzw. zu viert. Ein Spiel sollte
> nicht länger als 90 min. dauern und nicht zu kompliziert zu
> erklären sein !
>
> Neugierige Grüsse
>
> Spielehansel

Wir haben es zu zweit gespielt. Sehr nett, aber auch beinhart. Der Schlüssel zum Erfolg sind die Gebote, mit denen man die genommenen Plättchen schützt. Gerade im Spiel zu zweit verzeiht das Spiel hier wenig Fehler.

Ich wurde gnadenlos abgezogen. :-) Aber ich werde mich rächen...

Ich denke, beim Spiel zu dritt oder viert geht es etwas zivilisierter zu. Die Spielzeit von 90 Minuten wurde bei uns aber bislang immer deutlich überschritten (2 Stunden 30 Minuten eher...)

Ciao,

Andreas Keirat
www.spielphase.de

(macht bislang den Daumen nach oben für das Key-Spiel)

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ode

Re: Key Harvest

Beitragvon ode » 6. März 2008, 13:25

Ich hab bisher nur Zweierrundenerfahrung, finde das Spiel aber bisher absolut genial!!! Leichte Regeln, viel Spieltiefe und auch Anspruch. Tolle Aufmachung!!!

ode.

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Carsten Wesel | FAIRspielt.de

Re: Key Harvest

Beitragvon Carsten Wesel | FAIRspielt.de » 6. März 2008, 14:14

Braz schrieb:
>
> Jeder ist zu jedem Zeitpunkt immer voll
> ins Spiel gebunden. Andauernd schaut man auf die Auslage des
> Anderen und schmiedet Pläne.

Erst gestern haben wir's gespielt. Die Auslagen waren immer interessant, aber die Preise stiegen zum Spielende auf 5-8 Rohstoffe (bei allen außer mir - ich hatte kaum noch welche). Die Preise in der gewünschten Kombi hatte kaum jemand, so daß jedem seine Waren blieben - wie gewünscht. Da muß man nicht auf die fremden Auslagen schauen.


> Die Zeit vergeht wie im Fluge
> und das Spiel hat mE einen anhaltenden hohen
> Spannungsbogen...will sagen: Die Zeit vergeht wie im Fluge ;)

Nö, auch nicht. Die Zeit, die ein einzelner gestern bei uns zum Überlegen benötigte, hätte gereicht, um einen Kuchen zu backen (OK, nicht ganz, nach 2 Stunden waren wir fertig).


> Klasse Spiel !

Stimmt (auch wenn's oben anders klingt)

Gruß Carsten (der gestern 24 Punkte erreichte)

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Braz
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Re: Key Harvest

Beitragvon Braz » 6. März 2008, 16:02

Carsten Wesel | FAIRspielt.de schrieb:
> Nö, auch nicht. Die Zeit, die ein einzelner gestern bei uns
> zum Überlegen benötigte, hätte gereicht, um einen Kuchen zu
> backen (OK, nicht ganz, nach 2 Stunden waren wir fertig).


Ok, das liegt dann aber nicht am SPiel, sondern an den Leuten ;) :))
Meine erste Partie Brass habe ich z.B. mit jnd gespielt, der (nicht gelogen und nicht übertrieben!) 5-10 Minuten für seinen Zug gebraucht hatte...... also: Alles relativ und v.a. subjektiv ;)

Bei den Partien von Key Harvest, bei denen ich mitgespielt hatte, mußte ich immer (!) mich nach der Auslage der anderen und umgekehrt orientieren. Man war somit ständig im Spiel eingebunden und daher gab es auch nahezu keine Downtimes....war jedenfalls bei uns so ;)


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