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RISIKO- ein paar Fragen

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Frank Schaubrenner

RISIKO- ein paar Fragen

Beitragvon Frank Schaubrenner » 8. April 2001, 20:03

Hallo Ihr,
vor einiger Zeit ist ein Net-Bekannter an mich herangetreten und hat mich einiges zu Risiko gefragt, dummerweise wurden die Fragen immer spezieller,...
da ging mir die Luft so langsam aus, vielleicht wisst ihr ja mehr als ich,...ein Versuch ist es wert*fg*
1)Gab es Risiko bei Schmidtspiele, wenn ja wann bzw. ab wann (bis wann?) ?
2)zur Eintauschregel(Karten)
seit wann kann man drei verschiedene Karten tauschen.
und
gab es die Regel mit dem "statischen" Umtausch der Karten schon vor Risiko de Luxe, wenn ja, seit wann?
3)seit wann geht es nicht mehr nur um Welteroberung
sondern um Aufträge(klar WE kann man auch heute noch)
4)passend dazu, seit wann befreien wir die Länder, und erobern sie nicht mehr;-)?
5)seit wann darf ich mich nur noch mit 2 Würfel verteidigen
6)kennt jemand die Wurzeln des Spieles, welche ja anscheinend in die 30er Jahre reinreichen (oder irre ich mich)?
Wäre dankbar für jede Beantwortung, auch einzelner Fragen, mir fehlt hier etwas der Background, bzw. weis ich nicht wo ich noch suchen soll.
Gruss
Frank
ps @Uwe,... hab vergessen dich am Freitag zu fragen,...evtl. kannst du mir ja auch helfen..;-)







seit wann gibt es 2 Verteidigerwürfel
(anfangs 3)...

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David

re: RISIKO- ein paar Fragen

Beitragvon David » 9. April 2001, 00:42

na da versuche ich dohc mal mein Glück:
1. Nein! Das Spiel gab es nie bei Schmidt
2. seit der ersten Aulage in Deutschland (in der Orginalauflage aus den USA gab es das nicht)
3. auch seit der ersten Auflage in Deutschland. In den USA gibt es bis heute keine Auftragskarten.
4. Weiss ich jetzt nicht - muss ich mal in meiner alten Auflage nachsehen...
und den Rest der Fragen kann ich auch nicht beantworten (die 2 Würfelverteidigung wurde soweit ich weiss auch seit der ersten Auflage in Deutschland eingeführt - eine Regel die ich so doof finde, dass sie bei uns nie benutzt wird)!
Ich hoffe ich konnte dir wenigstens ein bischen helfen - alle Antworten sind jedoch ohne Gewähr - ich würde nämlich so ein Ding nie in die Hand nehmen und herumballern ;)
Gruß
David

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Frank Schaubrenner

re: RISIKO- ein paar Fragen

Beitragvon Frank Schaubrenner » 9. April 2001, 08:54

Danke David,
Das mit Schmidt hatte mich auch verwirrt, nur der Frager hat erwähnt, er hätte eine Schmidt Spieleanleitung in der Hand,.. wa mich etwas verwundert....
Dankeschön,... das mit der Amiauflage ist wahr, eigentlich könnte ich ja auch selbst nachsehen, aber sie liegt eben noch verschweisst bei mir rum,... habe mir seit Jahren keine Würfelschlachten/öhm Befreiungen mehr gegeben...:-)
Frank

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Hanno

re: RISIKO- ein paar Fragen

Beitragvon Hanno » 9. April 2001, 09:01

Hallo
nur zur ersten Frage, ich habe eins von Schmidt, mit Holzsteinen iun einer goldenen Schachtel, war glaube ich die zweite deutsche Auflage, leider feheln die Regeln und die Karten.....
Hanno

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Rainer Fieseler

re: RISIKO- ein paar Fragen

Beitragvon Rainer Fieseler » 9. April 2001, 09:25

Hi David!
Die Zweiwürfelverteidigung gibt es erst seit der Umstellung von Eroberung zu Befreiung, vorher wurden immer auch drei blaue Würfel mitgeliefert.
Ich gebe dir allerdings Recht, dass es eine äußert blöde Regel ist.
gruß rainer

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peer

re: RISIKO- ein paar Fragen

Beitragvon peer » 9. April 2001, 10:57

Hi,
ich habe eine Ausgabe von 1975 (Parker) : Es wird befreit und mit drei blauen Würfeln verteidigt.
Hoffe es hilft!
Ciao,
Peer

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Heiko Hartmann

re: RISIKO- ein paar Fragen

Beitragvon Heiko Hartmann » 9. April 2001, 11:11

Hallo!
Die Regel mit den zwei Verteidigungswürfeln wurde wahrscheinlich eingeführt um die Spieldauer auf familiengerechte 60 min. zu drücken. An effektive Verteidigung ist mit dieser Regel nicht zu denken und der gesamte Spielspaß geht flöten.
ECHTE Risikospieler(innen) spielen daher immer mit drei Verteidigungswürfeln und ohne die Auftragskarten um die gesamte Welt. :-)
Ciao, Heiko.

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David

re: RISIKO- ein paar Fragen

Beitragvon David » 9. April 2001, 12:42

Man lernt immer noch etwas dazu!
David (der dachte, dass er die Antworten auf alle Fragen wüsste)

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Roland G. Hülsmann
Kennerspieler
Beiträge: 2598

re: RISIKO- ein paar Fragen

Beitragvon Roland G. Hülsmann » 9. April 2001, 12:51

Ich muß dich in einigen Punkten korrigieren:
1. Wie fast alle Parker-Spiele erschien auch RISIKO zunächsrt bei Schmidt. Die Ausgabe steht bei mir als Sammlerstück auf dem Schrank: Die Armeen sind aus Holz, es sind 3 Verteidigungswürfel, Auftragskarten gibt es nicht. Die Karte ist etwas anders gezeichnet, Südamerika hat z.B. 5 Länder. (Die Aneitung hierzu fehlt mir leider. Wenn jemand mir eine fotokopieren könnte ...)
2. Das ging zumindest schon in der ersten mir bekannten Parker-Version (um 1980). Die hatte ich während des Studiums reichlich gespielt. Ob es in der SCHMIDT-Version so war, weiß ich nicht.
3. In der erwähnten deutschen Parkerversion um 1980 gab es schon die Aufträge, bei Schmidt aber noch nicht!
4. Die "Befreiung" der Länder kam erst mit späteren Parker-Aufagen in den 80ern.
5. In der Schmidt-Ausgabe und auch den Parker-Ausgaben mit Eroberung hatte man noch drei Verteidigungswürfel. In den 80ern kam dann die Befreiungs-Ausgabe mit den 2 Verteidigungswürfeln.

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Berthold Heß

re: RISIKO- ein paar Fragen - eine Antwort

Beitragvon Berthold Heß » 9. April 2001, 20:52

Sehr gut recherchiert Roland!
Klären wir noch den letzten Punkt: das Befreien.
Am 27.7.1982 beantragte der Oberkreisdirektor (Jugendamt) des Kreises Steinfurt bei der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften "Risiko" zu indizieren, übrigens bereits der dritte entsprechende Antrag. Grund: "sittliche Gefährdung von Kindern und Jugendlichen durch Verherrlichung von Krieg und Gewalt".
Am 4.11.1982 wurde das Spiel tatsächlich indiziert. Parker (damals noch General Mills) fuhr daraufhin eine Doppelstrategie. Einerseits wurde gegen die Entscheidung geklagt. Andererseits wurde das "Befreien" engeführt. Aber weniger, um das Spiel zu "entschärfen". Vielmehr wollte man eine neue Fassung schaffen, gegen die ein neues Indizierungsverfahren hätte eingeleitet werden müssen.
Am 10.1.1984 wurde Parker vom Verwaltungsgericht Köln Recht gegeben. Die Begründung war interessant: Man warf (kurz gefasst) der Prüfstelle vor, sie habe das Spiel nicht ausreichend gespielt, um seine Wirkung zu beurteilen. Bücher kann man lesen, Filme ansehen, bloße Regellektüre reicht aber bei einem Spiel nicht aus, um es zu beurteilen.
Bert

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Frank Schaubrenner

re: RISIKO- ein paar Fragen

Beitragvon Frank Schaubrenner » 10. April 2001, 12:51

Hallo @all
vielen Dank schonmal nun kann ich gerüstet die nächste Inforunde einläuten*fg*, wobei ihr gerne noch weitere Info´s geben könnt,...denn davon gibet niemalsnich genug:-)
Frank


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