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Republic of Rome - nur Mut!

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Gustav der Bär

Republic of Rome - nur Mut!

Beitragvon Gustav der Bär » 21. April 2002, 16:27

Ein Fortsetzung von hier: http://www.spielbox.de/phorum4/read.php4?f=1&i=41291&t=41198

Matthias Staber schrieb:
> "Republic of Rome" habe ich immer noch ungespielt im Schrank:
> Die Spielanleitung finde ich sehr abschreckend.

Das kann ich nachempfinden: Die Anleitung läd nicht grade zum lernen ein, weil sie bei ihren Themen immer, wie man so sagt, "vom Hölzken auf´s Stöcksten kommt", so dass man schnell den Faden verliert, worum es jetzt eigentlich geht.

Da ist wirklich eine Menge Geduld gefragt und die Bereitschaft, zu akzeptieren, dass das erste Spiel eben noch kein richtiges Spiel wird, sondern eher so etwas wie ein großangelegter Republikanischer Feldversuch.

> Kannst du irgendwelche Tipps geben, wie man sich da am besten ranwagt? Hast du es mal solitär angespielt, um die Regeln kennenzulernen?

So habe ich in der Tat angefangen. Auf jeden Fall kriegt man da zumindest schon mal ein paar Regelmechanismen mit. Dann hatte ich mir die Spielhilfen heruntergeladen, die es auf http://www.spielbar.com/Download.htm zu RoR gibt.

Schließlich habe ich mich an einem Sonntag mit zwei Menschen zusammen getan, die wegen ihrer Geduld und ihres systematischen Denkens ausserordentlich geeignet für ein gemeinsames "Wir lernen RoR"-Projekt waren, nämlich mit meinem Weib Barbara und unserem Freund Lars, und wir haben einfach mal angefangen: Die Englische Regel, die Deutsche Spielhilfe und einen Notizblock bereit gelegt - und los gings. Wir haben uns aufgeschrieben, was man in welcher Reihenfolge macht, woran man noch denken sollte, wo die Spielhilfe der Regel widerspricht (erschreckend oft übrigens, so dass wir die Spielhilfe schließlich ganz weggetan haben) - und als es Abend wurde, hatten wir ein Spiel ganz zu Ende gebracht, konnten dem Sieger (Lars) gratulieren und hatten ein Konzept, wie das Spiel laufen sollte.

Vielleicht noch nicht ganz perfekt - aber es funktioniert. (Ich kann unsere persönliche Spielhilfe bei Interesse gern jedem zumailen - es ist aber nicht mehr als eine Checkliste, die die einzelnen Aktionen in eine vernünftige chronologische Reihenfolge bringt; die Regel muss man auf jeden Fall dazu nehmen.)

Anschließend haben wir es dann mit unserer Checkliste auch im größeren Kreis gespielt und das klappte gut. Immer, wenn ich etwas finde, was wir bisher noch nicht beachtet haben - und das war bisher noch bei _jedem_ Spiel der Fall - habe ich die Checkliste entsprechend ergänzt. Noch zwei bis drei Jahrzehnte, und sie dürfte fertig sein.

> Wie siehts mit der Spieldauer aus: Ist die realistisch?

Man sollte schon einen ganzen Tag einkalkulieren; aber das gilt vielleicht in erster Linie für Leute wie mich, die in der Senatsphase gern aufstehen und richtige Reden halten. Für Spieler, die lieber von einem Zug zum nächsten hetzen, geht es bestimmt wesentlich schneller - aber für die ist vielleicht das ganze Spiel nicht so richtig geeignet. Es funktioniert halt am besten, wenn man es mit etwas persönlichem Rollenspiel-Flair würzt.

> Kurzum: Lohnt es sich, sich in RoR einzuarbeiten?

Für mich hat es sich auf jeden Fall gelohnt. Aber man muss es wirklich mit den richtigen Leuten spielen. Wer die richtigen Leute sind, weiss man allerdings oft erst dann, wenn man´s mit ihnen gespielt hat. Eine kleine Gruppe von sehr guten Freunden ist auf jeden Fall die richtige erste Wahl.

Auf Xuntheit!
Gustav der Bär
(Peter Gustav Bartschat)

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Stephan Valkyser

Re: Republic of Rome - nur Mut!

Beitragvon Stephan Valkyser » 21. April 2002, 17:00

Noch ein Tip:
Das Early Republic Szenario ist für Anfänger kaum zu gewinnen, will sagen, Rom geht zu mehr als 75% aufgrund von 4 oder mehr Kriegen unter, so daß dann alle Spieler gemeinsam verloren haben.
Das kann schon etwas frustrierend sein.
Das Middle Republic Szenario eröffnet somit mehr Spielspaß, weil die äußeren Bedrohungen (und das notorische Finanzloch) gemeinsam ganz gut bewältigt werden können, so daß man auch zu einem richtigen Spiel "untereinander" kommt. Der Preis dafür ist allerdings eine längere Spieldauer - 7 Stunden würde ich dafür schon einkalkulieren (im Gegensatz zu 5 fürs Early Rep. Szenario).
Bleibt die Frage, ob man in der heutigen Zeit noch eine so lange Spieldauer tolerieren kann. Vor 10 Jahren habe ich das sicherlich noch anders gesehen ;-)

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Michael-spielbox

Re: Republic of Rome - nur Mut!

Beitragvon Michael-spielbox » 21. April 2002, 21:31

Hallo, Du Bär,
schaue mal bei www.spielbar.com unter Downloads bei Rep. of Rome nach, da habe gibt es super Spielehilfen von mir! Das macht den Start wesenlich leichter! Hoffe ich wenigstens!
Nice dice!
Gruss
Michael, ein richtiger Behr

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Bastl

Republic of Rome - es geht auch kurz!

Beitragvon Bastl » 22. April 2002, 12:56

Bei uns, die wir RoR zeitweise sehr oft und intensiv gespielt haben (mit dem Anspruch, durch alle drei Szenarien zu kommen, wenn es nicht vorher schon einen Sieger gibt), gibt es das geflügelte Wort von einer "schnellen Partie Republic": Man gibt Chris drei Würfel, ernennt sie zum Field Consul und lässt sie würfeln - prompt geht Rom unter und man kann was anderes spielen.
(Hintergrund: Chris würfelte eine prima 17 und jubelte, bis wir ihr unsere betretenen Gesichter erklärten, dass das ein Desaster war - und leider kein Sieg, 4 Kriege und tot, jaja die Punischen Kriege im ersten Szenario...)

Bastl

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Matthias Staber

Re: Republic of Rome - nur Mut!

Beitragvon Matthias Staber » 24. April 2002, 09:43

O.K., das klingt ja durchaus machbar. Vielen Dank für die Anregungen.

Matthias


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