Beitragvon Roman Pelek » 5. Januar 2002, 16:50
Hi Michael,
michael weber schrieb:
> na, dann habt ihr tenjo ja *falsch* gespielt! das spiel ist
> ja eigentlich eher ein diplomatie-spiel mit zufallsprinzip
> (würfelei). der reiz bei tenjo entseht erst dann wirklich,
> wenn man von anfang an bündnisse eingeht, diese auslebt und
> entsprechend gegen andere mitspieler vorgeht
Ja, das mag angehen - es war meine Befürchtung nach den Partien, ich hatte das Gefühl, dass wir das wesentliche Element der Diplomatie zu sehr außer Acht gelassen haben. Ich glaube aber, dass man ein Spiel erstmal durchspielen muss, um zu wissen, wie man mit der Diplomatie vorgehen muss. Am Anfang fehlt einem schlichtweg der Überblick, wie man Diplomatie einsetzen sollte, zudem ist da ein Pferdefuss: spielt man mit weniger als 4 Mitspielern, kippt das Spiel leicht... *seufz*
> a) es gleicht sich wirklich aus, b) wetter pro monat: nein,
Ja, nur es dauert, bis es sich ausgleicht. Wenn man z.B. gerne eine Partie mit "Limit" (3 Jahre z.B.) spielen möchte, wirkt sich das m.E. sehr stark aus... Das finde ich schade, denn so, denke ich, muss man quasi auf "Shogun" spielen, um das richtig zu machen... Was waren Eure Erfahrungen? Tipps, Hinweise hierfür?
> sicher sind die
> aktionspunkte einer der am meisten zu diskutierenden
> regelpunkte, aber damit kann man wahrlich besser leben, als
> mit den bombastischen fate-cards!
Nuja, sagen wir's mal so: die Fate-Cards frustrieren vielleicht mal am Ende eines Jahres, die Aktionspunkte-Würfelei kann im schlechtesten Fall 12x pro Jahr frustrieren :-D
> insgesamt hatten bei den bisherigen tests aber unsere
> civilization-erprobten mitsstreiter viel spass und finden das
> spiel gut. die würfelei bei den kämpfen ist weniger
> glücksabhängig als bei risiko, der diplomatie-faktor ähnlich
Bei unseren Runden finden zumeist Spiele mit weniger Würfelei und nicht reiner Kampfkomponente mehr Anklang... Insofern liegen mir momentan Civ, Renaissance, Roads&Boats, Ur1830 und solche Konsorten noch mehr - vermutlich stehe ich auch eher auf diese Art "Aufbaustrategie" denn diese Kampf-/Diplomatiebetonten Spiele... (Obwohl ich nicht behaupten kann, dass wir in anderen Spielen so Probleme mit diplomatischen Elementen hatten wie in Tenjo bis dato...)
> spielentscheidend ist jedoch die kooperation der
> bündnispartener und die reaktion darauf der mitspieler. dann
> ist tenjo ein wirklich gutes spiel.
S.o., das hatte ich mir fast gedacht - nur wie lange dauert es, bis man soweit reinfindet? Wie gesagt: das bisherige Erlebnis sorgte für wenig Begeisterung, auch wenn durchaus einsichtig ist, dass man mehr aus dem Spiel herausholen kann. Nur erscheint uns der Einstieg irgendwie frustrierender als bei anderen Spielen, was etwas den Enthusiasmus bremst...
> das design des spielbretts ist allerdings für die augen trotz
> cooler optik eine katastrophe...
Ja, irgendwann wird man beim Spielen blind davon :(
Ciao,
Roman (würde Tenjo gerne mehr abgewinnen...)