Beitragvon Roman Pelek » 31. März 2002, 12:34
Hi Andreas,
Andreas Keirat/Claudia Schlee schrieb:
> Jetzt wollte ich mal von Euch wissen, wenn ihr das Ding auch
> schon mal zu viert gezockt habt:
>
> - Gingen euch ebenfalls die Kolonisten relativ früh aus, so
> daß man gerade mal ein teureres 5er Gebäude kaufen konnte,
> bevor das Spielende da war?
Uns gingen die Kolonisten häufiger früh aus, aber nie so früh, dass es mit den Gebäuden so eng geworden wäre. Ich denke, wenn alle anderen Mitspieler auf ein frühes Ende spielen, macht es mehr Sinn, sich auf Geld und Gebäudesiegpunkte (10/4er) statt auf's Verschiffen zu konzentrieren, da man damit die anderen abhängen kann - da sie durch die vielen Bürgermeisterphasen, wenig Produktion und das frühe Ende nicht genug Siegpunkte beim Verladen machen können.
> Bei uns war es (laut nachvollziehbarer Aussage des Spielers)
> irgendwie so, daß erst eine ganze Zeit nicht produziert wurde
> und man alles immer in Produktionsgebäude gesteckt hat. Daher
> gab es dann zweimal recht große Menschenaufläufe bei dem
> Bürgermeister mit 10 und 9 (und einmal auch 8) Menschen, die
> verteilt werden sollten... Das passiert zu fünft scheinbar
> nicht so häufig, weil ein Spieler mehr da ist, der eher eine
> Produktion macht bzw. zum Verkauf schreitet.
Es hängt von der Spielweise ab. Sich ein riesiges Warenproduktionsimperium aufzubauen, dass man dann nicht nutzen kann, ist eine weniger gute Idee, zumal dann Spieler, die dabei nicht mitmachen, sich anderweitig mehr Siegpunkte unter den Nagel reißen können.
> Zu viert war es auch so, daß jeder eigentlich die Chance auf
> ein Warenlager hatte und dieses daher nicht soooo wichtig
> erschien und nachher kaum Waren weggeworfen wurden, da sie
> immer eingelagert werden konnten.
Bei uns waren die Warenlager eher "muss" denn "will"-Gebäude, d.h. sie wurden eh nur gekauft, wenn sonst das Wegwerfen gedroht hätte. Entweder es wurde weniger oder zielgerichteter produziert (die Produktion selbst zu nehmen kann auch mal eine ganz dumme Idee sein :) ), oder die Mitspieler gingen gleich auf die lukrativere Werft (bei Monopol-Spielweise) oder auf den Hafen (bei verteilten Waren).
> Ich denke mal, daß der Mangeleffekt bei 5 Personen
> unbestritten höher ist, auf der anderen Seite meine ich
> allerdings auch, daß unsere Partie mit drei Neulingen
> vielleicht einfach nur etwas verquer gelaufen ist...
Ihr habt vermutlich alle zu sehr auf den langfristigen Aufbau von großen Warenproduktionen gespielt - der führt aber nicht sicher zum Sieg, wenn das alle versuchen, da die Kolonisten ausgehen. Wenn man sieht, dass alle anderen darauf hinspielen, sollte man vielleicht eher auf Geld/Gebäude gehen. Wir haben bei unserer ersten Partie den gleichen Fehler gemacht - und gewonnen hat haushoch ein Spieler, der auf vermehrtes Einkommen und die Siegpunktgebäude spielte... ;-)
> Wie funktioniert das Spiel zu dritt (nicht theoretisch,
> sondern praktisch...)?
Bei uns sehr gut, aber es läuft wieder anders als zu viert und fünft. Man hat etwas mehr Ruhe, sich auf ein Gebäude/Steinbrüche hinzuarbeiten, bevor sie weg sind - empfanden wir aber nicht als Nachteil. Ich denke, jede Besetzung von PR erfordert eine eigene angepasste Spielweise, um Punkte zu machen. Womit man zu fünft gut durchkommt, kann einem zu dritt zum Verhängnis werden und umgekehrt.
Ciao,
Roman