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Euer Messehighlight vom Donnerstag?

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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ravn

Euer Messehighlight vom Donnerstag?

Beitragvon ravn » 24. Oktober 2008, 00:40

Hallo Zusammen,

mal kurz in die versammelte Runde gefragt: Was war Euer Spiele-Highlight des ersten Messetages? Eventuell kann man sich so einige übersehene Perlen am Freitag bis Sonntag ansehen, die man am Donnerstag noch nicht selbst entdeckt hat.

*** Ausstattung und Gestaltung: Planet Steam

Imposanter Spielplan, viele verschieden geformte Spielmaterialien, grafisch durchgestylt passend zum Thema. Ob sichs genauso gut spielt, wie es aussieht, kann ich noch nicht sagen.

*** Innovative Idee und packende Atmosphäre: Space Alert

Unter Zeitdruck gemeinsam agieren. Getrieben von den Anweisungen von CD. Dazu eine Spieleinführung per Anleitung oder Erklärbären, die fast unweigerlich zum Kauf reizt. Ob die Langzeitmotivation gegeben ist, muss sich fern der Messehektik zeigen.

*** Geheimtipp: Destination Tresor

Am FRED-Stand in Halle 9 gab es heute ein paar Exemplare vom lange verschollenen Destination Tresor in der französischen Originalversion. Da Spielmaterial sprechneutral ist und es englische Anleitungen zum Download gibt, für 15 Euro ein Geheimtipp wert für alle, die auf andersartige Spielmechanismen stehen. Bei Yun-Games gibt es das Spiel Insel der Piraten für 25 Euro in der 170er-Auflage mit vergleichbarem Thema.

... so und jetzt Ihr. Ich geh jetzt Spiele auspacken! :-)

Cu/Ralf

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Ina-spielbox
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Re: Euer Messehighlight vom Donnerstag?

Beitragvon Ina-spielbox » 24. Oktober 2008, 01:24

Hallöchen,

"Sator arepo tenet opera rotas" - es war schwierig an den Stand zu kommen, weil die Schlange vor Lookout Games so lang war, aber es hat sich gelohnt. Zu Beginn legen die Spieler eine Strecke aus, auf der sich "verlorene" Bücher befinden. Diese gilt es mit der Spielfigur einzusammeln. Dazu gibt es Karten, mit denen man die ausgelegten Streckenteile bewegen oder drehen kann, die Aktionen kosten unterschiedlich viele Punkte, von denen man je Runde 6 zur Verfügung hat. Je ausgespielter Karte darf man sich ein Fald bewegen. Es hat eine Weile gedauert bis wir gemerkt haben, dass die entscheidenen Bewegungen nicht die der eigenen Figur sind. Leider war die Erklärung mäßig, entscheidende Dinge wurden vergessen, aber die deutsche Regel ist gut und half weiter. Eine unbedingte Empfehlung!

"Diamonds Club" wurde ja schon in der Spielbox sehr gelobt, das kann ich nur bestätigen, allerdings finde ich die Ähnlichkeiten mit Goa nicht so groß.

Bei "die Prinzen von Macchu Pichu" gibt es zwei unterschiedliche Möglichkeiten das Spiel zu beenden und je nachdem ändern sich auch die Siegpunktmöglichkeiten, ein - wie ich finde - ausgesprochen spannendes Element.

"Space Alert" hat Ralf schon erwähnt - ein kooperatives Spiel unter Zeitdruck, das gewisse Ähnlichkeiten mit Galaxy Trucker aufweist und doch ganz anders ist.

Gut gefallen haben uns auch die Spiele von Adlung "Mehr oder weniger" und "Voll verladen" - eine Memoryvariante mit taktischen Elementen.

Ansonsten bliebe zu erwähnen, dass die Giveaways "Gitty Glitterhand" zu Flinke Feger und der Gorilla zu Zooloretto nicht mehr zu haben sind. Schade eigentlich.

Die Preispolitik ist interessant wie immer und teilweise unverständlich ...

Hat schon jemand einen Eindruck von Amerigo (dv-Games)? Nach der Regel hörte es sich wie ein Oltremare-Verschnitt an.

Ja und die 200 Exemplare Duck Dealer waren - wie hier schon befürchtet - um 12 Uhr ausverkauft. Allerdings fand ich 60¤ für das bisschen Material auch sehr übertrieben.

Planet of Steam ist auf jeden Fall noch zu haben, wenn ich auch den Eindruck hatte, als wenn mir hunderte mit der Riesenschachtel entgegen kamen.

"Flussfieber" von 2F scheint ein einfaches Laufspiel zu sein, das ich nicht so innovativ fand.

Ich wünsche allen einen schönen zweiten Messetag.

Fröhlichen Gruß
Ina

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Helmut
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Re: Euer Messehighlight vom Donnerstag?

Beitragvon Helmut » 24. Oktober 2008, 06:53

Danke, das war schon mal ein interessanter erster Eindruck, obwohl natürlich jeder mit einem anderen Anspruch zur Messe fährt, je nachdem, welche Spiele ihn überhaupt ansprechen.

>Ich wünsche allen einen schönen zweiten Messetag.

Schöner Wunsch, aber ich muss leider Do und Fr arbeiten und kann nur am Sa nach Essen kommen.

SG
Helmut

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ode

Re: Euer Messehighlight vom Donnerstag?

Beitragvon ode » 24. Oktober 2008, 08:08

Hi,

ich habe meine ersten Eindrücke hier gepostet:

http://www.unknowns.de/wordpress/index.php

Highlight waren für mich LUGARNO von Red Glove und MONUMENTS von Myfair Games (auch in deutsch). Allerdings haben wir die großen Dinger (Le Havre, Macchu Picchu und Konsorten) gar nicht gespielt, da wir sie eh kaufen. Wir checken da eher die kleineren Spiele, die man sonst so übersehen würde...

Heute nehmen wir uns eine Partie COMUNI vor, das mein Geheimfavorit der Messe ist...

ode.

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l8xx
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Le Havre und Freibeuter der Karibik

Beitragvon l8xx » 24. Oktober 2008, 09:51

Le Havre ist ein Fixkauf. Nach dem Erfolg von Agricola und der tollen Vorberichterstattung freue ich mich schon auf meine 1.Partie von diesem Super-Spiel! Und wie ich gelesen habe sind noch weitere Spiele des gleichen Autors in Planung.

Eine Überraschung war Freibeuter der Karibik. Nach dem Einsteigerspiel hat man sofort gesehen wie der Spielmechanismus grob funktioniert. Die angehängte "normale" Partie war dann unglaublich spannend. Einerseits mußte man auf sich selbst schauen und sein Schiff aufrüsten. Ich habe auf Zusatzlage gesetzt und meine Rekordgewinn war mal 1100 Duktaten! Leider waren wir alle etwas zu sehr auf uns selbst fokusiert und die Piraten haben dann einen Hafen nach dem anderen besetzt und so haben wir alle verloren, ganz knapp bevor ich auf 10 Siegpunkte kam. Das nächste mal werde ich auf eine Kanonenstrategie setzen, da hat man auch die Piraten besser im Griff. Hat schonmal wer nur Kanonen gekauft? Eine einseitige Strategie dürfte eher nicht klappen.

Machu Pichu ist ebenfalls empfehlenswert. Gespannt bin ich schon auf "Im Schutze der Burg". Kann dazu schon wer was sagen? Ist der Winterplan schwieriger zu spielen?

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Ferendra
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Re: Le Havre und Freibeuter der Karibik

Beitragvon Ferendra » 24. Oktober 2008, 09:55

Tja, Le Havre wäre auch für mich ein Pflichtkauf gewesen...allerdings nicht mit zwei so langen Schlangen.
Bei einem Tag Messe-Aufenthalt halte ich es für ein Unding die wenige Zeit mit Warten verbringen zu müssen.

Gruss
Ferendra

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l8xx
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Re: Le Havre und Freibeuter der Karibik

Beitragvon l8xx » 24. Oktober 2008, 10:21

> Tja, Le Havre wäre auch für mich ein Pflichtkauf
> gewesen...allerdings nicht mit zwei so langen Schlangen.
> Bei einem Tag Messe-Aufenthalt halte ich es für ein Unding
> die wenige Zeit mit Warten verbringen zu müssen.

Kann ich gut verstehen. Was hast du stattdessen angeschaut/gespielt?

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Helmut
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Re: Le Havre und Freibeuter der Karibik

Beitragvon Helmut » 24. Oktober 2008, 13:31

l8xx schrieb:
>
> Le Havre ist ein Fixkauf. Nach dem Erfolg von Agricola und
> der tollen Vorberichterstattung freue ich mich schon auf
> meine 1.Partie von diesem Super-Spiel!

Warum ist das ein "Super"-Spiel?

SG
Helmut (der sich mit vorschnellen Euphorie-Äußerungen schwer tut)

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l8xx
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Re: Le Havre und Freibeuter der Karibik

Beitragvon l8xx » 24. Oktober 2008, 13:58

Helmut schrieb:
>
> l8xx schrieb:
> >
> > Le Havre ist ein Fixkauf. Nach dem Erfolg von Agricola und
> > der tollen Vorberichterstattung freue ich mich schon auf
> > meine 1.Partie von diesem Super-Spiel!
>
> Warum ist das ein "Super"-Spiel?
>
> SG
> Helmut (der sich mit vorschnellen Euphorie-Äußerungen schwer
> tut)

Weil Agricola ein super Spiel war und Le Havre damit vergleichbar ist. Ich gebe aber zu, es bisher noch nicht gespielt zu haben.

Was ich dagegen schon ausprobiert habe, war Freibeuter der Karibik (Yvio). Ich mag Spiele, bei denen man verschiedene Strategien ausprobieren kann. Auch wenn bei FdK der Einstieg schneller ist, ist es doch ein Aufbauspiel wie Agricola oder eben auch Le Havre mit einem zusätzlichen kooperativen Element (alle gegen das Spiel).

Schade nur, dass heuer die Spiele soo extrem teuer sind. Planet Steam hätte mich auch interessiert, aber bei 70 Euro und mehr für ein "normales" Brettspiel, winke ich ab.

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Helmut
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Re: Le Havre und Freibeuter der Karibik

Beitragvon Helmut » 24. Oktober 2008, 14:54

l8xx schrieb:

> Weil Agricola ein super Spiel war und Le Havre damit
> vergleichbar ist. Ich gebe aber zu, es bisher noch nicht
> gespielt zu haben.
>
Ist es auch immer noch.

Warten wir's bei Le Havre mal ab.


> Schade nur, dass heuer die Spiele soo extrem teuer sind.
> Planet Steam hätte mich auch interessiert, aber bei 70 Euro
> und mehr für ein "normales" Brettspiel, winke ich ab.

Das ist richtg, aber grundsätzlich kommt es auf den Wiederspielwert an. Je häufiger ein Spiel gespielt wird, desto geringer "kostet" eine Partie. So muss man das sehen, die Kosten pro Partie.

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Quexxes
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Re: Le Havre und Freibeuter der Karibik

Beitragvon Quexxes » 24. Oktober 2008, 14:57


>
> Schade nur, dass heuer die Spiele soo extrem teuer sind.
> Planet Steam hätte mich auch interessiert, aber bei 70 Euro
> und mehr für ein "normales" Brettspiel, winke ich ab.

Hat nur 60¤ gekostet...aber hast recht sind leider teilweise Hammerpreise.
Allerdings sollte man auch sehen wie ist das Spielmaterial, Qualität des Spiels usw. wenn ich da zb das Spiel "Catch me if you Can" sehe welches es zwar nur in einer Auflage von 50 Stück gab (Laut Spielerklärer obwohl ichs mir nicht Vorstellen kann) und welches mit einem Blatt Papier unter ne Glasscheibe geklebt mit 17 HolzRechtecken auf welche je ein Bild geklebt war daher kam mußte ich mir das Lachen über den Preis von 25¤ echt verkneifen. Obwohl das Spiel ansich sehr gut ist. Schnell und einfach. Aber auch schnell und einfach nachgebastelt für weitaus weniger als 25¤.
Daher denke ich ist ein Preis von 60¤ für Planet Steam gerechtfertigt.


Ansonsten haben wir uns Ice Flow gekauft. Ein tolles nicht wirklich einfaches aber taktiches Spiel mit viel Eis und kleinen Eisbären ;-)

Außerdem top das Spiel It´s Alive von Reiver Games. Auch sein Prototyp is klasse!!

Grüße und noch viel Spaß all die noch auf der Messe rumfliegen..

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l8xx
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Re: Le Havre und Freibeuter der Karibik

Beitragvon l8xx » 24. Oktober 2008, 15:07

Helmut schrieb:
>
> l8xx schrieb:
>
> > Weil Agricola ein super Spiel war und Le Havre damit
> > vergleichbar ist. Ich gebe aber zu, es bisher noch nicht
> > gespielt zu haben.
> >
> Ist es auch immer noch.
>
> Warten wir's bei Le Havre mal ab.

Ist ja dem Agricola recht ähnlich, da sehe ich wenig Risiko.

>
>
> > Schade nur, dass heuer die Spiele soo extrem teuer sind.
> > Planet Steam hätte mich auch interessiert, aber bei 70 Euro
> > und mehr für ein "normales" Brettspiel, winke ich ab.
>
> Das ist richtg, aber grundsätzlich kommt es auf den
> Wiederspielwert an. Je häufiger ein Spiel gespielt wird,
> desto geringer "kostet" eine Partie. So muss man das sehen,
> die Kosten pro Partie.

Genau, deshalb habe ich bei Freibeuter der Karibik auch nur mit 40 Euro gerechnet und die Konsole nicht dazugezählt. Die kann man dann für (hoffentlich) andere gute Spiele auch verwenden.

Es scheinen die Preise weit auseinander zu gehen: Massenspiele, die durchaus auch gut sind, für zum Teil unter 20 Euro, und manche Kleinverlagsspiele für über 60 Euro.

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ravn

Re: Le Havre und Freibeuter der Karibik

Beitragvon ravn » 24. Oktober 2008, 21:04

l8xx schrieb:
>
> Le Havre ist ein Fixkauf. Nach dem Erfolg von Agricola und
> der tollen Vorberichterstattung freue ich mich schon auf
> meine 1.Partie von diesem Super-Spiel!

Bin auch auf meine erste LeHavre Partie in der Verkaufsversion gespannt. Der in Herne gespielte Prototyp war schon einsame Klasse. Mit jetzt richtiger Grafik und besserem Handling nochmal eine Klasse besser.

Allerdings muss mal für die ersten Partien einiges Sitzfleisch mitbringen, weil es eben kein 45 Minuten und fertig Spiel ist. Dafür gibt es zu viel zu erleben während einer Partie. Allerdings haben wir für die ersten Agricola-Partien auch die doppelte Spielzeit wie angegeben gebraucht. Inzwischen spielt es sich enorm schneller, ohne Spielreiz einzubüssen oder in Hektik zu verfallen.

> Eine Überraschung war Freibeuter der Karibik. Nach dem
> Einsteigerspiel hat man sofort gesehen wie der
> Spielmechanismus grob funktioniert. Die angehängte "normale"
> Partie war dann unglaublich spannend.

Danke für den Tipp. Ich hatte Yvio schon abgeschrieben, aber auch weil ich die Freibeuter der Karibik arg geschwätzig fand. Wenn dann doch dahinter ausreichend Spieltiefe steckt, sollte man dem System wohl noch eine zweite Chance geben.

Cu/Ralf

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CarstenB
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...ein Superspiel weil...

Beitragvon CarstenB » 24. Oktober 2008, 21:29

...ich nach zwei Tagen erklären und Reaktionen beobachten am Stand nicht einen Spieler gesehen habe, der nicht von dem Spiel angetan war. Mir gefällt es mittlerweile besser als Agricola, was aber natürlich auch Geschmackssache ist. Es ist etwas schlanker und stromlinienförmiger mit größerem Gewicht auf taktische Überlegungen während der einzelnen Züge, eröffnet aber mit zunehmender Spieldauer einen größeren Handlungsspielraum und bietet meiner Ansicht nach noch größere Möglichkeiten, das Spiel zu gestalten.

Bezeichnend dafür ist, dass ich für das Erklären von Agricola meist zehn Minuten länger gebraucht habe bis alle Unklarheiten beseitigt waren. Auch sehr typisch war es, dass diejenigen, die das Spiel länger gespielt oder sogar komplett gespielt hatten, umso begeisterter waren.

Grüße,
Carsten

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l8xx
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Re: Le Havre und Freibeuter der Karibik

Beitragvon l8xx » 24. Oktober 2008, 21:45

ravn schrieb:
>
> l8xx schrieb:
> >
> > Le Havre ist ein Fixkauf. Nach dem Erfolg von Agricola und
> > der tollen Vorberichterstattung freue ich mich schon auf
> > meine 1.Partie von diesem Super-Spiel!
>
> Bin auch auf meine erste LeHavre Partie in der
> Verkaufsversion gespannt. Der in Herne gespielte Prototyp war
> schon einsame Klasse. Mit jetzt richtiger Grafik und besserem
> Handling nochmal eine Klasse besser.
>
> Allerdings muss mal für die ersten Partien einiges
> Sitzfleisch mitbringen, weil es eben kein 45 Minuten und
> fertig Spiel ist. Dafür gibt es zu viel zu erleben während
> einer Partie. Allerdings haben wir für die ersten
> Agricola-Partien auch die doppelte Spielzeit wie angegeben
> gebraucht. Inzwischen spielt es sich enorm schneller, ohne
> Spielreiz einzubüssen oder in Hektik zu verfallen.

Übersichtliche Grafik kann ja auch die Spieldauer reduzieren. Wenn ein wenig Routine reinkommt, dann sollte das mit der Spieldauer kein Problem sein.

Aber ür mich ist die Spieldauer schon wichtig, ich spiele lieber ein gutes Spiel mit 1.5h 2x als ein 3h Spiel.


>
> > Eine Überraschung war Freibeuter der Karibik. Nach dem
> > Einsteigerspiel hat man sofort gesehen wie der
> > Spielmechanismus grob funktioniert. Die angehängte "normale"
> > Partie war dann unglaublich spannend.
>
> Danke für den Tipp. Ich hatte Yvio schon abgeschrieben, aber
> auch weil ich die Freibeuter der Karibik arg geschwätzig
> fand. Wenn dann doch dahinter ausreichend Spieltiefe steckt,
> sollte man dem System wohl noch eine zweite Chance geben.

FdK ist sicher kein Strategiehammer wie Agricola oder Le Havre. Ich habe es jetzt mal alleine auf Profimodus gespielt und habe wieder knapp verloren. Ich denke, dass es wichtig ist im richtigen Moment von Zusatzlager und Segel auf Kanonen und Matrosen umzustellen. Anonsten verdient man zwar viel, aber die Piraten holen sich die 5.Stadt. Jedoch denke ich, dass man mind. 1 Zusatzlager benötigt, weil 50% mehr Gewinn erscheint mir unverzichtbar, insbsondere im spätere Spiel, wenn die Preise sinken. Eigentlich bräuchte man ja alles, weil z.b. beim Segel kommt man öfters an die Reihe, aber dazu hat man halt zu wenig Geld.

Eigentlich hätte ich Lust noch 10x alleine zu spielen, aber dann dürfte ich beim Multiplayer zu überlegen sein, deshalb werde ich meine Partien "aufsparen" :-)


Aber auch Agricola habe ich sehr gerne alleine gespielt. Wer ab und zu mal was solo spielen möchte, dem kann ich auch: Zombie in my pocket
http://www.boardgamegeek.com/game/33468
empfehlen.

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Ferdinand Köther
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Re: Euer Messehighlight vom Donnerstag?

Beitragvon Ferdinand Köther » 24. Oktober 2008, 22:18

Ina Broß schrieb:

...
>
> Ja und die 200 Exemplare Duck Dealer waren - wie hier schon
> befürchtet - um 12 Uhr ausverkauft. Allerdings fand ich 60¤
> für das bisschen Material auch sehr übertrieben.
>
'Ne Menge Material, und selbst wenn nicht, was hat das mit dem Preis zu tun? Virtuelle Spiele z. B. bieten als "Material" eine runde Kunststoffscheibe und 'ne Plastikhülle drum herum.

Was zählt, ist der Spielwert - der sicher und zum Glück individuell sehr unterschiedlich bemessen wird. Was zählt ist die Idee!

Entmaterialisierte Grüße
Ferdi

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ravn

Re: Euer Messehighlight vom Donnerstag?

Beitragvon ravn » 24. Oktober 2008, 22:40

Ferdinand Köther schrieb:

> 'Ne Menge Material, und selbst wenn nicht, was hat das mit
> dem Preis zu tun? Virtuelle Spiele z. B. bieten als
> "Material" eine runde Kunststoffscheibe und 'ne Plastikhülle
> drum herum.

Virtuelle Spiele sind schlicht mit Brettspielen nicht vergleichbar. Das Belohnungs-Storytelling-System (als ein Beispiel) kann gleich sein, aber die Medien sind schlicht zu unterschiedlich, um da 1:1 Vergleiche ziehen zu können. Was bei Videospielen zählt, ist u.a. das dargebotene virtuelle Spielmaterial.

Wenn ich 60 Euro für ein Brettspiel ausgebe, dann möchte ich inzwischen auch eine ausreichend gute Ausstattung haben. Wer mir das als Verlag nicht bieten kann, muss das mit einem überragenden Spielwert ausgleichen können. Wie bei Wabash Cannonball für 35 Euro damals gelungen, weil das Spielsystem schlicht passte für mich. Im Bereich von Duck Dealer sehe ich einige Alternativen, die ich schon im Spielschrank habe und vergleichbare Spielsysteme bieten. Soweit mein Ersteindruck, zu dem ich leider noch keine Gegenmeinung lesen konnte und der damit auch völlig falsch sein kann.

Bei Planet Steam im Kontrast dazu sehe ich eine Grundähnlichkeit zum Spielsystem vom Uralt-C64-Game M.U.L.E. und das alleine ist schon aus verklärter Nostalgie an durchzockten Multiplayer-Nächten ein Kaufgrund für mich persönlich genug. Zudem stimmt auch noch das Spielmaterial. Schon mal zwei Pluspunkte.

> Was zählt, ist der Spielwert - der sicher und zum Glück
> individuell sehr unterschiedlich bemessen wird. Was zählt ist
> die Idee!

Genau wegen dieser Unterschiedlichkeit haben wir ja das Forum hier. Möchte da niemanden überzeugen, sondern nur eine Einzelmeinung anbieten. Erst wenn viele andere Einzelmeinungen dazukommen, dann wird es spannend. :-)

Cu/Ralf

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Ferdinand Köther
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Re: Euer Messehighlight vom Donnerstag?

Beitragvon Ferdinand Köther » 24. Oktober 2008, 23:21

ravn schrieb:
>
...
>
> Virtuelle Spiele sind schlicht mit Brettspielen nicht
> vergleichbar. Das Belohnungs-Storytelling-System (als ein
> Beispiel) kann gleich sein, aber die Medien sind schlicht zu
> unterschiedlich, um da 1:1 Vergleiche ziehen zu können. Was
> bei Videospielen zählt, ist u.a. das dargebotene virtuelle
> Spielmaterial.
>

Da hast du sicher Recht, ein 1:1 Vergleich ist eigentlich nie direkt möglich. "Virtuelles Spielmaterial" verbuche ich für mich unter "Spielwert" oder auch "Spielmöglichkeiten", und da sind die Geschmäcker nun mal verschieden.


> Wenn ich 60 Euro für ein Brettspiel ausgebe, dann möchte ich
> inzwischen auch eine ausreichend gute Ausstattung haben. Wer
> mir das als Verlag nicht bieten kann, muss das mit einem
> überragenden Spielwert ausgleichen können. Wie bei Wabash
> Cannonball für 35 Euro damals gelungen, weil das Spielsystem
> schlicht passte für mich. Im Bereich von Duck Dealer sehe ich
> einige Alternativen, die ich schon im Spielschrank habe und
> vergleichbare Spielsysteme bieten. Soweit mein Ersteindruck,
> zu dem ich leider noch keine Gegenmeinung lesen konnte und
> der damit auch völlig falsch sein kann.

Bei gleichzeitiger Verfügbarkeit, die nicht gegeben ist, ist Chicago Express zum etwa gleichen Preis (?) dem Original sicher vorzuziehen, keine Frage, die Idee bleibt die gleiche und die zählt meines Erachtens letzten Endes. Es zählt der Inhalt, besser Gehalt, die Verpackung ist Nebensache, je hübscher, desto besser.

> Bei Planet Steam im Kontrast dazu sehe ich eine
> Grundähnlichkeit zum Spielsystem vom Uralt-C64-Game M.U.L.E.
> und das alleine ist schon aus verklärter Nostalgie an
> durchzockten Multiplayer-Nächten ein Kaufgrund für mich
> persönlich genug. Zudem stimmt auch noch das Spielmaterial.
> Schon mal zwei Pluspunkte.

Obwohl ich beide nicht selber kenne weiß ich, dass PS sogar genau auf dem M.U.L.E. Prinzip beruht. Zumindest PS werde ich hoffentlich bald kennenlernen!
>
...
> Erst wenn viele andere
> Einzelmeinungen dazukommen, dann wird es spannend. :-)
>
> Cu/Ralf

Du sagst es, und cu, wie denn, wo denn? Komm doch morgen/heute mal am Spielerei-Stand (12.04) vorbei!?

Bis denne, hier oder da,
Ferdi

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Roman

Nahkampfzone Halle 9

Beitragvon Roman » 25. Oktober 2008, 02:19

Hi Ina,

Ina Broß schrieb:

> "Sator arepo tenet opera rotas" - es war schwierig an den
> Stand zu kommen, weil die Schlange vor Lookout Games so lang
> war, aber es hat sich gelohnt. Zu Beginn legen die

Das ist noch eine euphemistische Beschreibung des Sachverhalts, dass Lookout-Jungs am Donnerstag zeitweilig die halbe Infrastruktur der Halle 9 lahmgelegt haben. Ich denke, die Herren von Ystari nebenan haben sich auch tierisch über diesen Sachverhalt gefreut, was allerdings den Vorteil hatte, mit etwas Nahkampferfahrung auch mal Sylla spielen zu können (außerdem war's wohl die die verdiente Retourkutsche für den Caylus-Hype) ;-)

Falls es am Wochenende ein Durchkommen gibt: auch "Sylla" ist nebst "Sator" sicherlich einen Blick wert, wenn man schonmal vor Ort ist 8-)

Ciao,
Roman (plädiert dafür, die Halle 9 für diese Messe in "Uwe Rosenberg-Fan-Freilaufgehege" umzubenennen. Kleiner Tipp anbei: "Le Havre" zu spielen lohnt sicherlich mehr als die "Agri-Cola" zu trinken. Guter Zweck hin oder her.)

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CarstenB
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Re: Nahkampfzone Halle 9

Beitragvon CarstenB » 25. Oktober 2008, 03:10

Naja, immerhin ist die Agri-Cola scheinbar 2 Nährwerte wert. Mangels anderer Gelegenheiten bin ich damit jedenfalls über den Tag gekommen. In Verbindung mit einem hinterhergeschobenen Ag-Ricola für die Stimme schmeckte das dann auch wohl.. :p

Grüße,
Carsten

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Ralf Arnemann
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Le Havre Spieldauer

Beitragvon Ralf Arnemann » 25. Oktober 2008, 10:57

> Allerdings muss mal für die ersten Partien einiges
> Sitzfleisch mitbringen, weil es eben kein 45 Minuten
> und fertig Spiel ist.
Und das gilt wohl nicht nur für die ersten Partien!
Laut Spielregel muß man für eine normale 4-er-Partie 3,5 Stunden einrechnen - das war dann für uns das KO-Kriterium.

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Marc
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Re: Le Havre Spieldauer

Beitragvon Marc » 25. Oktober 2008, 12:57

Ralf Arnemann schrieb:
> Laut Spielregel muß man für eine normale 4-er-Partie 3,5
> Stunden einrechnen - das war dann für uns das KO-Kriterium.

Oh, und ich dachte die Spieleautoren hätten dazugelernt und es geschafft, packende Spiele auf Civi-Niveau ohne Civi-Spieldauern (ja, ich übertreibe) hinzubekommen. Offenbar geht der Trend wieder in die andere Richtung.

Marc

* * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * *

"Darmstadt spielt" am 15. und 16.November 2008
http://www.darmstadt-spielt.de

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Roman

Re: Le Havre Spieldauer

Beitragvon Roman » 25. Oktober 2008, 12:59

Hi Ralf,

Ralf Arnemann schrieb:
>
> > Allerdings muss mal für die ersten Partien einiges
> > Sitzfleisch mitbringen, weil es eben kein 45 Minuten
> > und fertig Spiel ist.
> Und das gilt wohl nicht nur für die ersten Partien!
> Laut Spielregel muß man für eine normale 4-er-Partie 3,5
> Stunden einrechnen - das war dann für uns das KO-Kriterium.

Ach, für Euch auch? Bei aller Liebe zum Spiel sollte ein Spiel doch auch noch für berufstätige Freaks an einem Abend spielbar sein.

(O-Zitat eines Mitspielers nach 2h Le Havre in Runde 10 von 20: "Du kannst das doch jetzt nicht abbrechen?" - "Doch, kann ich, weil ich erstens heute gerne noch andere Spiele sehen würde und zweitens nicht glaube, dass Du zu selbst sonntags zu unseren Spieletreffen so früh kommst, dass wir das wirklich zuende spielen ohne dass Du nörgelst.)

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Roman

Re: Le Havre Spieldauer

Beitragvon Roman » 25. Oktober 2008, 13:19

Hi Marc,

Marc schrieb:

> Oh, und ich dachte die Spieleautoren hätten dazugelernt und
> es geschafft, packende Spiele auf Civi-Niveau ohne
> Civi-Spieldauern (ja, ich übertreibe) hinzubekommen. Offenbar
> geht der Trend wieder in die andere Richtung.

Ich hatte auch mal die eklatante Befürchtung, dass wir weiter seien, sie hat sich zum Glück leider nicht bestätigt.

Ciao,
Roman

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ravn

Re: Mut zu Drei-Stunden-Spielen

Beitragvon ravn » 25. Oktober 2008, 21:24

Roman schrieb:

> Ich hatte auch mal die eklatante Befürchtung, dass wir weiter
> seien, sie hat sich zum Glück leider nicht bestätigt.

Mut zur Lücke. Die 60 bis 90 Minuten Brettspiele gibt es ausreichend. Wenn LeHavre drei Stunden braucht und in der Zeit fesseln kann (nur Prototypen-Erfahrung), dann waren das für mich lohnende drei Stunden. Kann aber gut verstehen, wenn man irgendwann keine Zeit mehr für Freakspiele findet.

Wäre aber schade, wenn die völlig vom Markt verschwinden würden. Weil Aufbauspielen brauchen halt ihre Zeit, um sich entwickeln zu können in einer angenehmen Komplexität. Der Rest spielt dann einfach ein Stone Age oder Keltis und wird damit ebenso glücklich. :-)

Cu/Ralf


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