Beitragvon Pfoto » 5. April 2010, 09:45
Attila schrieb:
>
> Pfoto schrieb:
>
> > Eine animierte Grafik und Sound würde das Spielgeschehen
> > super ergänzen noch erlebnisvoller machen.
>
> Findest du? - Also ich finde die Animationen und Sounds am
> anfang ganz hübsch, aber spätestens beim Dritten Spiel fangen
> die an zu nerven.
Also solche Animationen und Hintergrundsound wie z.B. in den Anno-Spielen unterstützen in meinen Augen das Spielthema ohne auf Dauer zu nerven.
>
> Und: Mag ja sein, das die Counter bei Smallworld "flach"
> sind, aber auf einem Planen Schirm sind sie noch viel Flacher.
>
Ich sehe die Sache sicherlich auch aus Sicht eines Grafikers und (Hobby-)Spieleautors: Es wäre hier eine andere Art von Spielen möglich, z.B. solche Spiele, die für das Brett zu material- und verwaltungsaufwändig wären.
Am Beispiel "Roads & Boats" sieht man das ganz gut. Und sicherlich wäre hier noch die Umsetzung weitaus umfangreicherer Spielideen mögich.
> Wenn man sich mal überlegt wieviel Geld man auf den Tisch
> legen muss um Smallworld zu 2 Personen so spielen zu können
> (~ 400 Euro), da bekommt man aber schon ein paar Spielchen für.
>
Das iPad im Besonderen nur für Spiele zu kaufen, wäre sicherlich zu teuer, aber wenn man sowieso eins will / braucht, dann sind die Spiele regelrecht preiswert.
> > Als persönlichen Nachteil empfinde ich nur, das womöglich die
> > meisten haptischen Elemente wegfallen werden. Evtl. könnte
> > man jedoch Figuren und Objekte auf dem Flatscreen platzieren;
> > diesen also zu einem echten Ersatz des Spielbretts machen.
>
> Das wäre eine Möglichkeit, aber was bringt einem das dann
> effektiv? - Einen 400 Euro teuren Spielplan? - Naja, ich bin
> da skeptisch. Das ist wie "fangen" am Computer. - Stell dir
> das mal vor: Dann müsste man nicht rumrennen und so - wäre
> das nicht toll? Da könnte man ja auch mit Leuten fangen
> spielen, für die es normalerweise zu anstrengend ist. Doll.
>
> > Für mich ist deshalb die Umsetzung von "Small World" ein
> > mutiger und toller Anfang in Richtung digital unterstütztes
> > Spielen.
>
> Naja, letztendlich ist es keine grosse Investition und somit
> ein recht geringes Risiko. Das ist für mein empfinden nicht
> besonders Mutig.
>
Selbst wenn die Umsetzung nur 15.000 bis 20.000 Euro gekostet hat (und das kann bei einer prof. Agentur sehr leicht möglich sein), ist das in meinen Augen mutig.
Die müssten mit 4,99 (abzgl. 30% Apple-Provision) erstmal wieder eingenommen werden. Und noch ist nicht raus, ob das iPad weltweit ein Erfolg wird...
> Brettspieladaptionen für eine Pseudo-Spielekonsole haben für
> mich keinen Reiz. Sie sind teuer, umständlich und habe imo
> keine relevanten Vorteile gegenüber dem echten Spiel. (Aber
> relevante Nachteile).
> Interessant wird es imo erst wenn man Möglichkeiten
> ausschöpft die man mit dem klassischem Brettspiel nicht hat.
Eigentlich wollte ich ja genau darauf hinaus:
"Small World" ist ein Anfang, und auch das iPad und seine technische Umsetzung ist ein Anfang, der sicherlich noch verbessert werden kann und wird.
Hätten wir es vor 10 Jahren für sinnvoll und erfolgversprechend gehalten, wenn uns gesagt worden wäre, dass viele Menschen bald Tennis, Bowling etc. vor dem Fernseher spielen? -- und das mit großem Spaß, sogar im Altenheim, wie ich kürzlich im TV gesehen habe.
Vielleicht sprechen Hybrid-Spiele nicht die klassischen Brettspieler an, aber mit Sicherheit wird es viele neue Menschen für sich gewinnen können, die man sonst eher nur schwer an den Spieletisch bekommen hätte.
>
> Soweit ist das iPad für ein nettes, teures Gimmick. Nicht
> uninteressant, aber als "Brettspiel-Plan" zu teuer und zu
> beschränkt.
>
> Atti
Jürgen