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Chaos in der alten Welt

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Guido
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Chaos in der alten Welt

Beitragvon Guido » 1. Juni 2010, 02:44

Hi,

habe am Wochenende eine spannende Partie der Chaosgötter miterlebt, aber es sind trotz Studiums der FAQ (bisher) zwei Fragen übrig geblieben:

1. Die Warpsteine zählen im Verderbnissschritt als Verheerungsmarker. Werden diese aber auch nach dem Legen einer Verheerungskarte aus der Provinz entfernt?

2. Die Karte "Wege des Wandels" von Tzeentch. Negiert sie auch dessen eigene Karten, die einen dauerhaften Effekt auf diese Provinz haben? Sie negiert aber nicht "Warpschild", oder? (dies ist ja ein Effekt, der vorher aktiviert wurde und vorherig aktivierte Effekte werden ja nicht rückgängig gemacht, oder ist der Schutzschild an die Karte gebunden?).


Und abgesehen von diesen Fragen für alle, die sich am Thema des Spiels nicht stoßen die ausdrückliche Empfehlung, dieses Spiel unbedingt (!) auszuprobiern. Ein ganz, ganz tolles Spiel!

Gruß
Guido (der durch ein wunderbares Spielmarathon am Wochenende ganz aus dem Schlafrhythmus gebracht worden ist...)

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Guido
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Beiträge: 404

[RF] Chaos in der alten Welt - zweite Frage erledigt

Beitragvon Guido » 1. Juni 2010, 03:11

Hi,

hab gerade gesehen, dass die zweiter Frage doch in der FAQ gelöst wird. Hab' ich doch glatt übersehen...

Gruß
guido

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Marc Gallus
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Beiträge: 363

Chaos i.d.a.W.:Viel Chrom, wenig Spielspaß

Beitragvon Marc Gallus » 1. Juni 2010, 08:37

Hallo Guido!

Wir haben vor kurzem Chaos in der alten Welt gespielt vom Heidelberger Spieleverlag. Ehrlich gesagt war ich richtig enttäuscht. Das Spiel war zäh und dieses Spiel zieht extreme Nachdenker gerade zu magisch an...Leider:-(

Obwohl mir das Spiel optisch gut gefallen hat, frage ich mich, ob das Spiel , für das , was es bietet, nicht zu viel Chrom hat. Irgendwie hat jeder eine vorgeschriebene Strategie, die man umsetzen muss. Steht sogar im Regelheft...Irgendwie hatte ich das Gefühl, in ein Korsett eingezwängt zu sein...

Nachdem ich hier so viel Gutes gelesen habe, hatte ich mir wirklich mehr davon versprochen...Echt schade:-(
Nach der Partie hatte ich spontan das Gefühl, einen aufgepeppten El Grande Klon vor mir gehabt zu haben...Klingt komisch, war aber so...

Ich habe das Gefühl, dass mittlerweile öfters Spiele mit unzähligen Sonderregeln und -karten aufgepeppt werden,nur um es komplexer werden zu lassen.Weiteres Beispiel: Fury of Dracula...Die Downtime war auch hier unsäglich lange und das "perfekte" Spielprinzip von Scotland Yard wurde hier solange aufgepeppt, dass es "unbedingt" komplex sein muss...

Enttäuschte Grüße :-?
Marc

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Braz
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Beiträge: 6431

Re: Chaos i.d.a.W.:Viel Chrom, wenig Spielspaß

Beitragvon Braz » 1. Juni 2010, 08:51

Hallo Marc,

Marc Gallus schrieb:
>
> Hallo Guido!
>
> Wir haben vor kurzem Chaos in der alten Welt gespielt vom
> Heidelberger Spieleverlag. Ehrlich gesagt war ich richtig
> enttäuscht. Das Spiel war zäh und dieses Spiel zieht extreme
> Nachdenker gerade zu magisch an...Leider:-(


Das stimmt: Der Grübelfaktor kann schon recht hoch sein bei dem Spiel.




> Obwohl mir das Spiel optisch gut gefallen hat, frage ich
> mich, ob das Spiel , für das , was es bietet, nicht zu viel
> Chrom hat. Irgendwie hat jeder eine vorgeschriebene
> Strategie, die man umsetzen muss. Steht sogar im
> Regelheft...Irgendwie hatte ich das Gefühl, in ein Korsett
> eingezwängt zu sein...

Gerade das sehe ich nicht so: Das Spiel bietet mE genug Strategiemöglichkeiten, um nicht eingezwängt zu werden: Die Einen können sich auch dem Plan teleportieren (vorausgesetzt die Karte ist vorhanden), die anderen müssen ihre Region gar nicht großartig gegen ende verteidigen, wenn sie schon Verderbnismarker drin liegen haben, da diese für den Beherrschungswert mitgerechnet werden (auch hier muss natürlich die Karte vorhanden sein).....

Kurzum: Ich finde das Spiel auch richtig genial. Klar, Spiele sind immer Geschmackssache....das Spiel gefällt mir aber auch richtig gut.

Das mit dem "Chrom" kann ich insofern nicht nachvollziehen, da es mE nicht "aufgebläht" ist, was schon alleine die 20-seitige Regel beweist. Das Spiel muss sich nicht extra aufhünschen, um zu gefallen.

Was mich an dem Spiel reizt: Jeder fährt eine andere Strategie, alles ist top ausbalanciert, ich wurde regelrecht "in das Spiel gezogen" -> will sagen: Ich habe die Zeit beim Spielen vergessen...und das schaffen bei mir nicht viele Spiele!

Gruß
Braz



>
> Nachdem ich hier so viel Gutes gelesen habe, hatte ich mir
> wirklich mehr davon versprochen...Echt schade:-(
> Nach der Partie hatte ich spontan das Gefühl, einen
> aufgepeppten El Grande Klon vor mir gehabt zu haben...Klingt
> komisch, war aber so...
>
> Ich habe das Gefühl, dass mittlerweile öfters Spiele mit
> unzähligen Sonderregeln und -karten aufgepeppt werden,nur um
> es komplexer werden zu lassen.Weiteres Beispiel: Fury of
> Dracula...Die Downtime war auch hier unsäglich lange und das
> "perfekte" Spielprinzip von Scotland Yard wurde hier solange
> aufgepeppt, dass es "unbedingt" komplex sein muss...
>
> Enttäuschte Grüße :-?
> Marc

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Guido
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Re: Chaos i.d.a.W.:Viel Chrom, wenig Spielspaß

Beitragvon Guido » 1. Juni 2010, 15:04

Hallo Marc (und Braz ;-) ),

ich schließe mich Braz Meinung an. Das Spiel erinnert zwar an El Grande, bietet aber sehr viele eigentständige Elemente, die für ein völlig anderes Spielgefühl sorgen. Die Konkurrenzsituation empfinde ich hier als sehr viel stärker, aber thematisch wunderbar eingebettet. Gerade die unterschiedlichen Kräfte mit ihren individuellen Möglichkeit wollen ersteinmal ausgelotet werden. Ich meine, dass das von Dir beschriebene Korsett eher ein riesiger Mantel ist, unter dem man einige Überraschungen verstecken kann...;-) Je nach Charakter bieten sich da viele, viele subtile Möglichkeiten, die auf den ersten Blick gar nicht für möglich gehalten werden ;-) Nachdem ich mich gestern aufgrund der FAQ noch wieder mit dem Spiel beschäftigt habe, kamen mir ganz neue Einfälle, was man alles machen könnte. Richtige kleine Aha-Erlebnisse. Klar, Glück spielt eine Rolle (Würfel, Karten), aber prinzipiell kann jeder Charakter entweder über die Siegpunkte oder die Drehscheibe gewinnen. Und das Zusammenspiel von Verbesserungkarten, sonstige Drehscheibenboni, Chaoskarten, Alte-Welt-Karten, will erst mal ausgelotet werden. Und ich bin mir sicher, dass es da eine Menge, Menge Möglichkeiten gibt. Allein die Reihenfolge der Verbesserungskarten kann ganz unterschiedliche Spielweisen begünstigen.

Ich war schon lange nicht mehr von einem Spiel so begeistert, wie von Chaos in der Alten Welt. Selbst Hans Teutonica oder sogar Agricola dümpeln da ein paar Plätze hinterher.

Gib dem Spiel unbedingt wieder eine Chance. Schaut Euch die FAQ an. In der englischen Originalversion gab es ein paar Fehler in der Anleitung. Vielleicht waren es ja diese, die das Spiel einseitig haben lassen werden. Außerdem klärt sie den Einsatz von bestimmten Chaoskarten, was Dir so bestimmt schon ein paar neue Strategische Einfälle beschert...;-)

abgründige Grüße
Guido (der Nurgle das nächste Mal am Schlafittchen packt... hehehe)


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