Beitragvon Erklärbär » 3. Juli 2009, 15:40
Günter Cornett schrieb:
> Erklärbär schrieb:
> > * Manche Altersangaben unterschätzen bereits das schulische
> > Niveau, insbesondere sechs- bis achtjährige haben Grenzen in
> du meinst vermutlich: überschätzen.
Juup, der Satz endete ursprünglich mit "Grenzen", nicht mit "Niveau"...
> Ich denke, es geht darum, es auch ohne Erwachsene spielen zu können.
Genau dies ist aber wieder ein Interpretationspunkt, der von Verlag zu Verlag anders ausgelegt wird. Klar, bis 8 Jahre ist Regel erarbeiten Erwachsenensache. Aber ohne Erwachsene spielen? Kinder sind untereinander beim Spiel eben nicht gleichaltrig.
> > * Oder andersherum: Wieviel Prozent meint der Verlag mit der
> > Altersangabe abdecken zu wollen? Also: Eher 20 oder 80% des
> > Alters können das Spiel spielen.
>
> Ich finde, deutlich mehr als 50% sollten es schon sein.
Nun, umgekahrt wird halt ein Schuh draus: Damit kommen die Verlage nicht auf Verkaufszahlen, wenn man die Altersgrenze hochsetzt, obwohl die Hälfte der Kinder es spielen könnte. Oder ein Drittel. Oder "ich kenn' eins, das kann das!".
> > Dies dürfte die leidige Frage nach spiel-erfahren oder
> > -unerfahren erschlagen.
>
> mäßig spielerfahren würde ich vorausetzen. Also Minimum:
> MÄDN-Erfarung, Schwarzer Peter, Memory u.a. etc.
Ergo: wie viele Kinder sind dies? Und MÄDN-Erfahrung u.ä. reicht einfach nicht. Welches nicht-triviale Spiel ist bereits mit "Memory"-Erfahrung spielbar?
> > Oder anders ausgedrückt: Können Kinder des angegebenen Alters
> > allein spielen, und wenn nicht: gegen ältere in jeder Rolle
> > und regelkonform gewinnen?
>
> Ersteres ja, letzteres wohl eher nicht.
Haben Kinder heutzutage keine Geschwister mehr? Welcher Spielspaß soll sich einstellen, wenn man kaum gegen die älteren gewinnen kann - nur weil "man" schon so alt ist wie die Altersangabe?
Diese Aspekte schaffen eine enorme Bandbreite, und meist wissen nur die Eltern, aber kaum noch die "Tanten", wie die Relation zu den Altersangaben aussehen.
Da ist es dann auch noch kontraproduktiv, wenn Verlagspolitik eigene Maßstäbe für die Altersangaben vorgibt.
Ergo bleibe ich bei meinem Vorschlag: Altersangabe mit einer nachvollziehbaren Prozentangabe im Kleingedruckten, also 20, 30, 50, 60 oder 80%. Dann kann jeder, der sein Kind für "schlauer" hält (damit hat mir meine Tante immer geschadet) sich daran orientieren. Das dies gesellschaftlich wohl nicht umgesetzt werden kann steht auf einem anderen Blatt.
Servus,
Heinz