Beitragvon Roman Pelek » 12. Januar 2001, 21:40
Hi Erhard,
>zunächst einmal zur Regel:
M.E. ist es eindeutig so, dass die Stadtviertel erst am Ende des Spiels
gewertet werden. Das heißt, es wird kein Geld zwischendurch an die Spieler
ausbezahlt, wenn sie ein Stadtviertel gewinnen.<
Vollste Zustimmung, steht ja auch so in der Regel.
>Nun ja, die beiden 20 Mio. Münzen: Zumindest theoretisch kann es doch
durchaus sein, dass durch mehrere Kreditaufnahmen über mehrere Runden
hinweg das Geld eines Spielers über 20 Mio. anwächst. Sicherlich hätte man
die beiden Münzen aber auch dann nicht unbedingt benötigt. Aber was soll's,
das empfinde ich nicht als so tragisch.<
Mich hat's auch nicht gestört, aber ebenso zu Beginn verdutzt, was das denn soll. Theoretisch sind die wirklich nur für Leute, die gerne Geld umtauschen - ist aber eigentlich völlig sinnlos. Vielleicht war auch zu Beginn noch eine andere Spielvariante in Planung, wer weiss...
>Zum Spiel selbst: Nicht schlecht, aber auch kein Brüller. Ich hatte mir
zunachst nach der Lektüre der Regel etwas mehr von dem Spiel
versprochen. Die Verteilung der Holzsteine in die Stadtviertel und der
Mechanismus zur Gewinnung der Mehrheit in einem Viertel hört sich - wie ich
meine - ja ganz interessant an. Für meinen Geschmack steht im Spiel dann
aber doch der Versteigerungsmechanismus etwas zu sehr im Vordergrund.<
Hm, aber der Anreiz am Mitsteigern ist doch klar durch die taktischen Überlegungen auf dem Brett bedingt. Mir jedenfalls gefällt Big Shot momentan gut bis sehr gut, weil's mir für eine Runde zwischendurch grade prima in dem Kram passt und schön böse Aktionen möglich sind - habe aber in letzter Zeit auch nicht allzuviele Titel mit Versteigerungen oder monetärem Thema gespielt.
>Und ich persönlich bin nicht unbedingt der allergrößte Fan von
Versteigerungsspielen. "San Marco" gefällt mir da von den beiden großen
Ravensburger Neuheiten besser.<
Da bin ich mir nach drei Partien noch nicht sicher. Der Verteilungsmechanismus und die Brücken sind sehr reizvoll, aber meines Erachtens kommen mir zu wenig Wertungen und Dogenbewertungen in Relation dazu zustande. Bei den recht fiesen Möglichkeiten von San Marco, Gebietemehrheiten zu manipulieren, könnte ab und an eine Dogenkarte mehr nicht schaden. Oder nach jeder der drei Runden eine Globalwertung. Aber vielleicht hatten wir einfach ein bissl ungünstige Verteilung der Dogenkarten. Gibt ja noch mehr Möglichkeiten, Siegpunkte zu ergattern. Abwarten. Ausserdem konnten wir's bisher nur zu dritt in sehr ausgeglichener Besetzung spielen.
Ciao,
Roman