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Caylus: "Arbeiten" oder spielen?

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Helmut
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Caylus: "Arbeiten" oder spielen?

Beitragvon Helmut » 13. März 2008, 16:30

Maddin = : - )
(dem persönlich CAYLUS zuviel Arbeit ist, um "Spiel" zu sein.)

Hmm, diese Bemerkung aus einem unteren Beitrag Maddins zum Thema "Caylus"-Anschaffung stimmt mich doch nachdenklich.
Ich hatte vor, am Wochenende endlich mal eine Spiel-Runde zusammen zu bringen, aber ob sie sich Caylus dann er-"arbeiten" wollen, weiß ich nicht.
Vielleicht beschreiben einmal ein paar "Arbeiter" ihre Erfahrungen.
Danke!
SG
Helmut

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Richard van Vugt | GAMEPACK.nl
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Re: Caylus: "Arbeiten" oder spielen?

Beitragvon Richard van Vugt | GAMEPACK.nl » 13. März 2008, 16:40

Aus meiner Rezension zu 'Caylus Magna Carta':

'For some players a game cannot be complex enough. Games with multilayer mechanisms contained in mostly elaborate rulebooks and a game length of several hours must emphasise the supposed intelligence of the practitioner and underline that he wants to distinguish himself from the ‘ordinary’ player, consequently belonging to the Higher Order of the Real Player. From the by this group almost worshipped ‘Caylus’ a card game has been issued. The ‘Order’ surely wil ban ‘Caylus Magna Carta’...'

und:

'‘Caylus Magna Carta’ remains very close to the original and is what ‘Caylus’ had to be in the first place: where ‘Caylus’ is hard labour and is sluggishly and drags, the vividness and pleasure in ‘Caylus Magna Carta’ is back at the table - here we have a good game, instead of a hefty exercise!'

(http://www.gamepack.nl/gamepack/rec-caylcart-E.html)

Mit freundlichen Grüßen,
Richard van Vugt

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peer

Re: Caylus: "Arbeiten" oder spielen?

Beitragvon peer » 13. März 2008, 16:58

Hi,
hängt davon ab, was du sonst noch gerne spielst!
Caylus ist halt ein knallhartes Aufbauspiel. Ein bisschen "Buchhaltern" und "Verwalten" muss da schon sein. Sowas ist für den einen "Arbeit" und für den anderen ein Hochgenuß bzw. "Herausfordernd".
Ich persönliche stehe in der Mitte: Ich mag Herausforderungen, aber Caylus spiele ich nur in Gruppen, in denen ich das Gefühl habe, ich muss nicht alles gnadenlos berechnen, um ne Chance zu haben.
Allerdings spiele ich im Moment sowieso gerade gar kein Caylus ;-)

ciao
peer

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Frank

Re: Caylus: "Arbeiten" oder spielen?

Beitragvon Frank » 13. März 2008, 17:11

Hängt auch ein bißchen davon ab, warum man spielt.
Ich habe auch schon Wenigspieler erlbet, die trotzdem ihren Spass hatten, denn irgendwas kann man bei Caylus schließlich immer machen. Nur gewinnen tut man so halt nicht.
Klar kann man sehr viel planen, optimieren und grübeln.
Aber Caylus war für mich immer spannende Unterhaltung und nie Arbeit!

Gruß
Frank

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Daniel R.
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Re: Caylus: "Arbeiten" oder spielen?

Beitragvon Daniel R. » 13. März 2008, 17:19

Während Schach für mich = Arbeit ist, bleibt Caylus immer noch "Spiel", wenn auch hier natürlich einige strategische und taktische Überlegungen anzustellen sind.

Grundsätzlich sollte der Anspruch des Spiels halt zu jenem der Spielgruppe passen. Je nach Zusammensetzung dieser, ist dann halt Caylus die richtige Wahl oder Uno.

Viele Grüsse
Daniel

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Daniel R.
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Re: Caylus: "Arbeiten" oder spielen?

Beitragvon Daniel R. » 13. März 2008, 17:28

Hallo Richard,

meinst Du das ernst oder ist das Teil eines satirischen Beitrags?

Caylus ist sicherlich kein künstlich hochgezüchtetes Komplex-Spiel für Spielesnobs. Ansonsten hätte wohl kaum die SDJ-Jury eine Empfehlung dafür ausgesprochen.
Im Gegenteil finde ich, dass bei Magna Carta genau diejenigen Mechanismen weggelassen wurden, welche Würze in ein ansonsten normales Aufbauspiel bringen.

Viele Grüsse
Daniel

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Helmut
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Re: Caylus: "Arbeiten" oder spielen?

Beitragvon Helmut » 13. März 2008, 17:44

Daniel R. schrieb:
>
> Grundsätzlich sollte der Anspruch des Spiels halt zu jenem
> der Spielgruppe passen. Je nach Zusammensetzung dieser, ist
> dann halt Caylus die richtige Wahl oder Uno.
>
Nun ja, also UNO nun wirklich nicht. Mir geht es auch nicht ums Gewinnen des Spiels. Einfach mal reinkommen und erleben, warum es so viel toll finden, und schauen, ob ich es auch toll finde.
Wieviel Zeit muss man sich den fürs "Einarbeiten" nehmen, wenn das Spiel neu ausgepackt wird, also noch keiner die Spielregel gelesen hat?

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freak
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Re: Caylus: "Arbeiten" oder spielen?

Beitragvon freak » 13. März 2008, 17:45

Für mich ist und bleibt Caylus ein Spiel, das hauptsächlich Spaß macht.
Und mir macht Nachdenken und ein gute Mischung aus Planen und auch ein wenig "aus-dem-Bauch-spielen" Spaß.
Aber als Arbeit habe ich es nicht mal beim ersten Spiel empfunden.
Agricola ist schon eher Arbeit für mich, aber das Leben auf einem Hof ist auch nicht einfach... ;) Macht mir aber auch großen Spaß...

Viele Grüße
freak

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Klaus Ottmaier

Re: Caylus: "Arbeiten" oder spielen?

Beitragvon Klaus Ottmaier » 13. März 2008, 17:46

Hallo Helmut,

bei Caylus muss man viele Punkte im Auge behalten. Welche Häuser stehen zur Verfügung, welche Rohstoffe brauche ich, wie kann ich an die Gunst des Königs kommen, soll ich am Schloss mitbauen, habe ich genug Geld, wann passe, bewege ich den Vogt, beschleunige oder verlangsame ich das Spielende...
Sehr viele sehr interessante und spannende Entscheidungen sind zu treffen. Das kann aber natürlich in grübellastigen Runden zu längeren Denkpausen führen und manche als Arbeit empfinden.

Alternativ würde ich dir dann Amyitis sehr empfehlen. Auch hier steht man vor vielen Entscheidungsoptionen, sie liegen nur etwas klarer und überschaubarer auf dem Tisch. Amyitis fühlt sich deshalb weniger aös Arbeit an und spielt sich dadurch auch schneller.

Auf jeden Fall viel Spaß mit der Spielrunde, überfordere sie nicht zu sehr beim ersten Mal

Gruß
Klaus

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Klaus Ottmaier

Re: Caylus: "Arbeiten" oder spielen?

Beitragvon Klaus Ottmaier » 13. März 2008, 17:54

Hi Helmut,

also die Regeln zu erarbeiten, damit man sie erklären kann, braucht schon etwas Zeit. Schwer abzuschätzen wieviel, aber 1-2 Stunden muss man sich schon damit beschäftigen, schätze ich.
Wenn du die Regeln gut beherrscht, kannst du das Spiel in 30 Minuten erklären. Es werden aber einige Nachfragen kommen, denn alleine die Funktion aller Gebäude sich beim ersten Mal einzuprägen wird nicht klappen. Aber das hat sich nach ein paar Runden alles eingespielt.
Nur um all die Feinheiten zu kennen und einschätzen zu können, um das Spiel zu beherrschen, wird länger dauern.
Aber das beudet viele Stunden Spielspaß.

Gruß
Klaus

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Sorbas
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Re: Caylus: "Arbeiten" oder spielen?

Beitragvon Sorbas » 13. März 2008, 17:54

Hallo Helmut,

fürs Regeln durchlesen und verstehen würde ich mal ca. 45 Minuten kalkulieren. Aber da Ihr im Laufe des Spiels sicher auch noch Einiges nachlesen müsst würde ich die erste Partie mit 3,5 bis 4 Stunden veranschlagen. Hängt natürlich auch davon ab, was für Spielertypen dabei sind.

Ich meine es lohnt sich. Viel Spass

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Marten Holst
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RE: Caylus: "Arbeiten" oder spielen?

Beitragvon Marten Holst » 13. März 2008, 18:09

Moin,

zunächst: Caylus ist ein Spitzenspiel, ich hab das damals nicht umsonst über nicht nur den grünen sondern auch den violetten Klee gelobt.

Aber: wer Caylus als "Arbeit" empfindet, hat mein Verständnis - es ist sehr offen, wenn man ein Gebäude bauen kann, hat man gleich eine große Auswahl. Es hat (außer der Startaufstellung) keinerlei Zufallselement, das einen mal begünstigen, mal bremsen kann, auch das macht "genaues" spielen (bzw. arbeiten) unabdinglich. Es ist durchaus bei massiver taktischer Komponente (das einsetzen der Arbeiter) sehr strategisch, d.h., wer keine langfristige Idee hat, hat zum Ausgleich ein langfristiges Problem. Und es ist sehr lernintensiv. Wer mit erfahrenen Spielern spielt, wird kein Land sehen, und auch innerhalb einer fixen Spielegruppe prinzipiell ähnlicher "Stärke" im Spielen kann sich hier ergeben, dass wirklich immer der- oder dieselben gewinnen. Was ja an sich nicht schlimm ist oder sein muss, aber einer gemütlichen Runde doch abträglich sein kann. Die positive Seite ist natürlich: wenn man weiß, was man tun will, wenn man so richtig "in den Fluss kommt", die Züge "im Rückenmark" hat und das im Rahmen des Spieles umsetzen kann, das ist dann ein Genuss. Wo der Vergleich mit Schach bereits fiel: 2-Spieler-Caylus ist dann in dieser Richtung komplett die Hölle. Und wo der Vergleich mit Schach bereits fiel: "Arbeit" ist auch das mal, wie jedes Spiel, das man konzentriert angeht hart. Nämlich in den Partien, in denen man nicht in die Hufe kommt, in denen an schlechten Tagen, in denen gegen zu viel bessere Gegner, da kommt Arbeit und Frust auf. Gerade weil die Möglichkeiten so zahlreich sind und die langfristige Wirkung eines Zuges so wenig absehbar ist. Das heißt, "Analysis Paralysis", wie die Boardgamegeekler es nennen, ist auch ein echtes Risiko bei diesem Spiel.

Und zu Magna Carta: ähnlich wie bei dem Paar Puerto Rico/San Juan, das allerdings in meinen Augen weniger Ähnlichkeit hat, ist es für mich undenkbar, auf "das Große" verzichten zu mögen. Aber wenn es Knopf auf Spitz kommt, lächelt der kleine Bruder oft verführerischer. (Wobei meine Stamm-Spielrunde PR einem SJ stets vorzieht).

Tschüß
Marten

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Golbin
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Re: Caylus: "Arbeiten" oder spielen?

Beitragvon Golbin » 13. März 2008, 18:25

Hallo Helmut,

Calyus ist ein sehr gutes Strategiespiel, dass vielen Spielern, die diese Art Spiele mögen, gefällt. Ich kann damit weder dir noch deiner Runde mitteilen, ob Caylus gefallen wird.

Ob ein Spiel Arbeit ist, kann jeder nur für sich beurteilen. Ich empfinde ein so strategisch Spiel als Arbeit, wenn ich müde, ausgelaugt, verärgert , verstimmt oder sonst wie nicht gut drauf bin. Es macht mir Spaß und ist keine Arbeit, wenn ich nette Mitspieler, keinen Zeitdruck, sowie Lust auf Strategie und komplexe Zusammenhänge habe.

Die Idee, ein solches Spiel am Wochenende "anzugehen", käme mir persönlich entgegen.

Da wir uns kennen und ich von deiner Spielleidenschaft weiß, empfehle ich dir, es auszuprobieren und zu schauen was passiert. Und wenn das Ergebnis lautet "nie wieder", so ist die Erkenntnis meiner Meinung den Versich wert gewesen. Sollte das Ergebnis "immer wieder" sein, nun ja, darüber braucht man kaum ein Wort verlieren.

Wolfgang (bekennender Ystari-Spiele-Gernspieler)

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Volker L.

Kommt auf die Spielerzahl an

Beitragvon Volker L. » 13. März 2008, 20:26

Hmpf - da lese ich die Überschrift, logge mich daraufhin
ein, um eine Antwort schreiben zu können, fange an, den
Thread zu lesen - und muss feststellen, dass Marten das,
was ich hatte sagen wollen, schon geschrieben hat... :-/

Aber wenigstens hat er es mit vielen Worten gesagt, so
dass ich es hier nochmal kurz prägnant beantworten kann:

Caylus zu zweit ist reiner Denksport (vgl. Schach), was
ich persönlich (und offenbar auch andere) als Arbeit
empfinde.
Caylus zu mehreren ist aber ein spaßmachendes Spiel.

Gruß, Volker

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Niccolo
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Re: Caylus: "Arbeiten" oder spielen?

Beitragvon Niccolo » 13. März 2008, 20:51

Helmut schrieb:


> (dem persönlich CAYLUS zuviel Arbeit ist, um "Spiel" zu
> sein.)

Es gibt ne Menge Verwaltungsspiele.

Die, die einem keinen Spass machen, sind dann beispielsweise zu viel "Arbeit".


So wie man auch das Nichtgefallen begründet mit:

"Zu glückslastig"
"Zu taktisch"
"Zu komplex"
"Zu lange Spieldauer für was es ist"
...

Nicht, dass das alles falsch sei... aber ab WANN ist eine Suppe allgemeingültig "zu salzig"? "Zu dickflüssig"? "Zu grün"?

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f-p-p-m
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Beiträge: 420

Re: Caylus: "Arbeiten" oder spielen?

Beitragvon f-p-p-m » 13. März 2008, 21:11

Es gibt sicher die "Gewinnstrategieoptimierer" die Spiele wie Caylus und Puerto Rico so oft und lange spielen das sie schon beim platznehmen am Spieltisch sagen können wer das Spiel gewinnt, aber es gibt auch die anderen, die diese Spiele spielen und versuchen das Beste herauszuholen ohne das es in Arbeit ausartet.
Ich gehöre eher zur zweiten Gruppe und hatte an diesen Spielen immer großen Spaß und spiele sie immer wieder gerne, aber ich würde mir nie die Arbeit machen jeden Zug bis zur allerletzten Konsequenz durchzudenken und womöglich schon in der Mitte des Spiels den Kopf hängen lassen weil klar ist das ich nicht gewinnen kann.
Man kann bei solchen Spielen eben auch alles ein wenig übertreiben und dann kann der Spielspaß sicher auch mal auf der Strecke bleiben.

Also aus dem Bauch heraus spielen und Spaß dabei haben !

Frank

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Ferdinand Köther
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Beiträge: 1147

Re: Caylus: "Arbeiten" oder spielen?

Beitragvon Ferdinand Köther » 13. März 2008, 22:30

Hmmm, wer Spiele als Arbeit empfindet und Arbeit als unangenehm - das lese ich daraus - sollte die Finger lieber von solchen Spielen lassen.

Es gibt sehr einfache, "spielerische" Spiele, die man mal so nebenbei schnell und locker spielen (und Spaß dabei haben) kann, und es gibt anspruchsvollere Spiele, die etwas geistige Beschäftigung erfordern (und deswegen Spaß machen). Caylus ist klasse und in diesem Sinne mäßig anspruchsvoll.

Wer sich nur berieseln lassen will ohne dabei auch nur im Geringsten etwas kreativ/planend zu sein, findet genug andere Spiele. Man kann etwas an sich vorbei rauschen lassen oder sich damit geistig mehr oder weniger auseinandersetzen, gilt für Spiele, Bücher, Musik, Filme und eigentlich fast alles.

Das alles ohne Wertung, um nicht missverstanden zu werden - der eine mag dies, der andere das, gut so.

"Gehirnjogging" erlebt übrigens gerade im virtuellen Spielbereich einen erstaunlichen Boom ... zumindest bei den Leuten, die noch über ein Hirn verfügen ;-)

Virtuell boomende Grüße
Ferdi

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ravn

Re: Caylus: "Arbeiten" oder spielen?

Beitragvon ravn » 13. März 2008, 22:30

Nabend,

Caylus hat für mich schon die Tendenz "Arbeit" zu werden, oder besser gesagt, es kann anstrengend zu spielen sein.

Warum? Weil man über die recht lange Spieldauer (wird durch Dauerdenker noch länger, obwohl gefühlt eigentlich recht kurz) eigentlich die ganze Zeit über hochkonzentriert sein muss, um nicht nur unoptimierte Züge zu vermeiden, sondern erstmal optimale Zugmöglichkeiten aus der aktuellen Spielsituation zu lesen.

Wenn Deine Spielrunde diesen Anspruch an sich selbst hat, kann es "Arbeit" werden. Allerdings kann man Caylus auch entspannter spielen. Ob man dann allerdings gegen die "Denker" gewinnen kann, ist eine andere Frage. Ob man trotzdem Spass haben kann, muss ebenso jeder für sich entscheiden. Als "Absacker" würde ich Caylus nicht empfehlen. So oder so sollte man Caylus aber mal gespielt haben - am besten geduldig erklärt bekommen für die erste Partie - weil es ist einfach ein gutes Spiel.

Cu/Ralf

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JoelH
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Beiträge: 302

Re: Caylus: "Arbeiten" oder spielen?

Beitragvon JoelH » 13. März 2008, 22:39

Also für mich ist Caylus fun pur. Ich bin aber auch nicht der Spieler vom Typ Zugoptimierer, diesem Spielertyp muss man sicherlich eine Sanduhr dazu stellen weil er ansonsten den Zeitrahmen sprengen kann.

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Tyrfing

[OT] Gehirnjogging

Beitragvon Tyrfing » 13. März 2008, 23:38

Ferdinand Köther schrieb:
> "Gehirnjogging" erlebt übrigens gerade im virtuellen
> Spielbereich einen erstaunlichen Boom ... zumindest bei den
> Leuten, die noch über ein Hirn verfügen ;-)

Ich würde im Gegenteil behaupten, dass Leute die über ausreichend Hirn verfügen diesen Trend eher lächelnd begutachten.

Damit möchte ich im Umkehrschluss nicht sagen, dass jeder der dies mitmacht kein Hirn hat oder nur "Hirnlose" das ganze betreiben.
Allerdings hab ich schon den Eindruck, dass hier ein wenig "Intelligenz in Tüten" verkauft werden soll, wovon ich unterstelle, dass dies am vielversprechensten bei Leuten untergebracht werden kann, die sich dessen - auf naive Weise - mehr wünschen.

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Maddin

Dank!!! [ein wenig OT]

Beitragvon Maddin » 14. März 2008, 09:24

Liebe Helmut,
liebe Viel- und Gernspielergemeinde,

herzlichen Dank für diesen Threat. Als derjenige, der den Stein ins Wasser geworfen hat, der diese Wellen zog, werde ich mich hier nun inhaltlich aber etwas zurückhalten.

Wirklich ganz toll finde ich es trotzdem, wie ernsthaft und wenig abgehoben dieses Thema hier diskutiert wurde. Ich fühle mich jedenfalls richtig verstanden! Natürlich ist es nicht so, dass ich mein Hirn beim Spielen am liebsten ausschalte. Oder nur dem geschicktesten Würfler oder Karten-Nachzieher einen Sieg wünsche. Aber das hat mir dankenswerterweise von Euch auch keiner vorgeworfen.

Da wir schon einige Diskussionen hatten, die nicht immer in diesem freundschaftlich-kameradschaftlichen Flair blieben, möchte ich allen Beteiligten dafür einmal ausdrücklich danken!!!

Liebe Grüße,
Euer Maddin = : - )
www.voll-wunder.de

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Axel Bungart

Re: Caylus: "Arbeiten" oder spielen?

Beitragvon Axel Bungart » 14. März 2008, 09:43

Hallo Helmut,

ich weiß, was Maddin meint, wenn er "arbeiten" sagt. Aber ich empfinde es nicht so.

Bei uns kommt Caylus leider recht selten auf den Tisch, was schon damit zu tun hat, dass man es eben nicht mal eben so herunterspielt wie ein TuT (bei dem man auch überlegen muss/darf).

Es als Arbeit zu bezeichnen liegt sicher im Auge des Betrachters. Man muss sich halt konzentrieren und mitdenken. Das ist vielen schon zu viel und verdirbt ihnen den Spaß.

Dennoch hat es uns beim letzten mal wieder sehr viel Spaß gemacht. Man sollte es keinem Aufzwingen, der solche Spiele nicht gerne spielt.

Gruß
Axel

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CarstenS

Re: Caylus: "Arbeiten" oder spielen?

Beitragvon CarstenS » 14. März 2008, 11:03

Oh ja, es ist grundsätzlich ein schönes Spiel.

Aber es artet sehr schnell in Arbeit aus. Wenn auch nur ein Mitspieler ein richtiger Zergrübler ist, muss man ebenso wie er (oder sie) Spontanietät, Spielspass und Intuition oft hintan stellen, oder man kann nach dem dritten Zug eigentlich schon aufgeben und gehen.

Zudem ist es oft ein sehr stressiges Spiel, da das "wegnehmen" von Zugoptionen hier viel schlimmere Auswirkungen hat als bei (Puerto Rico oder) Agricola.

Mit den richtigen (also grundsätzlich ähnlich eingestellten) Mitspielern kann es aber auch sehr viel Spaß machen!

Grüße ... Carsten

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Roman

Re: Caylus: "Arbeiten" oder spielen?

Beitragvon Roman » 14. März 2008, 11:27

Hi Helmut,

Helmut schrieb:
>
> Maddin = : - )
> (dem persönlich CAYLUS zuviel Arbeit ist, um "Spiel" zu sein.)
>
> Hmm, diese Bemerkung aus einem unteren Beitrag Maddins zum
> Thema "Caylus"-Anschaffung stimmt mich doch nachdenklich.
> Ich hatte vor, am Wochenende endlich mal eine Spiel-Runde
> zusammen zu bringen, aber ob sie sich Caylus dann
> er-"arbeiten" wollen, weiß ich nicht.
> Vielleicht beschreiben einmal ein paar "Arbeiter" ihre
> Erfahrungen.

Uiuiui, ich sehe schon den Haussegen förmlich schief hängen, also: Ich persönlich finde Caylus (subjektiv) ein tolles Spiel, wenn man nicht mit Grüblern spielt und damit die Spieldauer auf 3h streckt. Meine Holde hingegen hält das Spiel für (subjektiven) Rotz, weil man es so strecken kann, dass es keinen Spaß mehr bereitet. Ich habe Partien erlebt, die so oder so liefen. Aber Allgemeingültigkeit gibt's bei Spielen ja eh kaum - überleg' Dir, wie Deine Runde aufgelegt ist und was sie mag respektive verträgt :-))

Ciao,
Roman (spielt gerade das lustige "Wir kaufen uns einen laut Werbung ausgetesteten und kompetent zusammengestellten Komplett-PC und warum bootet er trotzdem nicht"-Spiel. Unter Zuhilfename eines guten Freundes und des Mainboard-Handbuchs war die Ursache irgendwann klar: Resetstecker falschrum aufgesteckt - heidernei, Kinnings, andere Leute tragen das Zeugs mit gutem Recht zurück. Aber es gibt ja noch die beliebte und selten für Hypes genutzte Möglichkeit der Internetbewertung ;-) )

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Daniel R.
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Beiträge: 1106

Re: Dank!!! [viel OT]

Beitragvon Daniel R. » 14. März 2008, 13:22

Maddin schrieb:
>
>
> herzlichen Dank für diesen Threat.


Wie Maddin, Du bedankst Dich dafür, dass man Dich bedroht :???:

fragende Grüsse
Daniel

(SCNR)


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