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Millionary

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Roland G. Hülsmann
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Millionary

Beitragvon Roland G. Hülsmann » 2. Januar 2002, 01:54

Hallo Leute,
letzten Samstag ewar ich wieder im Heidelbär Spieleladen, um zu schauen ob das HdR-Sammelkartenspiel schon da ist und kam mit "MILLIONARY" (und einigen anderen "Kleinigkeiten") aus dem Laden 'raus.

Heute Abend (genauer gesagt, war es gestern ;-)) haben wir das "Demo-Spiel" mal nachgespielt.

Zunächst eine Frage: Es ist davon die Rede, daß nur beim Demospiel jeder Spieler 50000 EUR Startkapital bekommt (Variante Familie ohne Startkapital anlegen). Die Spielregel schweigt sch aus wieviel man im regulären Spiel bekommt Etwa gar nichts? Das hieße ja die ersten Aktien auf Pump kaufen. Eine Sache die im wirklichen Leben absolut tödlich ist, zumal keine Bank dafür Kredite geben würde.

Dann einige Anmerkungen: Das mit dem geführten Spiel zum Einstieg ist ja echt toll, ABER: So manches in der Anleitung kommt mir reichlich langatmig vor. Alleine etwa 15 Zeilen, um zu erklären wie man 200 * 120 ausrechnet (und das dann noch mehrmals mit leicht veränderten Werten widerholt)! Auch manches andere ist sehr ausschweifend und blumig erklärt, sodaß man manchmal Mühe hat, die eigentliche Regel zu finden. Außerdem gibt es keine Regeln, die einem das Spiel ohne diese Einführung ermöglichen. Man ist beinahe gezwungen, diese Einführungsspiele nachzuspielen, um zum "Eigentlichen" zu gelangen. Wobei die ersten Einführungsspiele nur für zwei Spieler sind, das richtige Spiel dann aber erst ab drei Spieler. (Wir lösen das so, daß der dritte Spieler die Einführung "moderiert", also die Regel vorträgt und die Anweisungen gibt.)
Die Sache mit den Ziffernplättchen ist ein ziemlich zeitraubendes Gefummel. Hier wäre für den Preis sicher auch eine andere Lösung denkbar gewesen, um Kurse und Depots anzuzeigen.

Roland (der im Übrigen das neue HdR-Sammelkartenspiel noch nicht bekommen hat)

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Andreas Keirat/Claudia Schlee

Re: Millionary

Beitragvon Andreas Keirat/Claudia Schlee » 2. Januar 2002, 17:13

Roland G. Hülsmann schrieb:
>
>
> Zunächst eine Frage: Es ist davon die Rede, daß nur beim
> Demospiel jeder Spieler 50000 EUR Startkapital bekommt
> (Variante Familie ohne Startkapital anlegen). Die Spielregel
> schweigt sch aus wieviel man im regulären Spiel bekommt Etwa
> gar nichts? Das hieße ja die ersten Aktien auf Pump kaufen.
> Eine Sache die im wirklichen Leben absolut tödlich ist, zumal
> keine Bank dafür Kredite geben würde.

Ja, aber es macht andererseits auch einen gewissen Reiz aus, erst einmal seine Schulden wieder wegzubekommen (mit 100000-140000 muß man da schon rechnen...). Ansonsten würde ich Dir empfehlen, daß jeder ein imaginäres Startkapital bekommt, mit dem er Einkaufen kann.

>
> Dann einige Anmerkungen: Das mit dem geführten Spiel zum
> Einstieg ist ja echt toll, ABER: So manches in der Anleitung
> kommt mir reichlich langatmig vor. Alleine etwa 15 Zeilen, um
> zu erklären wie man 200 * 120 ausrechnet (und das dann noch
> mehrmals mit leicht veränderten Werten widerholt)! Auch
> manches andere ist sehr ausschweifend und blumig erklärt,
> sodaß man manchmal Mühe hat, die eigentliche Regel zu finden.

Das hat der Autor extra so gemacht, damit wirklich jeder die Spielregeln kapiert. Ich fand das auch etwas sehr ausschweifend, aber lieber so, als in Steno-Form. Das hilft Gelegenheitsspielern nämlich nicht und nicht jeder ist ein Spieleprofi.


> Außerdem gibt es keine Regeln, die einem das Spiel ohne diese
> Einführung ermöglichen. Man ist beinahe gezwungen, diese
> Einführungsspiele nachzuspielen, um zum "Eigentlichen" zu
> gelangen.

Irgendwie verstehe ich das nun nicht. Wenn Du dir die Spielregel durchliest, kannst Du das Spiel den anderen doch hurtig in 10 Minuten erklären, schließlich ist eine Kurzspielregel dabei, die alle wesentlichen Punkte erzählt. Diese könnte man natürlich schnell noch kopieren, damit sie jeder vor sich liegen hat ;)


Wobei die ersten Einführungsspiele nur für zwei
> Spieler sind, das richtige Spiel dann aber erst ab drei
> Spieler. (Wir lösen das so, daß der dritte Spieler die
> Einführung "moderiert", also die Regel vorträgt und die
> Anweisungen gibt.)
> Die Sache mit den Ziffernplättchen ist ein ziemlich
> zeitraubendes Gefummel. Hier wäre für den Preis sicher auch
> eine andere Lösung denkbar gewesen, um Kurse und Depots
> anzuzeigen.

Eigentlich nicht. Als Tip gebe ich dir mal unsere Handhabung: Jeder Spieler hat eine Seite zu bearbeiten und nimmt sich eine kleine Anzahl an Markierungsplättchen, die er vor sich ablegt. Erspart das Gegrabbel in der Mitte und geht somit recht schnell. Jedes andere System würde wegen der Fülle an Daten scheitern (das war auch das größte Problem des Autoren, wenn ich mich recht erinnere...)


> Roland (der im Übrigen das neue HdR-Sammelkartenspiel noch
> nicht bekommen hat)

Universal Cards scheint da irgendwie nicht zu Rande zu kommen. Ich warte auch darauf...


Ciao,

Andreas Keirat

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Hermann Huth

Re: Millionary

Beitragvon Hermann Huth » 3. Januar 2002, 00:16

Hallo Roland,
halthalthalt!
Roland G. Hülsmann schrieb:

>Die Spielregel
schweigt sch aus wieviel man im regulären Spiel bekommt Etwa gar nichts? Das hieße ja die ersten Aktien auf Pump kaufen. Eine Sache die im wirklichen Leben absolut tödlich ist, zumal keine Bank dafür Kredite geben würde.<

Neenee, das ist so nicht richtig. Du erhältst zwar kein Bargeld, aber Du kannst dafür am Anfang des Spiels insgesamt 800 Aktien - verteilt auf 4 Firmen - und 120.000 Optionen, verteilt auf die gleichen 4 Firmen und zusätzlich 2 Indizes, einsetzen. Steht tatsächlich in der Regel, Seite 13. Man findets nicht gleich, aber wenn man sich bemüht...
Seisdrum,das ist durchaus ein Grundstock, auf den sich aufbauen lässt und der zudem das Spiel am Anfang beschleunigt, ähnlich wie die Startaufstellung beim Backgammon; da gibts auch Varianten, welche die Steine erst einwürfeln.
Um Kredite wird man am Anfang trotzdem selten herumkommen; ich habe sogar schon zwei Partien erlebt, in welchem anfängliche exzessive Kreditaufnahme relativ erfolgreich war.
Ein dicker Tip: startet unbedingt mit mehr als den drei vorgeschriebenen Strategiekarten ( 4 oder besser 5)! Diese Kleinigkeit verwandelt Blei in Gold!
Gutes Spiel, das.
Gruß,
Hermann


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