Beitragvon Günter Cornett » 27. November 2009, 00:48
SpieleHolger schrieb:
>
> > Es wäre ein Leichtes für alle, die solche "Spielhilfen"
> > [b]veröffentlichen[/b] wollen, [b]vorher[/b] um [b]Erlaubnis
> > zu fragen[/b]. Ich weiß nicht, was daran so schwierig ist.
Zu fragen ist eine saubere Sache und auch meine Standard-Empfehlung.
Aber es gibt auch Situationen, wo es für den Autor ungünstig ist, wenn er sich entscheiden muss zwischen erlauben (und damit u.U. Rechte aus der Hand geben) und verbieten (und damit Fans vor den Kopf stoßen). Da ist es in der Praxis manchmal gar nicht so gut, alles zu wissen. ;)
Das Problem ist aber, dass die Fans eines Spiels nicht wissen können, wie Autor und Verlag darüber denken. Von daher halte ich beiderseits Augenmaß und Verständnis für sinnvoll. Ich halte nichts davon Kleinigkeiten zu verfolgen. Bei vielen Urheberrechtsverletzungen, die offensichtlich in gutem Glauben geschehen sind, aber die mir nicht gefallen, wende ich mich daher direkt an die Person und verlange die Löschung. Nur in dreisten Fällen emühe ich einen Anwalt (bisher zweimal bei Textklau mit kommerzieller Verwendung).
Von Seiten gutwilliger Urheberrechtsverletzer sollte man es aber akzeptieren, wenn Verlag oder Autor keine Genehmigung geben. Man kann das Verhalten von GamesWorkshop bedauern, aber sollte es als deren gutes recht akzeptieren.
> > Mit dem Internet scheint sich eine
> > "ist-mir-doch-egal-wer-daran-die-Rechte-hält-Haltung"
> > durchzusetzen (siehe "selbstverständlicher" Fotoklau usw.).
>
> Ein Spielhilfe fördert aber die Nutzung des Originalwerks,
> während ein Fotoklau die (legale) Nutzung des Original senkt.
Es ist aber Recht des Autors darüber zu entscheiden und - so er möchte - auch eine eigene Spielhife herauszugeben.
Gruß, Günter