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Tenjo - gespielt

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Friedemann

Tenjo - gespielt

Beitragvon Friedemann » 5. November 2001, 13:04

Hab am Wochenende Tenjo angespielt und wir haben abgerbrochen wg. zu viel Glück im Spiel, aber trotzdem hinterläßt das Spiel einen guten Eindruck. Ich werde es nochmal spielen mit folgenden Änderungen:

1. Ich schließe mich an, daß man zum Kämpfen einen W12 und keinen W20 nehmen sollte.
2. Man sollte zu Beginn einer Runde für alle Spieler die Aktionspunkte auswürfeln und nicht jeder für sich .
3. Ich werde wohl die Schicksalkarten aus dem Spiel verbannen und keine ziehen.

Der Ansatz von Tenjo und die Optik sind so gut, daß es sich sicherlich lohnt, es nochmal zu probieren. In unserer Runde war nur das Problem, warum plane ich soviel, wenn dann doch nur ein paar Würfelwürfe entscheiden.

Gruß Friedemann

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michael weber

Re: Tenjo - gespielt

Beitragvon michael weber » 5. November 2001, 20:00

hm,

zu 1) kann ich nicht nachvollziehen.

zu 2) aber das ist ja gerade das interessante. ein weiterer bestandteil des fog of war. niemand weiss, wie weit der gegener kommen kann! ich denke, dass dieser bestandteil der regel nicht nur gelungen, sondern auch für die stimmung des spiels wichtig ist. allerdings finde ich, dass die bandbreite der zahl möglicher aktionen zu groß ist.

zu 3) naja, aber das schicksal spielt in echt ja auch mit. es besteht somit die möglichkeit, den spielverlauf zu verändern, was zum vorteil und nachteil des jeweiligen spielers geschehen kann. die karten sind sozusagen der äußere einfluss auf die provinzen. auch nicht gerade unwichtig, wenn auch manchmal ärgerlich ;)

das mit den würfelglück oder -pech sehe ich nicht unbedingt so. es macht letztlich keinen unterschied, mit welchem würfel man die kämpfe auswürfelt. ich gehe mal fest davon aus, dass es testrunden gab, die zu diesem regel-ergebnis führten.
dennoch muss man eben genau planen, was man wann und wo erreichen will. vielleicht führen aber deine erfahrungen (und die aller anderen spieler) möglicherweise zu regelmodifikationen, die allerdings eher in anderen bereichen zu suchen wären. mir leuchtet zum beispiel nicht ein, warum ich erst für meine burgen blechen soll, dabei eventuell samurai verliere und ich dann anschließend als einkommen ausreichend koku erhalte, um damit über das nächste jahr zu kommen.

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Stefan-spielbox

Re: Tenjo - Aktionspunkte

Beitragvon Stefan-spielbox » 5. November 2001, 22:01

michael weber schrieb:

>
> zu 2) aber das ist ja gerade das interessante. ein weiterer
> bestandteil des fog of war. niemand weiss, wie weit der
> gegener kommen kann! ich denke, dass dieser bestandteil der
> regel nicht nur gelungen, sondern auch für die stimmung des
> spiels wichtig ist. allerdings finde ich, dass die bandbreite
> der zahl möglicher aktionen zu groß ist.
>

Hallo!

Ich nehme an in der Originalregel wird die Anzahl der Aktionspunkte mit einem W1o ausgewürfelt? Bei unserer Proberunde in Essen haben wir stattdessen zwei W6 verwendet. Ich bin kein Statisktiker, aber sieht da die Verteilung der möglichen Zahlen nicht ein wenig anders aus und müßten sich die so erwürfelten Aktionspunkte nicht so weit bzw. weniger streuen, insgesamt könnte so also eine gerechtere Verteilung der Aktionen erreicht werden?

Stefan

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Rudi Hinz

Re: Tenjo - gespielt

Beitragvon Rudi Hinz » 6. November 2001, 06:20

Hallo zusammen,

werde auch mal wieder meine Meinung dazu abgeben.

Bin jetzt seit 3 Wochen das Spiel solitär am testen und mit Michael per
email-Kontakt alle Feinheiten am ausarbeiten. Besonders die Schicksalkarte
Burg hat es in sich. Haben aber die Feinheiten mit Hilfe der Amerikaner plus
einer Hausregel hervorragend gelöst.

Michael, ich bin immer noch der Meinung, das man als Ronin nicht den Jahres-
beitrag für die Burgen zahlen muss, auch wenn es nicht im Handbuch steht.
Warum sollten sie dafür zahlen, wenn sie keine Macht mehr über die Burgen
haben. Nach 11 Monaten wurde Rot zum Ronin, hätte dann 10.000 verloren,
wenn sie zahlen müßten. Im nächsten Jahr spielte ich mit ca. 60-70.000 Ronin.
Wenn sie dann keine Burg in dem folgendem Jahr erobern und sie haben immer
noch die Burgen im Besitz, sterben 60.000 Ronins. Spiel zu Ende für Rot.
Wäre zu schade für die Partie. Michael, du wirst es klären, gell??

Nun zu Dir Friedemann:

>> 1. Ich schließe mich an, daß man zum Kämpfen einen W12 und keinen W20 nehmen sollte.

Hatte schon mal früher einen längeren Bericht dazu geschrieben:
Datum: 22.10.01 11:52 (Beitrag Nr. 27645).

Was machst Du mit einem W12, wenn Du mit 50.000 gegen 5.000 kämpfst,
Bonus = plus 10, plus/minus der anderen Boni für Daimyos plus verschiedene
Angriffspunkte. Da ist der W12 zu klein für. Der 20er ist okay, auch wenn es nicht
so aussieht. Lese Dir mal den Beitrag durch. Weiß leider nicht, wie man an den Link direkt kommt.

>> 2. Man sollte zu Beginn einer Runde für alle Spieler die Aktionspunkte auswürfeln und nicht jeder für sich .

Nein, absolut Michaels Meinung, würde komplett den Reiz nehmen.


>>3. Ich werde wohl die Schicksalkarten aus dem Spiel verbannen und keine ziehen.

Bloß nicht, auch wenn es Dich hammerhart treffen kann. Selbst als Ronin macht
das Spiel einen riesigen Spass, vorrausgesetzt, man muss nicht für die Burgen
zahlen. Wird aber noch geklärt.

Und zu Stefans 2 x W6 für die Aktionspunkte anstatt 1 x W10 kann ich nur
sagen, soll jeder machen, wie er möchte.
Statistisch gesehen Stefan, fällt die 7 am häufigsten, dann die 6 + 8, dann
5 + 9, dann 4 + 10, dann 3 + 11 und die Schlusslichter mit je nur einer
Kombinatio sind die 2 und 12.
Wie gesagt, soll jeder für sich selber entscheiden.
Noch spiel ich mit einem W10, werde aber wohl auch auf die 2 x W6 umsteigen.

Gruß Rudi ( der jetzt wieder in den Keller geht, um noch ein oder zwei Monate
Tenjo tüftelt)

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Friedemann

Re: Tenjo - gespielt (fast OT)

Beitragvon Friedemann » 6. November 2001, 12:31

Ich glaube da treffen zwei gegensätzlich verschiedene Meinungen zu Spielen aufeinander.

Bsp: Es gibt Leute die mögen Spiele, bei denen man sich für eine Aktion entscheidet und dann würfeln muß, ob das Ganze auch klappt (Rollenspiele, viele TabletopSpiele...). Ich finde das immer sehr unbefriedigend. Wozu soll ich lange überlegen, wenn es dann doch durch einen Würfelwurf verändert wird.

Ausserdem habe ich lieber weniger Realität im Spiel und dafür mehr Planung. Was brauche ich im Spiel harte Schicksalsentscheidungen, die im normalen Leben auch nicht schätze. Also ich spiele unter anderem so gerne, weil ich dort etwas Abstand von der Realität erlange und dann will ich doch im Spiel nicht das haben was mich im normalen Leben eh schon nervt.

Friedemann

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peer

Re: Tenjo - gespielt (fast OT)

Beitragvon peer » 6. November 2001, 16:17

Hi,
Friedemann schrieb:
> Ausserdem habe ich lieber weniger Realität im Spiel und dafür
> mehr Planung. Was brauche ich im Spiel harte
> Schicksalsentscheidungen, die im normalen Leben auch nicht
> schätze. Also ich spiele unter anderem so gerne, weil ich
> dort etwas Abstand von der Realität erlange und dann will ich
> doch im Spiel nicht das haben was mich im normalen Leben eh
> schon nervt.

Kann ich nachvollziehen. So schön und reizvoll ich Tenjo auf der Messe (und was ich so im Internnet las und sah) auch finde, ich mag diese Art von Spiel nicht. Mit "diese Art" meine ich Spiele, bei denen nach mehrstündiger Spieldauer
die Gefahr besteht, dass ich das Gefühl habe, verloren zu haben, weil ich schlecht gewürfelt habe.
Zwischen mal einer Armee verlieren bei Britannia und überhäufig am wenigsten Aktionspunkte bei Tenjo zu haben ist für mich ein Unterschied. Es wäre O.K. wenn Tenjo kürzer (und preisgünstiger :-) ) wäre...
ciao,
Peer (wieder Geld gespart)

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michael weber

Re: Tenjo - Aktionspunkte

Beitragvon michael weber » 6. November 2001, 17:46

jipp, wäre wohl besser

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michael weber

Re: Tenjo - gespielt

Beitragvon michael weber » 6. November 2001, 17:50

ja, ich bemühe mich mal, das zu klären ;)

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michael weber

Re: Tenjo - gespielt

Beitragvon michael weber » 7. November 2001, 22:07

antworten gibt es weiter oben!


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