Beitragvon Gustav der Bär » 28. August 2000, 21:07
... mir gut gefallen würden:
- Söldner sollten von jedem Fürsten angeworben werden können - gegen bare Münze, versteht sich, während der König sie durchaus aus der Staatskasse finanzieren kann. Das lässt sich aber zu Glück einfach durch gegenseitige Übereinkunft beim Spielen einführen, auch ohne Ergänzungspackung.
- Eine genauere Simulation des mittelalterlichen Lehnswesens: Ein Spieler könnte eins seiner Dörfer einem Ritter zu Lehen geben, der als Gegenleistung dafür Kriegsdienst leisten muss. In Spielterminologie: Ein Dorf bleibt ohne Einkünfte, wenn dafür eine Ritter-Figur aufgestellt wird, die einmal pro Runde in einem Gefecht eingesetzt werden darf.
- Die Möglichkeit, eine gegnerische Stadt zu belagern, die sich nur mit zu großen eigenen Verluste erstürmen ließe. Die belagerte Stadt wird mit Truppen umstellt und bleibt für den Besitzer ohne Einkünfte, bis er sie durch eine Entsatz-Armee befreit.
- Sofort-Karten wie
"Teuerung": Plötzlich ist das Geld nur noch die Hälfte wert; jeder muss seinen halben Geldbestand abgeben.
"Bauernkrieg": In auszuwürfelnden Gebieten werden alle Dörfer durch Spielsteine einer neutralen Farbe ersetzt und müssen erst wieder zurückerobert werden.
Reaktionskarten wie
"Brautentführung": Kaum ist der Ehewille erklärt, holt ein Gegner die Dame zu sich heim und geniesst alle ihre Vorteile (wenn ich das mal so formulieren darf), ohne die Nachteile in Kauf zu nehmen; die bleiben nämlich beim ursprünglichen Bräutigam.
"Urkundenfälschung": Wer gerade ein Erbe antreten will, muss untätig zusehen, wie es sich ein Gegner unter den Nagel reisst.
Statt dessen bleibt uns nur die Hoffnung, dass jemand die Karte "Konsequente Entscheidung" ausspielt, durch die ein Spieleverlag gezwungen wird, eine einmal angekündigte Ergänzung auf jeden Fall herauszubringen.
Liebe Grüße
Gustav der Bär