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Amyitis: Die Macht der Karawanenführer

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ravn

Amyitis: Die Macht der Karawanenführer

Beitragvon ravn » 8. Oktober 2008, 00:09

Hallo,

meine erste Partie Amyitis liegt hinter mir. War doch nicht so kompliziert, wie es zunächst der Regel nach den Anschein hatte. Nur der Aufbau (welche Sachen sind jetzt was?) war etwas knifflig, hat aber dann auch geklappt. Der Ablauf ist zwar verzahnt, aber insgesamt logisch und deshalb schnell einleuchtend, ohne dass wir gross Regelblättern mussten.

War eine Zweierpartie und da war die Übermacht der Karawenführer arg deutlich. Wer zuerst seinen Kawaranenführer auf den +2 Schritt aufwerten konnte, kontrollierte ab da fast den Rest des Spiels. Warum? Kamele sind selten und begehrt. Man braucht eine Aktion, um ein neues Kamel zu bekommen, aber man verbraucht die für jede Karawanenbewegung. Die muss man aber machen, um überhaupt anpflanzen zu können und/oder die ganzen Sonderkarten zu sammeln, die Siegpunkte oder Geld einbringen oder ein noch mächtigeren Karawanenführer.

Wer dank seines Karawanenführers gezielter Felder besuchen kann und nicht gezwungen ist, im Gänsetempo fortzuschreiten, der kann mit Blick auf seine(n) Mitspieler mal eben deren bevorzugte Felder überspringen und kann selbst effektiver seine Warenplättchen einsetzen. Ein enormer spielerischer Vorteil, den die anderen erst mal wieder aufholen müssen.

Ist der erste Spieler mit aufgewerteten Karawanenführer schlicht zu übermächtig, so dass das Spiel die Balance verliert? Wie sind Eure Spielerfahrungen - auch jenseits einer Zweierpartie? Wäre schade um ein schönes Spiel, wenn es daran scheitern sollte.

Cu/Ralf

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Grzegorz Kobiela

Re: Amyitis: Die Macht der Karawanenführer

Beitragvon Grzegorz Kobiela » 8. Oktober 2008, 00:42

Bei uns ist eher die letzte Stufe der Bank im Spiel zu zweit kritisch - diese gibt ja jede Runde 2 Punkte Einkommen. Die Karawanenführer finde ich zu Beginn des Spiels auch extrem schwach - ein Kamel kostet es immer, um auf dem Karawanenbrett voranzukommen, egal wie gut der eigene Karawanenführer ist. Daher spart man da nichts ein. Da man auch zu Beginn ohnehin mal Gebäude mal billige 1er-Pflanzen erwirbt, passt das schon mit dem einen Schritt. Ist eh meist so, wenn ich baue, pflanzt du, baust du, pflanze ich. Und wenn nicht, macht ein Spieler beides. Erst später im Spiel ist es entscheidend, schnell voranzukommen und die richtigen Felder zu erwischen. Dann macht das Aufwerten der Karawane Sinn. Da aber beide Spieler die erste Stufe machen können, hat keiner einen Vorteil. Die zweite Stufe mit bis zu vier Schritten extra ist zwar nett, aber nicht spielentscheidend.

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ravn

Re: Amyitis: Die Macht der Karawanenführer

Beitragvon ravn » 8. Oktober 2008, 01:24

Grzegorz Kobiela schrieb:

> Erst später im Spiel
> ist es entscheidend, schnell voranzukommen und die richtigen
> Felder zu erwischen. Dann macht das Aufwerten der Karawane
> Sinn. Da aber beide Spieler die erste Stufe machen können,
> hat keiner einen Vorteil. Die zweite Stufe mit bis zu vier
> Schritten extra ist zwar nett, aber nicht spielentscheidend.

In unserer (wohlgemerkt ersten) Zweierpartie war es so, dass ich zuerst den Karawanenführer aufwerten konnte. Mit der Entscheidung, statt einem Feld auch mal locker drei Felder gehen zu können mit nur einem Kamel-Einsatz, konnte ich geschickt meinen Mitspieler so blockieren, dass er für einige Runden nicht an die Karawanen-Aufwertung gekommen ist. Zudem braucht man dazu ja auch noch die passende Ware und auch das kann man verhindern oder bewusst teuer machen, wenn die Bauern entsprechend ausliegen.

Nebenbei hatte ich die grössere Auswahl an Karawanenfeldern, die ich so angesteuert habe, dass ich pflanzen konnte in den kommenden Zügen, mein Mitspieler aber nicht, weil ihm genau diese Pflanzen gefehlt haben. Er hat dann zwar die letzte Stufe der Bank gebaut und jede Runde +2 Siegpunkte kassiert und fleissig Felder bewässert und weitere Siegpunkte eingefahren damit, aber mit meinen Pflanzungen habe ich schliesslich durch die Bonuspunkte am Schluss locker gewonnen.

Eventuell hat er es mir aber auch zu leicht gemacht, da keine rechte Gegentaktik gefunden, da ich nach der Karawanen-Aufwertung wesentlich kontrollierter spielen konnte, während er nie wusste, ob ich jetzt ein oder drei Felder vorziehen werde.

Bin auf die kommenden Partien gespannt, wobei ich jetzt einen weiteren Spieler kenne, der eine Abneigung gegen Amyitis hat, leider.

Cu/Ralf

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harald68
Spielkamerad
Beiträge: 49

Re: Amyitis: Die Macht der Karawanenführer

Beitragvon harald68 » 8. Oktober 2008, 14:03

ich hab´s bislang nur zweimal gespielt (jeweils eine 4er-Parie), einmal knapp und einmal mit ordentlichem Abstand gewonnen.

Dabei habe ich gar keinen (besseren) Karawanenführer gehabt - in der zweiten Partie habe ich vermutlich gewonnen, weil ich am meisten bewässert habe.

wesentlich erscheint mir jedenfalls auch das dreimalige Anpflanzen (bzw. fünfmal, wenn man das schaffen sollte), das bringt wichtige Extrapunkte.

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Grzegorz Kobiela

Re: Amyitis: Die Macht der Karawanenführer

Beitragvon Grzegorz Kobiela » 8. Oktober 2008, 14:34

An seiner Stelle würde ich dann stark bewässern und viel in die Tempel gehen. Vielleicht hat er es ja versäumt?

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Tyrfing

Re: Amyitis: Die Macht der Karawanenführer

Beitragvon Tyrfing » 9. Oktober 2008, 00:35

Das habe ich mir auch gedacht, allerdings mangels Spielerfahrung in Zweipersonenspiel möchte ich nicht behaupten, dass das funktionieren.

Aufjedenfall würde ich den Vorschlag als Strategieversuch unterstützen.


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