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viele Regelfragen - woran liegt es?

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Golbin
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viele Regelfragen - woran liegt es?

Beitragvon Golbin » 9. November 2009, 18:08

Huhu,

ich den letzten 14 Tagne sind zu 38 Spielen Regelfragen gestellt worden. Ich finde dass dies sehr viel ist, denn die Qualität der meisten Regeln ist meiner Meinung nach sehr hoch. Woran mag das liegen?

Ein paar Ideen:
- es wird weniger gelesen und der Umgang mit schriftlichem Material fällt dadurch schwer,
- es ist einfacher, hier eine Frage zu stellen als die Regel zu durchsuchen,
- es sind hier mehr User, also auch mehr Postings,
- die Spieler werden bzgl. der Präzision von Reglen immer anspruchsvoller,
- man hat sich ein Spiel auf der Messe erklären lassen, traut aber dem Ganzen im Detzail nicht.
- oder ...?

Golbin

Und hier (in alphabetischer Reihengfolge) die Spiele (nicht alles Essen-Neuheiten); ich habe nach dem Tag [RF] gesucht:

2 de mayo
Agricola Moorbauern
Assyria
Avalam
Basketboss
Battlestar Galactica
Bet your Brain
Carson City
Container
Cyclades
Day & Night
Dice Town
Die Tore der Welt
Dungeon Lords
DarWinci
Egizia
Ghost Stories White Moon
Hansa Teutonica
Haste Bock
Imperial
Islas Canarias
Junta
Land in Sicht
Macao
Machtspiele
Magister Navis
Mr. Jack in Ny
Opera
Pony Express
Priests Of Ra
Rise of Empires
Runebound
Savannah Tails
Snow Tails
Tinners Trail
Tobago
Vasco Da Gama
Vor den Toren von Loyang

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Michael Schlepphorst
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Beiträge: 793

Re: viele Regelfragen - woran liegt es?

Beitragvon Michael Schlepphorst » 9. November 2009, 18:45

Golbin schrieb:
> - die Spieler werden bzgl. der Präzision von Reglen immer
> anspruchsvoller,
> - man hat sich ein Spiel auf der Messe erklären lassen, traut
> aber dem Ganzen im Detzail nicht.

Dies wären die Punkte die mich betreffen. Manchmal ist aber auch so, dass man einfach ein Brett vor dem Kopf hat.

Gerade nach der Messe wenn man sich viele neue Spiele zugelegt hat und diese in einem kurzem Zeitraum spielen will liest man sich so viele Regeln durch das man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht.

Zudem kommen wahrscheinlich auch noch Erfahrungen die man in der Vergangenheit gemacht hat. So hatte ich oft schon Übersetzungsfehler ins deutsche wenn es sich um ein ausländisches Spiel handelt.

Ich denke auch das "Normalspieler" die Regeln weniger hinterfragen und Passagen die für manchen von uns uneindeutig sind, für diejenigen einfach so hingenommen werden und so gespielt werden wie sie es eben verstanden haben. Da wird das geschriebene noch als Gesetzt verstanden und nicht weiter hinterfragt.

Trotzdem gibt es hier aber auch oft Regelfragen die man sich anhand der Regeln selbst beantworten könnte. Aber ich denke umso mehr Erfahrungen mit Regeln man selbst gemacht hat, desto öfters passiert einem selbst so etwas ;-)

Dies wären meine Anmerkungen dazu ...

Michael, der so ne Brett-vorm-Kopf-Phase gerade erst wieder hinter sich gelassen hat ...

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Volker L.

Re: viele Regelfragen - woran liegt es?

Beitragvon Volker L. » 9. November 2009, 19:11

Ich denke, es dürften vor allem diese beiden Punkte sein:

> - es ist einfacher, hier eine Frage zu stellen als die Regel
> zu durchsuchen,
> - die Spieler werden bzgl. der Präzision von Reglen immer
> anspruchsvoller,


Zu Deinem letzten Punkt

> - man hat sich ein Spiel auf der Messe erklären lassen, traut
> aber dem Ganzen im Detzail nicht.

hätte ich noch eine mögliche Variation anzubieten:
- man hat das Spiel (auf der Messe) falsch erklärt bekommen
und sich die Regel gar nicht selbst erarbeitet, also findet
man naturgemäß auch die richtigen Stellen nicht, wo es
korrekt erklärt wird.

Gruß, Volker

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achim

Re: viele Regelfragen - woran liegt es?

Beitragvon achim » 9. November 2009, 20:20

Golbin schrieb:
>
> Huhu,
>
> ich den letzten 14 Tagne sind zu 38 Spielen Regelfragen
> gestellt worden. Ich finde dass dies sehr viel ist, denn die
> Qualität der meisten Regeln ist meiner Meinung nach sehr
> hoch. Woran mag das liegen?
>
> Ein paar Ideen:
> - es wird weniger gelesen und der Umgang mit schriftlichem
> Material fällt dadurch schwer,
> - es ist einfacher, hier eine Frage zu stellen als die Regel
> zu durchsuchen,
> - es sind hier mehr User, also auch mehr Postings,
> - die Spieler werden bzgl. der Präzision von Reglen immer
> anspruchsvoller,
> - man hat sich ein Spiel auf der Messe erklären lassen, traut
> aber dem Ganzen im Detzail nicht.
> - oder ...?

Hallo Goblin,

ich glaube, dass alle Punkte mit Ausnahme der ersten beiden mehr oder weniger zutreffen.
Meine Meinung ist, dass Regeln
1. zunächst im Laufe der Zeit immer besser wurden.
2. Die Komplexität der Spiele zunimmt und dadurch leichter Regelprobleme entstehen können.
3. Man die Möglichkeit nutzt, im Internet Regeln (auch mit den Autoren) zu diskutieren.
4. Ängste vorhanden sind, man könnte eventuell nicht "im Sinne des Erfinders" spielen.

Ich glaube jedoch nicht an eine Faulheit oder "Beschränktheit" der Beitragschreiber. Wäre es nicht viel einfacher, "irgendwie" zu spielen als hier lang Fragen zu stellen? Aufwändiger ist es doch, seine Probleme hier vernünftig so zu formulieren, dass andere sie auch lösen können. Und viele Fragen, die hier gestellt werden, beinhalten Tatbestände, die man eventuell selbst überlesen hat und Regelunklarheiten dadurch beseitigt werden können.

Eines sollte man aber nie vergessen, nämlich, dass Regeln fast aller Spiele nicht erfunden sondern entwickelt wurden und sich bei entsprechender Änderung einzelner Regelpunkte ein (leicht) anderes Spiel ergibt. Ich habe den Eindruck, dass dieser Motifizierungsgedanke speziell bei Vielspielern zunehmend abnimmt, das heißt, ein Spiel wird auf Punkt und Komma nachgespielt und "Hausregeln" fallen immer mehr der Vergessenheit anheim.
Als Grund dafür wäre natürlich denkbar, dass ein Spiel nur noch sehr wenig gespielt wird, da die nächste Neuheit schon auf dem Spieltisch wartet. Eine längere Beschäftigung mit einem einzelnen Spiel ist da nicht mehr möglich, will man all die vielen tollen Topspiele ausprobieren.

Die Rubrik "Besser spielen" in der Spielbox finde ich persönlich daher sehr bereichernd. Da erhalten Spiele manchmal einen ganz neuen Charakter und entfalten dadurch einen ganz anderen Reiz.

Gruß
achim

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Peter Gustav Bartschat

Re: viele Regelfragen - woran liegt es?

Beitragvon Peter Gustav Bartschat » 9. November 2009, 21:14

Meine Hypothesen dazu sind:

1. Je mehr Menschen einen Text lesen, um so höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass einige darunter sind, die sich über die Bedeutung der einen oder anderen Passage nicht ganz sicher sind. Bei einem Spiel, das von 5.000 Leuten gekauft wurde, werden 10 x häufiger Regelfragen auftauchen als bei einem Spiel, das von 500 Leuten gekauft wurde.
Viele Regelfragen bedeuten also viele verkaufte Spiele.

2. Regelfragen werden da geballt gestellt, wo man sie stellen kann. Gäbe es keine Möglichkeit, Antwort auf Regelfragen zu bekommen, dann gäbe es auch keine Regelfragen. Die Fragen entstehen also nicht aus dem Unvermögen zu verstehen, sondern aus dem Vermögen zu fragen.

Mit einem lieben Gruß
Gustav

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Axel Bungart

Re: viele Regelfragen - woran liegt es?

Beitragvon Axel Bungart » 10. November 2009, 09:08

Hi Golbin,

jetzt hast Du Dir schon die Mühe gemacht und eine Liste der Spiele erstellt, zu denen Fragen gestellt wurden. Das hätte eine richtig interessante Frage sein können, wenn Du das ganze noch ein bißchen statistisch ausgewertet hättest.
- Wieviele Frage zu welchem Spiel?
- Welches am häufigsten?
- Wie wurden sie beantwortet? ("Steht in der Regel", "Ist nicht gelöst", "Ist mir egal")

Da wären vielleicht auch direkt ein paar Deiner Vermutungen beanwortet worden.

Gruß
Axel

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Marc
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Beiträge: 235

Re: viele Regelfragen - woran liegt es?

Beitragvon Marc » 10. November 2009, 09:24

Peter Gustav Bartschat schrieb:
> 2. Regelfragen werden da geballt gestellt, wo man sie
> stellen kann. Gäbe es keine Möglichkeit,
> Antwort auf Regelfragen zu
> bekommen, dann gäbe es auch keine Regelfragen. Die Fragen
> entstehen also nicht aus dem Unvermögen zu verstehen,
> sondern aus dem Vermögen zu fragen.

Das wird es sein. Früher, ohne Internetforum, machte man eine Hausregel oder hoffte, dass es irgendwann was dazu in der Spielbox steht, heute fragt man nach. (Macht unsere Regierung ja auch, wenn sie keine Ahnung hat: Kein Gesetz ohne Gutachter, Berater und manchmal wird es sogar komplett von einer Anwaltskanzlei eingekauft.)


+ + + + + + + + + + + + + + + + + + + +

Darmstädter Spieletreffs:
http://www.spielekreis-darmstadt.de

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ingo

[OT] So viel Zeit?

Beitragvon ingo » 10. November 2009, 09:59

Hallo,

Axel Bungart schrieb:
>
> Hi Golbin,
>
> jetzt hast Du Dir schon die Mühe gemacht und eine Liste der
> Spiele erstellt, zu denen Fragen gestellt wurden. Das hätte
> eine richtig interessante Frage sein können, wenn Du das
> ganze noch ein bißchen statistisch ausgewertet hättest.
> - Wieviele Frage zu welchem Spiel?
> - Welches am häufigsten?
> - Wie wurden sie beantwortet? ("Steht in der Regel", "Ist
> nicht gelöst", "Ist mir egal")
>
> Da wären vielleicht auch direkt ein paar Deiner Vermutungen
> beanwortet worden.
>
> Gruß
> Axel

so langsam bekomm ich ja den Eindruck, dass einige nicht Essen waren... ;)

Viele Grüße
der ingo

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Tadgh
Brettspieler
Beiträge: 83

Re: viele Regelfragen - woran liegt es?

Beitragvon Tadgh » 10. November 2009, 16:44

Ich fürchte, dass die Erklärungsmöglichkeit "Es wird weniger gelesen und der Umgang mit schriftlichem Material fällt dadurch schwer" zutreffend ist.

Wir haben uns alle an den Gebrauch von E-Mails gewöhnt und damit leider auch an die normale Textlänge solcher. Ich erlebe es täglich im Berufsleben: Jede E-Mail, die länger als ein oder zwei Sätze ist, wird telefonisch hinterfragt, wenn nicht gleich ein mehrstündiges Meeting zur Klärung einberufen wird.
Außerdem sind wir verwöhnt: Zu jeder Frage gibt es eine Hotline, eine Fachabteilung oder sonstwen, den man fragen kann, auch wenn man es selbst viel schneller selbst nachgeschlagen hätte und gerne auch, wenn man es bereits zu einem früheren Zeitpunkt erfragt hatte.

Interessant wäre wirklich, wie oft die Antwort auf die Regelfragen "Siehe Seite 2, dritter Absatz der Spielregel" o. ä. gelautet hat ...

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Golbin
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Re: viele Regelfragen - woran liegt es?

Beitragvon Golbin » 10. November 2009, 16:46

Hallo Axel,

wenn du Interesse an einer genauen statistischen Auswertung hast, erstelle sie doch bitte.

Mir genügte die Menge und die Namen der Spiele. Ich wollte nicht mehr Zeit investieren, um eine ausführlichere Auswertung anzufertigen. Ich bitte um Verständnis.

Golbin


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