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Österreichischer Spielepreis

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Arno C. Hofer

Österreichischer Spielepreis

Beitragvon Arno C. Hofer » 1. August 2001, 10:21

Diese Entwicklung finde ich schade.
Sosehr ich die Preisvergabe in diesen Kategorien verstehe - ja selbst gewünscht habe - so wenig verstehe ich - aus österreichischer Sicht - die Gründung dieses neuen Preises. Geht Nationalismus über alles? Müssen wir "den Deutschen" zeigen, wie's geht? Und warum werden keine Lizenzgebühren eingehoben? Ist das der Preis dafür, dass das Wiener (Österreichische)Spielefest weiterbesteht? Muß man den Verlagen schon wieder etwas schenken und so alle anderen Bemühungen um die Spielkultur niederdumpen? Außerdem: ich bin der Meinung, dass man hierzulande auch mit mehreren Institutionen (wie z.B. Arno Millers "Spielwiese", "Ludovico", diversen Spielekreisen etc.) die sich sehr intensiv mit dem Thema Spiel beschäftigen, darüber hätte reden müssen/können/sollen, wie ein "Österreichischer Spielepreis" aussehen kann/soll - wenn überhaupt...
Aber: Demokratie ist schwer, dauert (zu) lang, etc. ...
Andererseits ist es natürlich jammerschade, dass die Jury "Spiel des Jahres" so unbeweglich am Fleck verharrt und die "Österreichische Seele" in dieser Jury nicht mehr vertreten war und ist. Was sowieso zweifelhaft erscheint ist die Einengung der Jury-Zugehörigkeit auf den "Berufsstand Spielekritiker" - glaubt das noch jemand? Damals, zu Gründungszeiten, war's ja so, dass nur eine Handvoll Journalisten sich einen Überblick verschaffen konnte - aber heute, wo es so viele wirklich begeisterte "Spielerfahrene" gibt ...
Mit der Gründung dieses Österreichischen Preises hat man - so meine bescheidene Meinung - viele Türen zugeschlagen, die sich vorher gerade eine Hand breit zu öffnen schienen. Ich bin der Meinung: wir Österreicher - und auch die Schweizer - hätten besser auf die Veränderung des SdJ und des DSP zu einem Mitteleuropa-Preis, bei dem eine breit angelegte Jury nach einem neu zu erfindenden Modus entscheiden könnte hinarbeiten sollen - und das unter der Marke "Spiel des Jahres".
Diesen Alleingang finde ich wirklich schade. Auch wenn er hierzulande etwas bringen sollte. Doch: wer ist nun diese Jury wieder? Haben sich die Damen und Herrn - ausgenommen Dagmar de Cassan und Helmut Wressnig - schon in irgendeiner Weise öffentlich qualifiziert?Nach welchen Kriterien treffen sie ihre Entscheidungen?
Eh ganz gleich, wie die JSdJ - im Verborgenen?
Arno C. Hofer (der sich nicht ärgert aber sehr wundert)

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Karl-Heinz OBERWINKLER

re: Österreichischer Spielepreis

Beitragvon Karl-Heinz OBERWINKLER » 1. August 2001, 12:55

Hallo Arno !!!
Auch ich bin mir noch nicht ganz im Klaren darübe, ob ich weinen oder lachen soll...!!!
Einerseits genügen, so meine ich, das "Spiel des Jahres" und der "Deutsche Spielepreis", vor allem, da sie sich in Wahlmodus, Ausrichtung und Zielen ja doch unterscheiden. Somit werden auf der einen Seite Spiele einem breiteren Publikum präsentiert (SdJ), während der DSP eher die Gruppe der Insider anspricht.
Andererseits finde ich es schon interessant, daß man bei der alpenländischen Variante den Weg der Kategorisierungen geht. Das gibt es ja bisher noch nicht, und genau das wurde von Vielspielern ja auch hier im Forum immer wieder gefordert. Das verspricht schon interessante neue Aspekte. Konterkariert wird dieses Bestreben allerdings dadurch, daß es erst wieder ein "Spiel der Spiele" geben soll, und dafür reichen ja wohl wirklich das SdJ und der DSP aus.
Also bleibt ob dieser Unentschiedenheiten abzuwarten, was die Juroren praktisch nun wirklich draus machen...
Karl-Heinz


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