Beitragvon Bernd Schlueter » 1. Januar 2014, 18:15
Hi Malte,
ich bin einer der beiden, die ravn widersprochen haben bei seiner Einschätzung des Glücksanteils. Die besagte 3er-Partie haben wir gemeinsam mit einem Freund gespielt und während des Spiels (und auch bei dem "wie fandet ihr es?" danach) war das "Glückselement" auch überhaupt kein Thema!
Die Zahl auf den Würfeln haben nur ein 3 Momenten etwas zu bedeuten:
1) Auf dem Spielplan gibt es auf 4 Feldern Rohstoffe. Ich erhalte in Abhängigkeit der dort insgesamt liegenden Augenzahlen Rohstoffe. Aber halt nicht nur Rohstoffe, sondern auch noch etwas anderes. Bei kleinen Summen darf ich den Marker auf der Allegiance Leiste vorrücken, bei mittlerer Summe verliere ich Wissen (was positiv ist), bei hohen Summen erhalte ich Wissen (ist negativ, dafür erhalte ich aber mehr Rohstoffe). Man muss halt entscheiden was man haben will und einen entsprechenden Würfel platzieren. Da es recht viele Einsetzmöglichkeiten gibt, kann man immer etwas sinnvolles mit seinen Würfeln machen. Man kann ja sogar mit einer 1 viele Rohstoffe bekommen, wenn dort schon andere Würfel liegen.
2) Immer wenn ich Würfel in meinen persönlichen Vorrat bekomme (indem ich sie vom Spielplan nehme oder neue aus dem allgemeinen Vorrat), muss ich diese Würfel würfeln. Dann addiere ich die Augenzahlen aller Würfel in meinem Vorrat (also nur die außerhalb des Spielplans) und mein Basiswissen (1-6) dazu. Ist das mindestens 16, verliere ich einen Würfel. Was lerne ich daraus? Wenn ich mit vielen Würfeln agiere und sie alle gleichzeitig vom Plan nehmen möchte, sollte ich mein Basiswissen niedrig halten. Ich muss halt entscheiden ob ich ein Risiko eingehe und wenn ja, wie viel Risiko für mich akzeptabel ist.
3) Ich darf alle Würfel in meinem Vorrat, die die gleiche Augenzahl zeigen, in einem Spielzug nach einander einsetzen.
Ansonsten haben die Zahlen der Würfel keinen Einfluss.
Basierend auf einer 3er Partie muss man meiner Meinung nach sehr zielgerichtet spielen. Gleichzeitig muss man aber flexibel sein um sich bietende Gelegenheiten wahr zu nehmen. Und man darf auf keinen Fall die Mitspieler außer acht lassen.
Noch kurz zu den Rekruten: Sie sind alle unterschiedlich, aber ich habe keinen gesehen, der soooo viel besser ist als die anderen. Ich habe kurz vor Spielende einen bekommen, der recht gut war, ich konnte ihn aber nur 2x einsetzen. Dafür konnten meine Startrekruten nicht viel.
Abschließend: Ich habe die Partie knapp gewonnen (bei hohem Glücksanteil hätte es wohl kein knappes Ergebnis gegeben) obwohl ich ständig ein hohes Basiswissen und nur das minimalste Handkartenlimit hatte. Auch sind mir mehrfach Arbeiter wegen Punkt 2) flöten gegangen und meine Anfangsrekruten konnten nicht viel.
Bernd