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Essen - Ohrfeige für die Vielspieler

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Stefan Feld
Brettspieler
Beiträge: 99

Essen - Ohrfeige für die Vielspieler

Beitragvon Stefan Feld » 22. Oktober 2001, 17:27

Liebe Vielspieler,

natürlich sind die Geschmäcker verschieden und man kann es nicht jedem recht machen, aber dieses Jahr wurde in Essen eine Zielgruppe außen vor gelassen: "Die Vielspieler". Und damit meine ich nicht die totalen Freaks bei denen ein Spiel mindesetens 6 Stunden dauern muss und eine Regel unter 20 Seiten erst gar nicht in Hand genommen wird, sondern die Spieler die gerne mal ein gepflegtes Löwenherz, El Grande oder Tadsch Mahal spielen; also Spiele die den Spieler auf eine angenehme und interaktive Weise 2 bis 3 Stunden fordern.
Ich möchte nicht sagen, dass nichts Spielbares vorhanden war; Sternenschiff, Kupferkessel und die Gefährten (kosmos) sind ordentliche Spiele und werden ihre Käufer finden, aber Highlghts - Fehlanzeige !!!

Besonders enttäuscht war ich von Müll und Money (was vielleicht auch an der hohen Erwartungshaltung lag)! Wer soll das denn spielen ? Ein Spiel, das jeder getrost für sich selbst spielen kann, ohne den anderen nur einmal ansehen zu müssen. Dies mag ja noch nicht einmal ein Nachteil sein, wenn man zur gleichen Zeit durch Entscheidungen gefordert würde. Aber die Entscheidungen die bei M & M zu fällen sind, sind dermaßen anspruchslos und eintönig, dass ich die Sache als stark einschläfernd empfand. Und der Gipfel der Genüsse war dann noch der "Spielplan". Hier muss wohl der Gigantoismus ausgebrochen sein. Wer braucht denn für die paar Fabriken ein Halbes Fußballfeld zur Anzeige ?

Jetzt geht´s mir besser!

Tschüss, Stefan.

p.s.: Vielleicht war Puerto Rico ja eins dieser ersehnten Spiele, aber einen Tag in Anstehen zu investieren, war mir zu schade.

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Markus Barnick

Re: Essen - Ohrfeige für die Vielspieler

Beitragvon Markus Barnick » 22. Oktober 2001, 17:35

Stefan Feld schrieb:

> Seiten erst gar nicht in Hand genommen wird, sondern die
> Spieler die gerne mal ein gepflegtes Löwenherz, El Grande
> oder Tadsch Mahal spielen; also Spiele die den Spieler auf

sowas hat weitgehend gefehlt. Aber dafür waren doch "So ein Hundeleben", "König der Diebe" und "Das Tal der Mammuts" da. Ist doch auch was, oder?

> Besonders enttäuscht war ich von Müll und Money (was
> vielleicht auch an der hohen Erwartungshaltung lag)! Wer soll
> das denn spielen ? Ein Spiel, das jeder getrost für sich

gut, der Spielplan ist wirklich :-( , aber mir hat das Spiel gefallen. Es muß doch nicht in jedem Spiel Interaktion drin sein, oder?

> p.s.: Vielleicht war Puerto Rico ja eins dieser ersehnten
> Spiele, aber einen Tag in Anstehen zu investieren, war mir zu
> schade.

wir habens uns zum testen ausgeliehen. Es ist eine Mischung aus "Ohne Furcht und Adel" mit ein bißchen "Die Fürsten von Florenz"

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S.Gienke

Re: Essen - Ohrfeige für die Vielspieler

Beitragvon S.Gienke » 22. Oktober 2001, 18:06

Grundsätzlich gebe ich Stefan recht.

1. Kosmos habe ich dieses Jahr ignoriert ! Wehe jetzt kommt einer und erzählt mir von den tollen Herr der Ringe-Spielen, dann bekomme ich eine Krise - wenn ich sie aufgrund der Messe bzw. der neuen Spiele nicht schon habe !

2. Bei Franjos und Alea durfte ich aus Platzmangel nicht mitprobieren bzw. spielen.

3. Müll & Money: Noch nie sagte ein Titel so viel über den Inhalt eines Spieles !
(Absichtlich überzogener Kommentar, da ich mich so auf Euer neues Spiel gefreut hatte!)

4. Tilsit: Samurai & Katana sah so schön aus in der Pöppel-Revue, aufgrund fehlender Konkurrenz habe ich es nach einem Testspiel dennoch gekauft [Note 3] !

5. Hans im Glück: Waren die überhaupt da ??? [Kleiner Scherz!]

6: Hasbro: Die leben nun wirklich nicht mehr ! Unverschämte Preise !

7. F. Frieses Spiel wirkte mir zu unprofessionell produziert, daher habe ich es - wenn ich mir die jetzigen Kritiken anschaue - wohl leider zu unrecht ignoriert !
Frischfleisch sah letztes Jahr deutlich ansprechender aus !

8. Urland bekommen wir erst in 2-3 Wochen, da es So. bereits ausverkauft war !
Immerhin eine sehr guter Service und ein sehr gutes Spiel von D. & Frank !!!!!

9. Gargon gefiel uns sehr gut, aber es ist wieder "nur" ein gutes Kartenspiel !
Ich empfehle es bedingungslos für den Einstieg oder das Ende eines Spieleabends!

10. Tal der Mammuths ist für mich ein Hit, auch wenn sich ein kleiner Produktionsfehler eingeschlichen haben soll. Immerhin ein Spiel, dass sich von anderen Produktionen in mehreren Punkten abhebt ! Für die von Stefan angesprochenen Vielspieler besteht jedoch die Gefahr, dass sie dieses Spiel schon haben oder kennen. Dazu gehöre ich jedoch nicht, daher:

Danke Eurogames !


Über Aussagen zu Liberté oder dieser 18xx-Variante von Splotter S. würde ich mich freuen !

Ach ja: Lieber Uwe Walentin, wie sieht es mit einem Rechteerwerb von Successors oder Titan, Full Metal Planete oder auch M.of Venus aus ???

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Heiko Hartmann

Re: Essen - Ohrfeige für die Vielspieler

Beitragvon Heiko Hartmann » 22. Oktober 2001, 18:09

Hi!

Liberté, Urland, Tal der Mammuts und Space Schweine (Yep, hat noch keiner hier erwähnt!) sahen zumindest mal ganz gut aus und scheinen auch für die angesprochene Zielgruppe konzipiert worden zu sein.

Aber auch ich werde erst mal die ersten Spielrunden abwarten...

Ciao, Heiko.

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Jost Schwider

Re: Essen - Ohrfeige für die Vielspieler

Beitragvon Jost Schwider » 22. Oktober 2001, 18:54

> [für Vielspieler:] "König der Diebe"

Hä? :-? Habe ich etwas verpasst? :-? :LOL:
M.E. ist das Spiel doch etwas zu glücksabhängig - als Familienspiel aber OK.

Jost aus Soest

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Jost Schwider

Full Metal Planet

Beitragvon Jost Schwider » 22. Oktober 2001, 19:10

> Lieber Uwe Walentin, wie sieht es mit einem Rechteerwerb
> von [...] Full Metal Planete [...] aus?

Ja Uwe, wie sieht es damit aus? [b]Das[/b] wäre wirklich ein dickes Ding (und es müssen auch keine Metalmodelle dabei sein - vielleicht als Erweiterung?)

Jost aus Soest (will hektisch Erz auf einem fremden Planeten abbauen)

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Detlef Jakob

Re: Essen - Ohrfeige für die Vielspieler

Beitragvon Detlef Jakob » 22. Oktober 2001, 19:20

> 7. F. Frieses Spiel wirkte mir zu unprofessionell produziert,
> daher habe ich es - wenn ich mir die jetzigen Kritiken
> anschaue - wohl leider zu unrecht ignoriert !
> Frischfleisch sah letztes Jahr deutlich ansprechender aus !
Ich finde nicht, das es unfrofessionell produziert ist. Bei einem Kleinverlag wie 2F Spiele, darf man es nicht immer so genau nehmen, wenn dafür ein gutes Spiel herauskommt. Ich habe Funkenschlag nur angespielt, es hat mich aber so überzeugt das ich es direkt gekauft habe.
> 10. Tal der Mammuths ist für mich ein Hit, auch wenn sich ein
> kleiner Produktionsfehler eingeschlichen haben soll. Immerhin
> ein Spiel, dass sich von anderen Produktionen in mehreren
Nur das "Tal des Mammuths" kein neues Spiel ist und die Mehrheit es schon haben wird. :-)
Nice Dice
Detlef

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Roman Pelek

Kleinverlage hatten doch einiges für Vielspieler

Beitragvon Roman Pelek » 22. Oktober 2001, 19:37

Hi Stefan,

von den Grossen war dieses Jahr in Essen für Vielspieler in der Tat nicht gerade viel dabei - dafür konnten aber durchaus die Kleinverlage punkten: Urland, Titicaca, Kanaloa, Liberté z.B. sind alles vielversprechende Titel für diese Zielgruppe. Aber für Nürnberg steht da ja auch noch was an ;-)

Sollte es dieses (Spiele-)Jahr nach dem Prinzip "Klasse statt Masse" gehen, und für Nürnberg einige wirklich ausgereifte anspruchsvolle Spiele geben, so würde ich eine solche Entwicklung sogar begrüssen. Aber das wird man letztlich erst in einem halben Jahr beurteilen können.

Vorerst freue ich mich jetzt schon mal auf "Mexica", "Dschunke", "Puerto Rico" u.ä. und spiele die schönen Sachen der "Kleinen", für die sich der Besuch der Messe definitiv lohnte (und man sich einiges Anstehen bei den Grossen sparen konnte).

Ciao,
Roman

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Udo Möller

Re: Essen - Ohrfeige für die Vielspieler

Beitragvon Udo Möller » 22. Oktober 2001, 23:10

Hallo Stefan,

als "Ohrfeige für Vielspieler" würde ich Essen nicht bezeichnen! Du hats wohl Recht, als die großen Verlage sich merklich zurückgehalten haben. Allerdings war bei den kleineren einiges schönes dabei.
Und gerade die kleinen Verlage machen Essen doch eine Reise wert - die Spiele von kosmos, Ravensburger & Co kann ich doch später an jeder Ecke erwerben und meistens auch bei Freunden ausprobieren. Aber an die Spiele z.B. vom Bambusverlag oder von Doris&Frank kommt man schon nicht mehr so einfach! Deshalb habe ich mir auch noch am Samstag von einem Freund ein Liberté von Warfrog mitbringen lassen - hatte es am Freitag "vergessen" :-)

LUdo ergo sum

P.S.: Letztes Jahr habe ich z.B. Carcassone gar nicht gespielt, wusste also zu dem Zeitpunkt nicht, dass es ein Highlight ist. Vielleicht gibt es sowas in diesem Jahr auch?

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Hanno Schwede
Kennerspieler
Beiträge: 392

Re: Essen - Herausforderung für die Vielspieler

Beitragvon Hanno Schwede » 23. Oktober 2001, 08:03

Hallo Stefan

ich glaube fast das wir Vielspieler im Moment ein wenig von der Flut der guten Neuerscheinungen der letzten Jahre verwöhnt sind. Selbst wenn im Mainstream Bereich kein Überflieger dabei ist, was sich erst in den nächsten Wochen zeigen wird. Wird es doch das ein oder andere Spiel geben das den Weg in meinen Spieleschrank finden wird, ich bin in der glücklichen Lage erst ausführlich testen zu können bevor ich kaufe.

Also bestimmt gab es einiges bei den Kleinverlagen das einige von uns übersehen haben. Ich denke an ein Urland, an ein Giseh (auch wenn ich nicht glaube das Pyramidenbauspiele eine Zukunft haben @Roman), an ein Tenno oder Liberty oder Nordstaaten Südstaaten vielleicht sogar die Materialschlacht rund um Millionary. Ob diese Spiele den Weg zu der breiten Masse finden wird sich zeigen, aber für die sogenannten Vielspieler ist bestimmt etwas dabei.
Also stellt sich für uns die Herausvorderung diese Spiele herauszufiltern, ist ja auch letztes Jahr mit Roads und Boats gelungen, oder ??
Für eine andere Zielgruppe aber mit durchaus stimmigem Verlagsprogramm sind mit Zoch, Adlung und Eurogames aufgefallen. Grade diese 3 Verlage von den etablierteren machten auf mich den besten Eindruck, Zoch bildete mit der Villa, oder doch lieber dem Palazzo für mich das Messehighlight, wenn auch nicht Vielspielertauglich *gg*.
Auch Queen und Winning Moves sollten nicht unerwähnt bleiben, diese beiden Verlage basteln doch erfolgreich an einem sehr stimmigem Verlagsprogramm. Und hatten schöne Spiele am Start.
Zu Alea kann man sagen auch die Strategie ist durchaus stimmig, den Prototyp in Essen und dann als Erscheinungstermin Nürnberg und dabei konstant gute Spiele. Puerto Rico habe ich mir anerklären lassen, es hörte sich durchaus Interesant an und ich freue mich auf die Veröffentlichung und auf das erste Probespielen.
Hervorragend was grade kleine Redaktionen auf die Beine stellen können, das gilt nicht nur für Alea (Stefan Brück) sondern auch für Queen (Bernd Dietrich), Adlung und HiG um nur die etablierteren stellvertretend zu nennen.

Also im grossen und ganzen in meinen Augen keine Ohrfeige sondern eine Herausforderung.

sigdmwwt Frühstücken

Hanno

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Andreas Keirat/Claudia Schlee

Re: Full Metal Planet

Beitragvon Andreas Keirat/Claudia Schlee » 23. Oktober 2001, 09:50

Jost Schwider schrieb:
>
> > Lieber Uwe Walentin, wie sieht es mit einem Rechteerwerb
> > von [...] Full Metal Planete [...] aus?
>
> Ja Uwe, wie sieht es damit aus? [b]Das[/b] wäre wirklich ein
> dickes Ding (und es müssen auch keine Metalmodelle dabei sein
> - vielleicht als Erweiterung?)
>
> Jost aus Soest (will hektisch Erz auf einem fremden Planeten
> abbauen)

Hallo!

Ich bin zwar nicht Uwe, aber ich weiß, daß die Autoren sich damals sehr gestritten haben und da man das Einverständnis aller Autoren braucht, wird das wahrscheinlich nichts. Ich hatte da auch schon mal vor Jahren nachgefragt... Außerdem ist der Markt für dieses Spiel sehr sehr klein, so daß eine 3000er Auflage wahrscheinlich immer noch viel zu hoch wäre.

Ciao,

Andreas

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Hartmut

Re: Essen - alles hat ein Ende...

Beitragvon Hartmut » 23. Oktober 2001, 10:37

Spielerisch war auch in diesem Jahr noch einiges zu entdecken, aber ich sehe auch einen Trend hin zum Ende der SPIEL, wie wir sie mögen.

Beim Merz-Verlag kann man unter http://www.merz-verlag.com/d/Spiel_2001/Daten.html folgende Aussage finden:

"Mit 146.000 Besuchern ... brach die SPIEL 2000 ... wieder einmal einen Rekord ..."

De facto habe ich die Hallen (trotz Neu-Organisation auf in etwa unverändert großer Fläche) an den Wochenenden so leer wie nie gesehen. Konnte man sich früher (als es "nur" rund 100.000 Besucher waren) dort nur mühsam durchschieben, so dass ich Freunden stets den Besuch am Donnerstag oder Freitag nahelegte, war das diesmal fast kein Problem. Auch nicht wenige Aussteller (und ich meine hier ausdrücklich nicht nur den Flohmarkt) klagten einmal mehr über stark nachlassende Kaufbereitschaft (z.B. Aussagen wie "In Stuttgart verkaufe ich das Doppelte." - "Die knausern hier um jede Mark" usw.).

Für viele Kleinanbieter dürfte der Preiskampf der Großen in Verbindung mit den ständig steigenden Eintrittspreisen deutliche Spuren hinterlassen, was der SPIEL auf absehbare Zeit das Wasser abgräbt - wer will dort schon nur noch die Neuheiten von Kosmos & Co. sehen. Auf die Eintrittspreise und Standmieten hat Merz vermutlich begrenzten Einfluss, der Veranstalter wird hier gewiss auch vom Messestandort unter Druck gesetzt. Vielleicht erkennt Merz aber diese Entwicklung und steuert im Rahmen des Möglichen dagegen.

Allein die Besucherrekorde von Jahr zu Jahr kann ich Merz jedenfalls nicht mehr glauben. Sicher ist hier nicht Faktor 12 im Spiel, aber die Besucher werden wohl am Ausgang nochmal gezählt ;-) Bitte keine allzu heißen Diskussionen um diesen Marketing-Punkt, wichtiger ist mir in jedem Fall der zunehmende Verlust des qualitativen Spektrums der Messe. Aber es hängt doch schon miteinander zusammen. Eine Familie mit zwei Kindern drückt nunmal nicht leichtfertig 58 DM nur für's Reinkommen ab, da überlegt man sich das schon.

Hartmut (der den Abschwung der SPIEL bedauert)

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Gustav der Bär

Re: Essen - alles hat ein Ende...

Beitragvon Gustav der Bär » 23. Oktober 2001, 10:48

Hartmut schrieb:
> De facto habe ich die Hallen (trotz Neu-Organisation auf in
> etwa unverändert großer Fläche) an den Wochenenden so leer
> wie nie gesehen.

Ich habe die Hallen im Gegenzug dafür am Donnerstag und Freitag voller gesehen, als ich es aus den letzten Jahren gewohnt war. Da die "Spiel" diesmal in die Ferien in NRW fiel (ich kann´s jetzt nicht beschwören, aber das war die letzten Male, glaub´ ich, nicht der Fall), mögen sich die Besucher einfach besser auf die Messedauer verteilt haben.

Und am Sonntag war´s ab spätestens 12 Uhr doch nur wirklich voll!

Auf Xuntheit!
Gustav der Bär

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Arne Hoffmann

Re: Essen - Ohrfeige - nicht an mein Ohr

Beitragvon Arne Hoffmann » 23. Oktober 2001, 10:49

Moin Stefan!

Wenn man in Essen nur auf die "grossen" Verlage geschaut hat, dann mag dieser Eindruck gewiss aufkommen. Auch ich war durch die letzten Jahre von denen verwoehnt worden und vermisste dort dieses Jahr ein herausragendes Spiel. Schaute man jedoch bei den kleineren, privaten Verlagen vorbei, so konnte man doch einiges interessantes entdecken. So gab es da ein Urland, ein Kanaloa, ein Liberte, ein Titicaca, ein Funkenschlag etc... Dies sind alles Spiele, die fuer einen Vielspieler geeignet sind, einen interessanten Eindruck hinterliessen und sich auf der Messe auch nicht in irgendeiner Ecke versteckten. Ferner machten auch die Spiele von Adlung und Zoch einen sehr guten Eindruck, so dass dieses Jahr vielleicht kein Ueberflieger dabei war, aber bestimmt eine Menge sehenswerte Spiele.

Demzufolge fuehle ich mich nicht geohrfeigt, nur etwas enttaeuscht von den "grossen", aber grosszuegig bedacht von den "kleinen".

Tschoe,

- Arne -

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Stefan Brück

Re: Essen - Ohrfeige für die Vielspieler

Beitragvon Stefan Brück » 23. Oktober 2001, 11:19

>>> wir habens uns zum testen ausgeliehen. Es ist eine Mischung aus "Ohne Furcht und Adel" mit ein bißchen "Die Fürsten von Florenz" <<<

... und eine Banane schmeckt wie ´ne Mischung aus einer Zitrone (hat auch eine gelbe Schale) und einer Brechbohne (hat auch eine längliche Form)...

Stefan

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Stefan Brück

Re: Essen - Ohrfeige für die Vielspieler

Beitragvon Stefan Brück » 23. Oktober 2001, 11:28

>>> Vielleicht war Puerto Rico ja eins dieser ersehnten Spiele, aber einen Tag in Anstehen zu investieren, war mir zu schade. <<<

Nur zur Verdeutlichung: alea ist auch ein Kleinverlag!!!! Das heißt, wir haben auch nur deren Men-power und - vor allem - auch nur das Budget eines Klein- bis Kleinstverlags! Wir können uns - auch angesichts unserer Absatzzahlen - eben nicht mehr leisten als diese 10 qm... und 2 - 3 Erklärer (inkl. mir selbst).

Ich habe manchmal den Eindruck, dass das nur den Wenigsten hier im Forum bewusst ist...

Außerdem: Wer morgens um 9.05 (also 45 Min. vor mir ;-)) am Stand war, hat ja einen Sitzplatz bekommen... ;-)

Stefan

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Ralf Arnemann
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Falsche Erwartungen?

Beitragvon Ralf Arnemann » 23. Oktober 2001, 11:43

Waren wir auf unterschiedlichen Veranstaltungen?
Oder bist Du vielleicht mit unrealistischen Erwartungen nach Essen gekommen?

Eigentlich bin ich noch nie nach Essen gefahren, um dort die Neuheiten von Ravensburger oder Schmidt auszuprobieren - die gibt es ja an jeder Ecke.
Und bei den Kleinverlagen und ausländischen Anbietern war wieder einiges Gutes dabei.

Letztlich scheint sich Deine Kritik im wesentlichen daran festzumachen, daß Dir M&M nicht gefallen hat.
Da gibt es aber genug Alternativen!

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Friedemann

Kleinverlag vs. Kleinstverlag

Beitragvon Friedemann » 23. Oktober 2001, 11:49

Jetzt muß ich mich als Kleinstverlag mal zu Wort melden und möchte, wenn dem so ist, gerne mein Budget (1200 DM für Messestand, Übernachtungen, Menpower, Verpflegung, Deko) mit dem mir nicht bekannten Budget von alea tauschen :-)

Kleinverlag o.k., aber Kleinstverlag ist doch schon etwas deutlich anderes, als es alea ist.

Friedemann

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Carsten Wesel

Re: Essen - Ohrfeige für die Vielspieler

Beitragvon Carsten Wesel » 23. Oktober 2001, 12:30

Stefan Brück schrieb:
>
> >>> wir habens uns zum testen ausgeliehen. Es ist eine
> Mischung aus "Ohne Furcht und Adel" mit ein bißchen "Die
> Fürsten von Florenz" <<<
>
> ... und eine Banane schmeckt wie ´ne Mischung aus einer
> Zitrone (hat auch eine gelbe Schale) und einer Brechbohne
> (hat auch eine längliche Form)...

:lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol:

Gruß Carsten (Mischung aus Olaf und Erika)

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Hartmut

Re: Essen - alles hat ein Ende...

Beitragvon Hartmut » 23. Oktober 2001, 12:37

Hallo Gustav,

stimmt, da magst Du recht haben (vielleicht hat die Familienkarte am Donnerstag ja einige angelockt). Ich wollte auch nicht zuviel maekeln, die Kinderhalle fanden meine beiden wieder richtig toll. Bleibt aber dennoch der Eindruck, dass die SPIEL als Ideen- und Produktboerse mehr und mehr Facetten einbuesst.

Hartmut

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Roman Pelek

Gross/Mittel/Klein/Kleinst...

Beitragvon Roman Pelek » 23. Oktober 2001, 12:43

Hi,

sicher wird bei der Unterscheidung zwischen der Größe der Verlage zum Teil stark vereinfacht oder auch manches übersehen. Aber letztlich weiß hier halbwegs jeder, was gemeint ist, und bei einer peniblen Unterscheidung kann man sich arg verzetteln. Natürlich sind auch ein Alea, Hans im Glück oder Queen-Games im Prinzip Kleinverlage - nur sind dann andere wirklich Kleinstverlage usw. Alea hat wenigstens die Vertriebsstrukturen eines großen Verlages, insofern wird's halt oft auch nicht als Kleinverlag angesehen... Für HiG gilt ähnliches... Nuja.

Ciao,
Roman

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Ralf Arnemann
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Re: Essen - alles hat ein Ende...

Beitragvon Ralf Arnemann » 23. Oktober 2001, 12:48

> die Kinderhalle fanden meine beiden wieder richtig toll.
Wie alt sind die? Wie lange waren die mit der Halle beschäftigt?
Wir überlegen, unsere beiden (derzeit 6 und 8) nächstes Jahr mal mitzunehmen ...

> Bleibt aber dennoch der Eindruck, dass die SPIEL als Ideen- und
> Produktboerse mehr und mehr Facetten einbuesst.
Kannst Du diesen Eindruck näher spezifizieren?
Welche Facetten fehlen?

Irgendwie kommt mir Essen im Prinzip seit vielen Jahren ziemlich wenig verändert vor (im Kern, das Dekor wechselt).
Ich glaube wir haben auch schon lange jedes Jahr Klagen, daß die Messe schlechter geworden sei.
Was ja nicht heißt, daß das dann tatsächlich auch mal der Fall sein kann ...

Aber das müßte man doch dann klarer definieren können.

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Stefan Brück

Re: Kleinverlag vs. Kleinstverlag

Beitragvon Stefan Brück » 23. Oktober 2001, 13:13

>>> ...mit dem mir nicht bekannten Budget von alea tauschen <<<

Abgemacht!! Aber nur, wenn du auch meine Vertriebskosten - und die dadurch bedingten Erstkosten und Auflagenhöhen - übernimmst... ;-)

Stefan

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Stefan Brück

Re: Gross/Mittel/Klein/Kleinst...

Beitragvon Stefan Brück » 23. Oktober 2001, 13:18

>>> ...auch ein Alea, Hans im Glück oder Queen-Games im Prinzip Kleinverlage - nur sind dann andere wirklich Kleinstverlage usw <<<

Vergleiche ich mal meine verkaufte Auflage mit der von Hans im Glück, bin ich ein Mini-Zwerg-Peanuts-Stecknadelkopf-Atom-Gar nicht vorhanden-KLEINST-Verlag... ;-)

Stefan

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Roman Pelek

Re: Gross/Mittel/Klein/Kleinst...

Beitragvon Roman Pelek » 23. Oktober 2001, 13:30

Hi Stefan,

Stefan Brück schrieb:
> Vergleiche ich mal meine verkaufte Auflage mit der von Hans
> im Glück, bin ich ein
> Mini-Zwerg-Peanuts-Stecknadelkopf-Atom-Gar nicht
> vorhanden-KLEINST-Verlag... ;-)

Du hast ja Recht - es sei Dir zugestanden, ein Staubkorn im Universum zu sein ;-) Verbunden mit der Hoffnung auf Erhöhung der Auflage, an mangelnder Qualität liegt's ja bei Dir wirklich nicht.

Ciao,
Roman (Okay, es gibt eine neue Verteilung für's Forum: Grossverlage, mittlere Verlage, Kleinverlage, Alea, Kleinstverlage, Garnichtverlage :-))


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