Anzeige

Vier frische Essen-Eindrücke

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
Benutzeravatar
Ingo Althöfer
Kennerspieler
Beiträge: 585

Vier frische Essen-Eindrücke

Beitragvon Ingo Althöfer » 25. Oktober 2008, 21:23

Hallo allerseits,

vier von den vielen Messe-Eindrücken, die
ich heute nachmittag hatte:

* Konrad Stephan, Jenaer Mathe-Student und auch
Mitglied der Sam-Lloyd-AG, hat sein erstes Spiel
bei einem Verlag untergebracht:
"Squaretower" (für 2 Spieler) bei RomBol, Stand 9-96
in Halle 9.0. Da bin ich richtig mitstolz.

* Beim Giseh-Verlag gibt es drei neue Spiele mit
tollem Design: X, X^2 (gesprochen "X-hoch-2"), und
ein drittes, dessen Namen ich vergessen habe (es war
aber nicht X^3).

* Bei Z-Man habe ich "1960: The Making of the
President" erworben. Gut, dass ich zuvor die spielbox
gelesen hatte. Vorsichtshalber habe ich nämlich die
Schachtel gleich am Stand aufgerissen - und tatsächlich
waren auch in meinem Exemplar die blauen und roten
Zählsteine angeschimmelt :-(So stand es ja auch
in der Besprechung). Mein Hinweis beim Standbetreiber
führte zum kulanten Sofort-Preisnachlass (22 Euro
statt des "Normal"preises 30 Euro).

* Angetan bin ich von Christward Conrads schönem Spiel
"Nuggets" (erschienen schon 2003 bei Winning Moves). Beim
Meditieren im Zug nach Hause ist mein Bauch aber zu der
Meinung gekommen, dass man wahrscheinlich die Verteilung
der Goldminen-Marker zu Spielbeginn noch besser machen
kann als in der Regel angegeben...

So, und jetzt wird weiter ausgepackt.
Allen einen schönen Sonntag wünscht
Ingo.

Benutzeravatar
Ulrich Roth
Kennerspieler
Beiträge: 281

Re: Vier frische Essen-Eindrücke

Beitragvon Ulrich Roth » 26. Oktober 2008, 00:59

Hallo Ingo,

> * Angetan bin ich von Christward Conrads schönem Spiel
> "Nuggets" (erschienen schon 2003 bei Winning Moves).

in der Tat ein geniales Spiel, das damals leider - wohl nicht zuletzt wegen des misslungenen Designs - völlig untergegangen ist.

> Beim
> Meditieren im Zug nach Hause ist mein Bauch aber zu der
> Meinung gekommen, dass man wahrscheinlich die Verteilung
> der Goldminen-Marker zu Spielbeginn noch besser machen
> kann als in der Regel angegeben...

Was spricht dagegen, sie willkürlich irgendwie (jedesmal anders) zu verteilen?
Könntest du deine Überlegung bitte etwas erläutern?

Grüße,
Ulrich

Benutzeravatar
Ingo Althöfer
Kennerspieler
Beiträge: 585

Zu "Nuggets" von C.Conrad

Beitragvon Ingo Althöfer » 26. Oktober 2008, 13:57

Ulrich Roth schrieb:
> Hallo Ingo,
>
> > * Angetan bin ich von Christward Conrads schönem Spiel
> > "Nuggets" (erschienen schon 2003 bei Winning Moves).
>
> in der Tat ein geniales Spiel, das damals leider -
> wohl nicht zuletzt wegen des misslungenen Designs -
> völlig untergegangen ist.

Ich fand das Design eigentlich okay,
abgesehen von der Verwendung der Ziffer 6,
die manchmal doch versehentlich als 9 interpretiert
wird, wenn man nicht voll konzentriert ist.
Wo lagen/liegen Deiner Meinung nach die Schwachpunkte?

> > Beim
> > Meditieren im Zug nach Hause ist mein Bauch aber zu der
> > Meinung gekommen, dass man wahrscheinlich die
> > Verteilung der Goldminen-Marker zu Spielbeginn noch
> > besser machen kann als in der Regel angegeben...
>
> Was spricht dagegen, sie willkürlich irgendwie (jedesmal
> anders) zu verteilen?

Das ist ja auch am Ende der Regel vorgeschlagen. Trotzdem
sollte die angegebene Standard-Verteilung schon so gut
wie möglich sein.

> Könntest du deine Überlegung bitte etwas erläutern?

Es ist erstmal nur ein Bauchgefühl, vor folgendem
Hintergrund: Für fast alle Goldminen-Marker ist der nächste
Goldminen-Marker genau einen Rösselsprung weit entfernt.
(Einzige Ausnahme sind die beiden "6" links unten.)
Diese Lokalgleichheit wird tendenziell dazu führen, dass
sich in Zweierpartien (bei starken Spielern) oft lokal
gleiche Strategien ergeben könnten, was eine unnötige Verhinderung von Abwechslung wäre.

Vielleicht finde ich einen willigen Studenten, der mit
Computerhilfe durchrechnet, ob mein Gefühl stimmt, und
falls ja, welche anderen Verteilungen interessanter wären.

****************************************
Eine andere Sache zu "Nuggets":
Bei der Beschäftigung (erst seit gestern abend, aber
relativ intensiv) ist mir eine Idee für eine Nuggets-
Variante gekommen: So, wie sich im wirklich Leben erst
nach und nach zeigt, wie ergiebig eine Goldader ist, könnte
man auch im Spiel die Goldminen-Marker zunächst mit den
Nummern nach unten durchmischen und dann auf "ihre Plätze" verteilen. Erst im Laufe des Spiels werden (nach irgend-
einer geeigneten Regel; z.B. immer dann, wenn der zugehörige Claim abgesteckt und zugeordnet ist) nach und
nach die Markersteine umgedreht und dadurch ihr Wert
bekannt.

Ingo.

Benutzeravatar
Ulrich Roth
Kennerspieler
Beiträge: 281

Re: Zu

Beitragvon Ulrich Roth » 26. Oktober 2008, 20:08

Ingo Althöfer schrieb:
>
> Ulrich Roth schrieb:
> > Hallo Ingo,
> >
> > > * Angetan bin ich von Christward Conrads schönem Spiel
> > > "Nuggets" (erschienen schon 2003 bei Winning Moves).
> >
> > in der Tat ein geniales Spiel, das damals leider -
> > wohl nicht zuletzt wegen des misslungenen Designs -
> > völlig untergegangen ist.
>
> Ich fand das Design eigentlich okay,
> abgesehen von der Verwendung der Ziffer 6,
> die manchmal doch versehentlich als 9 interpretiert
> wird, wenn man nicht voll konzentriert ist.
> Wo lagen/liegen Deiner Meinung nach die Schwachpunkte?

Das Design ist durchweg abstrakt, und ebnet das eigentlich spannende Thema völlig ein.
Man hätte doch mindestens das Spielplanraster mit einer geeigneten Landschaftsillustration o.ä. unterlegen können.
Die klobigen Goldminenmarker sehen aus wie Fässer - wozu diese Holzverschwendung?
Plättchen mit einer Goldnugget-Abildung + Zahl darauf wären atmosphärischer (und billiger) gewesen.

Streiten kann man sicherlich über die Farbgebung; ich finde sie scheußlich.
Insbesondere der Anblick der Spielbrettumrandung (beißt sich mit den roten Plättchen) tut mir in den Augen weh.

Noch ein Grund, warum ich das Spiel selbst zu Ramschpreisen nie gekauft habe, ist der Verdacht, dass bei den hölzernen Diggerplättchen eine - unterscheidbare und somit spielkillende - Maserung zu sehen sein könnte...
(Ist aber nur eine Vermutung, da ich das Originalspiel nie in Händen hatte und nur von Fotos kenne.)

> > > Beim
> > > Meditieren im Zug nach Hause ist mein Bauch aber zu der
> > > Meinung gekommen, dass man wahrscheinlich die
> > > Verteilung der Goldminen-Marker zu Spielbeginn noch
> > > besser machen kann als in der Regel angegeben...
> >
> > Was spricht dagegen, sie willkürlich irgendwie (jedesmal
> > anders) zu verteilen?
>
> Das ist ja auch am Ende der Regel vorgeschlagen. Trotzdem
> sollte die angegebene Standard-Verteilung schon so gut
> wie möglich sein.
>
> > Könntest du deine Überlegung bitte etwas erläutern?
>
> Es ist erstmal nur ein Bauchgefühl, vor folgendem
> Hintergrund: Für fast alle Goldminen-Marker ist der nächste
> Goldminen-Marker genau einen Rösselsprung weit entfernt.
> (Einzige Ausnahme sind die beiden "6" links unten.)
> Diese Lokalgleichheit wird tendenziell dazu führen, dass
> sich in Zweierpartien (bei starken Spielern) oft lokal
> gleiche Strategien ergeben könnten, was eine unnötige
> Verhinderung von Abwechslung wäre.
>
> Vielleicht finde ich einen willigen Studenten, der mit
> Computerhilfe durchrechnet, ob mein Gefühl stimmt, und
> falls ja, welche anderen Verteilungen interessanter wären.

Von Bauch zu Bauch: Ich vermute, dass du Recht hast.
Mir würde es allerdings sowieso nie in den Sinn kommen, "Nuggets" mit irgendeiner Standardaufstellung zu spielen (de facto hatte ich völlig vergessen, dass es sie überhaupt gibt).
Wir mischen immer die Goldminen verdeckt, platzieren sie dann in plausibler Verteilung und drehen sie erst danach um.
So ist maximale Abwechslung garantiert.

> Eine andere Sache zu "Nuggets":
> Bei der Beschäftigung (erst seit gestern abend, aber
> relativ intensiv) ist mir eine Idee für eine Nuggets-
> Variante gekommen: So, wie sich im wirklich Leben erst
> nach und nach zeigt, wie ergiebig eine Goldader ist, könnte
> man auch im Spiel die Goldminen-Marker zunächst mit den
> Nummern nach unten durchmischen und dann auf "ihre Plätze"
> verteilen. Erst im Laufe des Spiels werden (nach irgend-
> einer geeigneten Regel; z.B. immer dann, wenn der zugehörige
> Claim abgesteckt und zugeordnet ist) nach und
> nach die Markersteine umgedreht und dadurch ihr Wert
> bekannt.

Kann man sicherlich machen - falls erhöhter Glücksfaktor und Reduzierung der Kontrolle erwünscht ist (z.B. wenn Kinder mitspielen, deren Gewinnchancen man erhöhen will).

Als "ständige Diät" würde ich es aber nicht so spielen wollen; ich glaube, das verdeckte Legen der Digger reicht völlig aus, um jedem Spieler, der halbwegs sinnvoll agiert, eine Chance zu geben.

Für 4 Spieler empfehle ich übrigens - genau wie bei "Packeis am Pol" - unbedingt, in 2er-Teams zu spielen.

:cool:

Benutzeravatar
Ingo Althöfer
Kennerspieler
Beiträge: 585

Re: Zu - oder offen ?!

Beitragvon Ingo Althöfer » 27. Oktober 2008, 09:49

Hallo Uli,

Ulrich Roth schrieb:
> Ingo Althöfer schrieb:
> > > > * Angetan bin ich von Christward Conrads schönem
> > > > Spiel "Nuggets"


> > Ich fand das Design eigentlich okay,
> > abgesehen von der Verwendung der Ziffer 6,
> > die manchmal doch versehentlich als 9 interpretiert
> > wird, wenn man nicht voll konzentriert ist.
> > Wo lagen/liegen Deiner Meinung nach die Schwachpunkte?
>
> Das Design ist durchweg abstrakt, und ebnet das
> eigentlich spannende Thema völlig ein.
> Man hätte doch mindestens das Spielplanraster mit einer
> geeigneten Landschaftsillustration o.ä. unterlegen
> können.

Richtig. Oder dem ganzen eine konkrete Story unterlegen
können, z.B. die ziemlich aktuelle Goldsuche in einem
Bachtal in Thüringen ...

> Die klobigen Goldminenmarker sehen aus wie Fässer - wozu
> diese Holzverschwendung?
> Plättchen mit einer Goldnugget-Abildung + Zahl darauf
> wären atmosphärischer (und billiger) gewesen.

Auch richtig.

> Noch ein Grund, warum ich das Spiel selbst zu
> Ramschpreisen nie gekauft habe, ist der Verdacht,
> dass bei den hölzernen
> Diggerplättchen eine - unterscheidbare und somit
> spielkillende - Maserung zu sehen sein könnte...

Hmm. Ich habe die Ausgabe mit Pappplättchen, und da
sieht man nichts unterscheidbares drauf - zumindest so
lange nicht, wie ein Thüringer mit fettigen Bratwurst-
fingern draufgepatscht hat.

> > Es ist erstmal nur ein Bauchgefühl, vor folgendem
> > Hintergrund: Für fast alle Goldminen-Marker ist der
> > nächste Goldminen-Marker genau einen Rösselsprung
> > weit entfernt.
> > (Einzige Ausnahme sind die beiden "6" links unten.)
> > Diese Lokalgleichheit wird tendenziell dazu führen,
> > dass sich in Zweierpartien (bei starken Spielern)
> > oft lokal gleiche Strategien ergeben könnten, was
> > eine unnötige Verhinderung von Abwechslung wäre.
> >
> > Vielleicht finde ich einen willigen Studenten, der mit
> > Computerhilfe durchrechnet, ob mein Gefühl stimmt, und
> > falls ja, welche anderen Verteilungen interessanter
> > wären.
>
> Von Bauch zu Bauch: Ich vermute, dass du Recht hast.

Da teile ich gerne meinen Bauch mit Dir ;-)

> Wir mischen immer die Goldminen verdeckt, platzieren
> sie dann in plausibler Verteilung und drehen sie erst
> danach um. So ist maximale Abwechslung garantiert.

Frage aus Neugier: Wie sieht bei Euch "plausibel" aus?


> > Eine andere Sache zu "Nuggets":
> > Bei der Beschäftigung (erst seit gestern abend, aber
> > relativ intensiv) ist mir eine Idee für eine Nuggets-
> > Variante gekommen: So, wie sich im wirklich Leben erst
> > nach und nach zeigt, wie ergiebig eine Goldader ist,
> > könnte man auch im Spiel die Goldminen-Marker zunächst
> > mit den Nummern nach unten durchmischen und dann
> > auf "ihre Plätze" verteilen. Erst im Laufe des Spiels
> > werden (nach irgendeiner geeigneten Regel; z.B. immer
> > dann, wenn der zugehörige
> > Claim abgesteckt und zugeordnet ist) nach und
> > nach die Markersteine umgedreht und dadurch ihr Wert
> > bekannt.
>
> Kann man sicherlich machen - falls erhöhter Glücksfaktor
> und Reduzierung der Kontrolle erwünscht ist (z.B. wenn
> Kinder mitspielen, deren Gewinnchancen man erhöhen will).

Genau daran hatte ich auch gedacht bei der Variante.


> Für 4 Spieler empfehle ich übrigens - genau wie
> bei "Packeis am Pol" - unbedingt, in 2er-Teams zu
> spielen.

Zustimmung. Gilt z.B. für mein "Ewn quattro" auch.

Noch eine Frage zum Schluss: Kennst Du (oder sonst jemand)
ähnlich elegante Goldgräberspiele? (Das auch schöne
China-Gold von Günter Cornett kenne ich schon.)

Ingo.

Benutzeravatar
Ulrich Roth
Kennerspieler
Beiträge: 281

Zu "Nuggets" von C.Conrad

Beitragvon Ulrich Roth » 27. Oktober 2008, 12:48

Ingo Althöfer schrieb:

> > Noch ein Grund, warum ich das Spiel selbst zu
> > Ramschpreisen nie gekauft habe, ist der Verdacht,
> > dass bei den hölzernen
> > Diggerplättchen eine - unterscheidbare und somit
> > spielkillende - Maserung zu sehen sein könnte...
>
> Hmm. Ich habe die Ausgabe mit Pappplättchen, und da
> sieht man nichts unterscheidbares drauf - zumindest so
> lange nicht, wie ein Thüringer mit fettigen Bratwurst-
> fingern draufgepatscht hat.

Ich wäre wohl erst beruhigt, wenn die Dinger aus perfekt gefertigtem, wasser- und fettabweisendem Plastik wären... :roll:

> Frage aus Neugier: Wie sieht bei Euch "plausibel" aus?

Eigentlich geht praktisch alles, da es ja für alle Spieler gleich ist.
(Für den Fall eines hypothetischen Startspielervorteils sollte man diesen vorsichtshalber erst nach Platzieren der Minen auslosen!)
Gefühlsmäßig haben wir bisher dazu geneigt, keine Minen direkt benachbart zu legen (obwohl im Grunde nichts dagegen spricht, da sie ja noch getrennt werden können), und
alle Spielplanregionen halbwegs gleichmäßig zu bedenken (aber auch hier könnte man durchaus mal mit extremeren Verteilungen experimentieren).

> > Für 4 Spieler empfehle ich übrigens - genau wie
> > bei "Packeis am Pol" - unbedingt, in 2er-Teams zu
> > spielen.
>
> Zustimmung. Gilt z.B. für mein "Ewn quattro" auch.

Wo du es erwähnst: Das wollte ich immer schon mal ausprobieren.
Nach deiner bisherigen Erfahrung, würdest du empfehlen, dass die Partner einander gegenüber oder nebeneinander sitzen?
Spieltechnisch geht sicher beides, aber was gibt schönere / spannendere Partien?

> Noch eine Frage zum Schluss: Kennst Du (oder sonst jemand)
> ähnlich elegante Goldgräberspiele? (Das auch schöne
> China-Gold von Günter Cornett kenne ich schon.)

Da fällt mir auf Anhieb nur das schöne alte - und im Gegensatz zu "Nuggets" 100% thematische - Kinderspiel "Goldgräber" von Edith Grein-Böttcher (1988) ein, aber das spielt natürlich in einer ganz anderen Liga:

http://sunsite.informatik.rwth-aachen.de/cgi-bin/luding/GameName.py?lang=DE&frames=0&gamename=goldgr%E4ber

:smile:

Benutzeravatar
Ingo Althöfer
Kennerspieler
Beiträge: 585

Re: Zu "Nuggets" von C.Conrad

Beitragvon Ingo Althöfer » 28. Oktober 2008, 09:14

Hallo Uli,

Ulrich Roth schrieb:
> (Für den Fall eines hypothetischen Startspielervorteils
> sollte man diesen vorsichtshalber erst nach Platzieren der
> Minen auslosen!)

Bei sehr leistungsbezogenen Spielern kann man die
Startspieler-Auswahl ja durch Komi-Bidding machen...


> Wo du es erwähnst: Das wollte ich immer schon mal ausprobieren.
> Nach deiner bisherigen Erfahrung, würdest du empfehlen, dass
> die Partner einander gegenüber oder nebeneinander sitzen?
> Spieltechnisch geht sicher beides, aber was gibt schönere /
> spannendere Partien?

Auf devilplay.de, der einzigen Online-Stelle für Ewn-quattro,
wird fast nur diagonal gespielt. Das liegt wohl mit daran,
dass die Community das Spiel (mit vier Beteiligten in zwei
Zweierteams) vorwiegend als soziales Ereignis ansieht, und
da macht das leichte Chaos, vor allem in der Brettmitte,
viel Spass.

Leistungsspieler (z.B. Theo van der Storm) ziehen die Longline-
Variante vor.

Dr. Dietmar Wolz (Berlin) hat mal Computerprogramme (auf UCT-
Basis) für die verschiedenen Ewn-Programme geschrieben und bei
Testläufen folgende Einsichten gewonnen:
am (relativ) einfachsten ist das normale Zweier-Ewn,
dann kommt die Quattro-Version mit Diagonal-Anordnung,
dann Quattro-Longline,
und schliesslich als komplizierteste
die Drei-Spieler-Version, wo ein Einzelkämpfer sich
gegen zwei "Destruktivisten" durchsetzen muss.

Sein Kriterium war die Erfolgsquote von doppelter Bedenkzeit
gegen einfache Bendekzeit: je höher, um so anspruchsvoller
das Spiel.

Die Dreier-Version kann man bisher nirgendwo online spielen.
Auch hat sie den kleinen Nachteil, dass der Einzelspieler
(bei gleicher Spielstärke) eine Erfolgsquote von knapp 70
Prozent hat.


> > Noch eine Frage zum Schluss: Kennst Du (oder sonst jemand)
> > ähnlich elegante Goldgräberspiele? (Das auch schöne
> > China-Gold von Günter Cornett kenne ich schon.)
>
> Da fällt mir auf Anhieb nur das schöne alte - und im
> Gegensatz zu "Nuggets" 100% thematische - Kinderspiel
> "Goldgräber" von Edith Grein-Böttcher (1988) ein, aber das
> spielt natürlich in einer ganz anderen Liga:
>
> http://sunsite.informatik.rwth-aachen.de/cgi-bin/luding/GameName.py?lang=DE&frames=0&gamename=goldgr%E4ber

Danke für den Hinweis!

Gruss, Ingo


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 14 Gäste