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Infantile Zweckentfremdung

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Markus Barnick

Infantile Zweckentfremdung

Beitragvon Markus Barnick » 24. April 2002, 09:34

Obwohl es mich ganz und gar nicht betrifft, möchte ich doch mal eines wissen:

Wie bringt ihr eure Spiele vor euren Kindern in Sicherheit?

Ich kann mich an meine Jugend erinnern: ich hab immer mit Begeisterung an Wände und in Bücher gemalt - und bin mit Spielen, bzw. Spielzeug zwar nicht zerstörerisch, aber doch verschlamperisch umgegangen.

Markus
("Der Helmtiger ist schlau und listig")

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Michael Andersch

Re: Infantile Zweckentfremdung

Beitragvon Michael Andersch » 24. April 2002, 10:13

Markus Barnick schrieb:
>

> Wie bringt ihr eure Spiele vor euren Kindern in Sicherheit?

Ganz einfach:
a) kann unser Kleiner noch nicht mal krabbeln
b) habe ich seit diesem Jahr ein eigenes Spielezimmer, das lässt sich ganz einfach abschliessen.


Gesicherte Grüße,
Micha

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Michael Blumoehr

Re: Infantile Zweckentfremdung

Beitragvon Michael Blumoehr » 24. April 2002, 10:16

Hallo,

inzwischen ist das kaum noch ein Problem, schliesslich ist meine Tochte jetzt gerade 12 geworden, aber natürlich haben wir auch die Kleinkindphase hinter uns gebracht. War aber ziemlich einfach: 1. sind meine Spiele in einem separaten Kellerraum und 2. habe ich ihr rechtzeitig klar gemacht, daß sie nicht an das Regal darf. Dazu gehörte aber auch die Erlaubnis, die Spiele auf Nachfrage zu benutzen. Daß beim anschliessenden Einräumen mal das eine oder andere Teil noch auf dem Teppich gefunden wurde, gehörte allerdings auch dazu :-)

Grüße, Michael

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Roland G. Hülsmann
Kennerspieler
Beiträge: 2598

Re: Infantile Zweckentfremdung

Beitragvon Roland G. Hülsmann » 24. April 2002, 10:50

Markus Barnick schrieb:

> ... aber doch verschlamperisch umgegangen.

"kreativ" muß es heißen, lieber Markus: "kreativ"!
("verschlamperisch" gibt es im Duden auch nicht.)

Im Ernst: Unsere Tochter hatte sehr früh (ab 3 Jahre) schon eigene Spiele und wenn sie meinte, diese verschönen zu müssen: bitte sehr! Beim Aufräumen war da sicher elterliche Unterstützung angebracht. Natürlich durfte sie auch mit dem Spielmaterial der Spiele der "Großen" spielen, aber dann immer unter elterlicher Aufsicht bei größtmöglicher Entfernungzu Wachsmalkreiden und ähnlichem. Und wirklich wertvolle seltene Spiele waren eh kindersicher weggeräumt und selbst für mich nur mit Trethocker erreichbar.

Aber das Thema ist eher allgemein zu fassen: Wie mache ich meine Wohnung kindersicher? Das fängt mit den Seilen vor den Schallplattenregalen an, geht über das Höherräumen der Lustigem Taschenbücher und Enterprise-Videos bis hin zum Verstecken des Zeitschriftenständers, und und und ...

... und schließlich läßt man Kinder dieses Alters auch nicht längere Zeit unbeaufsichtigt.

Gruß
Roland (dessen Jüngste mit 8 Jahren durchaus verantwortungsvoll mit Spielen umgeht)

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Andreas Keirat

Re: Infantile Zweckentfremdung

Beitragvon Andreas Keirat » 24. April 2002, 12:17

Markus Barnick schrieb:
>
> Obwohl es mich ganz und gar nicht betrifft, möchte ich doch
> mal eines wissen:
>
> Wie bringt ihr eure Spiele vor euren Kindern in Sicherheit?
>
> Ich kann mich an meine Jugend erinnern: ich hab immer mit
> Begeisterung an Wände und in Bücher gemalt - und bin mit
> Spielen, bzw. Spielzeug zwar nicht zerstörerisch, aber doch
> verschlamperisch umgegangen.
>
> Markus
> ("Der Helmtiger ist schlau und listig")

Hallo!

Ein abschliessbares Zimmer hilft Wunder. Dazu kommt dann noch, daß man Kindern auch mal was verbieten darf und nach einiger Zeit werden sie sich daran halten. Und wertvolle Spiele kann man in oberen Regalen verstauen oder in abschließbare Schränken lagern. Normalerweise ist das selten ein Problem, zumal man kleine Kinder eh immer unter Aufsicht halten muß.

Ciao,

Andreas (der eher Probleme bei seinen Kindergartenbesuchen sieht, da er auch nur zwei Augen und zwei Arme hat, die meist nur in einer Richtung agieren können...)

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Helmut Lehr

Re: Infantile Zweckentfremdung

Beitragvon Helmut Lehr » 24. April 2002, 12:46

Hallo,
zu Hause in der Familie hatte ich kein Problem mit meinen damals noch kleinen Kindern. An Papas Spiele gingen sie nicht ran. Mit ihren eigenen konnten sie machen, was sie wollten. Meine Kinder haben aber nie Spiele zerknickt oder irgendetwas in der Art.
Anders sieht es bei mir in der Schule aus. Da achte ich drauf, dass ich nur diesejenigen Spiele an Kinder ausgebe oder verleihe, die nicht zu meinen absoluten Lieblingsspielen gehören.Oft ist eine Spielregel verschollen, oder Karten verknickt, oder etwas anderes fehlt. Wenn ich natürlich beim Spiel bemerke, wie unachtsam mit Karten umgegangen wird, dass neue Karten schon verknickt werden, kann ich schon ganz schön sauer werden. Viele Kinder haben einfach nicht die Feinmotorik, um mit Spielkarten richtig umgegehen zu können.
Schöne Grüße
Helmut

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Christian Spohr

Re: Infantile Zweckentfremdung

Beitragvon Christian Spohr » 24. April 2002, 13:25

Toll, eigenes Spiel(e)zimmer, abschliessbar. In unserer 3-Zi.-Wohnung ist das leider nicht drin, daher sind die meisten Spiele in einem Regal im Flur.
Nicht aus Zerstörungswut, sondern aus Neugier geht unsere Tochter da schon hin und zieht das eine oder andere Spiel heraus. Daß dabei nicht alle Teile in der Schachtel drinbleiben, ist bei einem zweijährigen Kind wohl klar. Aber seit einiger Zeit hat sie wohl das Interesse verloren, spielt lieber ihre eigenen Spiele, und freut sich, wenn sie unsere Karten halten oder würfeln darf. Daß dabei wieder der eine oder andere Würfelwurf unterm Tisch landet, oder mal eine Karte etwas geknickt wird - damit kann ich leben, solange ich so dafür sorgen kann, daß sie Spielerin wird ;-)

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Jost Schwider

Ich sage nur Hundeleine! ;-) (o.T.) *SCNR*

Beitragvon Jost Schwider » 24. April 2002, 21:40

.

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Gustav der Bär

Igitt! Kinder!

Beitragvon Gustav der Bär » 24. April 2002, 23:09

So was kommt mir nicht ins Haus!

Merke: Die beste Lösung ist die, die das Problem gar nicht erst entstehen lässt.

Auf Xuntheit!
Gustav der Bär
(Peter Gustav Bartschat)

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Carsten Wesel

RE: Igitt! Kinder!

Beitragvon Carsten Wesel » 25. April 2002, 09:18

"Gustav der Bär" hat am 24.04.2002 geschrieben:
> So was kommt mir nicht ins Haus!

Eben, wofür hat man einen Keller.

SCNR, Carsten (kinderlos - ein Keller ist vorhanden;-)
--
Gesammelte PEEPs gibt es unter folgender Adresse :)
http://www.linkhitlist.com/cgi/LHL_D.exe?SLHL&ListNo=37995809566
Gesammelte RFs gibt es nebenan, bei :-|
http://www.linkhitlist.com/cgi/LHL_D.exe?SLHL&ListNo=38263809566

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Ralf Arnemann
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Beiträge: 2447

Selbst schuld ...

Beitragvon Ralf Arnemann » 25. April 2002, 13:46

> So was kommt mir nicht ins Haus!
... dann muß man halt öfter auf eine Spielerunde warten.

Dank unserer Kinder haben wir jederzeit eine schöne Viererbesetzung für Siedler, Carcasonne, Elfenland o. ä.

Und sobald der Kleine lesen kann, versuchen wir es mal mit 18xx ;-)

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Roland G. Hülsmann
Kennerspieler
Beiträge: 2598

Re: Igitt! Kinder!

Beitragvon Roland G. Hülsmann » 25. April 2002, 14:20

Gustav der Bär schrieb:

> Merke: Die beste Lösung ist die, die das Problem gar nicht
> erst entstehen lässt.

... und sich dann über mangelnden Nachwuchs in der Spielerszene beschweren! :grin:

Roland (der sich einen minimalen Spielekreis selbst geschaffen hat)

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DiSta

Re: Infantile Zweckentfremdung

Beitragvon DiSta » 25. April 2002, 15:59

Markus Barnick schrieb:
>
> Obwohl es mich ganz und gar nicht betrifft, möchte ich doch
> mal eines wissen:
>
> Wie bringt ihr eure Spiele vor euren Kindern in Sicherheit?
>
> Ich kann mich an meine Jugend erinnern: ich hab immer mit
> Begeisterung an Wände und in Bücher gemalt - und bin mit
> Spielen, bzw. Spielzeug zwar nicht zerstörerisch, aber doch
> verschlamperisch umgegangen.
>
> Markus
> ("Der Helmtiger ist schlau und listig")


Nachdem unsere Jüngste in ein paar Wochen nun auch schon 15 Jahre alt wird, stellt sich diese Problem im Moment gar nicht mehr - dafür hat man dann aber andere......

Als unsere zwei Mädels noch jünger waren, haben die schon mal das Spielregal ausgeräumt, aber mehr war da nicht.... außerdem waren es damals mangels Kasse auch noch nicht die Masse von heute - sprich das Gros der Spiele kam erst später dazu und einen Teil der Spiele hatten wir zu Beginn auch mangels Platz in unserer ersten Mietwohnung auf dem Dachboden meiner Eltern deponiert....

Wir haben schon früh mit dem Spielen mit den beiden angefangen - im Kindi-Alter schon so Sachen wie z.B. 'Heimlich & Co'. Und heute habe ich in unsern beiden Töchter durchaus nicht zu unterschätzende Spielpartnerinnen, die ihren jungen Vater schon mehr als einmal über den Tisch gezogen habe. Früh übt sich eben!

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peer

Re: Selbst schuld ...

Beitragvon peer » 25. April 2002, 21:07

Hi,.
Ralf Arnemann schrieb:
> Und sobald der Kleine lesen kann, versuchen wir es mal mit
> 18xx ;-)

Wieso? Soll er euch die Regeln erklären? :-?
Bei 18xx reicht es doch, wenn man die Symbole der AgGs kennt, lesen muss man da nicht viel! (Allerdings spielt man 18xx am besten zu sechst, also müsst ihr wohl noch für Nachschub sorgen). :-)

Mit Civi müsst ihr aber wohl noch warten, bis das Kind länger aufbleiben darf.
ciao,
Peer

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Ralf Arnemann
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Beiträge: 2447

Re: Selbst schuld ...

Beitragvon Ralf Arnemann » 26. April 2002, 11:24

> Wieso? Soll er euch die Regeln erklären?
Wäre vielleicht eine gute Idee. Nachdem ich bei meiner "Städte&Ritter"-Regelfrage gerade eine gewisse Leseschwäche demonstriert habe ...

> Bei 18xx reicht es doch, wenn man die Symbole der AgGs kennt,
> lesen muss man da nicht viel!
Da hast Du natürlich recht - die Farben alleine reichen ja schon.
Lesen ist tatsächlich nicht nötig, aber die Grundrechenarten würden helfen ...

> (Allerdings spielt man 18xx am besten zu sechst,
Mein Liebling ist 1835 zu viert.

> also müsst ihr wohl noch für Nachschub sorgen).
Dann müßten wir ja das Spielezimmer in ein zusätzliches Kinderzimer umwandeln. Schwere Entscheidung.

> Mit Civi müsst ihr aber wohl noch warten, bis das Kind länger
> aufbleiben darf.
Civi spiele ich nicht. Irgendwann will ich nämlich auch mal ins Bett ;-)


Aber mal Schurz beiseite: Ich war schon überrascht, wie früh man schon echte Erwachsenenspiele mit den Zwergen spielen kann, und zwar so, daß es auch die Eltern normal fordert und Spaß macht.

Bei "Siedler" fällt es den Kleinen (6 und 8 Jahre) noch etwas schwer, alle Optionen im Auge zu behalten. Da muß man ab und zu etwas nachhelfen, z. B. darauf hinweisen, daß die fünf Dörfer schon verbaut sind oder wie die Ritterstärkeverhältnisse sind.

Aber bei "Carcassonne" wird ohne Rücksicht gezockt mit völlig gleichwertigen Siegchancen für den Nachwuchs.
Insbesondere unser Jüngster macht noch vorhandene strategische Lücken mit dem für Kinder typischen "Memory"-Vorteil wett: Er hat sich mal einen Nachmittag Zeit genommen und alle Plättchen sortiert und auswendig gelernt.
Da hört man schon mal Kommentare: "Dein Zug war ein Fehler. Die Stadt kann man nur noch mit dem und dem Plättchen zu. Und das eine ist schon komplett verbraucht und von dem andern gibt es nur drei, von denen zwei schon liegen". Schwitz.

Ich bin wirklich gespannt, ab wann ein 1835 da möglich wird.

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Markus Barnick

Re: Selbst schuld ...

Beitragvon Markus Barnick » 26. April 2002, 13:28

Alle Achtung vor der Jugend !!!

Markus
(war früher auch mal jung)

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Ralf Arnemann
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Beiträge: 2447

Re: Selbst schuld ...

Beitragvon Ralf Arnemann » 26. April 2002, 13:40

> Alle Achtung vor der Jugend !!!
> Markus
>(war früher auch mal jung)
Und jetzt - keine Achtung mehr vor Dir nötig?
;-)

Ralf
(ist nicht mehr jung, aber immer noch kindisch)


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