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Attila - was haben wir bloss falsch gemacht?

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Jochen Foerstner

Attila - was haben wir bloss falsch gemacht?

Beitragvon Jochen Foerstner » 9. November 2000, 17:00

Ich habe in Essen Attila probegespielt und muss sagen,
dass meine Mitspieler und ich doch eher enttaeuscht waren.
Zwar dringen aehnliche Meinungen noch ab und an durch
(z.B. Attila - Enttaeuschung des Jahres), aber fuer gewoehnlich beschraenkt sich die Kritik auf die gleiche Farbgebung der Voelkerfiguren und der Zaehlsteine der SpielerInnen (und das spielt fuer mich eher eine untergeordnete Rolle).
Unser Spiel lief eigentlich sehr unspektakulaer ab.
Karte spielen - Figur einsetzten (wo's Platz hat) und
eher selten kam es zur Befriedung eines Gebiets.
Vieleicht haben wir diese Komponente etwas vernachlaessigt, aber ich sehe noch nicht, dass dadurch
die strategische Komponente der Ausbreitung der Voelker auf dem Spielbrett wirklich entscheidende Bedeutung gewinnt.
So war unser Blick doch allzu sehr auf die Wertungstafel gerichtet und das kann nicht alles sein.
Jochen (der dem Spiel gerne nochmal eine Chance geben wuerde, aber nach den Enuechterung in Essen hat es sich niemand aus meiner Spielerunde gekauft...)

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Ingo Kasprzak

re: Attila - was haben wir bloss falsch gemacht?

Beitragvon Ingo Kasprzak » 10. November 2000, 08:38

Du beschreibst einen interessanten Effekt, den ich auch beobachtet habe:
Wir sind mit mehreren Leuten zur Messe gefahren und hatten uns dann auch zeitweilig in 2 Gruppen aufgetrennt. 3 Freunde und ich haben uns dann Attila direkt von Herrn Schmiel zeigen lassen und waren direkt begeistert, da er uns auch gleich ein wenig gezeigt hat, worauf es ankommt.
Fast zeitgleich hatte zufällig die abgespaltene Gruppe Attila bei Schmidt-Spiele probiert und fands nicht so toll.
Als wir das auf der Messe erstandene Spiel dann einem aus Gruppe 2 (die zeitweise nur aus einer Person unserer Reisegruppe bestand) auf dem abschließenden Spieleabend nochmal zeigten, fand er es dann aber auch ziemlich gut.
Die Rede hier ist übrigens von Arne Hoffmann - Du hast nicht zufällig mit dieser 1-Mann-Gruppe am Freitag Attila ausprobiert? ;-)
Cu, Ingo

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Arne Hoffmann

re: Attila - was haben wir bloss falsch gemacht?

Beitragvon Arne Hoffmann » 10. November 2000, 09:40

Hey Ingo,
ich war Freitag doch gar nicht auf der Messe! :o)
Da ich jetzt hier schon angesprochen wurde, moechte ich auch kurz meine Meinung kundtun.
Wie gesagt hatten wir donnerstags zu dritt Attila angespielt und zuerst dieselbe Erfahrung wie Jochen gemacht. Wir plazierten die Poeppel auf dem Spielplan, ab und zu wurde mal befriedet und das ganze lief recht ernuechternd ab. Zu dem Zeitpunkt war ich auch recht enttaeuscht von dem Spiel, wollte es aber doch irgendwie moegen (wow, da kenn ich noch ein paar andere Spiele, die diese Kriterien erfuellen).
Als meine 1-mann-Gruppe dann zu dem Rest der Mitfahrer zurueckstiess, musste ich feststellen, dass sie alle, begeistert von dem Spiel, sich ein Exemplar von Attila zugelegt hatten. Somit gab ich dem Spiel dann beim abendlichen Ausklang der Messe (uhh, der klang laenger aus, wenn ich mich recht erinnere) eine weitere Chance.
Seitdem bin ich begeistert von dem Spiel und den Moeglichkeiten die es bietet. Man muss doch recht fein abwaegen wo mann welches Volk plaziert (als einflussreichster will man viele gleichfarbige Poeppel pro Region, als zweitplazierter eher eine flaechendeckende Ausbreitung und die ohne Einfluss wollen das Volk wieder vom Plan fegen :o) ) und wann man eine Befriedung und somit eine eventuelle Wertung ausloest. Meist sind dann auch die Handkarten nicht so, wie man sie gerne fuer seine Aktionen haette - das uebliche Spieler-Dilemma. Dann muss man sehen, was die Gegner vielleicht ausloesen koennen und ob dies gut oder schlecht fuer einen ist.
Fuer mich rangiert Attila auf derselben Position wie Kardinal&Koenig (9 von 10) - ein kurzweiliges, taktisches Spiel mit hohem Wiederspielwert.
Tschoe,
- Arne - (wie war das mit den Goten, die zuerst nicht wussten wo sie hinwollten und dann in die Ost- und Westgoten zerfielen? :o)

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Carsten Wesel

re: Attila - was haben wir bloss falsch gemacht?

Beitragvon Carsten Wesel » 10. November 2000, 09:53

> 3 Freunde und ich haben uns dann Attila direkt von
> Herrn Schmiel zeigen lassen und waren direkt
> begeistert, da er uns auch gleich ein wenig gezeigt
> hat, worauf es ankommt.
Und, worauf kommt es an? Mir gefällt Attila auch, aber mit ein paar mehr Schmiel-Infos kann es ja durchaus noch besser werden - einen Freund hast du ja scheinbar schon bekehrt.
Gruß Carsten (gib mir Input)

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Ingo Kasprzak

re: Attila - was haben wir bloss falsch gemacht?

Beitragvon Ingo Kasprzak » 10. November 2000, 11:05

Hi Carsten,
Der Mail von Arne (siehe oben) gibt es meiner Meinung nach nichts mehr hinzuzufügen.
Arne: Natürlich warst Du Freitag nicht auf der Messe. Da warst Du ja bei mir! Du warst natürlich am Donnerstag (und Sonntag) auf der Messe. Aber so lange und viel wie wir "gezockt" haben, war ich letztendlich so müde, dass die Ereignisse irgendwie miteinander verschwimmen! Entschuldige also bitte meinen Irrtum!
Cu, Ingo (der anscheinend noch immer müde ist)


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