Beitragvon Roman Pelek » 24. Januar 2001, 22:27
Hi Simon,
>Ich überlege mir, ob ich die Ravensburger Neuheit San Marco kaufen soll?
Gibt es in dem Spiel ernsthafte Neuerungen oder Verbesserungen
gegenüber El Grande? Wer kann mir weiterhelfen?<
Die Verteilungsmechanismen für die "Klötzchen" sind doch deutlich anders als bei El Grande, bei 4 Spielern werden von zwei Spielern Aktionskarten gezogen und auf zwei Stapel verteilt, und die anderen beiden dürfen jeweils aus einem "Doppelpack" aussuchen. Und mit diesen Aktionskarten kann man dann Klötzchen einsetzen, Klötzchen umwandeln, Klötzchen vertreiben, Regionen werten und Brücken setzen (die Brücken dienen dazu, Steine in benachbarte Regionen setzen zu können bzw. die Dogenfigur, die ein Gebiet wertet, versetzen zu können).
Ich empfinde San Marco als etwas "leichtgewichtiger" als El Grande, mit einem etwas höheren Glücksanteil (den ich aber nicht als so oder gar zu hoch empfinde, wie viele hier geäussert habe). Zudem ist mir zumindest bei San Marco klarer, wie man gegen den Führenden spielt - unsere Partien bisher waren allesamt sehr knapp im Ausgang, was aber weder auf zuviel Glück oder "nivellierendes Spieldesign" zurückzuführen ist, sondern darauf, dass man seine Kartenwahl und Aktionen gut gegen andere Spieler ausrichten kann, wenn man das für nötig hält.
Mir gefällt San Marco wirklich gut, vor allem taten sich auch Gelegenheitsspieler mit diesem Spiel nicht schwer. Die Kartenverteilung ist originell - man ist immer in der Zwickmühle, wie man aufteilt bzw. was man nimmt - und kann hervorragend berücksichtigen, was der andere für Möglichkeiten/Ziele hat. Kann mit manchen Mitspielern grüblerisch werden, ist aber nicht so problematisch wie z.B. bei Java.
Sprich: mir macht das Spiel Spass, auch wenn es nicht an die strategische "Härte" von El Grande herankommt (aber will man das immer?). Und ich find's Welten besser als das doch arg konfus-zufällige "Wongar" von Alan R. Moon.
Ciao,
Roman