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Enttäuschung über ein Spiel

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Don Alonso

Enttäuschung über ein Spiel

Beitragvon Don Alonso » 17. März 2001, 09:06

Hallo !
Kleine Frage: Habt ihr jetzt oder früher einmal ein Spiel gekauft, wo ihr dann total enttäuscht ward?
Auch eigenständige Regeln haben nicht weitergeholfen ?
Bitte Spielname + Begründung !
Und bitte diskutiert nicht über dieses Spiel etc.
Ein Spiel wo ich enttäuscht war:
Chinatown von ale Verlag ! Die Grafik gefällt mir, aber wie wir gespielt haben. Totale Lustlosigkeit.
Keine Spannnung beim Spielen. Ich habe es noch 2 mal probiert, aber jedes Mal war es fast noch schlimmer.
Jetzt verstaubt dieses Spiel bei mir zuhause !
Gruß
Don Alonso
Ein Spiel wo ich enttäuscht war

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Gustav der Bär

Barbarossa

Beitragvon Gustav der Bär » 17. März 2001, 09:32

Ich hatte mir vor Jahren die erste Auflage gekauft, die damals von Außen noch den Eindruck eines historischen Spiels erweckte (Heute ist das ja nicht mehr so).
Und was hatte ich dann auf dem Tisch? Ein Activity-Spiel mit Knetgummi! Genau das, was ich nie im Leben freiwillig anfassen würde.
Über das Spiel selbst will ich nicht urteilen; es ist halt ein Genre, das mich persönlich nicht interessiert; das Spiel mag aber - zumal es aus Klaus Teubers berufener Feder stannt - seine Qualitäten haben.
Die Enttäuschung lag also nur in der Präsentation, die völlig falsche Erwartungen bei mir geweckt hatte.
Das hat mich allerdings dazu motiviert, mich vor einem Kauf stets besser zu informieren, so dass mir das danach nie wieder passiert ist.
Auf Xuntheit!
Gustav der Bär
(a.k.a. Peter Gustav Bartschat)

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Anja

re: Enttäuschung über ein Spiel

Beitragvon Anja » 17. März 2001, 11:05

Tikal.
Es war damals wirklich der Fehlkauf des Jahres.
Es haben sich alle aus der Runde zu Tode gelangweilt, und auch nach mehreren Versuchen mit anderen Leuten wurde es keinen Deut besser. Ich habe selten ein so zaehes Spiel erlebt.
Gruss und Kuss
Anja

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Helmut
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re: Enttäuschung über Bluff

Beitragvon Helmut » 17. März 2001, 11:14

Ja (seufz), da fragt man sich, wer da zusammen gesessen hat, und was die Runde erwartet hat. Dass da Längen auftauchen könne, wenn jemand zu lange überlegt, ist ja bekannt. Wir waren nie enttäuscht von diesem Spiel.
Meine Enttäuschung war damals BLUFF als Spiel des Jahres, weil ich das Würfel-Spiel schon vorher kannte und nicht für eine Neu-Erfindung von Richard Borg halte.
MfG
Helmut

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Achim Nieder-Vahrenholz

re: Enttäuschung über ein Spiel

Beitragvon Achim Nieder-Vahrenholz » 17. März 2001, 11:20

Hallo !
Richtig traurig, dass es so schlecht ist, bin ich bei "Kula Kula". Es ist ein reines Glücksspiel mit endlosem Drehen des Orakels-schrecklich. Was mich aber
daran hindert, es sofort zu verschrotten, ist die wirklich wunderschöne Aufmachung: Echte Muscheln als Spielmaterial und ein Spielplan, den ich mir fast an die Wand hängen möchte. Wir haben schon versucht, mit neuen Regeln das Spielgeschehen aufzubessern, es weigert sich aber hartnäckig. Also: Lieber nur anschauen...
Achim

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Dietrich

re: Enttäuschung über Bluff

Beitragvon Dietrich » 17. März 2001, 11:54

Stimmt!
Ich habe es hier in Flensburg (also in der Nähe Dänemarks) mit Handballern während eines Handballturniers um "Getränke-Runden" gespielt und immer wieder verloren. Sie hatten es aus Dänemark mitgebracht und heisst "taengebox" oder so ähnlich!
Gruß, Dietrich

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Michael Andersch

re: Enttäuschung über ein Spiel

Beitragvon Michael Andersch » 17. März 2001, 12:50

Nomadi - öde Würfelauswerterei
Entdecker - Spannung = 0
Und ganz aktuell: Troia (meine Frau ist dabei eingeschlafen!!!)
Gruß,
Micha

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Gabi Goldschmidt

re: Enttäuschung über ein Spiel

Beitragvon Gabi Goldschmidt » 17. März 2001, 13:21

Hallo,
aktuelle Enttäuschung: San Marco, da total zäh und sehr glücksabhängig und nicht planbar.
Ältere Enttäuschung: Krieg und Frieden, da fühlte ich mich total ausgeliefert und konnte am Spielverlauf nichts ändern.
Ciao Gabi

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Roman Pelek

re: Enttäuschung über ein Spiel

Beitragvon Roman Pelek » 17. März 2001, 13:43

Hi Don Alonso,
>Kleine Frage: Habt ihr jetzt oder früher einmal ein Spiel gekauft, wo ihr dann
total enttäuscht ward?<
Ja, aber meistens waren dass dann Spiele, die wir auch nur gekauft haben, weil sie billig waren - meistens reichen uns die Informationen zu einem Spiel aus Internet oder Regelstudium, um richtige Fehlgriffe zu vermeiden.
>Auch eigenständige Regeln haben nicht weitergeholfen ?
Bitte Spielname + Begründung !<
Die letzten zwei Flops, die wir (bilig) gekauft haben, waren "Top Quark" - der Name ist Programm. Zwei Spieler schieben Kugeln in Kreisbewegungen über ein Brett. Je nach Runde schiebt man 1-6 Felder weit. Das ganze ist konfus, unübersichtlich (bei den Mulden erkennt man schlecht die erlaubte Ziehrichtung), und die Anzahl der zu ziehenden Felder je nach Runde wirkt arg aufgesetzt. Wir waren froh, als die einzige Partie vorbei war.
Ähnlich "Quivive". Man zieht einen Pöppel, nimmt ein Landschaftsfeld weg. Man zieht, man nimmt weg. Und irgendwann ist man mal irgendwohin gezogen, wo man besser steht als der Gegner, und dann kann man abzählen, wer gewinnt und ödet sich nach zufälliger Anfangsphase durch eine offensichtliche Endphase. Mit zwei Spielern vielleicht noch leidlich taktisch, isses mit mehr Spielern dann nur noch Glückssache, wo man überhaupt sinnvoll hinziehen kann. Und eine alternative Regel ist uns nicht eingefallen, nur ein ganz neues Spiel mit anderen Figuren, wobei wir da schon verdammt nah am Torres-Gedanken dranwaren :)
Eine weitere Enttäuschung war für mich "Carolus Magnus", dass sich nach einigen Partien als zu glücksabhängig herausgestellt hat. Zumal manche Pattsituationen bei gleichmäßiger Würfelverteilung quasi nicht aufzulösen sind, und man auf ausserordentliches Glück beim Nachziehen wartet (unsere längste Partie: 2,5h). Auch mit den Alternativregeln zum Nachziehen der Würfel wurden wir nie ganz glücklich.
Noch eine Enttäuschung: die Regel von Morgenland. Sie hält mich davon ab, dass eigentlich witzige Familienspiel nochmal rauszukramen, da ich keine Lust aufs Lesen dieses Almanach-Regelwusts habe.
Ansonsten: Wongar ist mir ein bissl zu konfus und glücksabhängig, Tikal ist mir für ein Familienspiel zu grüblerisch und für ein Strategiespiel nicht strategisch genug.
Im großen und ganzen wars das bei uns, alle anderen Spiele hole ich immer gerne wieder hervor, manche natürlich öfter, manche weniger. Im Gegensatz zu meinen Vorrednern mag ich aber Krieg & Frieden, Bluff, San Marco alle gerne.
Ciao,
Roman (der findet, dass San Marco genau den richtigen Glücksanteil hat, ums auch mit Gelegenheitsspielern spielen zu können... Wenn ich's härter brauch, nehm' ich Java oder El Grande ;-)

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Helmut
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re: Enttäuschung über Bluff

Beitragvon Helmut » 17. März 2001, 17:43

Ja, uns hat das Spiel 1987 eine Hamburger Familie beigebracht als "Dudo" (= "Ich zweifle an"). Schon seit dieser Zeit nahmen wir immer einen großen Plastikbeutel mit vielen kleinen Würfelbechern mit in den Urlaub. Und dann kam Richard Borg, "erfand" das Spiel neu, und es wurde SdJ!
Da wüßte ich noch mehr Würfelspiele, mit denmen man dasselbe machen könnte!
MfG
Helmut

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Helmut
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re: Enttäuschung über ein Spiel

Beitragvon Helmut » 17. März 2001, 17:44

Recht hast Du!
MfG
Helmut

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Helmut

re: Enttäuschung über ein Spiel

Beitragvon Helmut » 17. März 2001, 17:53

Nomadi= Recht hast Du!
Wer weiß, was das für Gründe sind, warum Deine Frau am Spieltisch einschläft! Mach doch Troia nicht dafür verantwortlich! :-))
Helmut

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Helmut

re: Enttäuschung über ein Spiel

Beitragvon Helmut » 17. März 2001, 17:54

Krieg und Frieden: Stimmt auch bei mir, habe nie den Zugang zu diesem Spiel gefunden!
San Marco: Oh, jetzt bin ich vorgeprägt. Wollten das Spiel demnächst ausprobieren!
Gruß
Helmut

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Udo Möller

re: Enttäuschung über ein Spiel

Beitragvon Udo Möller » 18. März 2001, 01:28

Bei mir waren die großen Enttäuschungen Bambuti (eine nicht ganz einfache Rechnerei und außerdem hatte ich in den zwei Spielen nie die Chance, das Geschehen in meine Richtung zu bestimmen) und Edison (das Spiel ist wirklich misslungen und gähnend langweilig - aber die Figuren sind schön!).
Ach ja und vor einigen Jahren habe ich mal Wind und Wetter erstanden - das Spiel ist eigentlich schön gemacht, dauert aber für den Spielreiz viel zu lange (mehr als zwei Stunden) und wenn ein anderer an der Reihe ist, kann man getrost mal das Geschirr spielen gehen....

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S.Gienke

re: Enttäuschung über ein Spiel

Beitragvon S.Gienke » 18. März 2001, 02:40

Ich mag Chinatown auch nicht - meine Freundin findet es jedoch ganz toll !
So ist das eben mit den "Geschmäckern" !

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Helmut
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re: Enttäuschung über ein Spiel

Beitragvon Helmut » 18. März 2001, 06:06

Auch hier meinen Senf dazu: Volle Zustimmung. Die "kleinen" Kartenspiele habe ich gar nicht in Betracht gezogen, weil dort wegen des geringen Preises die enttäuschung (vielleicht) nicht so groß ist wie bei einem echt teuren Spiel. Nachdem man von Goldsieber bis dato nur gute Spiele gewöhnt war, konnte ich mit EDISON auch nicht viel anfangen. Habe es noch, weil es sich im Goldsieber-Regal hat optisch gut ausmacht.
VG
Helmut

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Sven

re: Enttäuschung über ein Spiel

Beitragvon Sven » 18. März 2001, 12:27

Also mit Kindern machts einen Heidenspaß!!
Gruß Sven

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Sven

re: Enttäuschung über ein Spiel

Beitragvon Sven » 18. März 2001, 12:32

Also nichts gegen Nomadi oder die Urfassung Wabanti-für mich mit das Beste was aus Wittigs Perlhuhn-Schmiede gekommen ist.
Aber hier scheint ja eine Wittig-Anti-Stimmung zu entstehen ;-)
Gruß Sven

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Carsten Wesel

re: Enttäuschung über ein Spiel

Beitragvon Carsten Wesel » 18. März 2001, 14:49

Wizzard von Amigo war für mich eine totale Enttäuschung. Ich hab's damals einfach gekauft, weil auf der Verpackung stand: "Sie werden in RAGE geraten".
Das klang damals für mich wie die Neuauflage von RAGE, die ich immer schon mal haben wollte. Nach dem Auspacken war das Spiel zwar in einigen Zügen wie RAGE, aber eben nicht RAGE. Ich bin also in RAGE geraten, allerdings nicht in die Neuauflage des Spieles, sondern darüber vom Schachteltext verwirrt worden zu sein.
Ein kleiner Trost war ein Freund von mir, der sich das Spiel gleichzeitig mit mir gekauft hatte und der natürlich auch nicht RAGE erworben hat. Jetzt haben wir dafür einen "Running Gag", wenn wir uns mal wieder überlegen, was wir spielen wollen und einer von uns "Wizzard" vorschlägt.
Gruß Carsten (hat Rage trotzdem noch bekommen, bevor es jetzt neu aufgelegt wurde)

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Markus Barnick

re: Enttäuschung über ein Spiel

Beitragvon Markus Barnick » 18. März 2001, 16:15

Morgenland finde ich bei weitem nicht so tragisch, wie hier immer lamentiert wird. Tikal gefällt mir besser als Java und Bluff mag ich eigentlich nicht so sehr.
Was war schlimm?
* Veto von Mattel. Keine Ahnung, wo in der Schachtel der auf der Anleitung und Packung(?) so viel gerühmte Spielspaß vorhanden war. Ich hab ihn auch nach längerem Suchen nicht gefunden, obwohl das Spielprinzip eigentlich ganz interessant war.
* Therapie: Lebt vor allem von Fragen unter der Gürtellinie. War richtig peinlich :-(
* Schoko & Co. Habs lang ersehnt - aber gleich wieder verkauft. Die Regel enthielt eine Lücke, die das Spiel quasi sinnlos machte
* Diverse Nachahmungen von Spielen, die man mit einem Satz Romme-Karten auch hätte haben können. Kommt öfters bei Amigo vor.

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Helmut
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re: Enttäuschung über ein Spiel

Beitragvon Helmut » 18. März 2001, 16:51

OOOOh nein, Sven, jedenfalls nicht bei mir! Die meisten Wittig-Spiele sind exzellent! Das ist es ja gerade! Nomadi war für mich eines der schwächsten Wittig-Spiele. Leider sind die wegen des hervorragenden Materials nicht gerade billig.
VG
Helmut

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Helmut
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re: Enttäuschung über ein Spiel

Beitragvon Helmut » 18. März 2001, 16:56

>Was war schlimm?
* Veto von Mattel. Keine Ahnung, wo in der Schachtel der auf der Anleitung und Packung(?)
so viel gerühmte Spielspaß vorhanden war. Ich hab ihn auch nach längerem Suchen nicht
gefunden, obwohl das Spielprinzip eigentlich ganz interessant war.<
Richtig, ich hab's letzthin verkauft.
* Schoko & Co. Habs lang ersehnt - aber gleich wieder verkauft. Die Regel enthielt eine
Lücke, die das Spiel quasi sinnlos machte<
Komisch, haben wir nicht entdeckt. Ich hab's noch, allerdings lange nicht gespielt.
VG
Helmut

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Stephan

re: Enttäuschung über ein Spiel

Beitragvon Stephan » 19. März 2001, 07:58

Ohne Furcht und Adel: Hochgelobt - und dann so was von zaeh :-(((
Stephan

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Volker L.

re: Enttuschung ber ein Spiel

Beitragvon Volker L. » 19. März 2001, 13:54

> Habt ihr jetzt oder früher einmal ein Spiel gekauft,
> wo ihr dann total enttäuscht ward?
Ist mir frueher manchmal passiert, als Prospekte und
Schachtelaufdruck die einzigen Informationsquellen
waren. Wobei ich mir die Spiele nicht gekauft habe, sondern habe schenken lassen. Da ich die meisten davon
inzwischen entsorgt und aus meiner Liste gestrichen
habe, wird es schwierig, sich an alle zu erinnern, aber
ich versuchs:
* Gran (Ravensburger)
* Das Erbe des Malony (Ravensburger)
* Die erste Million (Hexagames)
* Playboss (?)
* Das Spiel der Nationen (Parker)
* Heisse Dollars (Parker)
* Der fliegende Hollaender (Bandai Huki)
* Einziger Fehlgriff in letzter Zeit: Krieg & Frieden
Mit einer Ausnahme (Tutanchamun) waren alle Spiele, die
mein Opa mir unaufgefordert geschenkt hat, weil er es
irgendwo fuer 5 DM auf'm Grabbeltisch gesehen hat,
Reinfaelle: Votum, City, Intercity und ein oder zwei
weitere, die mir nicht mehr einfallen.
Das schlimmste Erlebnis mir einem Spiel war, als auf
einer Geburtstagsfeier eines Freundes mal "Das Nilpferd
auf der Achterbahn" gespielt wurde, ein Spiel, das ich
freiwillig nie angeruehert haette.
Eine "Entaeuschung" war's in dem Sinne, dass meine
schlimmsten Befuerchtungen noch weit uebertroffen
wurden. In Zukunft wuerde ich eher im Nebenzimmer
Zeitung lesen oder die Party vorzeitig verlassen als
mir diesen Muell nochmal anzutun!
Gruss, Volker

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Helmut
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re: Enttäuschung über ein Spiel

Beitragvon Helmut » 19. März 2001, 14:11

Noch mal meinen Senf dazu: Ich hab's dreimal gespielt und fand es auch nicht soooo toll!
MfG
Helmut


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