Beitragvon Gustav der Bär » 24. April 2002, 11:35
Ulrich Schumacher schrieb:
> Allerdings ist es vor allem sehr kompliziert, dass überhaupt
> ein Spieler das Spiel gewinnt (zumindest in dem Szenario, das
> ich vor Jahren mal mit Freunden ausprobiert habe).
Stimmt - am meisten gilt das für das "Frühe Republik"-Szenario. Da muss man lange seine Aufmerksamkeit nur darauf konzentrieren, das Rom nicht untergeht. Aber das ist doch auch schon was! Wenn´s nicht anders geht, gewinnt halt einfach am Ende der "Frühen Republik" der Spieler mit den meisten Einflusspunkten - ganz ohne Bürgerkrieg oder Anerkennung als "Senator auf Lebenszeit".
> In vielen
> (ungünstigen) Fällen ist Rom (und damit auch die Spieler)
> ziemlich schnell am Ende (ich glaube mich zu erinnern, dass
> alle Punischen Kriege auf einmal geführt werden mussten :-) ).
Das Spiel hat - bei allen Gemeinheiten, Bestechungen, Intrigen und Morden, die darin vorkommen können - vor allem einen wichtigen "Staatsraison"-Aspekt, der die Spieler zwingt, weitgehend zusammen zu arbeiten. Im "Frühen Republik"-Szenario kann man mit dem 1. und 2. Punischen Krieg und zugleich mit Hamilkar und Hannibal als gegnerischen Anführern konfrontiert werden (der 3. Punische Krieg bricht zum Glück erst im "Mittlere Republik"-Szenario aus).
Aber die beiden ersten Punischen Kriege mit den beiden feindlichen Anführern sind auch allein ein ordentlicher Batzen an Problemen, wenn sie kurz nacheinander "aktiv" werden, und die Spieler müssen schon genau überlegen, in welcher Reihenfolge sie die Probleme angehen. Gewinnen kann man durchaus auch dann, vor allem, wenn man systematisch an die Aufgabe herangeht, sie in einzeln lösbare Teilaufgaben einteilt, den jeweils fähigsten Senator mit konkreten Anweisungen beauftragt ... und so weiter, ganz wie im richtigen Leben halt.
Wenn allerdings einige Spieler sich ganz auf ihre Karriere konzentrieren und auf das Wohl des Vaterlandes pfeiffen, dann kann - trotz der Bemühungen der anderen Spieler - der Staat unter gehen und keiner hat was davon.
Ich glaube, man kann daraus irgend eine Lektion lernen ... aber ich bin mir nicht ganz sicher, wie sie lautet ;-)
Auf Xuntheit!
Gustav der Bär
(Peter Gustav Bartschat)