Beitragvon Roman Pelek » 17. März 2001, 13:43
Hi Don Alonso,
>Kleine Frage: Habt ihr jetzt oder früher einmal ein Spiel gekauft, wo ihr dann
total enttäuscht ward?<
Ja, aber meistens waren dass dann Spiele, die wir auch nur gekauft haben, weil sie billig waren - meistens reichen uns die Informationen zu einem Spiel aus Internet oder Regelstudium, um richtige Fehlgriffe zu vermeiden.
>Auch eigenständige Regeln haben nicht weitergeholfen ?
Bitte Spielname + Begründung !<
Die letzten zwei Flops, die wir (bilig) gekauft haben, waren "Top Quark" - der Name ist Programm. Zwei Spieler schieben Kugeln in Kreisbewegungen über ein Brett. Je nach Runde schiebt man 1-6 Felder weit. Das ganze ist konfus, unübersichtlich (bei den Mulden erkennt man schlecht die erlaubte Ziehrichtung), und die Anzahl der zu ziehenden Felder je nach Runde wirkt arg aufgesetzt. Wir waren froh, als die einzige Partie vorbei war.
Ähnlich "Quivive". Man zieht einen Pöppel, nimmt ein Landschaftsfeld weg. Man zieht, man nimmt weg. Und irgendwann ist man mal irgendwohin gezogen, wo man besser steht als der Gegner, und dann kann man abzählen, wer gewinnt und ödet sich nach zufälliger Anfangsphase durch eine offensichtliche Endphase. Mit zwei Spielern vielleicht noch leidlich taktisch, isses mit mehr Spielern dann nur noch Glückssache, wo man überhaupt sinnvoll hinziehen kann. Und eine alternative Regel ist uns nicht eingefallen, nur ein ganz neues Spiel mit anderen Figuren, wobei wir da schon verdammt nah am Torres-Gedanken dranwaren :)
Eine weitere Enttäuschung war für mich "Carolus Magnus", dass sich nach einigen Partien als zu glücksabhängig herausgestellt hat. Zumal manche Pattsituationen bei gleichmäßiger Würfelverteilung quasi nicht aufzulösen sind, und man auf ausserordentliches Glück beim Nachziehen wartet (unsere längste Partie: 2,5h). Auch mit den Alternativregeln zum Nachziehen der Würfel wurden wir nie ganz glücklich.
Noch eine Enttäuschung: die Regel von Morgenland. Sie hält mich davon ab, dass eigentlich witzige Familienspiel nochmal rauszukramen, da ich keine Lust aufs Lesen dieses Almanach-Regelwusts habe.
Ansonsten: Wongar ist mir ein bissl zu konfus und glücksabhängig, Tikal ist mir für ein Familienspiel zu grüblerisch und für ein Strategiespiel nicht strategisch genug.
Im großen und ganzen wars das bei uns, alle anderen Spiele hole ich immer gerne wieder hervor, manche natürlich öfter, manche weniger. Im Gegensatz zu meinen Vorrednern mag ich aber Krieg & Frieden, Bluff, San Marco alle gerne.
Ciao,
Roman (der findet, dass San Marco genau den richtigen Glücksanteil hat, ums auch mit Gelegenheitsspielern spielen zu können... Wenn ich's härter brauch, nehm' ich Java oder El Grande ;-)