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Sind Spieleturniere überhaupt erwünscht ?

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Stefan Feld
Brettspieler
Beiträge: 99

Sind Spieleturniere überhaupt erwünscht ?

Beitragvon Stefan Feld » 20. März 2001, 21:31

Hallo ihr Spieler,
wir von den Offenburger Spiele-Freunden wollen gerne in diesem und den nächsten Jahren ein Spieleturnier etablieren. (Spielemännle-Turnier,7.+ 8.April, siehe Terminkalender)
Die Frage ist: "Ist so etwas überhaupt erwünscht ?"
Meine Erfahrung mit Turnieren ist sehr positiv, da man doch mal außerhalb der gewohnten Kreise, andere Leute und vor allem auch andere Spielweisen kennenlernt und erlebt.
Welche Meinung habt Ihr dazu ?
Grüße...
Stefan, OSF

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Markus Barnick

re: Sind Spieleturniere überhaupt erwünscht ?

Beitragvon Markus Barnick » 20. März 2001, 22:56

Ich finde Spieletourniere absolut lästig, abschreckend und doof.
Das einzig Positive: man trifft dort gleichgesinnte und evtl. liebe Bekannte.
das Negative: Man hat "Gewinnstress", kann halt nicht einfach ein Spiel um des Spielens Willen machen, sondern dahinter steht ein gewisser Leistungsdruck: Wenn ich verliere, bin ich draussen und wenn ich gewinne, muss ich noch stundenlang weiterspielen.
Man hat kaum Zeit, sich mal mit Leuten zu unterhalten und auszutauschen, weil jeder a) spielt oder b) zum Spiel rennt.
Markus
(ist bei einem Sielder-Turnier mal 3. geworden)

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Stefan-spielbox

re: Sind Spieleturniere überhaupt erwünscht ?

Beitragvon Stefan-spielbox » 20. März 2001, 23:43

Dem kann ich mich ganz und gar nicht anschließen! Ich habe zwar bisher nur an drei Turnieren teilgenommen (2x ASL, 1x Formula Dé) aber auf beiden herrschte eine sehr gelassene und äußerst angenehme, lockere Stimmung. Besonders gut gefallen hat mir dabei das internationale Publikum (sogar aus den USA war beim letzten ASL-Turnier jemand extra angereist). Natürlich spielt man auf Turnieren um zu gewinnen, aber letztendlich war doch bei allen Teilnehmern "der Weg das Ziel" und keiner nahm sich eine Niederlage sehr zu Herzen oder die ganze Sache zu ernst. Zwischen den Runden wurde sich locker unterhalten, nachgekartet mit Leuten die man sonst nur per eMail kannte und man so endlich mal in Person traf. Gerade beim ASL-Turnier wurden die Anfänger nicht wegen ihrer Regelunsicherheit benachteiligt, sondern man half sich gerne weiter und ach ja: ein oder mehrere Getränke wurden auch zu sich genommen (ich glaube der Ami hat immer noch Kopfschmerzen ;). Übrigens war keines der Turniere ein reines "Elimination"-Turnier, d.h. man war trotz einer Niederlage weiter im Rennen und kämpfte um Punkte. Ich habe leider keine andere Turniererfahrung (z.B. Deutsche Brettspielmeisterschaften), hoffe aber auf anderen Turnieren ist es ähnlich. Jedenfalls sind Turniere (zumindest bei diesen beiden Spielen) jetzt fest in meinem Kalender vorgemerkt.
Stefan (der sich schon auf das nächste ASL-Turnier im April in Saarbrücken freut)

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Gustav der Bär

re: Sind Spieleturniere überhaupt erwünscht ?

Beitragvon Gustav der Bär » 21. März 2001, 05:57

> Markus
> (ist bei einem Sielder-Turnier mal 3. geworden)
Das hab´ ich auch mal geschafft, und zwar 1999 bei der Deutschen Vorausscheidung (oder wie das hiess) in Schrobenhausen.
Ich habe bisher ausschließlich an Siedler-Turnieren teilgenommen, ein Mal mit dem Kartenspiel und zwei Mal mit dem Brettspiel.
Bemerkenswert war, dass unter den Kartenspielern eine viel entspanntere und freundschaftlichere Atmosphäre herrschte. Wir "Ausgeschiedenen" sind sogar überwiegend da geblieben und haben in unterschiedlichen Zusammensetzungen nur zum Vergnügen weiter gespielt.
Bei den Brettspiel-Turnieren ging es dann seltsamer Weise ganz anders zu. Die Stimmung war gespannt, freundliche Worte gab es nur zwischen denen, die sich ohnehin schon kannten, und an den Brettern funkelten sich die Leute an wie Edward Robinson und Steve McQueen in "Cincinatti Kid".
Ich habe damals vorübergehend die Hypothese vertreten, dass Kartenspieler nettere Menschen sind als Brettspieler, sie aber inzwischen aufgegeben, weil ich ausserhalb eben dieser Turniere keine Bestätigung dafür gefunden habe. Es war auch ein bisschen schwierig in die Hypothese einzuarbeiten, dass es sich dabei überwiegend um die selben Personen handelt.
Wie dem auch sei: Auch in diesem Jahr habe ich mich wieder zum Catan-Turnier angemeldet und bin auch anderen Turnieren gegenüber nicht abgeneigt.
Auf Xuntheit!
Gustav der Bär
(a.k.a. Peter Gustav Bartschat)

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Carsten Wesel

re: Sind Spieleturniere überhaupt erwünscht ?

Beitragvon Carsten Wesel » 21. März 2001, 08:26

Ich finde sie erlebenswert!
Es ist doch immer wieder schön, auch andere Leute zu treffen, die genau so gerne spielen, wie man selbst. Evtl. findet man sogar Neulinge, die man etwas mehr für dieses Hobby phaszinieren kann (z.B. Beim Siedler-Turnier). Das geht natürlich nicht bei allen Turnieren (Brettspielmeisterschaft), aber nette Leute trifft man immer.
Bisher habe ich es auch noch nicht erlebt, daß es alle Teilnehmer wirklich bierernst nehmen - meist ist viel gute Stimmung dabei.
Gruß Carsten (Brettspielmeisterschafts Vorausscheidung: 7 Punkte - und Spaß gehabt!)

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Gerald Rüscher

re: Sind Spieleturniere überhaupt erwünscht ?

Beitragvon Gerald Rüscher » 21. März 2001, 09:23

Stefan fragt an:
> ... wir wollen gerne in diesem und den nächsten
> Jahren ein Spieleturnier etablieren.
> Die Frage ist: "Ist so etwas überhaupt erwünscht ?"
Ich stimme Markus und Gustav zu. Auch meine Erfahrungen zu Brettspielturnieren sind eher negativ. Ich für meinen Teil spiele zur Entspannung und um locker Spaß zu haben - auch bei anspruchsvollen Titeln. Turnier ist für mich das Gegenteil von Spaß sondern viel zu sehr vom Gegeneinander geprägt.
Mein gruseligstes Erlebnis war mal ein Siedler Turnier auf einer Spielbox Leserreise, damals noch in Bad Arolsen. Ich saß mit einer Frau am Tisch die die Siedler auf eine verbissene Art spielt wie ich sie noch nie erlebt hatte und die die eindeutig vorhandenen kooperativen Elemente in diesem Spiel verschwinden liessen. Ich war froh als das Spiel vorbei war und habe es mir für den Rest der ansonsten tollen Reise gespart, mit der Dame irgendein anderes Spiel zu spielen. Meiner Frau ging es an einem anderen Tisch ähnlich.
Mein Eindruck (man verbessere mich) war weiter, dass man auf Turnieren in überproportionalem Maße die Spielertypen "langatmige Optimierer" und "Regelfuchser" trifft, zwei Sorten Spieler ohne die ich sehr gut auskommen kann. Ich spiele lieber mit Leuten, denen es egal ist wenn sie mal einen suboptimalen Zug machen und die bei Regelauslegungen auch mal Fünfe gerade sein lassen können.
Gruß & nice dice,
Jerry

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Roland G. Hülsmann
Kennerspieler
Beiträge: 2598

re: Sind Spieleturniere überhaupt erwünscht ?

Beitragvon Roland G. Hülsmann » 21. März 2001, 10:29

"Mein gruseligstes Erlebnis war mal ein Siedler Turnier auf einer Spielbox Leserreise, damals noch in Bad Arolsen. ..."
Ich denke, hier kommt es auch immer darauf an, auf was für Spieler man trifft. Es besteht natürlich immer die Gefahr auf "ernsthafte Spieler" zu treffen, die alles verbissen sehen. Aber meine Erfahrung (gerade auf den Turnieren der Spielbox-Leserreisen) ist, daß sie deutlich in der Minderzahl sind.
Normalerweise findet man verbissene Spieler eher bei Skat und Bier; grimmig dreinblickende Männer mit Schnautzer, die glauben das Kartenglück mit ihrem Können in den Griff zu bekommen und immer unter den anderen beiden einen Schukldigen finden, wenn es nicht gelingt. An einem Skat-Turnier wollte ich in der Tat nicht teilnehmen.
Die Turniere auf den Lesereisen habe ich immer in guter Erinnerung, wenn ich auch selten in die Endrunde kam. Aber was solls: dann habe ich Gelegenheit, etwas anderes zu spielen.

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Dietmar Stadler

re: Sind Spieleturniere überhaupt erwünscht ?

Beitragvon Dietmar Stadler » 21. März 2001, 11:18

Hallo Stefan,
also sicherlich ist das Spielen bei einem Turnier eine etwas andere Sache, wie im wöchentlichen Spielkreis. Zum einen kennt man bei einem Turnier die Mitspieler in der Regel nicht so gut, wie die Spielkreiskollegen oder sonstige Spieler des Bekannten-/Verwandtenkreises. Dies kann aber eine spannende Sache sein. So erlebt man mitunter Überraschendes im Hinblick auf Spieltaktiken etc. und man sieht ein Spiel vielleicht danach mit anderen Augen. Mir ist klar, dass dies auch ins Negative kippen kann, wenn die Mitspieler beim Turnier, für die für sie besten Züge, Bedenkzeiten benötigen, während denen die anderen am Nebentisch ne Runde Skat (o.ä.) dreschen können. Mir ist dies bei den diesjährigen Vorausentscheidungen zu den Brettspielmeisterschaften so gegangen. 'Torres' als letztes Spiel. Ich hab als zweiter der letzten Runde meinen Zug gemacht, hab den Zettel unterschrieben und bin nach Hause gegangen, ohne den Ausgang des Spieles abzuwarten. Im Nachhinein habe ich dann erfahren, dass die nachfolgenden zwei Spieler für ihre beiden Züge, dann nochmals fast ne 3/4-Stunde gebraucht haben - also da kann ich darauf verzichten. Es ist halt auch davon abhängig, welches Spiel bei einem Turnier zum Einsatz kommt.
Zum anderen spiele ich zwar normalerweise wegen dem Spaß an der Sache, dem Zeitvertreib, dem Abtauchen in eine andere "Welt" für einige Minuten, Stunden... Dennoch möchte ich wenn möglich auch gewinnen, wenn ich spiele. Wenn ich mich nur an den Tisch setze und keine Gewinnambitionen habe, kann dies ein frustiges Ergebnis für mich und auch für meine Mitspieler sein. Oder wer spielt schon gerne mit jemanden, der von Anfang an, weil er "verlieren" will, Züge macht, die ihm gar nichts bringen und dadurch der Spielreiz auch für die anderen verloren geht. Also mir sind solche Spiele ein Graus. Ein gewisser Reiz und auch die Spannung sollten bei einer guten Partie vorhanden sein.
Turniere sind des weiteren sicherlich nicht an der Tagesordnung bei Spielen. Zu mindestens bei mir nicht. Ich spiele hauptsächlich einfach so, also nicht bei Turnieren. Die Teilnahme an den Vorausentscheidungen Brettspielmeisterschaft und die SvC-Turniere jeweils einmal im Jahr sind daher eine nette Abwechslung.
Nachdem wir/ich daran nun schon mehrere Jahre mehr oder minder erfolgreich teilnehmen, kennt man auch die anderen Teams oder Turnierteilnehmer. Ich finde es auch immer wieder lustig, diese "Turnierbekanntschaften" wieder zu sehen und sich 'Anekdoten' von früheren Trunieren zu erzählen usw. Manchmal entwickeln sich ja auch engere Bekanntschaften durch diese Turnierbegegnungen. Alles eine Frage, wie verbissen man die Teilnahme sieht. Dies ist eine Einstellung der einzelnen Spieler. O.k. ich kann die Einstellung der anderen nicht ändern, doch versuchen am Spieltisch durch meine Art und Weise zu spielen, diese verbissene Spielweise zu ändern. Meistens ist mir dies in der Vergangenheit geglückt (gut es gab auch Ausnahmen). Da ich denke, dass bei den meisten Spieler der eigentliche Spielreiz und der Zeitvertreib durch die 'Turnierbelastung' vielleicht in den Hintergrund gedrängt wurde. Sobald diese jedoch bemerken, dass die anderen die ganze Sache dochnicht so verbissen sehen, können sich auch bei Turnieren ganz nette Spiele entwickeln.
Fazit meinerseits:
Turniere sind ganz o.k. Wer sie mag, sollte daran teilnehmen, wer nicht, braucht sich ja nicht anzumelden. Es ist eine weitere Chance, Gleichgesinnte kennenzulernen. Eingefahrene Spielzüge werden nach dem Turnier vielleicht abgeändert.
Wir (unser Team bei den Mannschaftsmeisterschaften) und ich (bei den Einzelspielerturnieren) hatten jedenfalls immer Spaß und einen vergnüglichen, abwechslungsreichen Tag.
Euch wünsche ich bei eurem Turnier viel Spass.
Gruß
Dietmar Stadler
(von den 'zerfließenden Gartenzwergen')

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Tobias Lang

re: Sind Spieleturniere überhaupt erwünscht ?

Beitragvon Tobias Lang » 21. März 2001, 13:15

Lieber Markus,
ich denke, dass man auch ein Turnier ohne Stress spielen kann. Macht man sich den Stress nicht selbst? Indem man sagt "ich will gewinnen"? Ich glaube, dass man Turnierspiele spielen kann wie ganz normale Spiele. Deshalb finde ich sollten beim Turnier alle bis zum Ende mitspielen können. Die Regel "nur der Sieger kommt weiter" sorgt doch für den Stress. Bei der Mannschafts-DM ist das doch viel netter als bei den Siedlervorausscheidungen, weil alle gleich viele Spiele machen. Deshalb machen wir auf brettspielwelt.de auch Siedlerturniere wo alle Spieler gleich oft spielen, egal wie gut sie abschneiden. So ensteht kein Druck gewinnen zu müssen, um weiter mitzuspielen. (Es gibt dort auch noch Turniere in LostCities, Kardinal und König u.a.)
Ich finde Turniere sollte immer so sein, dass bei der Veranstaltung auch nebenher "freies Spielen" angeboten wird. So können Leute, die kein Turnier spielen wollen, trotzdem andere Brettspieler treffen und Spass haben. Ich selber mag Turniere gerne.
Tobias.

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Roman Pelek

re: Sind Spieleturniere überhaupt erwünscht ?

Beitragvon Roman Pelek » 21. März 2001, 13:15

Hi Stefan,
>Meine Erfahrung mit Turnieren ist sehr positiv, da man doch mal außerhalb der gewohnten Kreise, andere Leute und vor allem auch andere Spielweisen kennenlernt und erlebt.
Welche Meinung habt Ihr dazu ?<
Ich habe noch nicht an einem Turnier teilgenommen, und zwar aus folgenden Gründen:
a) Werden nur bestimmte Spiele gespielt, die ich nicht unbedingt immer mag oder so oft hintereinander spielen will
b) Findet man dort halt immer auch verbissene Spieler oder Leute, die die Spiele dann auch zigfach trainieren und sie in- und auswendig kennen (dazu hab ich keine Lust, wenn ich ein Spiel oft Spiele, dann weil's mir Spass macht, nicht, weil ich darin gut werden will)
c) War meist noch kein Turnier in meiner Nähe (Mainz), von dem ich rechtzeitig erfahren hätte oder Zeit gehabt hätte, und habe mir deshalb die Erfahrung aufgrund Vorbehalt a) und b) bisher erspart ;-)
Was ich mir persönlich noch mehr wünschen würde als reine Turniere sind Spieletreffs oder -wochenenden (gerne dann auch mal mit einem Turnier oder so) in meiner Nähe, um neue Leute kennenzulernen und mal "am Stück" zu spielen - ich hab's leider noch nicht geschafft, hier mal eine richtige "Spieleparty" zu veranstalten, wo man wirklich von mittags bis nachts, evtl. auch zwei Tage nach Lust und Laune spielen kann, was man gerade will. Wenn wir sowas hinkriegen ist es dann immer eine LAN-Party (gegen die ich in moderator Dosis auch nix einzuwenden hab). Und bei letzteren verlier ich meistens, da ich die PC-Spiele bis auf wenige Ausnahmen bei weitem nicht so intensiv spiele wie andere ;-)
Ciao,
Roman (der PC-Spiele als Allein- oder LAN-Party-Massenunterhaltung sieht und den Brettspielabend zu 90% vorzieht).

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Christian Schnabel

re: Sind Spieleturniere überhaupt erwünscht ?

Beitragvon Christian Schnabel » 22. März 2001, 02:26

Hallo Roman,
>Ich habe noch nicht an einem Turnier teilgenommen, und >zwar aus folgenden Gründen:a) Werden nur bestimmte >Spiele gespielt, die ich nicht unbedingt immer mag...
An größeren Turnieren gibt es in Deutschland meines Wissens nur die Meisterschaften in
1. Monopoly
2. Siedler von Catan
3. und die Deutsche Brettspiel-Mannschaftsmeisteschaft
O.K.: Monopoly war in meiner Kindheit eines meiner Lieblingsspiele (es gab ja auch nur wenig Vernünftiges); inzwischen empfinde ich es eher "als Zeitverschwendung", da eine Vielzahl von guten und interessanten Spiele jährlich veröffentlich werden. Deshalb nehme ich an Monopoly-Turnieren grundsätzlich auch nicht teil.
Siedler von Catan: falls du "Siedler" auch nicht magst ist auch dies ein akzeptabler Grund diesen Turnieren "fern zu bleiben" (aber: warum solltest du Siedler nicht mögen???).
Deutsche Brettspiel-Mannschaftsmeisterschaft:
In den Vorrunden kommen in jedem Jahr 4 andere Spiele zum Einsatz (werden von den Mannschaften z.T. per Abstimmung mit bestimmt!).
In der Endrunde werden dann die Neuheiten aus Essen/Nürnberg (meist Verhältnis 1:3) in Herne gespielt.
Das bei diesen Modus nur Spiele nominiert werden, die du nicht magst, - kann ich kaum glauben; da müßte doch eigentlich genügend Interessanntes dabei sein.
>b) Findet man dort halt immer auch verbissene Spieler > oder Leute, die die Spiele dann auch zigfach
> trainieren und sie in- und auswendig kennen (dazu > hab ich keine Lust, wenn ich ein Spiel oft Spiele, > dann weil's mir Spass macht, nicht, weil ich darin > gut werden will)
Wir treffen uns für die Deutsche Brettspiel-
Mannschaftmeisterschaft z.B. nur ca. 4x pro Turnier (alles Schichtdienstler!; Termine = schwierig)).
Damit durften wir in den letzten Jahren 2x in Herne antreten und erreichten 2x den 5. Platz in der Vorrunde (oder war es doch der 6. Platz in diesem Jahr?). Das ist in der Frequenz und Häufigkeit mit den Deutschen Meistern (Irren Attenpetern) natürlich kaum zu vergleichen; aber wir haben trotzdem unseren Spaß (!) und natürlich auch keine Angst uns zu blamieren. Wenn ein Mitspieler aus unserem Team sozusagen "versagt" und nur 6 Punkte (3x Letzter, 1x Platz 2) erreicht, ist dies für den Rest der Mannschaft "kein Beinbruch" und für unseren Gebeutelten auch nicht (That`s Life - die Mitspieler an diesen Tischen waren eben besser).
>c) War meist noch kein Turnier in meiner Nähe (Mainz), > von dem ich rechtzeitig erfahren hätte oder Zeit
> gehabt hätte, und habe mir deshalb die Erfahrung
> aufgrund Vorbehalt a) und b) bisher erspart ;-)
Auf der Hompage des Spielzentrums Herne kannst du zumindest die Turniere:
1. Siedler von Catan
2. Deutsche Brettspiel-Mannschaftsmeisterschaft
jederzeit abrufen (immer aktuell).
Oder ist dir diese Site nicht bekannt?
Ich habe durch Teilnahme an Turnieren in den letzten
4 Jahren in jeden Fall sehr viele interessante Menschen/Spieler kennen- und schätzengelernt und mir liebegewonnene Spieler und Bekannte dazugewonnen.
Mit einem Paar fahre ich mit meiner Lebensgefährtin z.B. im Sommer zum 2. Mal in einen gemeinsamen Urlaub!
Vielleicht solltest du die Teilnahme an obigen Turnieren nochmals überdenken?!
Im übrigen: auch 4 letzte Plätze sind bei einer Deutschen-Brettspiel-Mannschaftsmeisterschaft keine Schande (nur Mut)!
Und immer dran Denken: es git keine Gegner, - nur Mitspieler (und Mitspieler = Spaß; - auch wenn es nicht "alles nach Plan läuft").
Viele Grüße
Christian Schnabel



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Stefan Feld
Brettspieler
Beiträge: 99

re: Sind Spieleturniere überhaupt erwünscht ?

Beitragvon Stefan Feld » 22. März 2001, 14:39

Hallo Roman,
was du in punkto Spieletreffen suchst, wollen wir mit unseren Spiele-Tagen abdecken.(Du bist recht herzlich eingeladen! Übernachtungsmöglichkeiten vorhanden)Dort kann man mal ein Wochenende von Strategiespiel, über Neuheiten bis hin zu Cosims alles ausprobieren.
Grüße, Stefan

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Stefan Feld
Brettspieler
Beiträge: 99

re: Sind Spieleturniere überhaupt erwünscht ?

Beitragvon Stefan Feld » 22. März 2001, 14:52

Hallo Leute,
vielen Dank für die vielen Antworten ! Wenn ich es im Großen und Ganzen richtig verstanden habe, sollten Turniere, wenn überhaupt, in gemütlicher Atmosphäre ohne Gewinnstress und möglichst kommunikativ und abwechslungsreich stattfinden.
Besonders bedenkenswert fand ich die Anmerkung über die ewigen Optimierer (bsp: Torres), die Spiele "unnötig" in die Länge ziehen.
Wir werden das bei der Auswahl der Spiele in Zukunft berücksichtigen. (Die diesjährige Auswahl ist mit Löwenherz, Kardinal & König und Money allerdings schon festgeschrieben)
Dem Wettbewerbscharakter wollen wir etwas dadurch entschärfen, dass an alle Teilnehmer kleine Preise verteilt werden (Sammlerstücke). Dies verstärkt vielleicht das "Dabei sein ist alles"-Gefühl.
Ich bin für jede weitere Anregung dakbar.
Bis bald...
Stefan

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Carsten Wesel

re: Sind Spieleturniere überhaupt erwünscht ?

Beitragvon Carsten Wesel » 22. März 2001, 15:23

> Ich bin für jede weitere Anregung da[n]kbar
Wichtig ist auf jeden Fall, daß alle so lange wie möglich dabei sein können - kein KO-System verwenden.
Gruß Carsten (Hatte viel Spaß bei der Endrunde von Rheinländer - mit einer Platzierung im nicht erwähnenswerten Bereich)

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Brigitte Ditt

re: Sind Spieleturniere überhaupt erwünscht ?

Beitragvon Brigitte Ditt » 23. März 2001, 12:39

Das Rheinländerfinale ist für mich ein Turnier, an das ich mich immer gerne erinnere. Ich bin nicht letzter geworden, hatte viel Spaß und lernte viele Leute irl kennen, die ich aus mails, Foren und ähnlichem kannte.
Brigitte (die Carsten beim Welsermahl versorgen mußte)

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Markus Barnick

re: Sind Spieleturniere überhaupt erwünscht ?

Beitragvon Markus Barnick » 29. März 2001, 14:56

WAs ist ASL?

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Markus Barnick

re: Sind Spieleturniere überhaupt erwünscht ?

Beitragvon Markus Barnick » 29. März 2001, 14:58

irgendwie kann ich dir schon zustimmen. Es scheint halt mal so und so zu sein. Ich kenns halt nur so. ;-)
Vielleicht komm ich in meinem Leben noch auf Turniere, sofern sie in Bayern stattfinden täten.

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Volker L.

re: Sind Spieleturniere berhaupt erwnscht ?

Beitragvon Volker L. » 29. März 2001, 15:30

> WAs ist ASL?
Soweit ich weiss, "Advanced Squad Leader", ein Cosim
(ich kenn's auch nur vom Hoerensagen).
Gruss, Volker

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Michael Andersch

re: Sind Spieleturniere überhaupt erwünscht ?

Beitragvon Michael Andersch » 29. März 2001, 15:35

Advanced Squad Leader


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